Verein Münchner Sportjournalisten
Verein Münchner Sportjournalisten

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Der Verein Münchner Sportjournalisten, mit 400 Mitgliedern (Stand 16. Juli 2020) der zweitgrößte der 20 Regional-vereine des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), ist die berufsständische Vereinigung der hauptberuflich tätigen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten (Print, Online, Rundfunk, Fernsehen, Foto) in Ober- und Teilen von Niederbayern. Über uns...

Ein typisches Müller-Tor: Im ersten Spiel der Bundesliga-Saison 1969/70 erzielte Gerd Müller beim 4:0-Sieg über Rot-Weiß Essen drei Treffer. Hier lenkt er den Ball mit dem linken Knie ins Netz. Vor dem Spiel wurde Müller, der von den Mitgliedern des Verbands Deutsche sportjournalisten (VDS) zum zweiten Mal zum Fußballer des Jahres gewählt worden war, den Goldenen Fußball und die Torjägerkanone. Müller hatte 30 Mal getrof-fen; in der Saison 1969/70 wurden es 38 Treffer. In der Bildmitte Dieter Brenninger, links Kik (RW Essen).

Gerd Müller 75

Einer wie keiner

(03.November 2020)  Jetzt ist Fantasie gefragt. Der Ringfinger der linken Hand, das ist der Grabowski. Und der Zeigefinger, das ist der Bonhof. „Also, die stehen rechts“, sagt Gerd Müller, und setzt die Fingerspitzen auf den Tisch; den muss man sich grün vorstellen, er ist das Spielfeld des Münchner Olympiastadions. Und Müller stämmig, mit schwarzem Haar und Bart, nicht rank und schlank wie er dasitzt im Besprechungszimmer des FC Bayern München: Grau me-liert, mit Brille. Beim Blick in die Vergangenheit funkeln die Augen hinter den Gläsern. „Der Bonhof spielt den Ball rein, und ich bin da, ungefähr“, in diesem Augenblick in Gestalt des rechten Zeigefingers. „Da stehen zwei Holländer.“ Die Finger, die eben noch Grabowski und Bonhof waren, heißen jetzt Rijsbergen, und Krol, „der ist bei mir dran. Ich geh’ nach vorn und geh’ dann zurück. Der Ball springt auf meinen linken Fuß und springt dann weg.“

 

  Wer ein Foto dieser Szene vor Augen oder sie live erlebt und im Gedächtnis gespeichert hat, sieht jetzt Krols verzweifelte Grätsche. „Und in dem Moment hab’ ich mit dem rechten Fuß aus der Drehung geschossen, ins lange Eck.“ Müller nimmt die Hände vom Tisch. 2:1 in der 44. Spielminute, eine Halbzeit später war die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland Fußball-Weltmeister, am Sonntag, dem 7. Juli 1974, kurz vor 18 Uhr, und mit ihr die sechs Münchner Bayern Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Uli Hoeneß, Sepp Maier, Gerd Müller und Hans-Georg Schwarzenbeck.

                                           (Gerd Müller über sein WM-Siegtor 1974 (Hans Eiberle, 2010)

 

  Gerd Müller erklärte ganz einfach, aber trefflich, das Phänomen Gerd Müller: „Als Mit-telstürmer musst du wissen, wo das tor steht, und das habe ich gewusst.“

 

  Sein Mitspieler Paul Breitner sagte, sichtlich bewegt: „Es gibt wunderbare Mannschaften, es gibt wunderbare Spieler, die nie ganz Große werden, weil sie keinen haben, der sie zu einem ganz großen macht. Ohne Gerd Müller wäre nich nur die Geschichte des FC Bay-ern ganz anders gelaufen, es wären auch das Leben Vieler, die mit ihm gespielt haben, anders verlaufen. Ohne Gerd Müller wäre ich heute nicht hier.“

 

  Gerd Müller hat auch den Lebensweg vieler Sportjournalisten beeinflusst, so wie meinen:

Mit dem FC Bayern und der Nationalmannschaft kreuz und quer durch Europa und nach Südamerika, Siege, Tore, Pokale. Und ganz zum Schluss durfte ich mittwochs beim Jour-nalisten-Hallenkick mit und gegen Gerd Müller spielen.

 

Am 3. November 2020 wurde Gerd Müller 75 Jahre alt.

 

https://www.sport1.de/tv-video/video/paul-breitner-nimmt-hall-of-fame-ehrung-fuer-gerd-mueller-entgegen__1443095C-FC9B-440B-9273-933D81DAF399

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/Zum-75-Geburtstag-von-Gerd-Mueller,sendung1094654.html

Knappe Mehrheit für Beitragserhöhung im VDS

(2. November 2020) - Wegen der wieder steigenden Anzahl der Corona-Infektionen fand die Jahreshauptversammlung des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) als Videokonferenz via Zoom statt. Alle 20 Regionalvereine sowie in der Spitze 65 und dauer-haft gut 50 Mitglieder nahmen teil.
  Die vom Präsidium beantragten Satzungsänderungen fanden die Zustimmung des Ple-nums. Einstimmig beschlossen wurde, dass ab Frühjahr 2021, wenn die nächste Haupt-
versammlung als Wahlkongress stattfindet, das Präsidium um einen Beisitzer aus dem Bereich der Onlinemedien ergänzt wird.
  Sehr intensiv, aber stets sachlich waren die Diskussionen über eine Beitragserhöhung sowie die Vergütungen für Präsident und Schatzmeister. Künftig gibt es finanzielle Zuwen-dungen, die insbesondere das Amt des Präsidenten beziehungsweise der Präsidentin attraktiver machen sollen. „Das ist inzwischen ein Halbtagsjob“, erklärte der 1. Vizeprä-sident André Keil.
  Äußerst knapp war die Entscheidung über eine Beitragserhöhung. Schatzmeister Christoph Schumann konnte sich schlussendlich mit seiner Argumentation durchsetzen. Schumann: „Wir professionalisieren den VDS, zudem übernimmt der Dachverband sämt-liche Kosten für die Durchführung der überregionalen Veranstaltungen.“ Bislang hatten dies abwechselnd Regionalvereine gemacht.

Neues Printobjekt sucht freiberufliche Sportjournalisten/innen  info@sporting-magazin.de

(Okt. 2020) - Wir suchen für ein sportliches Printobjekt in München entspannte, marketingaffine, aktive, kreative Netzwerk-erprobte Sport(ler)journalisten als Free Lancer, die Spaß haben in einzelne Szenen reinzuwachsen, wenn sie nicht schon drin sind. UND die motiviert sind, die Menschen zu bewegen – sich zu bewegen. Wir starten Anfang nächsten Jahres und freuen uns über Eure Zuschriften unter info@sporting-magazin.de, Betreff: An den Start gehen.  sporting-magazin.de

Podiumsdiskussion und ordentliche Jahreshauptversammlung des VMS leider abgesagt

26.09.2020 - Auf Grund der aktuellen Corona-Entwicklung darf im BLSV keine Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Deshalb müs-sen wir die JHV des VMS auf unbestimmte Zeit verschieben.

25 Jahre Doppelpass auf Sport1

Uli Hoeneß war zum 24. Mal zu Gast

Am Sonntag, den 13.09.2020 feierte der SPORT1 Doppelpass Geburtstag: Seit 25 Jahren diskutiert der TV-Stammtisch, was die Fußballnation bewegt. Umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen, verwegene Spielertransfers, unerklärliche Pleiten in der Bundesliga: Kein Thema wird ausgespart, wenn die Klub-Chefs und Trainer im Münchener Flughafenhotel Hilton mit Experten, Journalisten und manchmal Showgrößen um Worte und Sichtweisen ringen.

Uli Hoeneß war am Sonntag zum 24 mal zu Gast und versprach auch die 25 voll zu machen. Auch sparte er nicht mit kerniger Kritik. So nannte er den Berater von David Alaba, den der FC Bayern "liebend gerne behalten möchte" einen "geldgierigen Piranha".

Das Thema eine Woche vor Liga-Start: Hat sich der Fußball in die richtige Richtung bewegt? Die Diskussion führten drei Generationen von Journalisten am Tisch: der Kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh (ebenfalls Gast der ersten Sendung), der Rasenfunk-Podcaster Max-Jacob Ost - und Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk.
Zudem wurde das Jubiläumsbuch zum Doppelpass vorgestellt. Dazu waren Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender Sport1 Medien AG, Kai Blasberg, Erfinder des Doppelpass und Rudi Brückner, damals Moderator und Chefredakteur DSF, in einer kleinen Extrarunde zu Gast. Im Buch enthalten: Wunderbare Geschichten, die beim Doppelpass passiert sind, die Nacherzählung kurioser Szenen, unter anderem mit Udo Lattek und eben Uli Hoeneß, dazu die drei Moderatoren Rudi Brückner, Jörg Wontorra und Thomas Helmer im Porträt, Hintergrundgeschichten und Erklärungen, wie die Sendung entsteht - sowie eine scheinbar endlos lange Liste mit den Namen jedes einzelnen Gastes der Sendung und wie oft er dabei gewesen ist. 
Erstmals wurden auch wieder Zuschauer zur Kultsendung zugelassen sein. Das Buch aus dem Werkstatt-Verlag kann man hier vorab online bestellen:  Hier klicken

Leitfaden für Medien-Akkreditierung

(04.05.2020) - Die DFL hat die Klubs der 1. und 2. Bun-desliga darauf hingewiesen, dass die Besetzung der im Konzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aus-gewiesenen Plätze für Journalisten und Fotografen in Zusammenarbeit mit dem VDS geschehen soll.
  Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) hat mit der DFL für die zehn zur Verfügung stehenden Akkredi-tierungen für Print/Online folgenden Leitfaden entwickelt, der an allen Standorten eine einheitliche Umsetzung gewährleisten soll. Laut DFL sind die Vereine an dieses Konzept gebunden. Es ist nicht zu erwarten, dass über die Anzahl der Plätze noch mit den jeweiligen Behörden verhandelt wird. 

  Die drei Fotografen-Plätze werden mit dem VDS gesondert ausgehandelt.

  An allen Standorten sind folgende vier Medien standardmäßig mit je einer Person zu akkreditieren: dpa, SID, Kicker, Springer-Presse.

  Über die weiteren sechs Akkreditierungen entscheidet die Pressestelle des Heimklubs als akkreditierende Stelle und die VDS-Verbindungsperson (Print) am Standort des Heimclubs. Für den VMS ist das Elisabeth Schlammerl, 2. Vorsitzende VDS.

 

Dabei ist zu beachten:

 

• Es sind Synergien in Bezug auf Medienhäuser mit mehreren Titeln und Standorten zu

  berücksichtigen.
• An Standorten mit großem Medieninteresse soll an den neun ausstehenden Spieltagen

  auf Rotation geachtet werden.
• Nach Möglichkeit sind auch freie Journalisten, die mehrere Titel beliefern, und Online-

  Medien mit großer Reichweite zu berücksichtigen.
• Um den aktuell gültigen Verhaltensgeboten Rechnung zu tragen, bittet der VDS darum,

  dass Journalisten Reisetätigkeit so gut wie möglich vermeiden. Das gilt insbesondere mit

  Blick auf die Begleitung der Auswärtsmannschaft.
• Sollten nicht alle 10 Akkreditierungen für schreibende Journalisten benötigt werden,  soll-

  ten die freien Plätze in Abstimmung mit der VDS-Verbindungsperson für Fotografen am

  Standort des Heimclubs an Fotografen vergeben werden.
• Da im Konzept keine feste Fotografenposition auf der Tribüne vorgesehen ist, die Per-

  spektive aber als relevant erachtet wird, wird die Option geprüft, den akkreditierten dpa-

  Journalisten zusätzlich mit einer Fotokamera auszustatten. Er würde seine Bilder dann im

  Rahmen des zwischen DFL und VDS-Fotografensprechern in Abstimmung befindlichen

  Fotografenkonzepts in den entsprechenden Pool einspeisen.   
• Die Pressekonferenz nach dem Spiel findet als virtuelle PK statt – es können keine Jour-

  nalisten anwesend sein. Es werden ausschließlich die Fragen der 10 akkreditierten Jour-

  nalisten sowie des Vertreters des Hörfunk-Rechteinhabers berücksichtigt (eine Frage pro

  Person).
• Die Idee von getrennten Pressekonferenzen nach dem Spiel wird unter der Vorausset-

  zung begrüßt, dass bei der PK des Auswärtsclubs zusätzlich auch Fragen von auswärti-

  gen Journalisten berücksichtigt werden, auch wenn diese keine Akkreditierung besitzen

  (zwei oder mehr Journalisten).

VMS dankt Christine Strobl

(29. April 2020) – In seiner Sitzung am 29. April 2020 hat sich Christine Strobl (SPD) aus dem Münchner Stadtrat verabschiedet; sie kandierte nicht mehr. 

  Strobl war seit 1990 Stadträtin, von 2005-2014 Zweite

und seitdem Dritte Bürgermeisterin, unter anderem zu-ständig für den Sport.

  Christine Strobl gehörte seit 2006 der Jury des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises für regionale und lokale Sportberichterstattung an, den der Verein Münch-ner Sportjournalisten (VMS) seit 2002 vergibt, und war Gastgeberin der alljährlichen Preisverleihung.

  Der 1. VMS-Vorsitzende Thomas Walz und der Jury-Vorsitzende Hans Eiberle bedanken sich im Namen des Vereins und der ausgezeichneten jungen Kolleginnen und Kollegen bei Christine Strobl für die langjährige Unterstützung. 

Goldene BLSV-Verdienstplakette für Strobl

(30. April 2020) - Vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) wurde Christine Strobl für ihre herausragenden Verdienste um den Sport in München mit der Verdienstplakette in Gold ausgezeichnet. Beppo Brem, Münchens BLSV-Vorsitzender und künftiger Stadtrat für Bündnis 90/Die Grünen, in seiner Laudatio: „Christine Strobl war über all die Jahre eine kritische, aber immer auch verlässliche Ansprechpartnerin für die Anliegen des Sports in München. Die hohen Investitionen und Zuschüsse, sei es für Sportstätten, Schulsporthallen oder Sportveranstaltungen hat sie als München Sport-Chefin angeschoben. Vor allem der Breitensport und die Förderung von Mädchen und Frauen im Sport waren ihr immer ein großes Anliegen.“

Der VMS informiert

Liebe Kolleg/Innen, liebe Mitglieder,

(06.04.2020) - Auf Vorschlag unseres Schatzmeister Joachim Walz, hat der VMS-Vorstand beschlossen, den jährlichen Mitgliedsbeitrag, der eigentlich immer im April eingezogen wird, erst im September 2020 abzubuchen, um dadurch vor allem die mehr als 190 freien Kollegen im VMS momentan finanziell nicht zusätzlich zu belasten und in der Hoffnung, dass bis Herbst die Verdienstmöglichkeiten wieder besser sind.

  Damit sie in der Krisenzeit ein wenig was zu lesen haben, hat Hans Eiberle einmal mehr das jährliche VMS-Info produziert. Dieses Mal allerdings wird es (ab Dienstag, 7. April 2020)) vorerst nur als pdf.-Datei zum Download auf unserer Internetseite www.vms-sportjournalisten.de (links am Rand) angeboten werden. Herzlichen Dank dafür an Hans und Margit Conrad.

  Da die VMS Jahreshauptversammlung, genauso wie die VDS-JHV, auf unbekannte Zeit verschoben ist, wollen wir das VMS-Info zu gegebener Zeit aktualisieren und dann, je nach-dem wie die finanzielle Situation es erlaubt, eine gedruckte Version herausgeben.

  Unseren Gewinnern bei den VDS-Preisen gratulieren wir herzlich. Namentlich sind das: bei den Fotografen Alexander Hassenstein und Adam Petty;
bei den schreibenden Kollegen, Johannes Knuth, Jonas Nohe, Jochen Tittmar und Nino Duit.

  Der Helmut-Stegmann-Nachwuchspreis wurde dieses Jahr zum 19. Mal vergeben. Auch hier fiel die, für den 26. März geplante, feierliche Preisverleihung im Rathaus den Aus-gangsbeschränkungen zum Opfer. Deshalb finden sie auf der linken Seite unseres Inter-netauftrittes eine kleine pdf.-Broschüre mit Informationen und den Texten. Diese hat Hans Eiberle eigentlich für die Verleihung erstellt.

  Allen Mitgliedern wünsche ich ein frohes und schönes Osterfest, und xund bleim!

 

Thomas Walz

1. Vorsitzender VMS

Die Krise

(April 2020) - Wie so häufig: Die Gefahr wird nicht ernst ge-nommen, von einigen sogar belächelt. Erst, als aus der Gefahr

die sicht- und spürbare Bedrohung wird, gibt es Reaktionen und Konsequenzen. In wieweit und wann diese Früchte tragen werden, steht in den Sternen. Mittel- und langfristige Prognosen unsere Gesellschaft, unser Gesundheitssystem und unsere Wirtschaft betreffend sind unmöglich. Die Krise wird nicht nur existenz-bedrohend sein, nein, sie ist es schon hier und jetzt. Für alle Bereiche unseres gesellschaftlichen, politischen und wirtschaft-

lichen Lebens. Für alle Berufsgruppen. Auch für uns Journalisten. Sie trifft Festangestellte, vor allem aber Freiberufler und Selbstständige. Allein im VMS sind mehr als 190 Mitglieder freiberuflich tätig - knapp die Hälfte der Gesamtmitgliederzahl.

  Jetzt geht es darum, allen schnell und unbürokratisch zu helfen. Niemand darf im Regen stehen bleiben! Es wird aber, leider, mehr vollmundig versprochen als tatsächlich realisiert werden wird. Das ist sehr traurig!  Auf Seite 13 gibt Elisabeth Schlammerl, die 2. Vize-präsidentin des Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) einige Tipps, was möglich ist und was probiert werden sollte.

  Corona ist aber nicht nur eine (existenzielle) Krise für uns Journalisten. Es ist mancherorts auch eine (zumindest kleine) Krise des Journalismus. Denn, manch Medienmacher springt auf den Zug der Besserwisser, Mahner und „Wir wissen was Sie tun müssen“-Experten auf.

  Medien (Journalisten) haben aber den Auftrag, zur öffentlichen Meinungsbildung beizu-tragen. Sie sollen wahrheitsgemäß und neutral berichten. Zurückhaltend. Sie sollen den Leser, Zuschauer, Zuhörer „an die Hand nehmen“ (mit 1,5 bis zwei Meter Abstand), für ihn Informationen sammeln,  einordnen, auch zweifeln und kritisch nachhaken. Standpunkt ja, aber bitte nicht belehren.

  Ich möchte hier gerne den leider viel zu früh verstorbenen Journalisten Hanns-Joachim Friedrichs zitieren: „Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, dass die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“ Was sich für eine Sache einzusetzen aber nicht ausschließt. Auf das „Wie“ kommt es mal wieder an.

  Zum Glück handeln die meisten von uns jetzt schon ganz im Sinne eines Hajo Friedrichs und eines guten Journalismus. Den brauchen alle Menschen in diesen Zeiten ganz be-sonders.

  Stichwort  „guter Journalismus“: Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) fördert

seit nunmehr 19 Jahren den Nachwuchs in der lokalen und regionalen Sportberichter-stattung. Ob mit einem Stipendium oder dem Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis. Dabei geht es auch bzw. vor allem um Qualität. Ich benutze hier ausdrücklich nicht den Ausdruck „Qualitätsjournalismus“. Denn Journalismus sollte doch per se Qualität besitzen. Sonst wäre es doch kein Journalismus …

  Der VMS hält deshalb trotz der schweren Zeit am Helmut-Stegmann-Nachwuchspreis, dotiert mit Euro 3.000,- (VMS-Inof S. 39-65 und PDF hier links auf der Seite zum download) sowie am Stipendium (S. 44-46) in Höhe von Euro 3.000,- (Euro 250,- monatlich für ein Jahr) fest. Für den journalistischen Nachwuchs, meistens Studierende und deshalb Freie, eine gerade jetzt nicht zu verachtende Unterstützung. 

  Allen Mitgliedern unter die Arme zu greifen oder gar einen Unterstützungsfond einzurich-ten, dazu ist der VMS derzeit leider nicht in der Lage. Dennoch hat der VMS-Vorstand beschlossen, den jährlichen Mitgliedsbeitrag, der eigentlich immer im April eingezogen wird, erst im September 2020 abzubuchen, um vor allem die freien Kollegen momentan nicht zusätzlich finanziell zu belasten und in der Hoffnung, dass bis Herbst die Verdienst-möglichkeiten wieder besser sind.

  Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass alle VMS-Mitglieder An-spruch auf kostenlose Rechtsberatung haben! Feldmann@Unverzagt.law Falls es im Zuge der Corona-Krise zum Bei-spiel zu Problemen mit dem Arbeitgeber bzw. dem Auftraggeber kommen sollte: Wendet Euch an den Vorstand.

 

Alles Gute und bleibt gesund!

 

Diethelm Straube (62), Geschäftsführer des Vereins Münchner Sportjournalisten, ist In-

haber der StraubeMedienService SMS, Schwerpunkte Beratung, Realisation und Coa-ching.

(24. März 2020) - Auch die Verleihung des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises für regionale und lokale Sportberichterstattung, die der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) zum 19. Mal ausgeschrieben hatte, ist dem Corona-Virus zum Opfer gefallen. Die  drei Preisgewinner Benedikt Warmbrunn (1.), Christopher Meltzer und Dominik Wolf (ge-teilter 2. Platz) sowie der neue Stipendiat Laurenz Schreiner erhalten ihre Urkunden nicht im festlichen Rahmen mit Dreigänge-Menü von Bürgermeisterin Christine Strobl, die Mit-glied der Jury ist, und dem VMS-Vorsitzenden Thomas Walz, sondern per Post. Der fünf-malige Sieger Warmbrunn verabschiedet sich ebenso formlos wie Christine Strobl. Warm-brunn hat die Altersgrenze (32 Jahre) erreicht, die Bürgermeisterin, Gastgeberin der Preisverleihung, kandidierte nicht mehr für den Stadtrat, ihre Amtszeit endet am 30. April 2020.

  Die 16-seitige Zusammenstellung mit den prämierten Texten, der Vorstellung des Stipen-diaten Laurenz Schreiner und ein bisschen Statistik, vom Jury-Vorsitzenden Hans Eiberle ursprünglich für die Ehrung produziert, steht als Pdf-Datei zum Download auf dieser Seite (links, Stegmann-Sonderdruck).  

  Ausführlich berichtet wird über die Förderung des sportjournalistischen Nachwuchses, die dem VMS ein Anliegen ist, im Jahresheft VMS INFO, das im April 2020 hier veröffentlicht wird.

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Sieger im Nikolaus-Quiz  bei der Jahresabschlussfeier des Vereins Münchner Sportjour-nalisten (VMS) in der Trattoria Da Fausto wurde unter 32 Teilnehmern Martin van de Flierdt (r., Sport1). Neben dem Quizkönig (von rechts): 5. Jonas Nohe (Sport1) 12 Punkte, VMS-Vorsitzender Thomas Walz (Sport1), 4. Fritz Häring (Bay-erischer Rundfunk) 12 Punkte, 2. Oliver Forster (Sport1/DAZN) 13 Punkte, Quizmaster Hans Eiberle, VMS-Vorsitzender a.D., 3. Martin Volkmar (spox.com) 13 Punkte.                                  FOTO: ROBERT GONGOLL

Die Besserwisser des VMS

(11. Dezember 2019) – Wer hat das Elfmeterschießen erfunden? Martin van de Flierdt wusste, dass es weder Helmut Forst aus Post Heng in der Oberpfalz war noch der Fran-zose Rapaël Forst aus Saint-Germain-en-Laye, sondern Karl Wald aus dem oberbayeri-schen Penzberg. Und auch, dass seit ihrer Gründung 1963 56 Vereine in der Fußball-Bundesliga spielten und spielen. Van de Flierdt (Sport1) beantwortete 14 von 20 Fragen richtig und gewann das zum 15. Mal vom ehemaligen VMS-Vorsitzenden Hans Eiberle für die Nikolausfeier ausgetüftelte Quiz vor Oliver Forster (Sport1/DAZN). Der kannte zwar ebenfalls Karl Wald und die Anzahl der Bundesligavereine, wusste aber nicht, dass Olym-piasieger erst ab den Spielen 1904 in St. Louis mit Goldmedaillen ausgezeichnet wurden.

Der VMS-Vorsitzende Thomas Walz begrüßte 40 Kolleginnen, Kollegen und Gäste in der Tratteria Da Fausto. Darunter als Ältesten Horst Huber (84), als Jüngsten Jonas Nohe (30), Gerhard Waldherr, der aus Berlin angereist war, und Elisabeth Schlammerl, Vizepräsiden-tin des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS).

  Walz erinnerte an die in diesem Jahr verstorbenen Wolfgang Weingärtner, einen ehema-ligen SZ-Redakteur, und an Jan-Eberhard Vaubel, den früheren stellvertretenden VMS-Vorsitzenden.

  Obwohl Thomas Walz in seiner Rede Mitgliederzahl (239 männlich, 51 weiblich = 390) genannt hatte, kreuzten das viele Quizteilnehmer falsch an. Auch dass Walz erst der vierte Vorsitzende seit der Gründung im Jahr 1950 ist (Vorgänger: Paul Schweder, Helmut Steg-mann, Hans Eiberle), wussten nicht viele der Quizler.

  Die VMS-Nikoläusinnen und -Nikoläuse lobten das Vier-Gänge-Menü (Artischoken, Avo-cados und Feldsalat auf Parmesanstreifen, Duetto di Pasta, Goldbrassenfilet oder Osso-buco und Dolce misto) und den süffigen Primitivo Merlot.

  Quiz: 1. Martin van de Flierdt (Sport1) 14 richtige Antworten, 2. Oliver Forster (Sport1/

DAZN), 3. Martin Volkmar (spox.com/Perform Germany), beide 13, 4. Fritz Haering (BR), 5. Jonas Nohe (Sport1), 6. Karl-Wilhelm-Götte (Freier Journalist), 7. Elisabeth Schlammerl (Freie Journalistin), alle 12. 8. Werner Rabe (BR-Sportchef a.D.), 9. Christian Settele (Trostberger Tagblatt), 10. Silvia Bosch (Gast), alle 11 Punkte.

  Preise: Abos gestiftet von DAZN, Eurosport und Sport1, Bücher gestiftet von Wolfgang Uhrig.

Ralf Köttker verlässt den Deutschen Fußball-Bund

(21. November 2019) - Laut einer Pressemitteilung des DFB verlässt Ralf Köttker (49) nach mehr als zehn Jahren an der Spitze des Kommunikationsbereichs als Gschäftsführender

Direktor Öffentlichkeit und Fans sowie Stellvertretender Generalsekretär den Deutschen Fußball-Bund, um sich neuen beruflichen Aufgaben zuwenden. Der DFB und Köttker ver-tändigten sich auf eine einvernehmliche Aufhebung des Vertrages und vereinbarten, auch in Zukunft in verschiedenen Projekten zusammenzuarbeiten.
  Der langjährige WELT-Journalist Köttker kam 2009 als Geschäftsführer der neu gegrün-eten DFB Online GmbH zum Verband. In dieser Rolle baute er die Online-Kommunikation des DFB redaktionell und konzeptionell auf, richtete die Mediendirektion strategisch neu auf die digitalen Formate aus und initiierte die Entwicklung der diversen Social-Media-Platt-

formen, unter anderem für die Nationalmannschaften, den DFB-Pokal und die U-Teams. In seiner Verantwortung wurden zahlreiche App-Formate entwickelt, DFB-TV ausgebaut und mit FUSSBALL.DE die größte Amateurfußball-Plattform in redaktioneller Eigenregie be-rieben.

  Zu seinem Verantwortungsbereich gehörte die kommunikative Begleitung aller National-

mannschaften, die Medienorganisation aller DFB-Events und Wettbewerbe, die PR für sämtliche Fachbereiche sowie die redaktionelle Verantwortung für die Verbandspublika-

tionen. Unter ihm wurden vielfach ausgezeichnete Maßnahmen wie die bundesweite „Ehrenrunde“ des WM-Pokals oder die preisgekrönte Kampagne „Unsere Amateure. Echte Profis“ umgesetzt. 2016 wurde Köttker neben seiner Funktion als Direktor auch Stellver-

tretender Generalsekretär. Seit 2018 verantwortete er außerdem im Bereich CSR die viel-

fältigen Nachhaltigkeitsthemen des Verbandes und das Aufgabenfeld Fanbelange.

   DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sagt: „Im Namen des DFB, aber auch ganz persönlich möchte ich mich für die herausragende Arbeit von Ralf Köttker in den vergan-

genen zehn Jahren bedanken. Er hat in dieser Zeit mit hoher fachlicher Kompetenz, Inno-

vationsdenken und extrem hohem persönlichen Einsatz sehr viel für den DFB und den Fußball bewegt. Über das intensive Tagesgeschäft der vergangenen Jahre hinaus hat er seinen großen Verantwortungsbereich für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Wir schätzen ihn nicht nur fachlich, sondern auch wegen seiner kollegialen Art und freuen uns, dass wir auch in Zukunft weiter zusammenarbeiten.“

Ralf Köttker: „Nach zehn Jahren in verantwortlichen Funktionen ist ein Zeitpunkt gekom-

men, neue berufliche Herausforderungen zu suchen. Es waren intensive, spannende, auf

regende und fordernde Zeiten. Vom WM-Sieg in Brasilien bis zum Vorrunden-Aus in Russ-

land, von den Vorgängen um die WM 2006 bis zum erfolgreichen Bürgerentscheid für den Neubau in Frankfurt waren alle Facetten der Medienarbeit gefordert. Ich gehe in dem guten Gefühl, dass die Kommunikation des DFB nicht nur im digitalen Bereich für die Zukunft stark aufgestellt ist und sich der Verband jetzt auch medial wieder in einem ruhigeren Fahr-

wasser bewegt. Die Arbeit mit Journalisten, Kollegen, meinem tollen Team war für mich immer etwas Besonderes, und ich freue mich, dass ich weiterhin mit dem DFB verbunden bleibe.“

Der VDS braucht Geld

Verband fordert höhere Lizenzgebühr für Frankfurter Presseball

(25. Oktober 2019) - Es ging wieder einmal ums Geld: „Die Aufgaben haben sich, vor allem in den zurückliegenden zehn Jahren, enorm geändert, sagte Präsident Erich Laaser bei der Herbsttagung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) in Frankfurt, mit der man diesmal zu Gast in den Räumen des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) war. 

  Laaser, der schon beim VDS-Wahlkongress im Frühjahr seine letzte Amtsperiode ange-kündigt hatte und 2021 nicht mehr antreten wird („da bin ich 70“), sagte dies auch vor dem Hintergrund, dass der oder die Nachfolger/in, die/der idealerweise im Berufsleben stehen sollte, die neuen Aufgaben und Herausforderungen nur mittels eine Aufwandsentschädi-

gung leisten könne. Auch wenn es vergleichbar geringfügige Ausgaben sind, die sonst für ein Ehrenamt gezahlt werden, das Geld kann man sich nicht einfach aus dem Fleisch schneiden.

   Schon derzeit liegt man aufgrund wegfallender Sponsoren, auch wenn man um diese saubere Unabhängigkeit froh ist, laut Schatzmeister Christoph Schuhmann mit einem fünf-stelligen Betrag unter dem Soll, weshalb man um eine Beitragserhöhung nicht umhinkom-men werde, sollten sich nicht andere – zumindest ausgleichende Quellen – auftun.

  Und die gibt es, nimmt man die gesamten Regionalverbände als Solidargemeinschaft. Denn von dem jährlich im Spätherbst vom Verein Frankfurter Sportjournalisten (VFS) ver-anstalteten Presseball, der seit 1999 als deutscher Sportpresseball unter dem VDS-Logo firmiert, werden Gewinne erwirtschaftet, die eben dieser Solidargemeinschaft guttun wür-den. Selbstverständlich steckt der VFS nicht alles in seine eigene Tasche, und bisher trat er immer, seit der Umbennenung auch vertraglich fixiert, einen Teil der Einnahmen an den VDS ab.

  Doch nun ist er nicht bereit, die Erhöhung zu akzeptieren, die der VDS angesichts der geäderten Aufgabenstellung, der wegfallenden Sponsoren und vielem mehr einfordert. Schließlich sei der Betrag, den die Agentur, die das Ganze stemme, um fast ein Viertel gesunken, so einer der Einwände. Bei allem Verständnis für die Erfinder des Sportpresseballs in Frankfurt seitens der verschiedenen Vertreter der Regionalvereine, die in Frankfurt auch sehr konstruktive Vorschläge einbrachten: zu einem Kompromiss waren die Verantwortlichen vom VFS bei der Herbsttagung nicht bereit – noch nicht.

                                                                                                        Margit Conrad                   

"Schon wieder diese Blonde“: Den Original-Abzug eines Fotos für den „Sunday Mirror“ und den dazugehörigen Artikel hortet Elisabeth Zeitler in ihrem Album.               Repro: Willfurth

Im rosa Kostüm zweimal London und zurück

Als Sissi Zeitler das Covergirl des Sunday Mirror war

(9. September 2019) – Mittwoch, 19. Mai 1965. 1860 spielt im Londoner Wembleystadion gegen Westham United im Finale des Europacups der Pokalsieger. Am Spielfeldrand sitzt eine blonde junge Frau im rosafarbenen Kostüm, in der Hand eine Kamera, Marke Rollei-flex. Ein ungewohnter Anblick, Fußball war damals eine Männerdomäne, erst recht in Eng-

land, und die Sportfotografie nicht minde-

  Den Kollegen des Boulevardblatte „Sunday Mirror“ war die Blonde auch aufgefallen. Die Journalisten witterten eine interessante Geschichte. Zu spät, die Fotografin war frühmor-gens mit der Mannschaft heim nach München geflogen, wo sich die Sechziger trotz der 0:2-Niederlage im Löwenbräukeller am Stiglmaier Platz feiern ließen.

  Elisabeth (Sissi Zeitler) war nicht dabei. Sie saß schon wieder im Flugzeug, zurück nach London, auf Einladung des "Sunday Mirror“. Das Blatt hatte beim beim Münchner Merkur anrufen lassen, für den Josef Zeitler in London fotografierte, gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth (Sissi). Sie war die Blonde aus dem Wembleystadion.  Weiter

Plattform für journalistische Talente

Auch Martin Machowecz profitiert vom Stegmann-Preis des VMS 

(2. September 2019 ) - Martin Machowecz (31), Redakteur im Leipziger Büro der ZEIT, diskutierte am Sonntag (1. September 2019) bei Anne Will über die Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Der in Meißen (Sachsen) geborene Machowecz studierte Politik und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München.

  Machowecz ist einer jener Journalisten, denen der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) mit seinem Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für regionale und lokale Sportberichterstattung eine Plattform bietet auf der sie sich in jungen Jahren präsentieren können. Machowecz gewann 2011 mit einem Porträt der Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katharina Witt („Miss Olympia“), die als Vorsitzende eines 23-köpfigen Kuratoriums mit namhaften Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur die Bewerbung Mün-chens um die Olympischen Winterspiele 2018 anführte. Der Autor schrieb damals an den VMS: „Von Leipzig aus nochmals herzlichen Dank für die Verleihung des Stegmannpreises, besonders aber auch für den schönen Nachmittag in München. Wunderbar, dass der VMS diesen Preis ausschreibt, über den ich mich sehr freue.“

  Die Platzierten waren damals Sebastian Winter, mit einem Porträt des Wasserspringers Albin Killat („Jenseits des Hasenbergls“), und Philipp Schneider über die Wohngemein-schaft der 1860-Fußballspieler Kevin Volland und Markus Ziereis (Freunde). Winter und Schneider sind Redakteure im Sportressort der Süddeutschen Zeitung.

  Auch andere ehemalige Stegmann-Preisträger etablierten sich im Journalismus. Marc Widmann, 2002 der erste Sieger beim Stegmann-Wettbewerb mit einer Reportage von der Trabrennbahn in Daglfing („Auf der Stufe des Pferdeflüsterers“), ist Leiter der Hamburger Redaktion der „ZEIT“.

  2006 siegte Christina Warta mit einer Reportage über zwei Sechzigerfans („Orgie in Weiß und Blau“), und 2007 gleich noch mit einer Zustandsbeschreibung des einst als Europa-pokalsieger im Handball erfolgreichen TSV Milbertshofen („Alltag in der Hölle Süd"). Sie ist Pressesprecherin für Sport im Referat für Bildung und Gesundheit der Landeshauptstadt München.

  2007 belegte Daniel Pontzen den 2. Platz mit einem Text über den Fußballspieler Philipp Lahm („Eine schrecklich normale Familie“). Pontzen (39) ist Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio, zuständig u.a. für CDU/CSU, Linke, Außen- und Europapolitik, Bildung. Er promovierte im Fach Politische Wissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität in Frei-burg.

  2012 gewann den 1. Preis Andreas Glas; der als Sechzigerfan verkleidet mit Bayernfans per Bahn nach Freiburg fuhr ("Seitenwechsel). Glas (34) ist Korrespondent der Süddeutschen Zeitung für Nordbayern mit Sitz in Regensburg.

                                                                                                                    H.E.

Stegmann-Preis 2011 (v.l.): Martin Machowecz (1.), Sebastian Winter (2.) und Philipp Schneider (3.). FOTO: MARIA MÜHLBERGER

Reporterglück - Reporterpech

VMS-Stipendiat Johannes Holbein berichtet über seine Ausbildung

(21. August 2019) – Johannes Holbein (25) ist der zehnte Stipendiat des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Er wird vom VMS ein Jahr lang bis März 2020 finanziell unterstützt.Holbein besuchte das Albeck-Gym-nasium in Sulz am Neckar (2004-2009) und das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt (2009-2012), wo er das Abitur mit Note 1,7 bestand. Er ist Schüler der Maste-rklasse der Deutschen Journalistenschule (DJS) in Mün-chen. Vorher studierte am Karlsruher Institut für Techno-logie (2012-2013) und erwarb den Bachelor in Politik-wissenschaften und Geschichte (Note 1,3). Holbein spielt Geige und Fußball, er besitzt den C-Trainerschein.

  Die Print-Ausbildung hat Holbein abgeschlossen, die Radio-Kurse haben angefangen. „Ich habe gelernt, Kommentare und Nachrichten zu schreiben, Interviews zu führen und gründ-lich zu recherchieren“. Er schrieb eine Reportage über eine Autistin und übte sich in der aktuellen Berichterstattung aus dem Fußballstadion. Vor ihm saß Miroslav Klose, Holbein nennt es „Reporterglück“. Weniger Glück hatte er mit dem Torschützen – es war der Fal-sche. Tätigkeitsbericht

Zwölf neue Mitglieder 2019

(21. Juni 2019) – Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) hat seit Jahresbeginn 2019 zwölf Kolleginnen und Kollegen als Mitglieder aufgenommen. Herzlich willkommen! Neuer Mitgliederstand: 390.

 

Anello, Gabriele (1989), DAZN

Chorus, Celine (2000), Studentin Macromedia, frei bei goal.com

Forster, Oliver (1968), LIGA total!/Sport 1

Gongoll, Robert (1976, Fotograf Bild

Haack, Robin (1993), Volontär DAZN, goal.com

Loza, Anuscha (1989), Sport1

Plettenberg, Florian (1988), Chefreporter digital Sport1

Schlüter, Laura (1981) Head of Social Media Sport 1

Schmid, Patrick, freier Reporter BR

Seepe, Nico (1992) Kommentator Sport1, DAZN, ZDF

Thielking, Alina (1990) DAZN

Wichert, Margarete (1982), Getty Images

Schmackhafter Bezug:  Münchner Brezen und Weißbier von der Kuchlbauer-Brauerei aus Abensberg, das Label zeigt den Kuchlbauer-Turm, der ein Architekturprojekt nach Frie-densreich Hundertwasser ist. (v.l.): Die stellvertretende VMS-Vorsitzende Margit Conrad, SMA-Generalsekretär Joe Langer, SMA-Präsident Hans-Peter Trost und VMS-Vorsitzender Thomas Walz.                                                        FOTO: CHRISTIAN ALEXANDER HOCH

Generalversammlung nur halb so lang wie Marathon

Führungsspitze des VMS zu Gast bei Österreichs Sportjournalisten

(29. April 2019) – Eine Stadtbesichtigung auf auto-freien Straßen – das gibt’s nur einmal jährlich in Wien, immer dann, wenn sich Zigtausende beim Vienna-City-Marathon (VCM) auf die Strecke ma-chen. So geschehen in 2019 am Sonntag, 7. April: Bei der 36. Auflage des VCM hatte die stellvertre-tende VMS-Vorsitzende Margit Conrad die einmali-ge Gelegenheit, in einem der Begleitfahrzeuge – ein nigelnagelneuer BMW X5 – aus etwas anderer Sicht diesen Laufwettbewerb zu verfolgen. Weiter

Internationale Auszeichnung für Stefan Matzke

Der Münchner Fotograf gewinnt den 1. Preis mit "Wipeout"

(26. April 2019) – Dem Münchner Fotografen Stefan Matzke (55) ist ein großer internationaler Erfolg gelungen. Mit seinem Foto „Wipe-out“, das Sebastian Steudtner (Nürnberg) vor einer riesigen Welle zeigt, gewann er beim Istanbul Photo Awards in der Kategorie „Single Sports“.

  Ausgeschrieben hatte den Wettbewerbs die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Alle ausgezeichneten Fotos auf der Website der Istanbul Photo Awards 2019: http://istanbulphotoawards.com/winner/index/#

  Sein spektakuläres Bild ist Stefan Matzke in Nazare (Portugal) nördlich von Lissabon ge-lungen, „an der unter Surfern berühmten Bucht Praia do Norte“. Dort werden, so Matzke, „die größten Wellen der Welt geritten“, und nicht in Hawaii. „Nur wenige wagemutige Big-wavesurfer stellen sich diesen Wellen, wie Sebastian Steudtner, der schon zweimal mit dem XXL Big Wave Awards ausgegezeichnet wurde - übrigens als erster Europäer. Auf dem Foto ,steigt' (auf neudeutsch wipeout ) er mit einem wagemutigen Überkopfsprung aus der sich brechenden Welle.

  Selber surft Matzke nicht. Er und seine Partnerin Christina Pahnke seien lediglich "faszinierende Beobachter". Er empfieht, im Netz https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=nazare aufzurufen, mit Videos von Monsterwellen und ihren Bezwingern.

  Stefan Matzke ist Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) und einer der fünf Fotografensprecher des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS). Er betreibt seit 1998, zusammen mit Christina Pahnke, die Agentur sampics.

  Der VMS ist stolz auf sein erfolgreiches Mitglied und gratuliert herzlich.

VMS INFO 2019 als Pdf.-Datei

VMS INFO 2019

das Jahresheft des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), ist erschienen. Sie finden es als Pdf-Datei auf der linken Spalte.

  Der Text „Reine Kopfsache“, mit dem SZ-Redakteur Benedikt Warmbrunn beim Großen Preis der VDS-Berufswettbewerbe mit dem 3. Preis ausgezeichnet wurde, steht auf den Seiten 12-14. Berichte über die beiden Fördereinrichtungen des VMS, Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für regionale und lokale Sportberichterstattung sowie das Jahres-stipendium, finden Sie den Seiten 27-38, die fünf besten Texte auf den Seiten 39-50. Das Editorial schrieb Diethelm Straube, Geschäftsführer des VMS. Martin Volkmar, Beisitzer im VMS-Vorstand und Sprecher des Arbeitskreises Online im Verband Deutscher Sportjour-nalisten (VDS), führte ein Interview mit Gunnar Jans, dem ehemaligen Sportchef der AZ, jetzt bei muenchen.de. („Ein Digitaler, der noch Zeitung liest“). Das steht auf den Seiten 18-21. Gerhard Waldherr, mehrfacher Gewinner des Großen VDS-Preises, schrieb über sein distanziertes Verhältnis zum Sportjournalismus (Seiten 23-26). Margit Conrad berichtet von Jahresversammlungen VDS und VMS. Außerdem: Protokoll der Jahreshauptversamm-lung des VMS, Geburtstage, Ehrungen und Satzung.

  VMS INFO gibt es seit 2002, jeweils nach den Jahreshauptversammlungen des VMS und des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), über die es informiert.

E-Sport als neue Form, die Jugend an die Vereine zu binden, oder auch als ultimatives Fernsehsporterlebnis für die ganze Familie neu zu entdecken: Das zeigten Sport1-Chefre-dakteur Dirc Seemann sowie Florian Merz (Redakteur eSports1) im Gespräch mit dem VMS-Vorsitzenden Thomas Walz (v.l.) auf.                                   FOTO: MARTIN HANGEN

Informationen über "E-Sport"

Zwei Referate bei der Jahreshauptversammlung des VMS

(20. März 2019) - Die Sportberichterstattung im Netz, das Standing der Onliner, die weitaus mit anderen – ungleich höheren Reichweiten an Usern aufwarten können – als oftmals eine klassische Berichterstattung im Printmedium, etwa einer Tageszeitung, war eines der be-

herrschenden Themen bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Münchner Sportjour-

nalisten am Sonntag, dem 17. März, im FCB-Presseraum der Allianz-Arena. Weiter

Sitzend, v.l.: Johannes Knuth (3.), Christopher Meltzer (2.), Benedikt Warmbrunn (1.). Stehend, v.l.: Hans Eiberle (Vorsitzender Jury), Johannes Holbein (Stipendiat), Thomas Walz (1. Vorsitzender VMS), Bürgermeisterin Christine Strobl, Christian Eichler (Jury), Wolfgang Uhrig (Jury).                                                                      FOTO: MARTIN HANGEN

Benedikt Warmbrunn gewinnt Stegmann-Preis

Christopher Meltzer Zweiter, Johannes Knuth auf Platz drei

(14. März 2019) – Zum 18. Mal ehrte der Verein Münchner Sportjornalisten (VMS) die Ge-winner beim Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für lokale und regionale Sportbe-richterstattung. Bürgermeisterin Christine Strobl und Thomas Walz, der 1. Vorsitzende des VMS, sowie Jury-Vorsitzender Hans Eiberle übergaben im Ratskeller die Urkunden. Der Förderpreis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert.

  Walz sagte, kritischer Journalismus und die Ausbildung dafür sei wichtiger denn je, „das zeigen auch Fake-News Vorwürfe von Politikern oder die legendäre PK des FC Bayern vom Oktober letzten Jahres. Hier muss eingeordnet und bewertet werden.“

  Thomas Walz bedankte sich bei der Bürgermeisterin als Gastgeberin. Er begrüßte die Stadtschulrätin Beatrix Zurek, Leiterin des Referats für Bildung und Sport, Jürgen Sonneck, den kommissarischen Leiter des Sportamts, Sven Szalewa, stellv. Leiter der Deutschen Journalistenschule (DJS), und Hans Stegmann, Förderer des seinem Bruder Helmut ge-widmeten Wettbewerbs.

  Sieger ist Benedikt Warmbrunn (31) Redakteur der Süddeutschen Zeitung, mit seinem Text über Mike Tyson („Was vom Bösen bleibt), der auf seiner Europatournee auch in München aus seinem Leben erzählte. Warmbrunn gewann zum vierten Mal und war zum siebten Mal unter den besten drei Teilnehmern. Er war 2010 der erste Stipendiat des VMS.

  Den zweiten Platz belegte Christopher Meltzer (25), Volontär beim Münchner Merkur, der Christl Estermann porträtierte, die ehemalige Wirtin des „Löwenstüberl“ auf dem Trainings-gelände des TSV München von 1860 („Die Löwen-Mama“).

  Dritter wurde Johannes Knuth (32), Redakteur der Süddeutschen Zeitung, der über den Sieg von Thomas Dreßen auf der Kitzbüheler Streif schrieb („Bist du deppert!“)

  Jury-Mitglied Ronald Reng, Sportjournalist und Bestsellerautor (Die Robert-Enke-Biografie „Ein allzu kurzes Leben“) urteilt: „Die tiefgehende Recherche von Warmbrunn zeigt, dass er über die wichtigste Fähigkeit eines Journalisten verfügt: Ihn interessiert das wirklich, in aller Tiefe, worüber er schreibt. Er will den Dingen auf den Grund gehen, Personen tatsächlich verstehen. So wartet er auch noch um elf Uhr nachts nach der Show mit Tyson am Ausgang, um zu sehen, wie dessen Abgang vonstatten geht.“

  Das Jahresstipendium des VMS erhielt Christoper Holbein (24). Er besucht die Master-klasse der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Holbein erhält ein Jahr lang monatlich 250 Euro.

  Bürgermeisterin Christine Strobl bemängelte, dass sich nur eine Journalistin beworben habe, da bestehe Handlungsbedarf. Sie erwähnte die von der Stadt München erwogene Bewerbung um die Ausrichtung der European Championships, die Europameisterschaften von mehreren Sportverbänden; bei der Premiere waren es sieben. Das hänge auch davon ob, ob sich der Freistaat an den Kosten von 130 Millionen beteilige. Bisher gebe es aus der Staatskanzlei nur vage Antworten, aber keine Zahlen. Strobl mahnte, der Sport müsse über seine Ansprüche nachdenken. Oder gehe die Entwicklung hin zu Olympischen Winter-

spielen in Dubai?

  Acht Tage später kam, im letzten Augenblick, die Zusage vom für Sport zuständigen In-

nenmisterium (Horst Seehofer). Bund, Land und Kommunen beteiligen sich mit je einem Drittel an den Kosten.

  Unter den Gästen: Armin Gibis, Ressortleiter Sport Münchner Merkur; Claudio Catuogno, stellv. Ressortleiter Sport Süddeutsche Zeitung; Christian Eichler, Wolfgang Uhrig (beide Jury), Diethelm Straube, VMS-Geschäftsführer, Martin Volkmar, Beisitzer im VMS-Vorstand und Online-Kümmerer sowie Martin Hangen, Beisitzer im VMS-Vorstand, der die Veran-staltung fotografierte. Zu den prämierten Texten

Herzlichen Glückwunsch Alexander Hassenstein

VMS-Mitglied gewinnt den Sven-Simon-Preis: Sportfoto des Jahres

  Das Foto zeigt einen Springer bei der nordischen Kombination der Olympischen Winter-spiele in Pyeongchang.

 

https://www.welt.de/sport/article188150143/Sven-Simon-Preis-Das-ist-das-Sportfoto-des-Jahres-2018.html

 

  Alexander Hassenstein schreibt auf Facebook: "Seit fast 30 Jahren bin ich als Sportfoto-graf unterwegs und begleite fast täglich den Sport mit meiner Fotografie. Ein tägliches Leben mit gewinnen wollen und verlieren können.

  Heute durfte ich meinen größten beruflichen Erfolg entgegennehmen: Ich habe die große Ehre, den ersten Preis des Sven Simon Sportfotografie Wettbewerb gewonnen zu haben. Jetzt weiß ich, welches unendlich große Glück Sportler fühlen, einen ganz großen Sieg errungen zu haben.

  Ich gratuliere meinen großen Freunden, Kollegen und Gewinnern Sascha Fromm und Lars Baron – es ist mir eine Ehre mit Euch zu arbeiten und zu fotografieren. Eure Bilder sind gigantisch, wir stehen nicht im Wettbewerb, ich hoffe wir alle machen es. Und wir werden die Welt weiterhin mit unserer Fotografie faszinieren.

  Danke an WeltSport für diesen einzigartigen Wettbewerb, für die Jurymitglieder und groß-artigen Sportler Heiner Brand, Birgit Fischer, Maria Hoefl-Riesch, Stefan Blöcher, Franz Beckenbauer, Dirk Nowitzki, Martin Kaymer, Nico Rosberg, Franziska van Almsick, Bern-hard Langer, Rosi Mittermaier, Katarina Witt, Axel S. Springer und alle weltweiten Teilneh-mer am Onlinevoting."

  Auf Platz eins setzten das Foto von Alexander Hassenstein: Heiner Brand (Handball), Stefan Blöcher (Hockey), Dirk Nowitzki (Basketball) und Bernhard Langer (Golf).

Deutscher Fernsehpreis für VMS-Mitglied Rösner

(2. Februar 2019) - Am Donnerstagabend (1.2.2019) wurde in Düssel-dorf zum 20. Mal der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Deut-sche Fernsehpreis verliehen. Eine 14-köpfige Jury unter dem Vorsitz des ehemaligen UFA-Chefs Wolf Bauer hat in 23 Kategorien die Preis-träger in den Programmbereichen Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport ermittelt.

  Als beste Sportsendung wurde die American-Football-Berichterstat-

tung unter dem Label „ranNFL“ von ProSieben/ProSieben MAXX ausgezeichnet, für die Alexander Rösner (Foto), Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), als Director Sports verantwortlich ist. Zum ausgezeichneten Team des Privatsenders gehören noch Patrick Esume, Christoph Dommisch und Jan Stecker als Moderatoren. Das Quartett war stellvertretend für „ranNFL“ nominiert worden.

https://www.deutscher-fernsehpreis.de/

Nur wenige Sportjournalisten berichten über Doping

Workshop an der TU München mit Prof. Michael Schaffrath

(18. Dezember 2018) - „Doping in Deutschland“ – unter diesem Titel haben der Arbeits-bereich für Medien und Kommunikation und der Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie gemein-sam mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und dem VMS einen Workshop für rund 30 Journalistinnen und Journalisten an der Technische Universität München (TUM) veranstaltet. In vier Vorträgen und einer Podikumsdiskussion wurden am TUM Campus im Olympiapark Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen aufgezeigt.

„Die Veranstaltung war aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Die Sportjournalistinnen und Sportjournalisten haben für die Berichterstattung zum heiklen und wichtigen Themenfeld neue Perspektiven und Anstöße erhalten und die Veranstaltung sehr positiv evaluiert“, bilanzierte Prof. Dr. Michael Schaffrath. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerteten den Workshop im Durchschnitt mit der Note 1,2. „Ich denke, wir können durchaus zufrieden sein. Die  konkreten, inhaltlichen Wünsche nach einer Fortsetzung liegen auch vor. Also muss es weiter gehen!“, sagte VDS-Präsident Erich Laaser.

Weiter

Münchner Sportgespräch (v.r.): Hermann Brem, Vorsitzender des Sportkreises München im Bayerischen Landsportverband (BLSV), Christian Hanf, Präsident des TSV Milbertshofen, Vorsitzender des Münchner Sportbeirats, Thomas Walz, Vorsitzender des Vereins Münch-ner Sportjournalisten (VMS).

Gerd-Müller-Buch: Hommage mit Fragezeichen

Besprechung von Hans Woller: Kann es auch anders gewesen sein?

(12. Oktober 2015) - "Das Buch ist eine journalistische Hommage an Gerd Müller und den FC Bayern München", schreibt Hans Woller. "Dass der ,Bomber der Nation' zu sei-

nem 70. Geburtstag eine solche hymnische Würdigung verdient, steht außer Frage, zu-

mal in diesen schweren Zeiten für ihn und seine Familie". Er bezweifelt allerdings, dass die Autoren Udo Muras und Patrick Strasser mit ihrem Buch ganz zufrieden sind. Ihre Erklärung, dass sie "aus Rücksicht und Respekt gegenüber Gerd Müller und seinen An-

gehörigen darauf verzichtet" haben, "bestimmte persönliche Informationen zu veröffent-

lichen", wirke, so Woller, "wie ein irritierendes Ausrufezeichen, das sich... am Ende zu ei-

nem großen Fragezeichen verwandelt: Kann es auch anders gewesen sein?

Besprechung

 

Dr. Hans Woller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München und Jahrzehnte langer Beobachter des Fußballs.

Als Sepp Blatter beim VMS die Zeit maß

1973 beim Sportpressefest in der Münchner Olympiahalle

Willi Daume mit Startpistole, Sepp Blatter am Mikrofon, Mitveranstalter Peter Bizer, und in den Kettcars Eberhard Gienger (l.) und Hans Joachim Stuck.

(5. Juni 2015) – VMS-Mitglied Peter Bizer kramte in seinem Archiv („natürlich nicht ganz zufällig“) und fand dabei ein über 40 Jahre altes Foto, von dem er vermutet, „dass es für die Schmunzelecke der VMS-Seite taugen könnte“. Damit sei „den vielen Schlagzeilen und Kommentaren zum Thema FIFA noch eine kleine Fußnote hinzugefügt“.

  Josef („Sepp“) Blatter hat auch in der Chronik des Vereins Münchner Sportjournalisten eine Spur hinterlassen. Am 15. Dezember 1973 assistierte er Willi Daume, dem damali-

gen NOK-Chef und IOC-Vizepräsidenten, beim Münchner Sportpressefest, als dieser in der neuen Olympiahalle die beiden Sport-Asse Eberhard Gienger (l.) und Hans Joachim Stuck ins Rennen schickte. Mit dem „Super-Zehnkampf“ war im Jahr Eins nach den Olympischen Spielen die Tradition der Münchner Sportpressefeste wieder aufgenommen worden. Der spätere FIFA-Boss sorgte im eleganten Jacket in Diensten von Longines für die Zeitmessung bei den mehr oder weniger spaßigen Wettbewerben.

  Sieger des Abends wurde vor ausverkauftem Haus der Gewichtheber Rolf Milser, vor Franz Beckenbauer, der den 50-m-Lauf sowie den Hochsprung mit 1,65 m gewann, aber beim abschließenden Holzsägen einen Ast erwischte und seine Führung einbüßte.

  Organisatoren des Abends waren, im Auftrag des VMS und seines Präsidenten Helmut Stegmann, die Kollegen Peter Bizer (im Bild rechts) und der im März 2015 verstorbene Uli Kaiser.                                                                                               

Kontakte/Links

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

Münchener Straße 101 (24.5 Süd/ EG)

85737 Ismaning

T 0170 2268029 

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

Besucher seit 19. Juni 2013

Aktuelles

VMS INFO 2020_Final3.pdf
PDF-Dokument [22.6 MB]

Gedenktage

Geburtstage

Dieter Schön 80               

"Eigentlich bin ich ziemlich fit...!"

Gerhard Waldherr 60         Boris Becker, Muhammad Ali und Frau Hirschkuss

Jürgen Hasenkopf 70               

Immer (noch) im Bilde

Ansichtssache

Selbstbedienungsladen

Neue Bücher                           

Die erste Reise: Weil sie den Blick auf die Welt, das Leben und auf einen selbst verändert – wie die erste Liebe

  • Gebundene Ausgabe : 320 Seiten

  • Preis: Euro 19,50

  • ISBN: 978-3963480133

  • Herausgeber: Gerhard Waldherr

(2. Oktober 2020) – Seine erste Reise führte Gerhard Waldherr ins Land der Träume. Dort lag Gaißach, seine Heimatstadt. Sie lag am Meer. Darüber schrieb er einen Schulaufsatz. Der Autor war elf Jahre alt, verreist war er noch nie. Später hat sich Wald-herr seinen Traum erfüllt und ist als Reporter für Zeiungen und Magazine viel und weit durch die Welt gereist.

  Corona dämpft die Reiselust. Es ist die Zeit der Nostalgie. Irgend-wann stand Waldherr vor seinem Bücherregal, wo ihm Elias Canet-tis Erzählband „Die Stimmen von Mar-rakech“ in die Hände fiel. Das Buch war Inspiration für sei-ne erste Reise nach Marrakech. Das war 1978, er war 17.

  So entstand die Idee für das Buch „Die erste Reise“, Untertitel: „Weil sie den Blick auf die Welt, das Leben und auf einen selbst ver-ändert – wie die erste Liebe.“                                   .  Weiter

Der „Doppelpass“ als Lese-Spaß

Besprechung von Wolfgang Uhrig

Mehr als ein Spiel“

100 Seiten, 7.00 Euro.

Aus der Serie „Fußball-Gold“ von

Oliver Wurm (Herausgeber, Chefredakteur),

Udo Muras, Broder-Jürgen Trede (Red.),

Hein-Hoyer-Straße 36, 20359 Hamburg

                      FOTO: SEBASTIAN WELLS

Ronny Blaschke, Jahrgang 1981, beschäftigt sich als Journalist und Autor mit politi-schen Themen im Sport, u. a. für Deutschland-

funk, SZ und Deutsche Welle. Die Recherchen für seine Bücher lässt er in politische Bildung ein- fließen, in Vorträge, Moderationen und und Konferenzen. Zudem entwickelt er unterschiedliche Informationsreihen.

Blaschke wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

                     "Machtspiele"

Diktatoren bringen Spieler auf Linie und nutzen Stadien als Militärbasen. Ob einst in Jugoslawien, in der Ukraine und zuneh-mend in der arabischen Welt: Ultras kämpfen in Revolutionen an vorderster Front und ziehen sogar in den Krieg. Vereinsinvestoren aus China, Russland und den Golfstaaten sichern ihren Regie-rungen Einfluss in Europa. 

„Machtspieler“ verdichtet Recherchen in 15 Ländern und blickt durch das Vergrö-ßerungsglas Fußball auf Geschichte, Kul-tur und Religion.

Die Einleitung des Buches finden Sie auf meiner Homepage https://ronnyblaschke.de/machtspieler-fussball-in-propaganda-krieg-und-revolution/?mc_cid=fbf2aff28b&mc_eid=e09f0ee157#Einleitung

 

Wer das ganze Buch lesen möchte, kann es hier bestellen:

https://www.werkstatt-verlag.de/isbn/9783730704950?mc_cid=fbf2aff28b&mc_eid=e09f0ee157

 

256 Seiten, Format 13,5 × 21,5 cm, Paperback, ISBN 9783730704950,

1. Auflage 2020. Preis € 19,90, E-Book 14,99.

Erschienen am 2. September 2019

22,00 (D), € 22,70 (A)

Erscheint am 02.09.2019 im Piper Verlag

448 Seiten, Hardcover mit Schutzum-schlag

EAN 978-3-492-05953-4

MIRO

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

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