Verein Münchner Sportjournalisten
Verein Münchner Sportjournalisten

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Der Verein Münchner Sportjournalisten, mit 376 Mitgliedern (Stand 12.08.17) der zweitgrößte der 20 Regionalvereine des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), ist die berufsständische Verei-

nigung der hauptberuflich tätigen Sportjournalistinnen und Sport-

journalisten (Print, Online, Rundfunk, Fernsehen, Foto) in Ober- und Teilen von Nieder-

bayern. Über uns...

Wer die Zeche zahlt

                            VON DIETHELM STRAUBE

(22. Juni 2017) - Die Erde ist keine Scheibe. Und der Fußball ist schon lange nicht mehr „die schönste Nebensache der Welt“. Fußball ist - gerade in Deutschland - big business. Gesamtumsatz des Profifußballs pro Jahr weit mehr als 3 Milliarden Euro: Die Fußball-Branche wächst stärker als die deutsche Wirtschaft insgesamt. Der Profi-Fußball trägt inzwischen mehr zum BIP bei als beispielsweise die Textil- und Mode-

branche oder der zivile Luftverkehr. Fragen?

In der Sackgasse

  Nur das runde Leder zählt. Nichts sonst. Es wird sogar ein Recht auf Grundversorgung postuliert. Aber halten wir mal den Ball flach: Recht auf freie Meinungsäußerung, freie Reli-

gionsausübung, gerne auch ärztliche Versorgung, Strom, Telefon, Ausbildung, Kita-Plätze und und und. Ja! „Das Niveau des Programms muss dem Grundversorgungsauftrag der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung dienen“ heißt es in den ARD-Richtlinien. Unbedingt! Aber Fußball für alle?

  Nein. Wir, Fußballfans wie Medien, haben uns hierzulande in eine Sackgasse manövriert. Jeder, der jetzt schimpft, hat jahrelang tatenlos zugesehen, wie sich der Fußball verselb-

ständigt hat. Alle sind auf diesen PR- und Marketingzug, auf die Götzenanbetung des „Fuß-

ballers“ mit aufgesprungen. Lieber die U-17 Elfenbeinküste gegen Kasachstan als Schwim-

men, Volleyball oder Hockey. Das ZDF hat übrigens weiland für die Champions League Umschichtungen vorgenommen, die für andere Sportarten nicht in Erwägung gezogen werden!

  Jetzt muss eben für diese Entwicklung die Zeche gezahlt werden. Diese Zechen zahlen auch alle anderen Sportarten. Da ist kein Geld zu verdienen, weil, medial kaum noch ver-

treten - also uninteressant. Lieber Werbepartner Nummer 30 in der 2.Liga als beim Turnen oder Handball. Heribert Bruchhagen hat einmal gesagt: „Wo Sport drauf steht ist meist nur noch Fußball drin“.

  Was tun?
  Ja, die DFL resp. die Bundesligastiftung unterstützt über die Sporthilfe Nachwuchselite-

sportler. Ja, es gibt das Sport Deutschland TV im Internet für Randsportarten. Ja, es gibt (sogar prämierte) Veröffentlichungen in denen es nicht um Fußball geht.

  Das reicht aber nicht.

  Warum also kein Sportkanal der Öffentlich-Rechtlichen, warum nicht verpflichtend mehr Geld von der DFL, warum kein Soli von all den Plattformen, die nur Fußball senden wollen? Die Alternativen kosten viel (Lizenz-)Geld. Klar, aber alle Medien müssen den sportinteres-

sierten Menschen hierzulande zeigen, dass jede Sportart eine Unmenge an Emotionen, Dynamik, Leidenschaft, Spannung und Abwechslungsreichtum zu bieten hat.

  Nicht darüber aufregen, dass Fußball schauen - wie alles andere - Geld kostet, sondern intensiv und nachhaltig die wunderbare Welt des Sports fördern!

 

Diethelm Straube, Inhaber der StraubeMedienService SMS mit den Schwerpunkten Bera-

tung, Realisation und Coaching, ist Geschäftsführer des Vereins Münchner Sportjourna-

listen (VMS).

Kritik und Verantwortung

                                           VON ELISABETH SCHLAMMERL

 

Eine sehr spontane Kandidatur hat im März meine persönliche Anwesenheit beim Wahl-

kongress des Verbandes Deutscher Sportjournalisten verhindert. Zunächst möchte ich mich für das Vertrauen und die Wahl zur 2. Vizepräsidentin bedanken. Verständnis habe ich für jene Mitglieder, die, wie ich gehört habe, skeptisch waren und vielleicht noch immer sind, weil ich im Verband ein unbeschriebenes Blatt bin. Tatsächlich hatte ich Anfragen von mei-

nem Regionalverband, dem Verein Münchner Sportpresse, bisher stets aus zeitlichen Gründen abgelehnt. Weil ich aber immer schon der Meinung war, dass es nicht reicht, einmal im Jahr seinen Beitrag zu überweisen und die Jahreshauptversammlung zu besu-

chen, wenn es terminlich passt, die Arbeit ansonsten anderen zu überlassen, bin ich seit vielen Jahren Kassenprüferin beim VMS.

Die Aufgabe des VDS ist in meinen Augen nicht nur, Presseausweise auszustellen und bei Akkreditierungen für Großereignisse im Zweifel für die Mitglieder ein gutes Wort einzule-

gen. Ich sehe das Präsidium auch als meine Interessenvertretung bei berufsständischen Fragen. Deshalb hielt ich es für falsch, dass beim VDS-Kongress für die Wahl des Präsi-

denten und seiner beiden Stellvertreter kein Kollege aus jenem Bereich nominiert worden war, der wohl am meisten zu kämpfen hat. Ich äußerte meinen Unmut über den fehlenden Print-Kandidaten auf der Jahreshauptversammlung des VMS und bekam viel Unterstüt-

zung, aber letztendlich hatte ich die Diskussion angestoßen, ohne einen Lösungsvorschlag unterbreiten zu können. Wer aber kritisiert, muss auch Verantwortung übernehmen, des-

halb habe ich mich auf Vorschlag der anwesenden Kolleginnen und Kollegen zur Kandi-

datur bereit erklärt.

Fast mein ganzes Berufsleben habe ich für Tageszeitungen als Redakteurin gearbeitet oder freiberuflich geschrieben. Berufsbild und Arbeitsweise des Print-Journalisten haben sich im digitalen Medienzeitalter verändert und werden sich weiter verändern. „Online first“ heißt es mittlerweile in vielen Medienhäusern, aber fundierte, gut recherchierte Hinter-

grundgeschichten in Zeitungen oder Magazinen halte ich für genauso wichtig wie die schnellen Nachrichten im Internet.

Als ich Ende der 1980er-Jahre mit dem Sportjournalismus begann, las ich täglich die Sportteile fast aller Münchner Tageszeitungen, in erster Linie selbstverständlich, um infor-

miert zu sein, aber auch, weil ich von den erfahreneren Kollegen lernen wollte. Eine der Autoren, dessen Texte zu meinem Lehrmaterial gehörten, war Ludger Schulze von der Süddeutschen Zeitung. Gut 30 Jahre später erhielt Ludger Schulze den deutschen Sport-

journalistenpreis für sein Lebenswerk. Sein Laudator Jupp Heynckes würdigte nicht nur den Journalisten und Menschen Schulze, sondern wies auf die Bedeutung eines „kritischen, un-

abhängigen und nachdenklichen Journalismus“ hin. Diese bemerkenswerten Worte sind auch ein kleiner Seitenhieb auf Heynckes‘ ehemaligen Arbeitgeber FC Bayern, der eigene journalistische Inhalte produziert und damit gefilterte Informationen verbreitet.

Dass es vor mir noch nie eine Frau ins VDS-Präsidium geschafft hat, ist angesichts der Ergebnisse einer aktuellen Studie nicht verwunderlich. Sportjournalismus ist noch immer eine Männer-Domäne, der Anteil der Sportjournalistinnen liegt unter 10 Prozent, wie Jana Wiske in einem Beitrag für diese Ausgabe des sportjournalist schreibt. Die Redakteurin beim kicker-sportmagazin hat ihre Doktorarbeit über die „Charakterisierung des Berufs-

bildes deutscher Sportjournalistinnen und Sportjournalisten im zeitlichen Wandel“ geschrie-

ben und in diesem Zusammenhang eine große Befragung durchgeführt. Die gute Nach-

richt: Es arbeiten wieder mehr Sportjournalisten hauptberuflich bei Zeitungen. Allerdings trifft dies nur auf Männer zu – und das ist die schlechte Nachricht. Der Anteil der bei Zei-

tungen beschäftigten Kolleginnen ist in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. Im-

merhin gaben fast 80 Prozent der befragten Frauen und Männer an, dass sie sich erneut für den Beruf des Sportjournalisten entscheiden würden.

Elisabeth Schlammerl, Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), wurde bei der Jahrehauptversammlung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) in Hannover zur 2. Vizepräsidentin gewählt. Sie schrieb dieses Editorial für das Verbandsmagazin "sportjournalist" (Nr. 5. Mai 2017).

"Pep Guardiola ist ein Genie"

Markus Hörwick über seine Zeit als Mediendirektor des FC Bayern

Jan-Eberhard Vaubel, Horst Huber und Hans Eiberle (v.l.).

Nostalgie mit scharfer Soße

Besuch von La Palma: Eberhard Vaubel, seit 50 Jahren VMS-Mitglied

(25. April 2017) - Jan-Eberhard Vaubel (l.), seit 50 Jahren Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), lebt auf der Kanareninsel La Palma. Dorthin wanderte er 1997 aus, kehrt aber immer wieder mal nach München zurück, wo er eine Wohnung besitzt, und lädt seine alten Freunde und Kollegen ein. Diesmal wieder in die Trattoria Da Fausto, wo der VMS alle Jahre wieder Nikolaus feiert. Als Gastgeschenk gab es Doña Francisas Moja Palmero Especial, die scharfe Kanarensoße.

Vaubel (82), der von 1889 bis 1997 2. Vorsitzender des VMS war, traf sich mit seinem da-

maligen 1. Vorsitzenden Hans Eiberle (78, r.) und VMS-Mitglied Horst Huber (82). Das Trio verbindet längst nicht nur die Mitgliedschaft im VMS. Es arbeitete Jahrzehnte lang für die Süddeutsche Zeitung: Eiberle als Redakteur, Vaubel und Huber als die uneingeschränkten Herrscher über den Amateurfußball.

  Kennnen gelernt haben sich die Drei Anfang der Sechziger Jahre bei den Sechzigern. Als Leichtathleten starteten sie für den TSV München von 1860. 400-m-Läufer Horst Huber (10 Länderkämpfe), dessen Vater Erwin bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin im Zehn-

kampf den 4. Platz belegt hatte, sowie die Weitspringer Jan-Eberhard Vaubel (6) und Hans Eiberle (1) trugen nicht nur den schwarzen Löwen auf dem Trikot, sondern auch den Adler; sie wurden in die Nationalmannschaft berufen.

  Vaubel und Eiberle gehörten 1960 der nur zehn Teilnehmer zählenden Mannschaft der Bundeswehr an, die zum ersten Mal nach dem Krieg an den Internationalen Heeresmei-sterschaften CISM (Conseil International du Sport Militaire) teilnahm. Im antiken Panathi-

naikos-Stadion zu Athen lief Vaubel auf der Bahn mit dem unangenehm engem Kurvenra-

dius beim Sieg über die US-Amerikaner in der deutschen Sprintstaffel. Eiberle belegte im Weitsprung (7,20 m) den vierten Platz.

  Horst Huber ist immer noch sportjournalistisch tätig. Er leitet die Redaktion von bayern-

tennis, dem Organ des Bayerischen Tennisverbands (BTV).

Elisabeth Schlammerl 2. VDS-Vizepräsidentin

Bei der Jahreshauptversammlung des VDS in Hannover gewählt

(20. April 2017) - Eine Frau in der VDS-Führungsriege! VDS-Präsident Erich Laaser hat dies nach eigener Aussage im Verbandsorgan „sportjournalist“ längst eingefordert. Beim VDS-Wahlkongress am 13./14. Marz 2017 in Hannover wurde dem mit großer Mehrheit im Amt bestätigten Verbandschef der deutschen Sportjournalisten dieser Wunsch erfüllt. 16 der insgesamt 19 anwesenden Regionalvereine (derzeit sind es 20) stimmten einmütig fur Elisabeth Schlammerl vom Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) als 2. Vizepräsiden-

tin, wobei die Enthaltung nichts mit der Person „Schlammerl“ zu tun hatte. Vielmehr ver-

missten die „ablehnenden Verbände“ eine konkrete Vision der Kandidatin in deren Video-

botschaft.

Dass Elisabeth Schlammerl nicht am VDS-Wahlkongress wurde teilnehmen können, hatte sie schon nach ihrer überraschenden Bereitschaft drei Tage zuvor auf der Jahreshauptver-

sammlung des VMS mitgeteilt. Siehe auch Bericht in VMS INFO.

Im Gedenken an Helmut Stegmann

(29. März 2017) - Vor 20 Jahren, am 29. März 1997, starb Helmut Stegmann. Er war 1. Vorsitzender des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) von 1971-1989. Obwohl seit 1973 Chefredakteur des 1968 gegründeten Boulevardblatts tz, blieb er dem Sportjour-

nalismus verbunden, in dem er ab 1966 als Redakteur der Münchner Merkur und der tz tätig gewesen war. Nachrichten

Gastgeschenk von Joe Langer, Generalsekretär der österreichischen Sportjournalisten-

vereinigung Sportsmedia Austria. Von rechts: Schatzmeister Joachim Walz, Geschäfts-

führer Diethelm Straube, 1. Vorsitzender Thomas Walz, 2. Vorsitzende Margit Conrad, Beisitzer Martin Volkmar, Joe Langer. Es fehlt Beisitzer und Fotografensprecher Martin

Hangen, der fotografierte.                                                       FOTO: MARTIN HANGEN

Elisabeth Schlammerl kandidiert als VDS-Vize

Einstimmiges Votum der Jahresversammlung des VMS

(12. März 2017) – Während der Jahreshauptversammlung des Ver-

eins Münchner Sportjournalisten (VMS) wurde Unmut darüber laut, dass für die Wahlen zum Präsidium der Dachorganisation Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) bei der HV am Dienstag in Han-

nover an führender Stelle (Präsident, beide Vizepräsidenten) kein Vertreter der Printmedien nominiert wurde. Der wieder als Präsident kandidierende Erich Laaser ist Fernsehkommentator. Die Bewerber um die beiden Posten der Vizepräsidenten: André Keil, Studioleiter im Landesfunkhaus Schwerin, und Timon Saatmann, freiberuflicher Videoproduzent und Berater.

  Die VMS-Versammlung sprach sich am Samstag im Presseraum der Münchner Allianz Arena einstimmig für die Kandidatur des VMS-Mitglieds Elisabeth Schlammerl als eine der beiden VizepräsidentInnen aus. Die Münchnerin, seit 1994 VMS-Mitglied, arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die FAZ und den Berliner Tagesspiegel. Von ihrer Kandidatur informierte der 1. Vorsitzende, Thomas Walz, am Sonntag das VDS-Präsidium und die Vor-

sitzenden übrigen 19 Regionalvereine.

  „Die Mitglieder des VMS haben auf ihrer Jahreshauptversammlung am 11.3.2017 in Mün-

chen einstimmig und einmütig den Wunsch formuliert, dass im Präsidium des VDS die Be-

rufssparte "Print" auch künftig vertreten sein sollte. Für die wichtigste berufsständische Vertretung der deutschen Sportjournalisten sogar ein unbedingtes "Muss"! Wir freuen uns daher, dass sich unser VMS-Mitglied Elisabeth Schlammerl - erfahrene und allseits aner-

kannte Print-Journalistin - dazu bereiterklärt hat, für einen der Vizeprä-sidenten-Posten im Präsidium des VDS beim Wahlkongress am 13./14.3.2017 zu kandidieren.

  Aus beruflichen Gründen kann sie in Hannover leider nicht anwesend sein. Sie wird sich aber all denjenigen, die sie nicht kennen, in einer Videobotschaft kurz vorstellen."

Beitragserhöhung einstimmig beschlossen

44 der 370 Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) nahmen an der Jahreshauptversammlung (ohne Wahlen) teil. Sie beschlossen einstimmig eine Beitrags-

erhöhung um zehn Prozent auf 110 Euro im Jahr, die nötig geworden war, weil der Dach-

verband VDS künftig von seinen 20 Regionalvereinen einen höheren Anteil verlangt. Trotzdem sei, so Schatzmeister Joachim Walz, auch im laufenden Jahr mit einem Defizit zu rechnen. Grund: Verlust eines Sponsors, keine Zinsen für Guthaben.

Der 1. Vorsitzende, Thomas Walz, bedankte sich bei Stefan Mennerich, Leiter Medien, Digital und Kommunikation des FC Bayern, für die Einladung in die Arena. Mennerichs Vorgänger Markus Hörwick, VMS-Mitglied seit 1979, hatte endlich einmal Zeit, ungestört an der Versammlung teilzunehmen.

Walz berichtete über Aktivitäten des VMS im vergangenen Jahr. Er sagte, die Jahres-

hauptversammlung 2016 des VDS, die der VMS in der Arena veranstaltet hatte, sei „ein „allseits beachteter Erfolg“ gewesen. Dank der Hilfe des FC Bayern und von Sponsoren habe der VMS dafür keine eigenen Mittel aufwenden müssen.

 

Keine Nachwuchsprobleme, Altersstruktur intakt

 

Geschäftsführer Diethelm Straube berichtete, dass der VMS weiterhin der zweitgrößte Regionalverband im VDS nach dem Verband Westdeutscher Sportjournalisten (VWS) ist.

Zählt man die Mitglieder der Vereien Nordbyerischer Sportjournalisten (VNS) und Augs-

burg-Allgäuer Sportpresse (VAS) dazu, zeigt sich, dass das Bundesland mit den meisten im VDS organisierten Sportjournalisten ist. Der VMS habe keine Nachwuchsprobleme, die Altersstruktur der Mitglieder sei besser als in anderen Regionalvereinen.

Der VMS will künftig "Werbung in eigener Sache" betreiben, dafür wurde ein "Flyer" ent-

worfen. Außerdem ist eine Veranstaltungsreihe geplant, Start am 27. April in der Gast-

stätte Stadion (Schleißheimer Straße 82), Thema "Pressesprecher im Profifußball - gestern, heute, morgen, mit Markus Hörwick (ehemals FC Bayern).

Hans Eiberle, Vorsitzender der Jury des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für regionale und lokale Sportberichterstattung, den der VMS zum 16. Mal ausgeschrieben hatte, bedankte sich bei Bürgermeisterin Christine Strobl, Mitglied der Jury, und dem Sportamtsleiter Günther Schwarz für die Unterstützung. Ebenso bei Michael Gernandt, dem früheren Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung, der sich aus der Jury ver-

abschiedete, der er von Anfang an angehört hatte. Zur Finanzierung des Preisgelds so-

wie des Jahresstipendiums (jeweils 3.000 Euro) wird derzeit ein Medienpool eingerichtet, für den Münchner Medienunternehmen gewonnen werden sollen. Bericht

Der Internetauftritt vms-sportjournalisten.de, im Juni 2013 installiert, hatte seitdem rund 262.000 Besucher, derzeit sind es monatlich durchschnittlich 5.000. Auch auf Twitter ist der VMS zu finden.

Gäste: Thomas Mrazek, Fachgruppenvorsitzender Online-Journalisten im Bayerischen Journalistenverband (BJV), Joe Langer, Generalsekretär der österreichischen Sportjour-

nalistenvereinigung Sportsmedia Austria, Paul-Joachim Neusser (Verband Westdeut-

scher Sportjournalisten).                                                                                              H.E

FOTO: MARTIN HANGEN

Aufforderung an den TSV München von 1860

(04.03.2016) (korrigiert 06.03.2014) - Der Verein Münchner Sportjournalisten - VMS, als von der DFL und vom VDS im Akkreditierungsstreit eingesetzter Schlichter, verurteilt auf das Schärfste das Gebaren der Verantwortlichen des TSV 1860 München gegenüber Vertretern der Medien (BILD München) und fordert den Verein unmissverständlich auf, die in der ersten Schlichtungsrunde gegebenen Zusagen bezüglich voll umfänglicher Tagesakkreditierungen einzuhalten.

Das Vorgehen stellt zwar laut DFL keinen klaren Verstoß gegen die Medienrichtlinien der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH dar, kann aus unserer Sicht jedoch absolut nicht geduldet werden.

Die Verantwortlichen des TSV München von 1860 müssen endlich akzeptieren, dass kritischer Journalismus nichts mit Haus und Hof Berichterstattung zu tun hat und Pressefreiheit ein Grundgesetz ist.

 

Thomas Walz
1. Vorsitzender
Verein Münchner Sportjournalisten

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Mitglieder


Ich darf ihnen ein gutes neues Jahr 2017 verbunden mit Gesundheit, Glück und Erfolg wünschen.


Was bringt dieses Jahr für den VMS? 


Wir werden am 11. März die Jahreshauptversammlung (Einladung und TO folgen) vor dem Bundesligaspiel Bayern-Frankfurt abhalten. Wir werden über eine Beitragserhöhung nicht nur diskutieren, sondern auch abstimmen müssen, da im Oktober auf der Außer-

ordentlichen JHV des VDS beschlossen wurde, die Verbandsabgabe ab 2017 um 6 Euro zu erhöhen. 

Zwei  Tage später findet der Wahlkongress des VDS in Hannover statt. Es wird  Verän-

derungen im Vorstand geben, da Jochen Zwingmann, Dr. Christoph Fischer und Albert Mehl, drei langjährige Mitglieder des Präsidiums, nicht mehr kandidieren. Es kandidie-

ren:  
Andre Keil (49, NDR) Vorsitzender des Sportjournalisten-Vereins Mecklenburg-Vorpom-

mern,

Timon Saatmann (43) verantwortlicher Redakteur Sportvideo bei WeltN24 GmbH.

Andreas Dach (58) Ressortleiter Sport beim Remscheider Generalanzeiger.

 

Unverändert bleiben der Helmut-Stegmann-Nachwuchsförderpreis, den der VMS auch dieses Jahr vergeben wird, sowie das Stipendium. 

Wie sich die Zukunft des Sportjournalismus in Zeiten von Social Media weiter verändert, werden wir aufmerksam verfolgen, ebenso die Entwicklung der Medienzusammenarbeit von Sportvereinen und –verbänden, und bei Problemen unseren Mitgliedern zur Seite stehen. 

Ein in jeder Hinsicht erfolgreiches Jahr 2017 wünscht Ihnen

 

Thomas Walz
1.Vorsitzender VMS

Schlaue Köpfe beim Nikolaus-Quiz des VMS

Überlegener Sieger Robert Simbeck belohnt sich mit Phrasenschwein

(13. Dezember 2016) - Bei der Jahresabschlussveranstaltung des Vereins Münchner Sportjournalisten in der Trattoria Da Fausto begrüßte der 1. Vorsitzende Thomas Walz zehn Prozent (37) der Mitglieder sowie Partner und Gäste. Er zeichnet die schlauen Köpfe des von seinem Amtsvorgänger Hans Eiberle ausgeklügelten Nikolaus-Quiz' aus (Foto Alexander Hassenstein). Unter 41 Teilnehmern gewann Robert Simbeck (r.), Senior Video Producer bei Perform Media (spox.), der 15 von 20 Fragen richtig beantwortete und als Preis das Phrasenschwein von Sport1 aussuchte. Dass Tauklettern fünfmal olympisch war (zuletzt 1932 in Los Angeles), wusste allerdings auch er nicht. Auf dem Foto neben ihm Thomas Walz, 1. Vorsitzender, VMS-Geschäftsführer Diethelm Straube (2. Platz/13)) sowie Bernd Daubenmerkl (Sky), Martin Volkmar, Ressortleiter Online/Mo-

bile bei Sport1 und Michael Hausladen von der Passauer Neuen Presse, die gemeinsam mit jeweils zwölf Punkten Platz drei belegten. Die weiteren Platzierungen (jeweils elf Punkte): Matthias Faidt (Perform Media/spox), Fritz Häring (Bayerischer Rundfunk), Ursula Lill und Werner Rabe (ehemaliger BR-Sportchef), die sich mit einem Griff in die von Wolfgang Uhrig gestiftete Bücherkiste belohnten.

Kritik an städtischer Spitzensportförderung

Olympiastützpunkt-Chef Klaus Pohlen fordert Anschubfinanzierung

Klaus Pohlen, Olaf Bünde, Laura Fürst, Beatrix Zurek, Hans-Ulrich Hesse und Dirk Hufnagel (v. r.).

(2. Dezember 2016) – Er sei, „ein bisschen enttäuscht darüber, dass eigentlich nichts rausgekommen ist“. Günther Lommer, Präsident des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) sagte es am Ende einer Podiumsdiskussion, zu der Alexander von Stülpnagel, Vorsitzender der Stadtgruppe München in der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG), ins Restaurant Coubertin im Olympiapark eingeladen hatte. Thema: Wie hält es München mit dem Spitzensport?

Der erfahrene Sportfunktionär Lommer, seit 2004 im Amt, hätte es wissen können ange-

sichts der Gemengelage: Breitensport kontra Leistungssport, die Stadt München und das liebe Geld. Begehrlichkeiten überall, die Angst der Breitensportler vor Einbußen. „Die Förderung des Spitzensports darf nicht zu Lasten des Breitensports gehen“, stellte Hans- Ulrich Hesse klar, der Vorsitzender des Sportbezirks Oberbayern im BLSV und des Sport-

beirats der Landeshauptstadt.

Ein frostiger Abend für die Sportchefin“, titelte die Süddeutsche Zeitung. Beatrix Zurek, erst seit Juli 2016 Leiterin des städtischen Referats für Bildung und Sport, musste sich gegen viele Vorwürfe zur Wehr setzen. Weiter...

 

Weshalb der Hockeyleistungszentrum nicht gebaut wird

 

Beispiel: Weshalb wird das Hockeyleistungszentrum nach langjähriger Planung nicht gebaut? „Es hätte von Bund und Land nur Brosamen gegeben“, rechtfertigte Zurek die Entscheidung des Stadtrats. Außerdem hätte die Stadt 25 Jahre lang für 140.000 Euro laufende Kosten bürgen müssen. Warum wurde Hockey im 112-seitigen „Konzept zur Förderung des Leistungssports in München“ nur als „bedingt förderwürdig“ eingestuft (Typ B), obwohl bei den Olympischen Spielen seit 2000 in Sydney nur Hockeyspieler- und spielerinnen immer Medaillen gewonnen hatten? „Beim Konzept haben einige Ver-

eine krass versagt, da gehören Leichtathletik und Hockey dazu“ (Hesse).

Jens Geist, leitender Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt München, hatte zu Beginn mit Statistiken den Schrumpfprozess des Ausbeute von Medaillen für Deutsch-

land, den Freistaat Bayern und München deutlich gemacht. 2016 in Rio de Janeiro star-

teten 15 Sportlerinnen und Sportler aus München, sechs Athletinnen gewannen zusam-

men, anteilig gerechnet, 0,25 (Mannschafts)Medaillen: Fünf Fußballerinnen des FC Bay-

ern (Silber) und die Hockeyspielerin Hannah Krüger (SC München). München liegt in der Rangliste deutscher Städte hinter Berlin, Hamburg, und Köln. Einspruch Beatrix Zurek: „Berlin und Hamburg sind Bundesländer. München muss eigenes Geld geben.“

 

Training, Training und nochmals Training

 

Dirk Hufnagel, Head of Marketing der HypoVereinsbank – UniCredit Bank, fragte, wes-

halb Deutschland bei der Anzahl olympischer Medaillen von zurückgefallen ist: „Was macht Großbritannien besser“, ein Land, das im Medaillenspiegel hinter den USA auf Platz zwei geklettert ist. Die lapidare Antwort von Klaus Pohlen, Leiter des Olympia-

stützpunkts München: „Training, Training und nochmals Training.“ Olaf Bünde,

Schwimmtrainer am Stützpunkt, der Alexandra Wenk (SG Stadtwerke) München betreut, die in Rio de Janeiro über 200 m Lagen den 11. Platz belegte, berichtete von jährlich  2.200 Trainingskilometern seiner Athletin, aber: „Ab 3.000 Kilometer gewinnt man eine Medaille.“ Eine vor allem im Ausdauerbericht nicht eben neu Erkenntnis. Es gebe zwar, so Bünde, "eine breite Pyramide, aber uns fehlt die Spitze“.

Fördert also die Stadt München den Spitzensport ausreichend? Olaf Bünde: „Ich denke schon, dass die Stadt München mehr Möglichkeiten zur Förderung des Spitzensports hätte.“ Dirk Hufnagel: „München kann sehr wohl sehr viel mehr machen.“ Klaus Pohlen:

Der Spitzensport kann kommunale Aufgabe sein“, so stehe es im Münchner Leistungs-

sportkonzept. Pohlen: „Der olympische Spitzensport braucht eine Anschubfinanzierung“ wie einst der FC Bayern, dessen Aufstieg hänge ja nicht zuletzt mit dem Olympiastadion zusammen und bei der Allianzarena habe es auch städtische Hilfestellung gegeben (Grundstück, Infrastruktur). Beatrix Zurek konterte: „Was hilft mir eine Spitzeninfrastruk-

ktur, wenn es an der finanziellen Ausstattung fehlt?“ Letzten Endes, sagte Ulrich Hesse, „gehe es „halt immer ums Geld“.

 

Medaillengewinner als olympische Botschafter

 

Die Diskussion drehte sich auch um Wertschätzung. Laura Fürst, Silbermedaillengewin-

nerin im Rollstuhlbasketball bei den Paralympics in Rio, berichtete von großen Empfän-

gen ihrer Mitspielerinnen in Hamburg mit hochrangigen Vertretern der Stadt; nichts davon in München. Ihr „großes Anliegen“: Medaillengewinner als olympische Botschafter ein-

setzen.

Wir müssen den olympischen Gedanken wieder in den Vordergrund rücken“, forderte Hans-Ulrich Hesse. Das ist vordringlich in einer Zeit, da reihenweise Dopingbetrügern Medaillen aberkannt werden und der IOC-Chef Thomas Bach die Paralympics nicht be-

sucht. Und in einer Stadt, deren Bürgerschaft die Bewerbung für Olympische Winter-

spiele abgeschmettert hat und die vom Profifußball so beherrscht wird, dass neben ihm Handball, Volleyball und Tischtennis erstklassig nicht überlebt haben.       Hans Eiberle

TSV 1860 hebt Aussperrung auf

(29.11.2016) - Der TSV 1860 hebt die Aussperrung auf. Der Presse-Boykott der Verantwortlichen bleibt bestehen. Der VMS-Vorstand fordert erneut, diese absurde Haltung aufzugeben und die Vorraussetzungen für eine konstruk-

tive und objektive Berichterstattung wiederherzustellen! Ein Machtkampf zwischen dem Verein und den Medien ist weder dem Verein, noch den Medien, den Sponsoren und vor allem den Fans dienlich!  

TSV 1860 sperrt Journalisten aller Medien aus

(26.11.2016) - Der Verein Münchner Sportjournalisten @vmsmuc fordert die Verantwort-

lichen des @TSV1860 @ismaik1860 auf, die im Grundgesetz verankerte Pressefreiheit einzuhalten, die pauschale Aussperrung der Medien umgehend aufzuheben, sowie kon-

struktiv und sachlich miteineinander umzugehen. Objektive, kritische Berichterstattung ist mit Sicherheit nicht Schuld an der derzeitigen Situation des TSV 1860 München. #tsv1860, @tsv1860, @ismaik1860, #vmsmuc

Zum Tod von Walter Kaufmann

Mitbegründer und ältestes Mitglied des VMS

(11. November 2016) - Den Sport mit all seinen Facetten im Bild fest-

halten, die Dynamik und Anmut gleichermaßen – im vielleicht auch entscheidenden Moment – auf die „Platte“ bannen, das begeisterte ihn zeitlebens. Aber Walter Kaufmann, den Bergfex’ – 488 Gipfel (alle höher als 1800 Meter)  von Norwegen bis Korsika hat er in seinem Bergführer beschrieben, die meisten davon auch mit seiner Frau Cläre (gestorben 2013) selbst bestiegen – faszinierte auch die Berg-

welt, deren unnachahmlichen Zauber er immer wieder mit seiner Ka-

mera festgehalten hat. Nun hat Walter Kaufmann diese Welt, die er mit seinen buchstäblich bildhaften Eindrücken zeitlebens bereichert hat, für immer ver-

lassen. Der Mitbegründer des Vereins Münchner Sportpresse am 16. Januar 1950,  dem Vorläufer des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), starb am 30. Oktober 2016 im 96. Lebensjahr. Die Urnenbeisetzung – Kaufmann war das älteste Mitglied im VMS – findet auf seinen eigenen Wunsch hin im engsten Familienkreis statt.
Nie wieder wird er die bayerischen Berge sehen, die von seinem Balkon in seiner Woh-

nung in Unterhaching zum Greifen nah waren, immer dann, wenn der Föhn den Himmel von den Wolken blank geblasen hatte..............weiter

Zwei Jubiläen, vier Neue und vieles mehr

2017 im Jahr des Umbruchs im Verband Deutscher Sportjournalisten

(29. Oktober 2016) - Noch gibt es keine Wachablösung im Präsidium des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS). Dennoch bahnt sich bei der VDS-Hauptversammlung 2017 eine Umstrukturierung an – ein von Präsident Erich Laaser angekündigter Verjüng-

ungsprozess, an. Den Delegierten der Regionalvereine werden – so der Stand im Okto-

ber 2016 – vier neue Gesichter präsentiert. Ausscheiden werden sowohl Hans-Joachim Zwingmann (1. Vizepräsident) als auch Dr. Christoph Fischer (2. Vizepräsident), aber auch Albert Mehl, der bislang als Beisitzer fungierte: Alle drei ziehen sich aus Alters-

gründen zurück.

Für sie stellte VDS-Präsident Erich Laaser anlässlich der Außerordentlichen Mitglieder-

versammlung in Hamburg neben dem Hörfunkmann André Keil (49), Vorsitzender des Sportjournalisten-Vereins Mecklenburg-Vorpommern und Leiter des NDR-Landesfunk-

hauses Schwerin (Laaser: „Mein Mann für das Elektronische im Verband“), auch Andreas Dach (58), Beisitzer im VWS und Ressortleiter Sport beim Remscheider Generalanzeiger für den Bereich „Print“ vor. Der dritte Mann, den Laaser künftig für das VDS-Präsidium ausgeschaut hat, heißt Timon Saatmann (43), TV-Produzent sowie Medienberater und derzeit nach mehreren Stationen bei Agenturen und TV-Sendern für N24/Welt in Berlin tätig. Der amtierende VDS-Präsident sieht in Saatmann „die Schnittstelle zwischen Print und Online“. Weiter

Fatih Demireli produziert „Socrates“

Deutschsprachige Ausgabe des größten türkischen Sportmagazins

Chefredakteur Fatih Demireli (r.) mit dem Kolumnisten Andreas Görlitz..

(28. Oktober 2016) - Über die Geschich-

ten hinter den nackten Ergebnissen, über Gewinner und Verlierer, über Sport-

ler und Trainer wurde bis jetzt viel zu wenig berichtet. Bis jetzt. Denn ab sofort gibt es Socrates.

Das „denkende Sportmagazin“ ist seit dem 18.10. im Zeitschriftenhandel in Deutschland, der Schweiz und Öster-

reich erhältlich. VMS-Geschäftsführer Diethelm Straube war beim Launch im Stadion an der Schleißheimer in Mün-

chen dabei.

Schon beim ersten Durchblättern und Querlesen fällt auf: Erzählt werden die besten Sportgeschichten - hintergrün-

dig, anspruchsvoll, unterhaltsam, inten-

siv. Anders eben. Verbunden mit groß-

artigen Illustrationen, tollen Fotos und einer markanten Typografie. Socrates ist in unserer digitalen Welt auch ein - schön, dass es so etwas noch gibt - haptisches Erlebnis.

Es steht "Sport" drauf. Und Sport ist tatsächlich auch drin. Viel Sport. Fußball natürlich auch. "Wir legen aber sehr viel Wert auf eine gleiche Gewichtung", erklärt Fatih Demireli, Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Socrates und VMS-Mitglied, und "wir bewei-

sen, dass Sport nicht nur Sport ist, sondern auch Politik, Wirtschaft, Musik, Theater, Kunst, Literatur".

Namensgeber ist der 2011 verstorbene Fußballspieler Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira, der sich im Rahmen der Demokratiebewegung in Brasilien poli-

tisch sehr engagierte und auch im Fußball basisdemokratische Strukturen durchsetzte. Er ist ein Idol vieler - nicht nur in Brasilien. Er verkörpert die Seele des Magazins ganz besonders. Auch der Philosoph Socrates, nach dem der Fußballer benannt worden ist, beeinflusst das Magazin.

Im gesamten Heft findet sich keine Geschichte, die allein aufgrund der Aktualität ausge-

wählt wurde. Jede der Geschichten ist heute genauso aktuell wie in einem Monat. So wurde mit Hoffenheims Julian Nagelsmann über seine Anfänge als Trainer gesprochen, über den Tod seines Vaters, es wurde aber auch Platz für eine Story über die Jatanu-

garn-Schwestern aus Thailand geschaffen. Eine sehr interessante Geschichte aus dem Damen-Golf. Sportlern wird die Gelegenheit gegeben, ihre Gedanken und Erfahrungen aus erster Hand weiterzugeben. "Socrates bietet Sportlern keine Zeilen, sondern Platz", so Fatih Demireli.

Wir finden Angelique Kerber und Ahmet Caki ebenso wie Bob Dylan. Bundesliga-Spieler Nuri Sahin oder Ex-Bundesliga-Spieler Andreas Görlitz sind ständige Gast-Autoren. Letzterer schreibt über seine neue Welt, die Musik.

Der Verlag sitzt in Berlin, aber die fünfköpfige Redaktion in München. Wenn die äußerst positive Resonanz (die Startauflage musste schon vor dem offiziellen Verkaufsstart signifikant erhöht werden) weiter anhält, wird die Redaktion wohl auch entsprechend wachsen.

Socrates gehört zum Literatur-Verlag Can Yayinlari, dem größten Verlag der Türkei. Dort wurde das Magazin binnen kürzester Zeit zum Riesenerfolg und ist heute das größte Sportmagazin der Türkei. Der erste Schritt der Expansion erfolgt nun im deutschsprachi-

gen Raum.

Das Heft wird es im Zeitschriftenhandel, in allen Thalia-Buchläden, sämtlichen Läden der Valora-Gruppe also allen Press+Book Stores, an Flughäfen und an Tankstellen von Tank & Rast innerhalb und außerhalb von Städten geben - Verkaufspreis € 5,80. Fokus dabei liegt auf dem gut sortierten Zeitschriftenladen. Und natürlich kann man Socrates auch abonnieren.

Der VMS wünscht Socrates und damit allen Beteiligten viel Erfolg!

VDS beschließt Beitragserhöhung

Bei AO HV berichtet Präsident Laaser vom Rückzug der Sponsoren

         VON MARGIT CONRAD, 2. VORSITZENDE VMS

(26. Oktober) - Hans Eiberle, langjähriger Vorsitzender des Ver-

eins Münchner Sportjournalisten (VMS), dürften am Montag, 17. Oktober, kurz nach 13 Uhr die Ohren geklungen haben. Und das trotz räumlicher Entfernung von mehr als einer Flugstunde. Das waren zumindest die Worte von Präsident Erich Laaser bei der außerordentlichen Hauptversammlung des Verbands deutscher Sportjournalisten im Hamburg, als er den Rückzug der bisherigen Sponsoren des VDS verkündete.

Die neue oder wieder gewonnene Unabhängigkeit, die Eiberle stets als den besseren Weg eingefordert hat, hinterlässt allerdings Spuren: Künftig fehlen 50.000 Euro in der VDS-Kasse, und die müssen beigebracht werden, auch um die Berufswettbewerbe und den Nachwuchspreis zu sichern. Weiter

Margit Conrad - die Neue im Vorstand

Thomas Walz als 1. Vorsitzender des VMS wiedergewählt

Ein Steinbock zwischen Zwillingen (v. l.): 1. Vorsitzender Thomas Walz, 2. Vorsitzende Margit Conrad, Schatzmeister Joachim Walz. Foto: Martin Hangen

(25. Februar 2016) - Kein Novum, aber neu: Seit dem 20. Februar hat die Vorstandschaft des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) weiblichen Zuwachs bekommen. Margit Conrad, Redakteurin beim Freisinger Tagblatt, wurde zur 2. Vorsitzenden gewählt. Sie folgt auf Gerald Kleffmann (Süddeutsche Zeitung), der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte. 42 von 373 Mitgliedern (11,26 Prozent) kamen in den Pressebereich der Allianz Arena: Diese Zahlen dürften so manchen Verein neidisch machen. Weiter

Gerd Müller 70

Tore aus allen Lagen

(3. November 2015) - Gerd Müller ist 70 Jahre alt geworden. Es war ein stiller Geburts-

tag. Denn der Mann, der mit seinem Treffer zum 2:1-Endspielsieg über die Mannschaft der Niederlande 1974 im Münchner Olympiastadion dem deutschen Fußball den zweiten Weltmeistertitel bescherte, ist an Alzheimer erkrankt.

 

Der folgende Text wurde 2011 geschrieben, als sich Gerd Müller noch erinnern konnte.

Hier geht es weiter:  Geburtstage

Der lange Weg zur täglichen Schulsportstunde

Landessportbeirat appelliert an die Bayerische Staatsregierung

(22. Oktober 2015) – „Die Umsetzung der in den Lehrplänen verankerten Sportunter-richtsstunden und die schrittweise Erweiterung hin zur verpflichtenden täglichen qualita-

tiven Sport- und Bewegungsbildungsunterrichtungseinheit in den Lehrplänen“ fordert der bayerische Landessportbeirat vom Landtag und der bayerischen Staatsregierung. In sei-

ner Sitzung am 20. Oktober 2015 verabschiedete das Gremium einstimmig ein in den Ausschüssen Finanzen sowie Bildung und Wissenschaft erarbeitetet Papier. Dem Land-

tag und der Staatsregierung wird empfohlen, „zeitnah konkrete Schritte zur Umsetzung in die Wege zu leiten“. War das nötig? Weiter...

Gerd-Müller-Buch: Hommage mit Fragezeichen

Besprechung von Hans Woller: Kann es auch anders gewesen sein?

(12. Oktober 2015) - "Das Buch ist eine journalistische Hommage an Gerd Müller und den FC Bayern München", schreibt Hans Woller. "Dass der ,Bomber der Nation' zu sei-

nem 70. Geburtstag eine solche hymnische Würdigung verdient, steht außer Frage, zu-

mal in diesen schweren Zeiten für ihn und seine Familie". Er bezweifelt allerdings, dass die Autoren Udo Muras und Patrick Strasser mit ihrem Buch ganz zufrieden sind. Ihre Erklärung, dass sie "aus Rücksicht und Respekt gegenüber Gerd Müller und seinen An-

gehörigen darauf verzichtet" haben, "bestimmte persönliche Informationen zu veröffent-

lichen", wirke, so Woller, "wie ein irritierendes Ausrufezeichen, das sich... am Ende zu ei-

nem großen Fragezeichen verwandelt: Kann es auch anders gewesen sein?

Besprechung

 

Dr. Hans Woller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München und Jahrzehnte langer Beobachter des Fußballs.

70 Jahre Süddeutsche Zeitung

FOTO: FRITZ NEUWIRTH

(6. Oktober 2015) – Am 6. Oktober 1945 erschien die erste Nummer der Süddeutschen Zeitung. Sie ist Nachfolgerin der Münchner Neuesten Nachrichten, diesen Namen trägt sie noch immer in der Unterzeile.

 

Der Sportteil hat das Gesicht der Zeitung mit geprägt. Erster Ressortleiter war Ludwig Koppenwallner†, deutscher Meister im Hochsprung 1947 und 1948, langjähriger 2. Vor-

sitzender und Geschäftsführer des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Er holte Hans Schiefele† (2.v.r.) aus der Lagerverwaltung als Fußballschreiber in die Sportre-

daktion. Schiefele war im VMS zuständig für Veranstaltungen, im Ruhestand wurde er zum Vizepräsidenten des FC Bayern München gewählt.

Auf dem Foto, das vermutlich Anfang der Siebziger Jahre aufgenommen wurde (v.r.): Michael Gernandt, der Koppenwallner in der Ressortleitung nachfolgte und 1973-1976 VMS-Geschäftsführer war, Hans Schiefele, Hans Eiberle, VMS-Vorsitzender 1989-2014, Fritz Heimann und Hans-Jürgen Jendral, ehemaliger VMS-Geschäftsführer.         

Als Sepp Blatter beim VMS die Zeit maß

1973 beim Sportpressefest in der Münchner Olympiahalle

Willi Daume mit Startpistole, Sepp Blatter am Mikrofon, Mitveranstalter Peter Bizer, und in den Kettcars Eberhard Gienger (l.) und Hans Joachim Stuck.

(5. Juni 2015) – VMS-Mitglied Peter Bizer kramte in seinem Archiv („natürlich nicht ganz zufällig“) und fand dabei ein über 40 Jahre altes Foto, von dem er vermutet, „dass es für die Schmunzelecke der VMS-Seite taugen könnte“. Damit sei „den vielen Schlagzeilen und Kommentaren zum Thema FIFA noch eine kleine Fußnote hinzugefügt“.

 

Josef („Sepp“) Blatter hat auch in der Chronik des Vereins Münchner Sportjournalisten eine Spur hinterlassen. Am 15. Dezember 1973 assistierte er Willi Daume, dem damali-

gen NOK-Chef und IOC-Vizepräsidenten, beim Münchner Sportpressefest, als dieser in der neuen Olympiahalle die beiden Sport-Asse Eberhard Gienger (l.) und Hans Joachim Stuck ins Rennen schickte. Mit dem „Super-Zehnkampf“ war im Jahr Eins nach den Olympischen Spielen die Tradition der Münchner Sportpressefeste wieder aufgenommen worden. Der spätere FIFA-Boss sorgte im eleganten Jacket in Diensten von Longines für die Zeitmessung bei den mehr oder weniger spaßigen Wettbewerben.

 

Sieger des Abends wurde vor ausverkauftem Haus der Gewichtheber Rolf Milser, vor Franz Beckenbauer, der den 50-m-Lauf sowie den Hochsprung mit 1,65 m gewann, aber beim abschließenden Holzsägen einen Ast erwischte und seine Führung einbüßte.

 

Organisatoren des Abends waren, im Auftrag des VMS und seines Präsidenten Helmut Stegmann, die Kollegen Peter Bizer (im Bild rechts) und der im März 2015 verstorbene Uli Kaiser.                                                                                               

Fünf Fragen an die neuen VMS-Mitglieder

Wir fragen die neuen Mitglieder im Verein Münchner Sportjournalisten (VMS):

Wer sind sie, woher kommen sie, wohin wollen sie beruflich?        Interviews

Neue Mitglieder

 

 

Johannes Ninow, Jahrgang 1990

Volontär bei PERFORM Media Deutschland GmbH

johannes.ninow@performgroup-com

 

 

 

Alexander Maack, Jahrgang 1987

Redakteur bei PERFORM Media/spox.com

alexander.maack@spox.com

Daniel Braun, Jahrgang 1990

Volontär bei PERFORM Media/spox.com

daniel_braun@googlemail.com

 

Jonas Nohe, Jahrgang 1989

Online-Redakteur bei Sport1

jonas.nohe@sport1.de

 

Manuel Fischer, Jahrgang 1987

Freier Journalist bei Sport1

manuel.fischer@sport1.de

 

Andreas Gebert, Jahrgang 1976

Freier Fotograf bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa)

agebert@hotmail.de

 

Alexander Maack, Jahrgang 1987

Redakteur PERFORM Media/spox.com

alexander.maack@spox.com

 

Marc Hindelang, Jahrgang 1967

Moderator, Kommentator, Redakteur Sky Deutschland

marc.hindelang@sky.de

Fatih Demireli, Jahrgang 1983

Head of Live PERFORM Deutschland

fatih.demireli@spox.com

 

Nele Schenker, Jahrgang 1990

Redakteurin Sport1

nele.schenker@sport1.de

 

Sabrina Kammerer, Jahrgang 1987

Redakteurin 1&1 mail&media

sabrina.kammerer@1und1.de

 

Florian Schimak, Jahrgang 1987

Volontär PERFORM Media/spox.com

florian.schimak@spox.com

 

 

Daniel Reimann, Jahrgang 1990

Volontär PERFORM Media/spox.com

daniel.reimann@spox.com

 

Andreas Lehner, Jahrgang 1984

Ressortleiter Fußball SPOX.com

andreas.lehner@spox.com

Markus Körner, Jahrgang 1971

Head of Editorial

markus.koerner@sky.de

 

Michael Birk, Jahrgang 1980

Redakteur Sport1

michael.birk@sport1.de

 

Marieke Reimann, Jahrgang 1987

Freie Sportjournalistin (11Freunde, SZ, Nido, Goethe-Institut)

marieke.reimann@gmx.de

 

Martin Winkler, Jahrgang 1980

Moderator bei Sky

martin.winkler@sky.de

 

Daniel Herzog, Jahrgang 1985

Volontär in der Videoredaktion von spox.com

dani.herzog10@gmail.com

 

Bastian Strobl, Jahrgang 1987

stellv. Ressortleiter Sports SPOX.com

bastian-strobl@gmx.de

 

Anja Häberle, Jahrgang 1987

Jungredakteurin Sky Deutschland

anja.haeberle@sky.de

 

Christian Nimmervoll, Jahrgang 1982

Chief editor portals Sport media group GmbH

c.nimmervoll@sport-media-group.de

 

Robert Simbeck, Jahrgang 1987,

stellv. Ressortleiter PERFORM Media Deutschland

robert.simbeck@performgroup.com

 

Nick Golüke, Jahrgang 1973

Redakteur/Reporter bei ARD/BR

nick.golueke@br.de  Interview

 

Jonas Wahler, Jahrgang 1979,

Redakteur bei Sky Deutschland,

wahler@gmail.com  interview

Petar Radenkovic 80

Wie der Radi zu seinem Namen kam

(1. Oktober 2014) - In der SZ-Sportredaktion läutete an einem Montagvormittag das Tele-

fon. Hans Schiefele griff zum Hörer, und was ihm der Anrufer ins Ohr blaffte, trieb dem Fuß-

ballredakteur die Farbe aus dem Gesicht. „Was haben Sie gemacht mit meine Name?“, fragte empört Petar Radenkovic, der Torhüter des TSV München von 1860.

 

Hans Schiefele hatte in seinem Bericht in der Süddeutschen Zeitung Radenkovic auf Radi verkürzt. Geduldig erklärte Schiefele dem des Bayerischen nicht mächtigen Neu-Münchner, dass es sich bei „Radi“ nicht um eine Beleidigung, sondern um ein Münchner Schmankerl handelt, und folglich um eine Art Liebeserklärung für einen zugereisten Münchner Serben.

 

Schnell begriff Petar Radenkovic, der Entertainer im Löwen-Tor, dass ihm Schiefele ein

unschätzbares Geschenk gemacht hatte: Einen Künstlernamen. Der Titel seiner zweiten Schallplatte: „Radi und Radieschen“, das war seine Tochter. Schiefele und Radenkovic sind Freunde geworden, sie gratulierten sich zu ihren Geburtstagen, das Datum konnten sie sich leicht merken: Beide sind am 1. Oktober geboren, Schiefele 1919 (er starb 2005), Radenkovic 1934. Weiter...

Kontakte/Links

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

Türkenstr. 95

80799 München

 

T 089 99019250 

info(at)vms-sportjournalisten.de

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

thomas.walz(at)vms-sportjournalisten.de

Besucher seit 19. Juni 2013

VMS INFO 2016/17
VMS INFO 2017 neu quer.pdf
PDF-Dokument [15.7 MB]

Geburtstage 2017

Wolfgang Gärner 70               Einer der letzten Allrounder

Heinrich Lemer 65        Journalist statt Arzt - Hallbergmoos statt Berlin

Kurt Reich 90               Schlesier, Berliner, Allgäuer, Journalist + Funktionär

Werner-Johannes Müller 65   Der Mann, der den kicker-Stammtisch erfand

Robert Lübenoff 60               Power-Krebs

Corinna Halke-Teichmann    Vom Eis vor die Kamera

Oskar Brunnthaler 70          Ewig jung

Ansichtssache

Wolfgang Uhrig:               Servus, TT            

Neue Mitglieder

Auf dieser Seite ganz unten

Neue Bücher                           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dino Reisner

25 Jahre Champions League

Die beste Liga der Welt

ISBN: 978-3-613-50842-2

160 Seiten, 184 Abbildungen

Format: 230 x 265 mm

19,95 Euro.

Infos und  Leseprobe:

http://bit.ly/2uyNTRv

Gerhard Waldherr

Deutschkunde

240 Seiten, mit 26 Abbildungen

30,00 (D) / € 30,90 (A)

ISBN

978-3-946514-55-8

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

Journalismus

Ausgezeichnete Texte

VMS-Mitglieder haben zahlreiche Preise gewonnnen. Die prämierten Texte:

VDS-Preis

Stegmann-Preis

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Verein Münchner Sportjournalisten