Verein Münchner Sportjournalisten
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Nachrichten

V.l.: Autor Ronny Blaschke, Thomas Hitzlsperger, Patricia East und Stephanie Dilba. ,

"Hilfsbereitschaft und Heuchelei"

Thomas Hitzlsperger bei der Vorstellung von Ronny Blaschkes Buch

(4. Februar 2017) - In der Schwabinger Kneipe „Stadion“ gibt es mehrmals wöchentlich Fußballstars zu sehen. Auf den Bildschirmen, bei den Übertragungen aus Bundesliga und Champions League. Doch nun war ein Prominenter leibhaftig da: Thomas Hitzlsper-

ger, ehemaliger Nationalspieler, England-Legionär und neuerdings Vorstandsbeauftragter für die Lizenzspielermannschaft beim VfB Stuttgart.

Hitzlsperger kam als Gast von Ronny Blaschke ins „Stadion“. VDS-Mitglied Blaschke (Berlin) hat für sein neues Buch „Gesellschaftsspielchen. Fußball zwischen Hilfsbereit-

schaft und Heuchelei“ auch Hitzlsperger interviewt, den sozial und gesellschaftspolitisch wohl engagiertesten (Ex-)Profi in Deutschland.

Es gibt beides, Hilfsbereitschaft und Heuchelei“, sagt Hitzlsperger. Er kennt „Leute, die versuchen, Geld abzuschöpfen“ und Spieler, die Stiftungen gründen, weil es steuerliche Vorteile bringt und ein positives Image schafft. Doch ebenso ist er vielen Menschen be-

gegnet, deren Engagement ehrlich sei. Er erzählt, dass er für viele Initiativen angefragt worden sei - „man versucht, ein Anliegen über mich vorzubringen“. Doch er könne nicht für alles zusagen: „Es muss in meine berufliche Situation passen.“

Weitere Gäste der Talkrunde waren Professor Dr, Patricia East, ehrenamtliche Ge-

schäftsführerin der Philipp-Lahm-Stiftung, und Stephanie Dilba, die sich beim TSV 1860 in der Initiative „Löwenfans gegen Rechts“ engagiert und bei den „Football Supporters Europe“ mitarbeitet.

 

Philipp Lahms Engagement in südafrikanischen Townships

 

Patricia East, britische Diplomatentochter und heute Tourismus-Professorin, hatte den ersten Kontakt zu Philipp Lahm vor elf Jahren, als sie eine Anfrage erhielt, ob sie dem Fußballspieler private Englisch-Stunden geben könne. Aber: „Wer ist Philipp Lahm?“ Sie kannte ihn nicht, sagte ab. Ein Jahr später lernte sie ihn kennen und war von seinem so-

zialen Engagement so angetan, „dass ich ein Sabbatical-Semester genommen habe, um seine Stiftung zu begleiten“. Sie erzählt aus dem Alltag der Stiftung. Tausende Briefe würde sie bekommen, „Anfragen verzweifelter Individuen, oft herzzerreißend“. Aber man dürfe nur auf das eingehen, was dem Stiftungszweck entspreche. Philipp Lahms Arbeit besteht darin, dass er Sponsoren, die seine Aktivitäten in einem südafrikanischen Town-

ship und im jährlichen Philipp-Lahm-Sommercamp in Deutschland unterstützen, für Wer-

bung zur Verfügung steht. Zum Sommercamp kommt er selbst – oder schickt eine Video-

botschaft.

 

Blaschke: 20 Millionen von drei Milliarden Euro für soziale Zwecke zu wenig

 

Stephanie Dilba berichtete aus dem Leben eines Fans, der mehr tun will als nur in der Kurve zu stehen (obwohl das, wie sie sagt, für Frauen oft nicht unproblematisch ist, weil sie häufig Opfer sexistischer Attacken werden). Unterstützung vom Verein – in ihrem Fall dem TSV 1860 – gibt es so gut wie nicht: „Da gibt es immer andere Probleme: den Kampf um den Klassenerhalt und ums Überleben.“

Es wurde noch munter diskutiert im „Stadion“, und einer, der sich zu Wort meldete, war Gregor Weinreich, Vorsitzender der FC-Bayern-Fanclubvereinigung „Club Nr. 12“. Er rät: Nicht nachlassen. „In Deutschland haben wir zum Glück die 50+1-Regelung. Vereins-

mitglieder und Fans können noch etwas bewegen.“

Autor Ronny Blaschke hofft, dass die Diskussionen der Basis den Profifußball veranlas-

sen werden, mehr als die bisher jährlich 20 Millionen für soziale Zwecke abzuzweigen. Bei einem Gesamtumsatz von drei Milliarden Euro sollte man die „Corporate Social Re-

sponsibility“ leben können.                                                                            Günter Klein

Großer Erfolg für Eurosport und Marco Hagemann

VMS-Mitglied unter den Gewinnern beim Deutschen Fernsehpreis

(3. Februar 2017) - Eurosport gewann beim Deutschen Fern-

sehpreis in der Kategorie „Beste Sportsendung“. Prämiert wur-

den die Tennis- Liveübertragungen der beiden Damenfinals bei den Australian und US Open. Die elfköpfige Jury lobte die starke Teamleistung und die überzeugenden Reportagen mit Hinter-

grundinformationen.

Ausgezeichnet wurden vier Mitarbeiter des Sendern. Zwei von ihnen sind Mitglieder des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS): Matthias Stach, Hauptmoderator beider Übertragungen, und Marco Hagemann, der dem VDS-Regionalverein Münchner Sportjournalisten (VMS) angehört. Er hat das Endspiel in Melbourne kommentiert.

Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF zur Würdi-

gung der besten Produktionen und Einzelleistungen des Jahres vergeben. Die Preisver-

leihung 2017 war in Düsseldorf.

http://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Meldungen/;2040-Deutscher_Fernsehpreis

Joachim Days Dachau-TV im Februar 2017

(4. Februar) - Die 42. Ausgabe des monatlichen Internetfernseh-Magazins ist online zu sehen unter www.dachau-tv.de. Viel Spaß bei folgenden Themen, die nicht nur für den Dachauer Landkreis von Interesse sind:

- Interview mit Fabian Lamotte: Der 33jährige ist Spielertrainer beim Bayernligisten TSV

  1865 Dachau und war aktiv u.a. bei Schalke 04, den Löwen und Sturm Graz.  

- Porträt über die mehrmalige Tischtennis-Europameisterin Sabine Winter. Sie ist heute

  24jährig, das Porträt zeigt sie als 14jährige.

- Zweiter Beitrag über Sabine Winter: Hier unterstreicht die Kolbermoorer Tischtennis-

  Bundesligaspielerin ihr außergewöhnliches Bewegungstalent – tischtennisspielend auf

  der Slackline.

- Zuschauervideo: Bericht über den weltweit agierenden Jongleur Julius Preu.

- Musikvideo: Der Schweizer Pianist und Sänger Patric Heller, der in allen deutschspra-

  chigen Ländern große Erfolge feiert.

- Veranstaltungstipps für Februar.

1860 entzieht drei Zeitungen Dauerakkreditierung

Münchner Merkur bittet den VDS um Vermittlung

(1. Februar 2017) – Der TSV München von 1860 hat dem Münchner Merkur, der tz sowie Bild München „bis auf Weiteres“ die Dauerakkreditierungen für die Spiele der 2. Bundes-

liga in der Allianz Arena entzogen. In einem von Geschäftsführer Anthony Power unter-

zeichneten Schreiben heißt es: „Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, da wir aufgrund der Berichterstattung in den letzten Wochen und Monaten derzeit keine Basis für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit sehen". Die betroffenen Zeitungen sollen Anträge auf Tagesakkreditierungen stellen.

Heinrich Lemer, Ressortleiter Sport des Münchner Merkur, hat sich in dieser Angelegen-

heit an den Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) gewandt, der zu vermitteln ver-

sucht.

http://www.sport1.de/fussball/2-bundesliga/2017/01/1860-muenchen-entzieht-drei-zeitungen-die-dauerakkreditierungen

 

http://www.sueddeutsche.de/sport/muenchen-hauruck-mit-power-1.3358061

Hartung Vorsitzender der Athletenkommission

(1. Februar 2017) – Maximilian Hartung, zweimaliger Olympiateilnehmer und Säbel-Welt-

meister von 2014, wurde von den Mitgliedern der Athletenkommission zum neuen Vorsit-

zenden gewählt. Hartung folgt Christian Schreiber (Rudern) nach, der das Ehrenamt auf Grund gestiegener beruflicher Belastung aufgegeben hatte.

Neben Maximilian Hartung sind Silke Kassner (Kanu Wildwasserrennsport) als Stellver-

tretende Vorsitzende, Daniel Hermann (Eiskunstlauf/Eistanz), Felix Rijhnen (Speedska-

ting und Eisschnelllauf), Manuela Schmermund (Sportschießen), Karina Winter (Bogen-

schiessen), Britta Heidemann (IOC/ Fechten) und Marion Rodewald (EOC/ Hockey) Mit-

glieder der DOSB-Athletenkommission. 

Die Athletenkommission ist die von den Athletinnen und Athleten der Spitzenverbände gewählte Interessenvertretung und nimmt ihre Aufgaben in den Gremien des Sports, DOSB Präsidium, NADA & Sporthilfe Aufsichtsrat wahr. Neben den die Athleten betref-

fenden Themen, Dualen Karriere und Athletenförderung, Anti-Doping Management und sportrechtliche Fragen, ist es die Aufgabe der Athletenvertretung das Wissen und die Er-

fahrung der Sportlerinnen und Sportler gebündelt in die Neuausrichtung des Leistungs-

sportes einzubringen.

Ordentliche Jahresversammlung 2017

Liebe VMS-Mitglieder,

 

wir laden Sie herzlich ein zur Ordentlichen Jahreshauptversammlung am

 

Samstag, 11.März 2017, 12:45 Uhr, in der Allianz-Arena (Pressebereich).

 

Anmeldung und TO

Hellmut Krug erteilt Anschauungsunterricht.

Der Videoassistent als Oberaufseher

Ab der Bundesligasaison sollen Fehlentscheidung vermieden werden

(26. Januar 2017) - DFL-Schiedsrichtermanager Hellmut Krug hat Münchner Sportjour-

nalisten auf einer Schulungsveranstaltung von SPORT1 über das Thema Videoassistent informiert und mit ihnen strittige Situationen der jüngeren Vergangenheit diskutiert. „Ab der kommenden Saison wird bei klaren Fehlentscheidungen von außen eingegriffen“, sagte der ehemalige FIFA-Referee. An den dann sechs Arbeitsplätzen im Kölner Replay-Center werden geschulte Schiedsrichter im Zusammenspiel mit einem Video-Operator strittige Szenen begutachten und im Zweifelsfall mit den Unparteiischen der jeweiligen Spiele in Kontakt treten.

Krug will „die klaren Böcke vermeiden“

Es wird auch dann nicht alles sauber sein“, erklärte Krug. „Es geht darum, die klaren Böcke zu vermeiden.“ Korrektes Tor oder nicht, Elfmeter oder nicht, Rote Karte oder nicht sind die Fragen, die am Monitor überprüft werden. Außerdem schaltet sich der Videoassistent noch ein, wenn der Schiedsrichter den falschen Spieler mit einer Karte bedacht hat.

Unser Ziel ist ein minimaler Eingriff mit optimalem Ertrag“, sagte Krug. Derzeit werden an jedem Wochenende vier Schiedsrichter in Köln geschult. Bis ein Videoassistent den Schiedsrichter auf dem Platz von dessen Fehler in Kenntnis gesetzt hat, vergehen meist zwischen zehn und vierzig Sekunden, immer öfter geht es aber auch noch schneller. „Bei der Schwalbe von Timo Werner hätte es keine zehn Sekunden gebraucht, bis sich der Videoassistent gemeldet hätte“, versichert Krug.

Kompliziert wird es, wenn das Spiel nach einer Fehlentscheidung weiterläuft. Im ungün-

stigsten Fall fällt auf der Gegenseite schon ein Kontertor, ehe die Fehleinschätzung zu einer Elfmeterszene korrigiert ist. In diesem Fall ginge das Spiel mit dem Elfmeter weiter, das Kontertor würde annulliert.

Die Schiedsrichter sind angehalten, das Spiel bei einem Signal des Videoassistenten möglichst in einer neutralen Zone zu unterbrechen“, erläutert Krug das geplante Proze-

dere. „Dann kann sich der Schiedsrichter in einer sogenannten Review Area am Spiel-

feldrand, die nur er betreten darf, die Szene noch einmal anschauen und dann entschei-

den.“

Elf Fehlentscheidungen nicht zu verhindern

33 von 44 groben Schiedsrichterschnitzern des Bundesligaherbstes hätten sich über den Videoassistenten verhindern lassen, hatte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann am Montag bilanziert. „Die übrigen elf Fälle waren sieben Abseitspfiffe, wo die Fahne zu früh hoch gegangen ist, zwei Elfmeterszenen, von denen auch der Videoassistent die Finger hätte lassen müssen sowie zwei Gelb-Rote Karten“, klärte Krug auf.

Für den Zuschauer im Stadion wird zunächst nur sichtbar sein, dass der Videoassistent eingegriffen hat, weil der Schiedsrichter mit den Händen die Umrisse eines Bildschirms nachzeichnet. Was genau dem Unparteiischen zu welcher Szene mitgeteilt wird, ist vor-

erst nicht öffentlich zu sehen, kommt also auch nicht auf die Stadionleinwand.

In zwei Jahren wird eine erste Bilanz gezogen und entschieden, ob bzw. wie es mit dem Videoassistenten weitergeht.                                                             Martin van de Flierdt

Süddeutsche Zeitung legt gegen den Trend zu

Talfahrt der Tageszeitungen langsamer, mehr verkaufte ePaper

(23. Januar 2017) - „Keine Trendwende“ sieht die Informationsgemeinschaft zur Fest-

stellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) im 4. Quartal 2016 auf dem deutschen deutschen Tageszeitungen, „aber auch keine Beschleunigung des Auflagenrückgangs“. Lichtblick für die Tagespresse sei der anhaltende Erfolg im Verkauf der ePaper-Ausga-

ben, von denen zum Jahresende 2016 erstmal mehr als eine Million Exemplare täglich verkauft wurden.
Pro Erscheinungstag wurden im 4. Quartal 2016 16,95 Mio. deutschen Tageszeitungen (einschließlich Sonntagsausgaben und Sonntagszeitungen) verkauft und damit 7,27 Prozent weniger als im Vorjahr (4/2015: 18,28 Mio. Stück). In den beiden vorangegan-

genen Quartalen lag der Rückgang mit 7,74 bzw. 7,62 Prozent wesentlich höher.

Weiter wachsendem Zuspruch erfreuen sich die digitalen Ausgaben der Tageszeitungen. Ihr Anteil am Gesamtergebnis überstieg im 4. Quartal 2016 mit täglich 1.000.147 ver-

kauften ePaper-Exemplaren erstmals die Millionenmarke und legt dabei um fast ein Fünf-

tel gegenüber dem Vorjahr zu (4/2015: 0,85 Mio. verkaufte elektronische Ausgaben der Tagespresse).

Zwei der fünf in München täglich erscheinenden Zeitungen verkauften im 4. Quartal 2016 gegen den Trend mehr Exemplare als im 3. Quartal. Die Süddeutsche Zeitung verzeich-

nete ein Plus von 2,57 Prozent auf 367.579 Exemplare (262.939, davon 49.534 ePaper). Der Münchner Merkur erzielte ein Miniplus von 0,08 Prozent (266.662 Exemplare/216.12/davon 2.547 ePaper).

Erneut gebeutelt wurden die Boulevardblätter. Bild verkaufte 7,7 Prozent weniger und sackte auf 66.331 Exemplar ab. Die Abendzeitung verlor 2,8 Prozent auf 46.782 verkauf-

te Exemplare, die tz 2,18 Prozent (109.263).

Fußball zwischen Hilfsbereitschaft und Heuchelei

Ronny Blaschke stellt sein Buch „Gesellschaftsspielchen“ vor

(15. Januar 2017) - Seit der WM 2006 spannt sich ein gesellschaft-

liches Netz um den Fußball: Nationalspieler gründen Stiftungen, Bun-

desligaklubs bauen Sozialabteilungen auf, Ultras sind politisch aktiv. Handelt es sich um nachhaltiges Engagement oder scheinheilige Ima-

gepflege? Der Berliner Journalist und Autor Ronny Blaschke will in sei

nem neuen Buch „Gesellschaftsspielchen“ Orientierung geben, zwi-

schen Hilfsbereitschaft und Heuchelei. Er porträtiert Spieler, Aktivis-

ten und Funktionäre, die das ganze Geschäftsgeflecht sozial aus-

richten wollen.

Ronny Blaschke, freier Journalist, Buchautor, Referent und Moderator mit Interesse für die gesellschaftlichen Hintergründe des Sports, stellt München sein neues Buch „Gesellschaftsspielchen“ vor:

 

Donnerstag, 2. Februar, 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr) im „Stadion“, Schleißheimer Straße 82

Vortrag und Diskussion mit
- Thomas Hitzlsperger, ehemaliger Nationalspieler und vielfach aktiv gegen Diskriminie-

  rung
- Prof. Dr. Patricia East, Geschäftsführerin der Philipp-Lahm-Stiftung
- Stephanie Dilba, Aktivistin bei „Löwenfans gegen Rechts“ und „Football Supporters

  Europe“
- Input und Moderation: Ronny Blaschke, Journalist und Buchautor

Eintritt frei, Reservierungen per Mail: reservierungen@sadss.de
Mehr Infos zu Buch und Autor: http://ronnyblaschke.de/gesellschaftsspielchen/

Erst Recherche, dann Haltung

(12. Januar 2017) - Der ehemalige dpa-Sportchef Günter Deister kritisiert die Süddeut-

sche Zeitung im sportjournalist Plädoyer für einen fairen Umgang mit Thomas Bach http://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Meldungen/;1983-Debatte wegen deren angeblich tendenziöser Berichterstattung über den IOC-Präsidenten Thomas Bach. Die Vorwürfe sind unzutreffend, sagt Claudio Catuogno, stellvertretender Ressortleiter Sport und Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS, in einer Erwiderung.

Auszug: „Man fragt sich, wenn man diesen Beitrag liest, ob und wie der Autor die inter-

nationale Berichterstattung über Bach und dessen IOC verfolgt. Und nicht zuletzt: Wer hier eigentlich wem auf den Leim gegangen ist. Es mag ja sein: Früher, zu Deisters Zei-

ten, war die sportpolitische Berichterstattung tatsächlich noch weniger auf ,Ferndiagno-

sen' angewiesen. Spesen waren noch nicht so das Thema, man traf sich regelmäßig ir-

gendwo auf diesem Planeten, Thomas Bach war damals noch nicht der vielbeschäftigte IOC-Präsident, aber auch schon wichtig, Reporter und Funktionär spielten gemeinsam Tennis, trugen gemeinsam die olympische Fackel, wirkten gemeinsamen in Kommissio-

nen. Und wenn die Reporter dann ihre Berichte absetzten, waren das in gewisser Hin-

sicht durchaus keine Ferndiagnosen, weil man ja ganz nah dran war.

Schrumpfende Ressourcen sind allerdings eher nicht der Grund dafür, dass viele Sport-

journalisten heute – gerade in der Sportpolitik – nicht mehr in erster Linie die Nähe zu den Funktionären suchen, über die sie berichten.

Weiter: http://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Meldungen/;1986-SZ-Replik_auf_Deister-Kritik

Henriette Löwisch neue Chefin der DJS

Sie tritt am 1. Juli 20917 die Nachfolge von Jörg Sadrozinski an

(4. Januar 2017) - Henriette Löwisch wird am 1. Juli 2017 neue Leiterin der Deutschen Journalistenschule (DJS). Sie ist Nachfolgerin von Jörg Sadrozinski, der nach sechs Jah-

ren an der Spitze der Schule wieder selbst journalistisch tätig sein will. Löwisch ist Ab-

solventin der DJS und derzeit Professorin für Journalistik in den USA. Zuvor war sie Aus-

landskorrespondentin und Chefredakteurin der Nachrichtenagentur AFP.

http://www.djs-online.de/news/henriette-loewisch-wird-neue-leiterin-der-djs/

Doris Henkel übersiedelt nach Hamburg

(1. Januar 2017) - Doris Henkel, als freie Journalistin in den Tennisstadien weltweit da-

heim, verlässt München und übersiedelt nach Hamburg. Ins neue Jahr feierte sie beim Hopman Cup in Perth.

Personalien

https://twitter.com/henner37

http://www.dtb-tennis.de/Tennis-International/News/Unsere-fuenf-Fragen-an-Doris-Henkel

Haruka Gruber neuer Global Publishing Director

(20. Dezember 2016) - Haruka Gruber (36), Mitglied des Vereins Münchner Sportjourna-

listen (VMS, ist neuer Global Publishing Director des Streamingdienst Dazn, der zur Per-

form Group gehört. Personalia

Russisches Dopingsystem „unmenschlich“

Stellungnahme der Athletenkommission zum 2. Bericht von McLaren

(12. Dezember 2016) - Die veröffentlichten Ergebnisse beider Reporte von Professor Richard McLaren haben das drastische Ausmaß des staatlich organisierten Doping-

systems im russischen Spitzensport detailliert belegt. Durch die Ergebnisse des nun veröffentlichten zweiten Teils des Reports ist nun klar, dass mindestens 1.000 russische Topathleten von diesem staatlich gesteuerten Dopingsystem entweder betroffen sind oder profitiert haben.

Stellvertretend für die Athletinnen und Athleten im Deutschen Sport verurteilen wir diese gezielte Anwendung von Medikamenten und leistungsfördernden Substanzen im Spitzen-

sport und halten diese flächendeckende Programmatik für äußerst verwerflich und un-

menschlich.

https://mail.aol.com/webmail-std/de-de/suite

1860 hebt Medien-Boykott auf

Sportdirektor Thomas Eichin mit sofortiger Wirkung beurlaubt

(6. Dezember 2016) – Der TSV München von 1860 hat laut einer Pressemitteilung be-

schlossen, „den Medien-Boykott mit sofortiger Wirkung aufzuheben. „Natürlich begrüßen wir weiterhin kritische Berichterstattung", erklärt Löwen-Präsident Peter Cassalette, „aber nicht, wenn sie unsachlich, unfair und unter der Gürtellinie ist. Was wir nicht zulassen, sind Beleidigungen gegenüber unserem Hauptgesellschafter Hasan Ismaik. Er ist nicht nur unser größter Sponsor, sondern längst fester Bestandteil unserer Löwen-Familie. Wir schätzen sein herausragendes Engagement für unseren Verein und sind stolz, ihn unter uns zu haben.“

Gleichzeitig reicht Cassalette der Presse die Hand: „Wir schätzen unsere Münchner Me-

dien und wissen sehr wohl, was wir an ihnen haben. Wir freuen uns, wenn wir bald wie-

der für positive Schlagzeilen sorgen können.“

Zudem bestätigt Cassalette, dass die Trainer-Suche beim TSV 1860 kurz vor dem Ab-

schluss steht: „Wir haben uns gemeinsam auf einen Trainer verständigt. Wir werden ihn demnächst vorstellen. Er wird mit dem Trainingsauftakt im Januar beginnen – für die letzten beiden Spiele bis zur Winterpause gegen Bochum und Heidenheim vertrauen wir unserem Trainer-Duo Daniel Bierofka und Denis Bushuev.“

Sportdirektor Thomas Eichin wurde mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres beurlaubt.

Einheitlicher Presseausweis mit IMK-Signum

Innenministerkonferenz und Presserat: Wiedereinführung 2018

(2. Dezember 2016) – Innenministerkonferenz und Deutscher Presserat haben sich auf Wiedereinführung des bundeseinheitlichen Presseausweises ab 2018 geeinigt. Nach zehn Jahren trägt er dann wieder das mit Signum des IMK-Vorsitzenden. Der Ausweis kann wie bisher ausgestellt werden von: Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Deut-

sche Journalistinnen- und Journalisten-Union ver.di (DJU), Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).

Von 1950 bis 2008 wurde der bundeseinheitliche Presseausweis nach Vereinbarung mit der Innenministerkonferenz von den Journalistengewerkschaften und Verlegerverbänden DJV, dju, BDZV und VDZ ausgestellt. Nach der Abschaffung stellten kommerzielle An-

bieter auch dann Ausweise aus, wenn die Antragsteller nicht journalistisch tätig waren.

Laut deutschem Presserat soll der bundeseinheitliche Presseausweis dazu dienen, „den Nachweis zu erleichtern, anerkannte Vertreterin bzw. anerkannter Vertreter der Presse zu sein“. Eine „Ständigen Kommission“ wird entscheiden, welche Presseverbände die Vor-

aussetzungen für den bundeseinheitlichen Presseausweise erfüllen. Sie besteht aus je Mitgliedern des Deutschen Presserats und der Innenministerkonferenz (IMK).

Olympia 2018-2024 nicht in ARD und ZDF

(28. November 2016) - ARD und ZDF werden nicht live von den Spielen 2018 bis 2024 berichten. Das US-Unternehmen Discovery und die Öffentlich-Rechtlichen konnten sich nicht auf den Verkauf von Sub-Lizenzen einigen. Das Discovery-Tochterunternehmen Eurosport wird nach eigenen Angaben in Deutschland exklusiv die Wettkämpfe über-

tragen. Weiter...

Der VMS gratuliert seinem erfolgreichen Mitglied

Wieder ein Preis für Ronald Reng

(8. Oktober 2016) - Eine zwölfköpfige Jury aus führenden Sport- und Kulturjournalisten, mit Katja Kraus (Autorin, Ex-HSV-Vorstand, Ex-Bundesligatorhüterin) als „Jury-Coach“ und ihrem Jürgen Kaube (Herausgeber Frankfurter Allgemeine Zeitung) an der Spitze, wählte zum Fußballbuch des Jahres 2016: Mroskos Talente - Das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts, Autor Ronald Rengt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Der VMS gratuliert seinem Mitglied zu einem weiteren großen beruflichen Erfolg.

Reng, geboren am 12. Juli 1970 in Frankfurt am Main, hatte schon 2013 den Preis „Fuß-

ballbuch des Jahres“ gewonnen, mit Spieltage – Die andere Geschichte der Bundesliga (Piper Verlag).
Ronald Reng absolvierte die deutsche Journalistenschule und arbeitet für die Süddeut-

sche Zeitung. Von 1996 bis 2001 wohnte und schrieb er als Sportjournalist und Autor in England, danach übersiedelte er nach Barcelona. Seit 2013 lebt Reng in München und Bozen.

Der vielfach preisgekrönte Reng hat schon einige Bestseller geschrieben und dafür Prei-

se eingeheimst. Der Traumhüter wurde 2004 in Großbritannien als erstes ausländisches Buch mit dem Sports Book of the Year Award in der Kategorie „Biografie“ ausgezeichnet. Robert Enke. Ein allzu kurzes Leben, wurde in London mit der Auszeichnung William Hill Sports Book of the Year bedacht, dem ältesten und bedeutendster Sportbuchpreis der Welt. Reng war in 23 Jahren der erste Autor, der nicht auf Englisch schreibt, der den Preis erhielt.Die Biografie wurde auch in Großbritannien (Football Book of the Year) und Polen als Fußballbuch des Jahres prämiert.

Zwischen 2001 und 2010 wurde Reng siebenmal mit dem Großen Preis des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) für die beste Sportreportage des Jahres geehrt.

2010 erhielt der Autor den Dietrich Oppenberg-Medienpreis „für herausragende jour-

nalistische Beiträge zum Thema Lesekultur“.                                                            H.E.

 

Buchbesprechung von Ludger Schulze: http://www.fussball-kultur.org/buch/book/mroskos-talente/

Fritz von Thurn und Taxis macht bei Sky Schluss

Fritz von Thurn und Taxis (66) hört am Ende der Fußballsaison 2016/17 bei Sky auf. Der Reporter ist seit 1993 für den Münchner Bezahlsender tätig. Davor arbeitete er 22 Jahre für den Bayerischen Rundfunk. Ganz von Bildschirm verschwinden wolle er aber nicht, so Thurn und Taxis laut sportjournalist.de. "Wenn eine interessante Geschichte kommt, die mir Spaß macht, würde ich mir das gut überlegen.“

http://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Meldungen/;1752-Wandel_bei_Sky.

Rangliste der deutschen Radiosender

(20. Juli 20169 - Meedia (Eigenschreibweise MEEDIA) ist ein Onlinebranchendienst der Verlagsgruppe Handelsblatt zu Medienthemen. Das Portal hat eine Rangliste der deut-

schen Radio-Sender aufgestellt.

http://meedia.de/2016/07/19/radio-ma-ii-die-top-50-der-deutschen-radio-sender/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&utm_source=newsletter&utm_medium=email

Markus Hörwick verlässt den FC Bayern

Stefan Mennerich wird Direktor Medien, Digital und Kommunikation

(8. Juli 2016) – Per Presseerklärung kündigte der FC Bayern München an, dass Markus Hörwick, Direktor Medien und Kommunikation, den Klub verlassen wird. Hörwick, der am 14. August 60 Jahre alt wird, habe gebeten, „ihn von seiner Tätigkeit zu entbinden".
Markus Hörwick, seit 1979 Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), war der erste hauptamtliche Pressesprecher der Fußball-Bundesliga. Der damalige Präsident Willi O. Hoffmann und Manager Uli Hoeneß holten Hörwick, der als Jugendlicher für den

den FC Bayern spielte, von Bild München zum FCB.

Aus der Presseerklärung: „Ich werde demnächst 60 Jahre; ein Zeitpunkt, um den herum man sich viele grundsätzliche Gedanken macht", sagt Markus Hörwick und schmunzelt: „Ich bin neugierig, was das Leben abseits von täglichen Pressekonferenzen, Champions League und Mannschaftsaufstellungen noch zu bieten hat - auch an Wochenenden...“ Und weiter: "Ich danke dem FC Bayern für eine unglaubliche Zeit, die ich miterleben durf-

te: am Ende war ich bei 19 Deutschen Meisterschaften und insgesamt 46 Titelgewinnen hautnah mit dabei."
Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge: „Markus Hörwick hat immer mit Leiden-

schaft und Loyalität für den FC Bayern gearbeitet, er hat immer alles für den Verein ge-

geben. Im Namen des Vorstandes danke ich ihm ausdrücklich für 35 Jahre hervorragen-

de Arbeit für den FC Bayern München."
Nach dem Abschied von Markus Hörwick wird der Vorstand des FC Bayern den Medien-

bereich des Rekordmeisters umstrukturieren, davon wurde auch der Aufsichtsrat in Kenntnis gesetzt. Ab sofort werden die bisherigen Direktionen „Medien und Kommuni-

kation“, „Neue Medien, Medienrechte und IT“, sowie die Abteilung „Public Affairs“ zu-

sammengefasst zur neu geschaffenen Direktion „Medien, Digital und Kommunikation“. Direktor dieser neu geschaffenen Direktion wird Stefan Mennerich, der Prokura erhält . Durch diese Neuausrichtung soll die Medienarbeit des FC Bayern weiter gebündelt und somit noch fokussierter ausgerichtet werden.

Kämpfer, Techniker, Meister

Vor 50 Jahren gewann 1860 den deutsche Fußballtitel

(28. Mai 2016) - „Uwe, mach' bloß koan Schmarrn“, flehte Manfred Wagner seinen Ge-

genspieler Uwe Seeler an. Vergebens. Mag sein, dass der Münchner mit seinem Hilferuf an der Sprachbarriere scheiterte. Jedenfalls traf „Uns Uwe“ eine Viertelstunde vor Schluss zum 1:1, Rudi Brunnenmeiers Führungstreffer ausgleichend.

Der Schreck fuhr Spielern wie Zuschauern gleichermaßen in die Glieder. Dass die Sech-

ziger zu diesem Zeitpunkt längst deutsche Meister waren, weil ihr Verfolger Borussia Dortmund gleichzeitig von Eintracht Frankfurt 4:1 abgewatscht wurde, wussten sie nicht. Es war die Zeit, als im Stadion an der Grünwalder Straße der Taferlmann für die Kom-

munikation zuständig war und den Spielstand noch händisch anzeigte.

Ihr Meisterstück war der Mannschaft des TSV München von 1860 schon eine Woche zuvor in Dortmund gelungen. Trainer Max Merkel hatte viel riskiert, auf den Flügelflitzer Fredi Heiß und den Mittelfeldstrategen Hennes Küppers verzichtet – ganz, Einwechseln war erst ein Jahr später erlaubt. Manfred Wagner verteidigte gegen Lothar Emmerich („linke Klebe“), mit 31 Treffern Rekordschütze der Saison. Brunnenmeier und Grosser schossen 1860 zum 2:0-Sieg.

Dass die Sechziger am 28. Mai 1966 vom Balkon des Münchner Rathauses als deutsche Meister grüßten, sei kein Zufall gewesen, hat Wagner 2013 in einem Interview für das Buch „15.30. Die Bundesliga“ der Süddeutschen Zeitung gesagt. Die Mannschaft sei „eine ideale Mischung aus Kämpfern und Technikern“ gewesen, „und wir hatten kaum Verletzte“. In der 34 Punktspielen wurden nur 15 Spieler eingesetzt. Radenkovic; Wag-

ner, Patzke, Steiner, Reich, Perusic, Zeiser, Luttrop, Heiß, Küppers, Brunnenmeier, Konietzka, Grosser, Rebele, Kohlars.

Manfred Wagner ist mit 364 Pflichtspieleinsätzen zwischen 1958 und 1971 Rekordspieler von 1860. Er starb 2015. Rudi Zeiser, Rudi Brunnenmeier, Timo Konitzka und Rudi Stei-

ner sind im vorangegangen.

VMS INFO 2016 - das Jahresheft

VMS INFO 2016 quer.pdf
PDF-Dokument [13.5 MB]
"Anweisungen". FOTO: SEBASTIAN WIDMANN

Erfolgreiche VMS-Mitglieder

Sieger und Platzierte bei den VDS-Berufswettbewerben

(22. März 2015) – Bei der Jahresversammlung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), die der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) in der Allianz Arena veranstal-

tete, wurden die Sieger in der Berufswettbewerben geehrt. Vier VMS-Mitglieder sind un-

ter den Preisträgern.

Sebastian Widmann, als freier Fotograf für die Agentur Witters unterwegs, gewann in der Kategorie „Fußball allgemein“ mit seinem Foto „Anweisungen“. Es zeigt Trainer Pep Guardiola vom FC Bayern München, wie er missverständlich dem Spieler Josuha Kim-

mich erklärt, wo's lang geht.

Julian Meißner und Nele Schenker (Sport1) siegten in der Kategorie „Großer Online-Preis” mit ihrer Reportage „Spiele des Zwiespalts” über die Europaspiele in Baku. Sie teilten den 1. Platz mit Rafael Buschmann und Christian Paul (Spiegel Online).

Claudio Catuogno, stellv. Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung, belegte in der Kategorie „Großer VDS-Preis den 2. Platz. In seiner Reportage „Menschenversuch“ be-

richtet er über den Plan von Dorothea Brandt, Mark Warnecke, die schnellste Schwim-

merin der Welt zu erschaffen und die Schmerzen auf dem Weg dorthin.

Der VMS gratuliert seien Mitgliedern.

Großer Preis des VDS. Zweiter von links: Claudio Catuogno (Süddeutsche Zeitung), 2. Platz, daneben Peter Wenig (Hamburger Abendblatt), 3. Platz, Christoph Fischer (Vor-

sitz Jury), und der Sieger Rafael Buschmann (Spiegel). Foto: GES/Alexander Scheuber

VDS Online Preis: v.li.: Lisa (VMS Gästebetreuung), SIlvia Peuker (MDR), Julian Meißner (Sport1), Christian Kerber (MDR), Nele Schenker (Sport1), Christian Paul, Rafael Buschmann (beide Spiegel Online), Claudia Merzbach (Mercedes-Benz Sportkommunikation AG& Jury-Mitglied), Clemens Gerlach (Jury-Mitglied), Moderatorin Anna Kraft (VMS) und Lena (VMS Gästebetreuung). 

Foto: GES/Alexander Scheuber

Reden und Gegenreden

Jahresversammlung des VDS in der Allianz Arena

                                           VON WOLFGANG UHRIG

 

(23. März 2016) - Am Ende des Tages sahen alle rot. Bei der Anfahrt zur rot glänzenden Arena, während der Gala in der rot illuminierten „Sportsbar“, beim Menu von „Rote Bete Tortellini“ bis zur „Himbeer-Sauce über Bayrisch Crem“, dem Auftritt von Anna Kraft (rote Bluse, bis zum Knie) und Wolff Fuss (rote Schuhe) als Moderatoren-Pärchen - die domi-

nierende Farbe war wohl kein Zufall bei diesem Gastgeber: den „Roten“ von München, dem FC Bayern.

Wann und wer dann in der „Sportsbar“ mit hochrotem Kopf den Bier-Hahn zugedreht hatte für das letzte Glas Paulaner, das wusste am Morgen danach keiner mehr so genau. Schließlich hatte es vom Abend bis zur Nacht genug Gesprächsbedarf gegeben, zum Tag der Themen davor. Und als habe der Sponsor DKV die teils erregten Vorträgen erwartet, wurden zum Empfang im Stadion jedem Ankömmling zwei kalte Kompressen überreicht, für die Abkühlung von Hitzköpfen. Dazu noch ein kleines Etui mit Heftpflastern - den Mund ließ sich damit allerdings kein Mensch verbieten.

Es begann eher verhalten und wie üblich bei solchen Anlässen, ein bisschen staatstra-

gend. Mit den Begrüßungsgirlanden, überreicht durch Hans-Joachim Zwingmann, längst im Zweitberuf Versammlungsleiter, dem stets souveränen Präsidenten Erich Laaser und Markus Hörwick, dem wohl von allen geschätzten Mediendirektor des Tagungspartners FC Bayern. Hörwick, seit Jahrzehnten VDS-Mitglied, rief im Zeitalter der sozialen Netz-

werke geradezu beschwörend in den Saal: „Ein guter Berufsverband ist heute wichtiger denn je!“

Bemerkenswert nicht nur die Verbundenheit von Hörwick zum VDS. So hatte IOC-Präsi-

dent Dr. Thomas Bach seinen Pressesprecher Christian Klaue aus Lausanne in die Alli-

anz-Arena delegiert, die Deutsche Fußball-Liga den Projektleiter Michael Novak und - Ehre, wem Ehre gebührt! - vom internationalen Sportpresseverband AIPS aus Klagenfurt gekommen war das Exekutiv-Mitglied Günter Pfeistlinger.

Im Mittelpunkt der „Berichte des Präsidiums“ standen Erich Laaser und Christoph Schu-

mann und das Geld. Laaser ging noch einmal - wie schon im Editorial des sportjournalist 3/16 - auf die veränderte Sponsorenlandschaft ein, drei von bisher fünf Unterstützer wer-

den künftig nicht mehr unsere Partner sein, „im Klartext: dem Schatzmeister fehlen 30.000 Euro in der Kasse“. Immerhin aber, so der Präsident, gibt es Gespräche mit mög-

licherweise neuen Verbindungen, hier und heute „aber keine Wasserstandsmeldungen“. 

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Höherer Beitrag oder weniger Leistungen

                                                VON MARGIT CONRAD

 

(24. März 2016) - Wenn die Vereinskasse mehr leer statt gefüllt ist, die Sponsoren ab-

springen, weitere Ein sparungen nicht mehr möglich sind und die Leistungen nicht ge-

kürzt werden sollen, bleibt dem Vorstand oftmals nur noch eine Erhöhung der Beiträge. Doch wie sag ich’s meinen Mitgliedern? Eine unangenehme Stituation – zugegeben, denn bei keinem Thema reagieren die Mitglieder verschnupfter, argumentieren inten-

siver oder drohen gar mit einer Kündigung, auch wenn es nur um Cent-Beträge geht. Das erlebte auch der VDS-Vorsitzende Erich Laaser bei der Jahreshauptversammlung im Presseraum der Münchner Allianz-Arena. Weiter

Auf dem Weg zum Seriensieger

Benedikt Warmbrunn gewinnt erneut Helmut-Stegmann-Preis des VMS

(3. März 2016) – Im Hermelinumhang blickte König Ludwig I. von Bayern von einem Ge-

mälde wohlwollend auf die Runde, die sich im Münchner Ratskeller auf Einladung von Bürgermeisterin Christine Strobl und Sportamtsleiter Günter Schwarz zu Ehren der Preis-

träger im Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis versammelt hatte. Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) hatte den mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Preis  zum 15. Mal ausgeschrieben.

Die auch für den Sport zuständige Bürgermeisterin, seit 2006 Mitglied der Jury, wies auf die gute Kooperation der Stadt mit den Sportvereinen bei der Betreuung der 15.000 Flüchtlinge hin, die bisher aufgenommen wurden, "ohne Sporthallen zu belegen". Tho-

mas Walz, 1. Vorsitzender des VMS, sagte, in einer Zeit, in der jeder über Face-

book, Twitter und Co.mit dem Handy sein eigener Nachrichtenchef sein kann, sei es wichtig, „dass Journalisten Ordnung im Chaos schaffen, berichten, gewichten und berichtigen.“

Gewonnen hat, mit 21 von 25 möglichen Punkten, der Vorjahrssieger Benedikt Warm-

brunn, Pauschalist der Sportredaktion der Süddeutschen Zeitung. Er schrieb unter der Rubrik „Leichen im Trainingslager“, wie Jupp Kapellmann als Medinzinstudent und Meister mit dem FC Bayern einst Mitspielern an toten Körpern erklärte, wo Kreuzband und Meniskus liegen. Kapellmann arbeitet als Orthopäde ausgerechnet in einem Land, das von Menschenrechtsorganisationen hart kritisiert wird: in Saudi-Arabien. Der Bericht erschien am 18. September 2015 in der Süddeutschen Zeitung. Warmbrunn gewann den Wettbewerb seit 2013 zweimal, belegte außerdem die Plätze zwei und drei. 2009 war er der erste Stipendiat des VMS.

Den zweiten Platz belegte Korbinian Eisenberger, inzwischen vom Volontär zum Redak-

teur im Ressort München Region Bayern der Süddeutschen Zeitung befördert. In „Von einem, der loszog, seinen Platz zu finden“ beschreibt er die vielen Hindernisse, die Albin Hofmayer in seinem 27-jährigen Leben überwinden musste. Jetzt ist er ein mit Medaillen bedachter alpiner Skisportler und Athletensprecher der geistig behinderten Sportler in Bayern. Die Reportage erschien in der Süddeutschen Zeitung.

Dritter wurde Johannes Kirchmeier, der an der LMU studiert und in Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule (DJS) ist. „Spiel des Lebens“ handelt von der Fußball-

mannschaft FC Bayern Kaserne, in der junge Flüchtlinge eine neue Gemeinschafts-

erfahrung machen. Der Fußball hilft ihnen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Die Reportage erschien in der Süddeutschen Zeitung.

Die weiteren Platzierungen: 4. Anna Dreher (freie Journalistin), "Der einzige Mann" (DIE ZEIT ONLINE), 5. Korbinian Eisenberger "Blindes Verständnis (Süddeutsche Zeitung), 6. Sebastian Fischer (Volontär) "Ein ganzes Packerl Protest" (Süddeutsche Zeitung), 7. Fabian Swidrak (freier Journalist) "Der echteste Amerikaner" (Süddeutsche Zeitung), 8. Daniel Siebenweiber (freier Journalist) "Der Trick mit dem Warndreieck" (Süddeutsche Zeitung).

Bürgermeisterin Christine Strobl, VMS-Vorsitzender Thomas Walz und Hans Eiberle als Vorsitzender der Jury überreichten die Urkunden. Das Jahresstipendium des VMS in Höhe von 12x250 Euro erhielt Christopher Gerards; er ist in Ausbildung an der DJS.

Der Jury gehörten an: Bürgermeisterin Christine Strobl; Christian Eichler, Münchner Sportkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der für den verstorben Paul Sahner (Bunte) nachgerückt ist; Michael Gernandt (ehemaliger Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung), Ronald Reng, Sportjournalist und Autor; Wolfgang Uhrig, früher Chefredakteur des Kicker.

Unter den Gästen: Jörg Sadrozinski (Geschäftsführer DSJ), Klaus Hoeltzenbein (Ressort

leiter Sport Süddeutsche Zeitung), Margit Conrad (2. Vorsitzende VMS), Joachim Walz (Schatzmeister VMS), Diethelm Straube (Geschäftsführer VMS), Michael Gernandt, Wolf-

gang Uhring (beide Jury), Alexander Hassenstein (Gettyimages), Christine Warta (Pres-

seprecherin des städtischen Referats für Bildung und Sport, 2006 und 2007 jeweils Ge-

winnerin der Stegmann-Preises). Weiter  Prämierte Texte

Der lange Weg zurück zum täglichen Schulsport

Landessportbeirat appelliert an die Bayerische Staatsregierung

(20.10.2015) War das nötig? Auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

http://www.km.bayern.de/ministerium/sport/schulsport.html

steht doch: „Der Schulsport ist ein unaustauschbarer Bestandteil umfassender Bildung und Erziehung und leistet einen spezifischen Beitrag zu einer ganzheitlichen Persönlich-

keitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler.“

Es ist sogar bitter nötig. Schon 2009 hatten alle fünf Fraktionen im Bayerischen Landtag mehr Schulsport gefordert. Damals stellte Günther Felbinger (Freie Wähler) fest: „Schul-

sport gehört nicht zu den Lieblingsfächern der CSU-Politiker.“ 1997 hatte der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber, wie in einer Studie der Unternehmensberatung Kien-

baum empfohlen, 900 Sportlehrer-Planstellen streichen lassen und auf nebenberufliche Übungsleiter gesetzt. Danach stürzte Bayern im Schulsport in der Bundesländer-Rang-

liste vom ersten auf den letzten Platz ab.

Barbara Roth: "Eile war geboten"

Eile war geboten“, sagt Barbara Roth, Präsidentin des Verbands der bayerischen Sportlehrerinnen und Sportlehrer, Vorsitzende des Aus-

schusses Bildung und Wissenschaft im Landessportbeirat. „Derzeit werden die Lehrpläne in Bayern überarbeitet, im Herbst 2018 werden sie in Kraft treten. Wenn wir nicht jetzt die gesellschaftliche Richtungs-

änderung hin zu einer föderlichen Bewegungskultur in der Bildung an-

gehen, ist die Chance wieder für viele Jahre vertan.“

Dass es im bayerischen Schulsport viel Nachholbedarf gibt, wird auch an der Anzahl der Nichtschwimmer in den Grundschulen deutlich. Am 28. Juli 2013 berichtete die Süddeut-

sche Zeitung („Wenn der Schwimmunterricht zur Theorie wird“), in Bayern könne mehr als ein Drittel der Zehnjährigen nicht schwimmen. Klaus Drauschke, als Vizepräsident des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) zuständig für Breitensport, Sportent-

wicklung und Bildung, fragte Berthold Rüth, den Vorsitzenden des Landessportbeirats und sportpolitischer Sprecher des Landtags-CSU, nach der aktuellen Zahl der bayeri-

schen Grundschüler, die nicht schwimmen können. Rüth konnte keine Auskunft geben, auch vom Kultusministerium erhielt Drauschke keine Zahlen.

Kann es sein, dass der CSU die Defizite im bayerischen Schulsport ein bisschen peinlich sind? Vielleicht war das der Grund, dass die Aufforderung zum täglichen Schulsportunter-

richt im Landessportbeirat ohne Diskussion abgenickt wurde. Die Mit-Initiatorin Barbara Roth ist übrigens CSU-Mitglied.

Der Landessportbeirat (29 Mitglieder) steht dem Bayerischen Landtag, der Bayerischen Staatsregierung sowie allen mit Sportangelegenheiten befassten Stellen und Einrich-

tungen im Freistaat Bayern in grundsätzlichen Fragen beratend zur Seite. Vertreter der bayerischen Sportjournalisten ist Hans Eiberle (Verein Münchner Sportjournalisten).

http://www.stmi.bayern.de/sug/sport/sportinbayern/landessportbeirat/index.php

Die nordischen Brüder

Mario und Marco Felgenhauer sind im nordischen Wintersport daheim

(25. Oktober 2013) - Die Brüder Mario (33) und Marco (30) Felgenhauer sind beide im nordischen Wintersport tätig. Marco betreibt als verantwortlicher Redakteur xc-ski.de, die größte Internetplattform zum Thema Skilanglauf im deutschsprachigen Raum. Mario ist Fotograf und Geschäftsführender Gesellschafter sowie Teilhaber von NordicFocus. Die Foto-Agentur, die auf nordischen Wintersport spezialisiert ist, beliefert vom Langlauf, der nordischen Kombination, Skispringen, Skimarathon und Biathlon vor allem die Ski-Industrie und andere Wintersportausrüster.  Interview

Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße

In luftiger Höhe: Die Reporterkanzel überlebte den Umbau.

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

Türkenstr. 95

80799 München

 

T 089 99019250 

info(at)vms-sportjournalisten.de

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

thomas.walz(at)vms-sportjournalisten.de

Besucher seit 19. Juni 2013

Geburtstage

Johann Holzhauser 80       Vom Kameramann               zum Regisseur              

70 Böller für Peter M. Lill

Hans Steinbichler 80              Mit der Kamera vom Matter-     horn bis zum Kilimandscharo

Auflagen der Münchner Tageszeitungen

Nachrufe

Todor Pipev

Ansichtssache

Wolfgang Uhrig:                        Notnagel

VMS-Stipendiat 2016/17          Christopher Gerards

Neue Bücher                           

Grundlagen des Schnell-Lesens
Peter Rösler
1. Auflage 2016
exclam! Verlag, Düsseldorf

ISBN: 978-3-943736-09-0 (Print-Ausgabe),

978-3-943736-10-6 (E-Book-Ausgabe, Kindle, 978-3-943736-11-3 (E-Book-Ausgabe, PDF.

Preise: Print-Ausgabe: 79,90 EUR, direkt beim Autor (ros@reviewtechnik.de) und bei amazon.

E-Book-Ausgabe (Kindle): 4,99 EUR, nur bei amazon.

E-Book-Ausgabe (PDF): 4,99 EUR, nur beim Autor (ros@reviewtechnik.de).

 

Das Buch stellt Erfahrungswissen und die wissenschaftliche Untersuchungen zum Schnell-Lesen vor und beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Was ist der Unterschied zwischen dem "kleinen" und dem "großen" Schnell-Lesen?

  • Wie viel vom Text versteht man noch, wenn man schnell-liest?

  • Welche Tempoerhöhungen sind erreichbar?

  • Wie häufig und wie lange muss man dafür üben?

Während sich die Ratgeberbücher zu Schnell-Lesen inhaltlich stark ähneln, weil sie sich auf dieselben traditionellen Übun-

gen stützen, ist die inhaltliche Überlap-

pung des Buchs „Grundlagen des Schnell-Lesens“ mit den Ratgeberbü-

chern minimal. Gemeinsame Inhalte fin-

den sich vor allem in den Kapiteln „nor-

males Lesen“ und „Lesemanagement“. Die weiteren Kapitel bringen neue Infor-

mationen oder hinterfragen die traditio-

nellen Ansichten zum Thema „Schnell-Lesen“, wie beispielsweise im Kapitel „Mythen und Halbwahrheiten“. (Verlagstext).

 

Bibliografie

Ulrich Kühne-Hellmessen

Die 100 besten Fußballer 2016/2017

160 Seiten | Hardcover

14,99 €(D); 15,50 €(A)

ISBN:978-3-7423-0143-7

Werner Bartens

"Verletzt, verkorkst, verheizt"

Die jungen Sportler sind die Krüppel von morgen.

Ab 1. September 2016 bei Droemer.

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

Journalismus

Ausgezeichnete Texte

VMS-Mitglieder haben zahlreiche Preise gewonnnen. Die prämierten Texte:

VDS-Preis

Stegmann-Preis

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