Verein Münchner Sportjournalisten
Verein Münchner Sportjournalisten

Neue Mitglieder stellen sich vor

Alexander Maack

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Weil ich mein Hobby zum Beruf machen durfte. Schon in frühester Kindheit gehörte die Sportschau in all ihren Facetten zum Wochenendprogramm der Familie. Da die Bun-

desliga gerade bei Sat.1 gastierte, wurde Wintersport geguckt. Im Sommer lief alle zwei Wochen bei Eurosport und RTL die Formel 1. Die Hintergründe erfuhr ich von den Printjournalisten. Jetzt selbst diese Informationen zu liefern, ist wohl die schönste Art, seinen Lebensunterhalt zu sichern.

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Ein Schülerpraktikum bei der Sport Bild, Praktika bei der Sächsischen Zeitung und SPOX und ein Medienmanagement-Studium an der stark opraxisorientierten Hoch-

schule Mittweida waren die Kernpunkte. Letzteres bot nicht nur die Möglichkeit Theorie zu lernen, sondern Radio-, TV-, Print-, Online- und Event-Erfahrung zu sammeln - immer in Verbindung mit Führungserfahrung. So leitete ich unter anderem ein Jahr das Onlineportal der Fakultät, medien-mittweida.de. Das Interesse für Sport war schon immer vorhanden, allerdings habe ich irgendwann auch angefangen Bücher für ange-

hende Fahrzeug- und Motorenbauer zu lesen.

 

Ihr beruflichen Stationen?

Nach der Praktikantenzeit folgte bei der SPOX Media GmbH der nahtlose Übergang ins

Volontariat, mittlerweile heißt die Firma Perform Media Deutschland GmbH und ich

darf neben der Motorsportberichterstattung als Redakteur von SPOX.com seit März

2013 auch Sportal.de betreuen.

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Dort, wo er jetzt schon ist. Die Medien und das Nutzungsverhalten werden sich in den nächsten Jahren noch stärker verändern, als wir uns dies aktuell vorstellen können. Derzeit mögen wir viel über Crossmedialität, Second Screen oder Social Media reden, doch prinzipiell geht es immer nur um die eine Frage: Wie vermitteln wir unseren Nutzern die von ihm gewünschten Informationen? An der Aufgabe des Sportjournalisten ändert sich nichts, auch wenn er seine Rolle als Gatekeeper verliert. Einordnung statt

Exklusivität.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Austausch, Hilfe in kritischen Situationen und vor allem Einsatz für die eigenen Kolle-

gen gegenüber Rechteinhabern und die Berichterstattung einschränkenden Personen. Kurz: Interessenvertretung. Wenn dann noch Nachwuchsföderung dazukommt, bin ich

glücklich.

 

Sabrina Kammerer

Weshalb sind Sie Sportjournalistin geworden?

Ja gut ,äh, ich sag' mal, es ist einfach unglaublich befriedigend sagen zu können: ,Ich werde für’s Fußballschauen bezahlt.' Tatsächlich bin ich seit früherster Kindheit Fußballfan. Irgendwann – in der späteren Kindheit – kam dann eine Affinität fürs Schreiben dazu. Und nachdem mich das Lehramtsstudium überraschendweise nicht besonders glücklich gemacht hat – obwohl ich meine Zulassungsarbeit über British football literature schreiben durfte -, habe ich dann beschlossen, den Versuch zu starten, in meinem Traumjob Fuß zu fassen.


Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Universitätslehrgang Sportjournalismus an der Uni in Salzburg. Freiwillige Mitarbeit zu Studienzeiten bei dem Magazin „Der Tödliche Pass“.


Ihr beruflichen Stationen?

Sport1, Sport-Volontariat bei gmx.de/web.de. Seit Juli 2013 hauptverantwortliche Sportredakteurin bei gmx.de/web.de


Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Als Onlinerin muss ich natürlich sagen: online. Das Internet bietet einfach wahnsinnig viele Möglichkeiten kreativ zu arbeiten und neue Darstellungsformen zu erschließen. Außerdem hat sich die Sportwelt inzwischen doch schon sehr an die Schnelligkeit gewöhnt, mit der man im Netz an Informationen kommt. Dennoch hoffe ich, dass wir auch künftig nicht auf die großen Hintergrundgeschichten und guten Reportagen verzichten müssen, die uns Zeitungen und Magazine liefern können.


Was erwarten Sie vom VMS?

Neue Kontakte, reger Austausch und Unterstützung.

Florian Schimak

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Es war schon immer mein Traum. Schon als kleiner Junge kommentierte ich Spiele, stellte fiktive Mannschaftskader zusammen und berichtete über stattfindende Transfers. Zudem spielte ich lange selbst Fußball und wusste, dass meine berufliche Zukunft im Sportjournalismus liegen wird. Ich wollte schon immer die Leute über Sport informieren und sie an meiner Begeisterung teilhaben lassen.


Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Schon während des Studiums belegte ich diverse Journalismus-Seminare. Zudem konsumierte ich seit frühster Kindheit unzählige Sportzeitschriften. Angefangen mit der BRAVOSport, weiter über die SportBILD, hin zum kicker und 11Freunde. Nebenbei wurde Online natürlich alles weitere „gefressen“. Es war schon immer eine Art Passion – das klingt jetzt vielleicht etwas romantisch, ist aber wahr.


Ihr beruflichen Stationen?

Nach meinem Studium habe ich erst ein Praktikum bei einer regionalen Zeitung in meiner Heimat Darmstadt gemacht. Anschließend ging es im Dezember 2012 nach München zu SPOX.com. Dort war ich zunächst Praktikant, ehe ich als freier Mitarbeiter tätig war. Seit März 2014 bin ich nun Volontär.


Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Ich denke, der Fokus wird noch viel mehr in Richtung Online gehen. Da sie Sportberichterstattung aber immer schon sehr dynamisch war, habe ich keine Bedenken, dass der Sportjournalismus ausstirbt. Ganz im Gegenteil. Leitmedien, wie den kicker oder die SportBILD wird es immer geben. Doch die Zukunft wird noch mehr als jetzt im Onlinebereich sein. Alleine durch die technischen Möglichkeiten wird in den nächsten Jahren noch viel, viel möglich sein.


Was erwarten Sie vom VMS?

Das Kennenlernen und Vernetzten mit Kollegen sowie eine Institution, in der ich mich gut aufgehoben und wohl fühle.

Fatih Demireli

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Als Kind wollen viele Astronauten, Feuerwehrmann oder Ähnliches werden. Ich wollte schon immer Reporter werden und habe früh begonnen, Kicker und Sport-Bild als Lektüre zu nutzen. Ich freue mich, das Hobby und den Traum zum Beruf gemacht zu haben.

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Man lernt mit jedem Tag neue Erfahrung dazu, daher ist die Vorbereitung eigentlich noch nicht abgeschlossen. Ich habe diverse Praktika und Ausbildungen hinter mir, aber das Wichtigste ist dennoch die tägliche Praxis. Es ist wichtig, die Augen nicht zu verschließen und sich immer für eine Entwicklung zu motivieren.

 

Ihr beruflichen Stationen?

Sportal.de, fcb.de (Praktikum, freie Mitarbeit),

Sport1.de (Praktikum, freie Mitarbeit),

bundesliga.de (Volontär, Redakteur, stellvertretender Redaktionsleiter),

SPOX.com (Aufbau Türkei-Sektion, Bayern-Reporter und seit März 2014 Leiter Live-Sports),

NTV Spor (Deutschland-Korrespondent für den größten türkischen Sport-TV-Sender).

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Ich kenne den Sportjournalismus in der Türkei und in Deutschland. Auch wenn die Heran-

gehensweise oft eine andere ist, ist der Grundgedanke in beiden Ländern doch gleich: Man will die Menschen informieren. Der Weg dorthin ist unterschiedlich, aber das Ziel erreichen beide. Grundsätzlich finde ich - und da meine ich auch beide Länder - ist die Sport-Bericht-

erstattung dynamischer als viele andere Ressorts, der Sport hat die Zeichen der Zeit schneller erkannt. Daher ist mir nicht bange.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Einen regen Austausch mit Kollegen, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Sport-

journalisten sowie die Unterstützung in jeder Situation.

Andreas Lehner

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Es ist wohl wie bei den meisten meiner Kollegen: Sport war schon immer meine Leiden-

schaft. Und da es mit dem Kinderwunsch des Profifußballers doch nichts geworden ist, macht man sich Gedanken, wie man sein Hobby und seine Passion am besten mit dem Beruf verbindet. Der Weg zum Sportjournalismus war dann nicht mehr weit.

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Die Basis des Fachwissens im Sport bekommt man glücklicherweise im Laufe der Jahre

fast nebenbei mit. Wer sich viel mit Sport beschäftigt und alle Informationen aufsaugt, ist in diesem Bereich schon mal gut aufgestellt. Die journalistischen Grundlagen habe ich mir über Praktika und mein Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften geholt.

 

Ihr beruflichen Stationen?

Praktikum Radio ISW, Praktikum und freie Mitarbeit Sport 1, Praktikum und Volontariat

SPOX, Leitender Redakteur ran.de, Ressortleiter Fußball SPOX.

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

Ich bin Optimist, im Moment läuft alles gut und ich habe keinen Grund, allzu skeptisch zu sein. Aber natürlich muss man die Entwicklungen der Branche kennen und sich gegeben-

enfalls anpassen.

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Wenn es hier darum geht, in welchem Medium, dann hoffe ich natürlich auf das Internet. Ich habe mich damals bewusst für den Online-Weg entschieden und glaube weiterhin da-

an. Allerdings macht mir die Beschneidung der klassischen Medien durch die selbst betrie-

benen Medienkanäle der Vereine, Verbände und Protagonisten Sorgen.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Neue Kontakte, Austausch mit Kollegen, Unterstützung und Interessenvertretung.

Markus Körner

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Als Kind der 70er bin ich mit der Bundesliga-Radio-Konferenz und der weiten Welt des TV groß geworden. Gerade erst kam Farbe ins Spiel, das Farbfernsehen steckte noch in den Kinderschuhen. Gemeinsam mit meinem Cousin wurde die Bundesliga-Konferenz „ge-

spielt“. Das was Spaß bereitet im Alltag auszuleben, was kann es Schöneres geben.

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Angefangen von der Schülerzeitung über Ausflüge ins Radio bis hin zum Studium, in dem ich nebenbei Journalismus-Seminare besucht habe, ergab sich eines Tages die Chance, bei Sat.1 täglichran reinzuschnuppern, und ab da ging es im Sportjournalismus los.

 

Ihre beruflichen Stationen?

Sat.1 ran, tv.münchen, Sport1/DSF, Sky.

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

Gut. Immer weiter.

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Sport ist und bleibt ein Thema. Die digitalen Medien werden weiter ergänzend wichtiger werden. Sich diesen Herausforderungen zu stellen macht den Job spannend und bietet tolle Entwicklungschancen. Hier werden auch zukünftige Generationen weiterhin Akzente einfließen lassen. Interessant wird zudem sein, inwiefern Vereine und Verbände sich der Sportjournalisten-Kompetenz bedienen und inwieweit sie dieses Feld in der Zukunft bedie-

nen werden. Da gilt es gemeinsame Wege zu definieren, die auch die Unabhängigkeit des Journalismus bewahren. Beide Seiten können davon nur lernen.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Kontakte, Austausch, Interessenvertretung

Michael Birk

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Weil es für mich nichts schöneres gibt, als das Hobby zum Beruf zu machen! Sport ist seit Kindertagen meine Leidenschaft, ob selbst als Sportler oder als Zuschauer und Fan. Die Möglichkeit, als Reporter und Storymacher das täglich wechselnde Geschehen im Sport­business für Zuschauer, Leser und Hörer erlebbar zu machen stellt für mich jedes Mal aufs neue eine spannende Herausforderung dar!

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet (Schule, Studium, freie Mitarbeit)?

Nach meinem Abitur war mir klar, dass ich gerne in einem Beruf arbeiten möchte, der mir

Spaß macht, für den ich echte Leidenschaft aufbringe. Als Astronaut hätte ich schlechte Chancen gehabt, also wollte ich Sportjournalist werden. An der TU München studierte ich Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation - für mich die ide-

ale Vorbereitung auf den späteren Beruf.

 

Ihr beruflichen Stationen?

Während des Studiums Praktika bei Arena TV, dem Bayerischen Fernsehen, dem BR Hör-

funk und dem DSF. Anschließend Freie Mitarbeit beim BR in der Sportredaktion, dann bei Sky und schließlich 2009 als Redakteur angefangen beim DSF (seit 2010 Sport1). Seither Beitragsmacher, Kommentator und Reporter für die Formate Bundesliga Aktuell, Sport1-

News, Hattrick - die 2. Bundesliga und Doppelpass. Live-Reporter für die Spiele der Bun-

desliga und 2. Bundesliga, DFB-Pokal, UEFA-Europaleague und der deutschen National-

mannschaft bei Sport1.fm. Darüber hinaus Fußball-Kommentator im TV für die Spiele der französischen Ligue1 und der italienischen Serie A bei Sport1+.

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

So schnell, wie sich im Sport Trends und Tendenzen verändern, so schnell verändert sich auch der Sportjournalismus. Wer mit der Zeit geht, offen ist für neue Herangehensweisen,

dabei flexibel ist und es trotzdem gleichzeitig schafft, sich und seinem Stil treu zu bleiben, der wird immer seinen Platz im Sportjournalismus finden.

 

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

 

In der aktuellen Entwicklung des Sportjournalismus wirkt es, als zeichne sich eine stärkere individuellere Nutzung von Sport-Medien-Angeboten ab. Leser, Hörer oder auch Zuschauer wollen heutzutage am liebsten schnell über ihr Smartphone oder Tablet über Ergebnisse, Spiele und Neuigkeiten aus der Sportwelt informiert werden. Leider bleibt dabei oft die Ge-

schichte, der persönliche Aspekt oder eine Einordnung auf der Strecke. Trotzdem glaube ich, dass viele Rezipienten sehr daran interessiert sind, bei aller Schnelllebigkeit auch hin-

tergründig und qualitativ hochwertig informiert werden wollen. Dementsprechend wird es meiner Meinung nach in Zukunft wichtig sein, dem Leser, Hörer oder Zuschauer sowohl zeitnah die neuesten Informationen, aber gleichzeitig auch gut recherchierte Hintergründe, Meinungen und spannende Geschichten zu bieten.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Kontakte, Beratung, Austausch von Interessen.

Marieke Reimann*

Weshalb sind Sie Sportjournalistin geworden?

Mein Ansporn ist es, Geschichten rund um den Sport aus einer anderen Perspektive zu er-

zählen – einer hintergründigeren. Sport bringt von vornherein eine Grundspannung mit sich: Wettkampf – ob mit sich selbst oder mit einem Gegner – Leidenschaft, Siege und Nie-

derlagen. Ich möchte das Ganze nicht wie im Tageszeitungsstil aus einer Analysehaltung heraus betrachten, sondern vor einen gesellschaftlichen Hintergrund stellen. Ich sehe Sport nicht als abgesteckten Bereich, der weder was mit Politik noch mit aktuellen Debatten zu tun hat, die die Menschen außerhalb von Stadien beschäftigen. Im Gegenteil: Sport verbin-

det verschiedenste Bereiche des Lebens! Die möchte ich in meine Berichterstattung mit ein

bringen und so auch erreichen, dass mehr Frauen den Sportteil aufschlagen, ohne dass sie denken: „Ooh man, es geht nur um das Fußballspiel von gestern!“

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Schon während meiner Schulzeit habe ich zwei Schülerzeitungen gegründet und meine ersten Straßen-Interviews für die Rostocker Lokalzeitung „Norddeutsche Neueste Nach-

richten“ geführt. Während des Abis habe ich Kamera- und Schnittkurse beim offenen Lokal-TV-Sender „Rok-TV“ gemacht und daraufhin mein erstes Videoprojekt gedreht.

 

Ich bin stets interessiert, neugierig und informiert und kann mich schnell für Sachen be-

geistern. Ich habe immer selbst viel Sport gemacht, weshalb die Leidenschaft dafür nicht von ungefähr kommt. Es ist immer gut, wenn man selbst erlebt, worüber man schreibt. Außerdem habe ich darauf geachtet, mich in meinem beruflichen Werdegang möglichst breit aufzustellen, sprich alle Medienarten – TV, Radio, Print und Online – bedienen zu können.

 

Nach dem Abi habe ich an der TU Ilmenau in Thüringen Angewandte Medienwissenschaf-

ten im Bachelor studiert und da eine fundierte kommunikationswissenschaftliche Ausbil-

dung plus Kamera- und Videoschnittkursen erhalten. Nebenbei habe ich ehrenamtlich im Studentenradio moderiert und Radiobeiträge produziert, für das Ilmenauer Stadtmagazin geschrieben und die Webseite medienbewusst.de geleitet. Bei der Arbeit für die Webseite habe ich gemerkt, wie viele Möglichkeiten Onlinejournalismus bietet und das er im Prinzip, alle anderen Journalismusarten vereint. Daraufhin habe ich ein Praktikum in der Online-

Redaktion bei ProSiebenSat.1 gemacht und führte hier sowohl Interviews vor der Kamera, schrieb Texte für die verschiedenen Plattformen des TV-Senders und schnitt Beiträge for-

matgerecht zu.

 

Vor meinem Masterstudium Journalismus an der LMU und DJS in München habe ich in Köln bei rtlaktuell.de ein weiteres onlinejournalistisches Praktikum gemacht und im An-

schluss daran auf Malta als Freie gearbeitet. Das Masterstudium hat mir dann noch einmal eine grundlegende Ausbildung im Print-, TV- und Radiojournalismus verschafft. Auch hier habe ich darauf geachtet, nebenbei „im Internet“ zu publizieren und als Werksstudentin am Newsdesk von FocusOnline gearbeitet.

 

Als ich mich endgültig auf den Bereich Sportjournalismus festlegte, wollte ich ein Praktikum in einer konventionellen Printredaktion machen und mir aber gleichzeitig einen modernen Magazin-Stil aneignen: Deswegen habe ich sowohl drei Monate im Sportressort der Süd-

deutschen als auch bei 11FREUNDE (hier hauptsächlich online) gearbeitet.

 

Ihr beruflichen Stationen?

Seit 2013 Freie Journalistin u.a. für Süddeutsche Zeitung, 11FREUNDE, Goethe-Institut

2012 - 2014 Deutsche Journalistenschule München // Redakteursausbildung
2012 - 2014 Ludwig-Maximilians-Universität // Journalismus Master of Arts
2007 - 2011 Technische Universität Ilmenau // Angewandte Medienwissenschaften Bachelor of Arts

2014 Praktikum 11Freunde, Berlin
2014 Praktikum Süddeutsche Zeitung (Sport), München
2013 Werkstudentin Focus Online (News), München
2012 Praktikum RTL interactive (News), Köln
2011 Redakteurin Stadtmagazin Der Neue Geheimrat, Ilmenau
2010 - 2011 Chefredakteurin medienbewusst.de, Ilmenau
2009 - 2010 Praktikum ProSiebenSat.1 Digital, München
2007 - 2009 Chefredakteurin, Moderatorin hsf 98.1 Studentenradio, Ilmenau
2006 - 2007 Projektarbeit TV-Werkstatt, Rostock

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

Schlecht, wenn es danach geht, eine gutbezahlte Festanstellung zu bekommen. Gut, wenn es darum geht, selbst und ständig etwas zu machen, was anderen auffällt. Ich finde es ist sehr schwer heute Journalistin zu sein, weil das, was man so gerne macht zwar einerseits der Beruf ist, für den man schon immer brennt, von dem man aber andererseits kaum seine Miete bezahlen kann. Deshalb habe ich mir mit Sport meine Nische gesucht, die immer noch nicht allzu viele Frauen besetzen.

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

In einer sinnvollen Verknüpfung aller konventionellen Medien mit den Möglichkeiten, die das Internet bietet.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Vor allem einen netten und hilfsbereiten Austausch unter Kollegen. Und ein Lernen von „Jungen“ und „Alten“.

 

*Marieke Reimann ist Stipendiation des Vereins Münchner Sportjournalisten 2014/15.

Daniel Herzog

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Seit ich denken kann, kenne ich mich eigentlich nur mit Ball am Fuß. Ich war schon immer sportverrückt und nachdem es zum Fußballprofi nicht gereicht hat, war klar, dass ich dem Sport trotzdem weiterhin verbunden bleiben möchte. Außerdem hat es mich schon immer begeistert Menschen zu unterhalten. Und so wurde aus Hobby und Talent dann letztlich Be-

ruf.

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Schon als kleiner Junge habe ich meinen Vater vor laufender Kamera interviewt oder habe Interviewszenen mit ihm nachgespielt. Ich hatte schon immer einen besonderen Wissens-

durst und war sehr neugierig. Nach einem Praktikum bei Kraichgau TV (einem kleinen Web-TV in meiner Heimat) bei dem ich vor allem über die Amateurfußballszene in der Re-

gion berichten durfte, war dann klar wohin die Reise geht.“

 

Ihre beruflichen Stationen?

2008: Praktikum Kraichgau TV

2010-13: Kölner Hochschulradio Kölncampus (u.a. Sportredaktion)

2012-2014: Freier Mitarbeiter Radio Köln (u.a. Sportredaktion)

2014: Praktikum RTL (Sportredaktion)

2014: PERFORM Media GmbH; SPOX.com, zuerst Praktikant und freier Mitarbeiter, seit Dezember 2014 Volontär in der Videoredaktion.“

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Sport lebt ja vor allem von den Live-Events und diese werden meiner Meinung nach auch weiterhin durch das TV abgedeckt. Was aber Analysen, Nachberichte etc. angeht wird na-

türlich das Internet immer wichtiger, weil es gegenüber Print-Medien einen eindeutigen Zeitvorteil hat. Jedoch wird es in Zukunft darum gehen, grade im Netz, die Qualität des Ge-

schriebenen weiter zu verbessern.“

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Ich möchte mich hier aufgehoben fühlen und bei Fragen immer ein offenes Ohr finden.“

Bastian Strobl

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Wer als kleiner Junge schon die Sportteile mehrerer Münchner Tageszeitungen zum Früh-

stück verschlingt, dem bleibt wohl nichts anderes übrig. Über die Jahre wuchs das Interes-

se am runden Leder, vor allem aber auch an anderen Sportarten immer mehr an. Irgend-

wann stellte sich die Frage: Wie mache ich mein Hobby zum Beruf und verknüpfe das An-

genehme mit dem Nützlichen? Die Antwort war schnell gefunden - und bereue ich bis zum heutigen Tag kein bisschen.

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Das Wichtigste war wohl: Lesen, Lesen, Lesen! Etwas, was leider heutzutage bei der Ju-

gend immer mehr abnimmt, aber dadurch habe ich mit der Zeit ein Gefühl für die Sprache entdeckt. Mit dem Studium Ressortjournalismus an der Hochschule Ansbach konnte ich dann mehr in die Thematik eintauchen, wobei die praktische Erfahrung in Form von Prak-

tika und freier Mitarbeit noch weitaus lehrreicher für meine Entwicklung war.

 

Ihr beruflichen Stationen?

2010: Praktikum Bild München (Sport-Redaktion)

2010: Praktikum tz München (Sport-Redaktion)

2010: Praktikum AZ München (Sport-Redaktion)

Seit März 2011: SPOX.com (Praktikum, freie Mitarbeit, Volontariat, mittlerweile Redakteur sowie stellvertretender Ressortleiter Sports)

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

Positiv. Natürlich befindet sich die Medien-Branche seit einiger Zeit im Wandel, auch bzw. gerade im Online-Bereich muss man sich an neue Gegebenheiten gewöhnen und die

Grenzen austesten, was möglich ist und was der User/Leser annimmt. Doch gerade das macht meinen Job auch aus. Man muss mit der Zeit gehen, kaum einmal passte der Spruch Stillstand ist Rückschritt besser als auf die momentane Situation.

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Dort, wo sich mittlerweile schon der Alltag vieler Menschen abspielt: im World Wide Web! Doch genau das ist auch die größte Herausforderung. Das Credo "Guter Sportjournalismus kostet Geld" darf auch zukünftig nie unter den Tisch fallen, auch in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. nicht. Das dürfen sowohl die Verantwortlichen als auch die Leser nie vergessen. Das dementsprechend das journalistische Ergebnis passen muss, erklärt sich von selbst, und zwar in einer Form, die sicherlich immer häufiger individuell auf den User zugeschnitten wird.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Kontakt mit Kollegen, Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten sowie einen Verein, bei dem ich mich gut aufgehoben fühle und der mir mit Rat und Tat zur Seite steht.

Anja Häberle

Weshalb sind Sie Sportjournalistin geworden?

Ich wollte bereits seit der Grundschule Sportjournalistin werden. Mein Vater ist ein großer Sportfan und hat diese Leidenschaft an mich weitergegeben. Zudem ist sein bester Freund Ressortleiter Sport des „Südkuriers“ (Anm. d. Red.: Ralf Mittmann). Da lag die Berufswahl nahe.“

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Ich habe als Praktikantin (RTL West, Radio 8, TRP1, KG Media Factory) und Freie Mitar-

beiterin (Trossinger Zeitung, Südkurier, Eurosport) viele Mediengattungen kennengelernt. Nach meinem Ressortjournalismus-Studium mit Schwerpunkt Sport an der Hochschule Ansbach absolvierte ich ein Volontariat bei der KG Media Factory. Zudem war ich im jour-

nalistischen Förderprogramm für Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung.“

 

Ihr beruflichen Stationen?

Die Jungredakteursstelle bei Sky Sport News HD ist meine erste berufliche Station.

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

Gut. Es gibt immer noch viel zu wenige Frauen im Sportjournalismus.“

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Vor allem im TV- und Onlinebereich steckt meiner Meinung nach noch ein großes Poten-

zial.“

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Kontakte, Beratung, neue Impulse.“

Robert Simbeck

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

"Im entscheidenden letzten Saisonspiel kurz vor Schluss den Siegtreffer schießen, Match-

bälle abwehren und das Duell noch drehen, bei strahlend blauem Himmel am Gipfel im Pulverschnee gen Tal fahren - elektrisierende Gedanken. Den Leser, Hörer oder Zuschauer als Sportjournalist an diesen Ereignissen und Emotionen des Sports teilhaben zu lassen, macht unglaublich viel Spaß."

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

"Nach der bereits vorhandenen Leidenschaft fürs Schreiben, habe ich in München Journa-

listik studiert. Die verschiedenen Praktikta währenddessen in den unterschiedlichen Me-

dien, aus denen teilweise freie Mitarbeiten resultierten, haben mich auf die Arbeitswelt nach dem Studium vorbereitet."

 

Ihre beruflichen Stationen?

"Seit dem Ende meines Studiums (Februar 2012) arbeite ich bei der PERFORM Media Deutschland GmbH in der Video-Redaktion, mittlerweile als Stellv. Ressortleiter."

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

"Die weiteren Berufschancen schätze ich durchaus als positiv ein, vor allem, wenn man seinen Horizont durch die vielen praktischen Erfahrungen durch Fortbildungen erweitert."

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

"Der Sportjournalismus muss es weiter schaffen, zu unterhalten und die gesellschaftliche Relevanz des Sports sowie die positiven Emotionen und die unglaubliche Energie, die im Sport steckt, zu transportieren. Auch hier gilt: Guter Sportjournalismus kostet Geld. Aber diese Investitionen lohnen sich, wenn man es richtig macht."

 

Was erwarten Sie vom VMS?

"Ich erwarte mir einen Heimatverein, bei dem ich mich aus beruflicher Sicht gut aufgehoben fühle und mich Gleichgesinnten über diverse Themen angeregt diskutieren kann. Zudem erhoffe ich mir hilfreiche Tipps und Beistand, sollte dies mal vonnöten sein."

Christian Nimmervoll

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

"Sport, insbesondere Motorsport, hat mich schon von Kindheit an fasziniert. Irgendwann im Gymnasialalter stellte ich fest, dass sich meine sprachliche Begabung hervorragend mit meiner Leidenschaft kombinieren lässt. Von dem Zeitpunkt an war der ursprüngliche Plan, Jura zu studieren, kein Thema mehr."

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

"Ich habe bereits parallel zu meiner Gymnasialausbildung am BORG Bad Leonfelden in Österreich ein Hobby-Website zum Thema Formel 1 betrieben und stieg 1999 zunächst als freier Mitarbeiter bei einer Online-Plattform namens Daily F1 ein. Als sich die Frage „direk-

ter Berufseinstieg oder Publizistikstudium" stellte, wurde mir vom damaligen Gesellschafter und Geschäftsführer der Website, Alexander Funk, ein zu verlockendes Angebot unterbrei-

tet, sodass ich mich für den direkten Berufseinstieg entschieden habe."

 

Ihr beruflichen Stationen?

"1999 bis 2003: Daily F1 GmbH, Hamburg (zunächst als freier Mitarbeiter, später als fest-

angestellter Redakteur für die deutsche Sprachversion und zuletzt auch als Anteilseigner des Unternehmens). Seit 2003: Chefredakteur für Motorsport-Total.com (und Vorläufer des Portals) sowie inzwischen auch für Formel1.de, Stand heute als „Chefredakteur Portale“ unter dem Dach der sport media group GmbH in München. 2009 bis 2013: Kolumnist für das österreichische Magazin Rallye & more."

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

"Sicher im Online-Bereich, aber in welchen Formen? Hier ist, denke ich, eine stetige perspektivische Auseinandersetzung mit dem Thema gefragt. Vor gut zehn Jahren gab es Twitter und Facebook noch nicht. Wer hätte damals ernsthaft vorhersagen können, dass solche Dienste entstehen und so einen großen Einfluss auf den Journalismus nehmen würden? Und das nächste Facebook und Twitter kommt bestimmt."

 

Was erwarten Sie vom VMS?

"Kontakt und Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus der Branche, die in ihrem Berufsleben ähnlichen Herausforderungen gegenüberstehen."

Nick Golüke

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

"Die Neugier auf das Zeitgeschehen, das Interesse an Zusammenhängen und Hintergrün-

den brachten mich zum Studium der Politikwissenschaften. Von da war der Weg in den Journalismus nicht weit und nahezu vorgezeichnet. Doch es fing alles an mit einer großen Leidenschaft: dem Fußball. Nach einem Praktikum beim Magazin FOCUS kam ich Mitte der 90er Jahre zum Deutschen Sportfernsehen, DSF, und nach dem Magister folgte gleich mit Anfang zwanzig das Angebot vom Bayerischen Rundfunk.  Hier bekam ich die Chance, Hobby und Beruf zu verbinden. Ich wagte den Sprung ins kalte Wasser, und er gelang. Seit vielen Jahren arbeite ich nun schon für den BR und die ARD, berichte über die Bundesliga, von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Doch auch im Sport liegt die Wahrheit oft neben dem Platz, finden sich Geschichten, die die Gesellschaft jenseits eines Ergebnisses bewegen. Geschichten, die bewegen, nicht nur beim BR, sondern auch bei anderen ARD Sendeanstalten wie beim NDR, dem WDR oder bei Servus TV.  Einem Film über das bewegende Leben des verfolgten und vertriebenen Juden Kurt Landauer, der auch der vielleicht bedeutendste Präsident des FC Bayern Mün-

chen war, folgte nun aktuell eine ARD-Dokumentation anlässlich des fünften Jahrestages des Selbstmordes von Robert Enke. (90 Minuten sind kein Leben - 15. November 14, 19.00 Uhr in der ARD.) 2016 wird im BR die mehrteilige Dokumentationsserie "Olympia 36 - Die vergessenen Spiele von Garmisch" ausgestrahlt."

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

"Siehe oben."

 

Ihr beruflichen Stationen?

"Seit 1997 Regisseur, Autor, Reporter und Live-Interviewer beim Bayerischen Rundfunk und der ARD bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften. Seit 2011 selbstständiger Filmproduzent bei Alpenglühen Film GmbH & Co. KG. Das Leistungsspektrum der Agentur reicht von Dokumentationen und Reportagen fürs Fernsehen bis hin zu Image- und Werbefilmen für Unternehmen.

Filmografie (Auszug):

90 Minuten sind kein Leben. (ARD, 2014), Kurt Landauer. Gefeiert. Verbannt. Vergessen. (BR, 2014), Die Strippenzieher – Die Macher der Fußball-WM 2006 (ARD, 2005), Uli Hoe-

neß – Attacke mit Herz (ARD, ARTE 2010), Lira Bajramaj – Vom Flüchtlingskind zur Welt-

meisterin (ARD, 2011), Anni Friesinger – Wenn das Eis bricht. (BR, 2013).

Sonstiges (Auszug): Reportertätigkeit u.a. Sportschau (seit 2000 alle Olympischen Spiele, Fußball-Welt- und Europameisterschaften), ARD-Live-Reporter bei allen wichtigen sport-

lichen Großereignissen. 2004-2006 Autor ARD-Magazin Report, seit 2005: BBC (Experte, Interviewpartner, Reporter – Hörfunk), seit 2009: Live-Regisseur NDR, seit 2011 Geschäfts-

führer und Gesellschafter bei Filmproduktion Alpenglühen in München.

Darüber hinaus: Recherche und Konzeptentwicklung im Bereich Dokumentationen, Reportagen, Magazinformate, Doku-Soaps, Redaktionsleitung und Realisation bei div. Piloten Bereich Talkshow, Magazin, Doku-Soaps, sowie bei Image- und Industriefilme. Konzeption und Realisation von Beiträgen für unterschiedliche Fernsehmagazine (WDR, BR, ARTE)."

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

"Es entstehen viele neue Arbeitsfelder, in denen der Journalist heute etwas Eigenes auf die Beine stellen könnte. Im Fernsehjournalismus: Er könnte Experte für professionelle iPhone Filme werden, Youtube-Tutorials dazu erstellen und später, wenn er bekannt ist, Webinare anbieten. Ich sehe aber auch viele Kollegen, die nicht nur als Journalist, sondern im klas-

sischen Dreibein auch als Referent und Trainer unterwegs sind. Man kann immer mehrere Standbeine haben, nur sollte man sie auf jeden Fall professionalisieren und aktiv kommu-

nizieren. Der Journalismus wird auf allen Ebenen inhaltlich anspruchsvoller und zugleich technischer und komplexer. Man muss sich in Print und Online richtig gut auskennen. Die Zeit des freien Journalisten, der aber als eierlegende Wollmilchsau alles macht, was er so angeboten bekommt, ist vorbei. Die Kunden suchen nach Spezialisten. Und sie finden die Spezialisten übers Netz."

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

"Der Sport ist weiterhin ein Initiator und Treiber der Formate und Angebote des zukünftigen Journalismus. Die Tendenz zur Berichterstattung von relevanten Ereignissen ohne Mög-

lichkeit zu umfassender und unabhängiger, journalistischer Recherche (Gründe: Akkredi-

tierung, Rechtevergabe, „Mixed-Zone-Journalismus“) beeinflusst jedoch die zukünftige Entwicklung. In der Fußball-Bundesliga werden auch weiterhin immer deutlicher vereinseigene Medien das Bild des Sports in der Öffentlichkeit prägen: Club-TV-Formate, Twitter-Accounts von Spielern und Vereinen, die von professionellen Agenturen betreut werden, oder clubeigene Audiostreams werden bei größer werdenden finanziellen Problemen von Formaten des traditionellen Journalismus eine noch wichtigere Kommunikationsform der Zukunft sein. Demgegenüber muss sich der Sportjournalismus noch stärker abgrenzen: Durch Qualitätsjournalismus, fundiert recherchiert, spannend und trimedial erzählt auf allen Kommunikationswegen.

Der Fernsehsportjournalismus erlebt zur Zeit eine Renaissance der Dokumentation & Re-

portage. Erfolgreiche Formate wie "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" oder "90 Minuten sind kein Leben. Eine Bilanz 5 Jahre nach dem Tod von Robert Enke", ausgestrahlt in der Prime-Time der ARD, machen Hoffnung, dass sich Qualität auch im Sportjournalismus immer durchsetzen wird."

 

Was erwarten Sie vom VMS?

"Beratung, Interessenaustausch, Netzwerk am Puls der Zeit."

Jonas Wahler

Weshalb sind Sie Sportjournalist geworden?

Von klein auf war (und bin) ich sehr sportaffin, habe mehrere Sportarten ausgeübt. Schon als Kind habe ich regelmäßig "Heute im Stadion" gehört und Sport im Fernsehen angeschaut. Und nachdem mir Schreiben schon immer leicht gefallen ist, kam mir irgendwann die Idee, ein Praktikum in einer Sportredaktion (Mainpost in Würzburg) zu machen. Danach gab es eigentlich kein anderen Berufswunsch mehr und ich bin "hängen geblieben".

 

Wie haben Sie sich auf den Beruf vorbereitet?

Schon während meiner Gymnasialzeit habe ich erste Praktika gemacht, während des Stu-

diums folgten weitere, das Studium finanzierte ich mir auch durch freie Mitarbeit und vom Studium ging es direkt in ein Volontariat bei einem regionalen Fernsehsender.

 

Ihre beruflichen Stationen?

Mainpost Würzburg (Praktikum, anschließend freie Mitarbeit), TV touring Würzburg (Prakti-

kum, anschließend freie Mitarbeit, später Volontariat und Festanstellung), sid (Praktikum, Reportereinsätze bei der WM 2006), Sport 1 (Praktikum, anschließend freie Mitarbeit), seit 9/2011 SKY Sport News HD (Festanstellung).

 

Wie schätzen Sie Ihre weiteren Berufschancen ein?

Gut.

 

Wo liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des Sportjournalismus?

Der Sportjournalismus darf sich vor Neuerungen nicht verschließen, muss sich auf die Ver-

änderungen in der Medienlandschaft und den Gewohnheiten der Mediennutzung der Men-

schen einlassen, dann wird unsere Branche ein fester Bestandteil im Leben vieler Men-

schen bleiben.

 

Was erwarten Sie vom VMS?

Austausch, Kontakte, Unterstützung.

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

Türkenstr. 95

80799 München

 

T 089 99019250 

info(at)vms-sportjournalisten.de

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

thomas.walz(at)vms-sportjournalisten.de

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Wolfgang Uhrig:                        Medizynisches

Neue Bücher                           

Gerhard Waldherr

Deutschkunde

240 Seiten, mit 26 Abbildungen

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ISBN

978-3-946514-55-8

 

Bibliografie

Ulrich Kühne-Hellmessen

Die 100 besten Fußballer 2016/2017

160 Seiten | Hardcover

14,99 €(D); 15,50 €(A)

ISBN:978-3-7423-0143-7

Werner Bartens

"Verletzt, verkorkst, verheizt"

Die jungen Sportler sind die Krüppel von morgen.

Ab 1. September 2016 bei Droemer.

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

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