Verein Münchner Sportjournalisten
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Protokolle

Protokoll

über die Mitgliederversammlung des
Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS)
am Dienstag, 5. April 2022, im großen Saal des Bayerischen Landessportverbands

 

Angesetzter Termin:          17.00 Uhr
Beginn:                                       17.10 Uhr
Ende:                                 18.55 Uhr
Angemeldete Mitglieder:    16 präsent/7  per Video

Teilnehmer:                       13 präsent/2 online/1 SMA-Gast

Davon stimmberechtigt:     15

Wahlleiter:                                  Fritz Häring

Protokoll:                                     Margit Conrad

 

Tagesordnung:


Top 01 – Begrüßung und Totengedenken durch Vorsitzenden Thomas Walz

VMS-Vorsitzender Thomas Walz bedankt sich für die längst überfällige Jahreshauptversammlung, insbesondere beim Gastgeber Thomas Kern, der als BLSV-Geschäftsführer gemeinsam mit dem Leiter der Stabsabteilung „Kommunikation“ beim BLSV, Thomas Reiner, im Vorfeld der JHV ein interessanter Gesprächspartner über die Entwicklung des Sport und der Vereine in Corona-Zeiten, aber auch im Hinblick auf die Flüchtlingskrise — ob 2015 oder aktuell jene, die aus den Kriegsgebieten der Ukraine Zuflucht suchen, ist. Und er begrüßt als Gast aus Österreich Josef „Joe“ Langer, Generalsekretär von Sports Media Austria (SMA).

Zunächst erinnert Vorsitzender Thomas Walz an die Verstorbenen der Jahre 2019-21 und schildert sehr nachhaltig das Wirken der ehemaligen VMS-Mitglieder:

Jan Eberhard Vaubel: Er starb am 18. Juni 2019 im Alter von 84 Jahren nach schwerer Krankheit. Vaubel war Gründungsmitglied der Boulevardzeitung „tz“, Pressechef der Wienerwald AG, er half beim Aufbau des Info-Systems „Golem“ für die Olympischen Spiele 1972 und war während der Spiele verantwortlich für die Tageszeitung des olympischen Dorfes. Danach ging Vaubel als Pressechef zum Bayerischen Landessportverband und zeichnete für die Verbandszeitung „bayernsport“ verantwortlich. Beim Burda-Verlag wurde Vaubel CvD von Ambiente, ehe er für ein Jahrzehnt zum Deutschen Skiverband als Chefredakteur der Zeitung „ski“ wechselte. Mehr als drei Jahrzehnte kümmerte er sich im Nebenerwerb bei der Süddeutschen Zeitung um den Amateurfußball und war von 1989 bis 1997 als 2. Vorsitzender der Vorgänger des jetzigen Chefs Thomas Walz.

Werner Rzehaczek starb am 1. Dezember 2019 im Alter von 76 Jahren. Er war Gründer der Fotoagentur WEREK und ein Lebemann mit Traumhaus am Gardasee, das er auch für VMS-Ausflüge zur Verfügung gestellt hat. Mit 55 Jahren stieg er aus, verkaufte seine Agentur samt Archiv, zog mit seiner südkoreanischen Frau Young und Sohn Klaus nach Reit im Winkl – und gab den Pensionär. 2002 wanderte er mit Frau und Kind nach Thailand aus. Von dort kehrte er 2010 – schwer erkrankt und mittellos – nach Deutschland zurück. Sein ehemaliger Agentur-Partner Norbert Rzepka organisierte mit dem VMS eine Sammlung unter den Fotografen. 10.000 Euro halfen – zunächst – bei der Behandlung.

Hans Rauchensteiner: Er starb am 6. März 2021 im Alter von 72 Jahren bei der Ausübung seines geliebten Berufs als Fotograf in der Allianz-Arena beim Spiel des FC Bayern gegen Borussia Dortmund. Hans Rauchensteiner — das „Auge des Sports“ — in Folge eines Herzinfarkts. Die Liste seiner Auszeichnungen: „World-Press-Foto 1978“, 1. Platz in einem IOC-Wettbewerb 1989, Sieger 1987 und 1983 im Verband Deutscher Sportjournalisten, Sven-Simon-Preis 2010. Dafür habe es stolze 10.000 Euro gegeben, erzählte Hans Rauchensteiner einmal, aber wichtiger war ihm, dass es der Preis seines Mentors und Freundes Axel Springer jr. gewesen war.

Rainer Martini: Gestorben am 7. September 2021 im Alter von 73 Jahren. Er war der radikale Ästhet schlechthin. Bei Conti-Press in Hamburg machte er seine ersten professionellen Fotos. So auch beim Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Schottland am 22. Oktober 1969 im Hamburger Volksparkstadion. Neben ihm saß ein gewisser Sven Simon, mit dem er während des Spiels ins Gespräch kommt. Noch am selben Abend bot ihm der Sohn von Axel „Cäsar“ Springer an, ab dem 1. Januar 1970 bei der neu gegründeten Fotoagentur-Filiale von Sven Simon anzufangen. Rainer Martini trifft (s)eine Lebensentscheidung, und sagt zu. In München begegnet er seinem Bruder im Geiste: Hans Rauchensteiner. Martini selbst gründet später selbst eine eigene Agentur. Fortan verleiht er der (Sport)-Fotografie seine eigene Note. In Habitus, Gestus, Auftreten und Charakter ist Rainer Martini ein Gentleman, in der Fotografie ein radikaler Ästhet. „Grandseigneur“ nannten sie ihn fast ehrfürchtig, ihren langjährigen VDS-Fotografensprecher. Er konnte auch „hart“ sein in dieser Funktion, etwa als er den Kollegen Wolfgang Rattay und Rüdiger Schader 1986 in Mexiko für den Innenraum des Finales sperren ließ. Beide hatten beim Halbfinale — Deutschland gegen Frankreich — in Guadalajara verbotenerweise den Platz betreten.

Nach der Fußball-WM 1990 in Italien zog sich Martini langsam aus der Sportfotografie zurück. Er gründet daraufhin die Agentur „Look-Photo“, wo er seine radikale Ästhetik in der Landschafts- und Reisefotografie ausleben und realisieren konnte.

Jürgen Kemmler: Gestorben am 17. Oktober 2021 im Alter von 80 Jahren durch einen tragisch verlaufenen Unfall bei seinem Waldspaziergang. Unter Kemmler in seiner Funktion als Lektoratsleiter avancierte der Bayerische Landwirtschaftsverlag (BLV) zum Marktführer, Kemmler brachte das Buch „Richtig Skifahren“ heraus, war Ghostwriter für Reinhold Messner, mit dem ihm zeitlebens eine tiefe Freundschaft verbunden hat. Sein Hobby, die Pferde, waren seine Berufung. In die Bücher „Modernes Reiten“ und „Mit Pferden durch das Jahr“ packte er sein ganzes Wissen, und 25 Jahre (bis) 2007 schätzten die Leser von „Bayerns Pferde“ ihren Chefredakteur.

„Wir werden die Kollegen nicht vergessen“, betonte Thomas Walz und bat die teilnehmenden Mitglieder sich für ein kurzes Gedenken von den Plätzen zu erheben.

Top 02: Feststellung der Beschlussfähigkeit

Vorsitzender Thomas Walz stellt fest, dass zur JHV ordentlich eingeladen worden sei, 13 Mitglieder „live“ im großen BLSV-Saal anwesend seien, darüber hinaus sieben ihre Online-Zusage gegeben hätten, womit die Beschlussfähigkeit gegeben sei.

Top 03: Wahl des Versammlungsleiters: Geschäftsführer Diethelm Straube hat sich laut Thomas Walz dafür zur Verfügung gestellt. Von den Versammlungsteilnehmern kommen weder Widerspruch noch Enthaltung.

Top 04: Bestimmung des/der Protokollführers/in: Geschäftsführer Diethelm Straube freut sich und ist sehr dankbar „dass wir unsere Margit in unseren Reihen haben“. Die stellvertretende Vorsitzende Margit Conrad willigt ein, das Protokoll zu führen. Auch aus der Versammlung ergibt sich kein Widerspruch, und Margit Conrad erklärt sich bereit, die Aufgabe zu übernehmen.

Top 05: Bestätigung der Tagesordnung: Versammlungsleiter Straube fragt nach, ob es Einwände zur vorgeschlagenen Tagesordnung gebe, was aber nicht der Fall ist.

Top 06: Genehmigung des Protokolls der JHV 2019: Straube verweist darauf, dass das Protokoll für die in Präsenz Teilnehmenden zur Einsicht aufliege, aber längst auf der VMS-Homepage veröffentlich sei. Auch nach seiner erneuten Nachfrage, bleiben Einwände aus.

Top 07: Bericht des 1. und der 2. Vorsitzenden (Thomas Walz und Margit Conrad): Seit 2020 versuche man, eine JHV mit Wahlen durchzuführen und der VMS sei froh, dass es

jetzt endlich geklappt habe, sagt Vorsitzender Thomas Walz einführend. Im Oktober 2021 nahm Walz am Wahlkongress des Verbands Deutscher Sportjournalisten in Dortmund teil. Der VDS-Verbandsrat im Oktober 2020 habe online stattgefunden. Weitere Ausführungen gebe es in einem eigenen Tagesordnungspunkt. Der VMS habe in den letzten zwei Jahren versucht, den Mitgliederschwund zu stoppen. Das sei nicht ganz gelungen, man bewege sich derzeit um die 390 Mitglieder, „aber wir waren schon über 400“.
Mit dem FCB seien die Jahresakkreditierungen online durchgesprochen worden.
Bei den Berufswettbewerben hätten auch in den beiden zurückliegenden Jahren VMS-Mitglieder sehr erfolgreich abgeschnitten, nachzulesen im VMS-Info, „das wir als pdf auf unsere Homepage gestellt haben“. Die diesjährigen Gewinner sollten eigentlich Ende März bekannt gegeben werden, aber die Versammlung sei Corona-bedingt verschoben worden. Sie findet nun am 23. Mai im Rahmen der VDS-Hauptversammlung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. „Margit und ich werden hinfahren. Ich war 2021 zur Verleihung des Sportpreises in der BMW-Sportwelt. Im Landessportbeirat vertritt Hans Eiberle, mit Zustimmung der VDS-Vereine in Augsburg und Nürnberg, die bayerischen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten. Im Sportbeirat der Landeshauptstadt vertritt Eiberle die Münchner Kolleginnen und Kollegen. Er wird das, dafür sind wir sehr dankbar, auch weiterhin tun. Darüber hinaus vertritt Eiberle den VMS maßgeblich im Helmut-Stegmann-Förderpreis.“ Die Weihnachtsfeier bei Da Fausto habe Corona-bedingt zwei Mal ausfallen müssen, in diesem Jahr werde man versuchen, sie wieder durchzuführen. Walz betont darüber hinaus, dass die VMS-Mitglieder auch künftig kostenfrei gegen Unfalltod und Berufsunfähigkeit versichert seien. Die Prämien würden aus dem Beitragsaufkommen gezahlt. Die Mitglieder, so erörtert er, könnten kostenlos die Rechtsberatung über den VDS bei Herrn Dirk Feldmann in Hamburg einholen. Profitiert habe davon erst Mitglied Oliver Griss, der von einer Kollegin wegen der Veröffentlichung eines Fotos auf Unterlassung verklagt worden sei. Zudem habe man als Verein erneut vermittelt zwischen dem TSV 1860 und Oliver Griss, dem die Akkreditierung zur JHV des TSV 1860 verweigert worden sei, da Präsident Robert Reisinger ihn nicht als Journalisten anerkenne – auch der VDS habe sich eingeschaltet. Mittlerweile scheint sich das Ganze beruhigt zu haben, was auch Griss, der bei der Versammlung im großen BLSV-Saal anwesend war, bestätigt, und deshalb aus seiner Sicht nichts hinzufügen will.

Der Damenkreis (das sind die Witwen von VMS-Kollegen) erhalten auch 2022 Ostergeschenke. Erneut dafür zuständig zeichnet Julia Eiberle. Hierfür herzlichen Dank. Wegen ihres Bandscheibenvorfalls, der wohl operiert werden müsse, habe man ihr einen Blumenstrauß als Dankeschön zukommen lassen.

VMS-Stellvertreterin Margit Conrad fügt noch ergänzende Worte an. Rückblickend etwa ihre Teilnahme an der Sportgala der österreichischen Sporthilfe durch Joe Langer, dem Generalsekretär von Sports Media Austria in der Marx-Halle in Wien. Die erzählt von der höchst amüsanten Laudatio von Felix Neureuther auf Skistar und achtfachen Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher, der von den österreichischen Sportjournalisten zum fünften Mal hintereinander auf Rang eins gewählt worden war. Und Margit Conrad erinnert, wie sehr die Pandemie den Sportbetrieb durcheinandergewirbelt und das aktuelle Geschehen mehr oder weniger zum Stillstand gebracht hat. „Man lebte von Geschichten aus den Archiven“, betont sie. Weiterhin will sie sich zusammen mit Hans Eiberle beim VMS-Info einbringen, das — wegen der verspäteten Veranstaltungen — nicht wie früher im April erscheinen kann, sondern als pdf-Ausgabe auf der VMS-Seite veröffentlicht wird, wenn alles in petto ist. Auch wenn eine eventuell begrenzte gedruckte Ausgabe noch anvisiert werde, so überlege man sich doch – vor allem aus Kostengründen – darauf zu verzichten, denn auch der VDS habe die gedruckte Ausgabe „sportjournalist“ eingestellt und versende die Infos seit dem 1. Februar 2022 nur noch als Newsletter.

Top 08: Bericht des Geschäftsführers: Diethelm Straube berichtet, dass man derzeit 391 aktive Mitglieder habe, darunter allerdings nur 48 Frauen. Das seien zwölf Prozent, und das seien zu wenige. Da müsse was geschehen, wiederholte Straube seinen Appell von vor vier Jahren. 68 Leute von den 391 Mitgliedern seien Rentner, fünf davon Juniormitglieder. 188 Presseausweise wurden für 2021 ausgestellt, 171 für 2022. Zwar habe es 15 Löschungen oder Kündigungen seit 2020 gegeben, aber seit 2020 habe man immerhin 27 Neuzugänge, was sehr positiv sei (14 in 2020, 8 in 2021 und 5 in 2022). Das sei sehr erfreulich, betonte auch Vorsitzender Thomas Walz, der allerdings noch einmal deutlich machte, „dass wir schon mehr als 400 Mitglieder gehabt haben“.

Top 09: Bericht des Schatzmeisters: Joachim Walz erklärt eingangs, dass von den derzeit 391 Mitgliedern (Stand 3.4.2022) sechs beitragsfrei seien und es fünf Volontäre gebe. Konkret bedeutet das: Wer das 65. Lebensjahr erreicht und keinen offiziellen Presseausweis mehr beantragt, zahlt nur noch einen Pflichtbeitrag. In 2020 waren es drei, in 2021 sowie 2022 jeweils vier Mitglieder. Es habe 37 Jubilare gegeben, die 2020/21 Geschenke erhalten hätten. In 2022 werden es 16 Jubilare sein. Joachim Walz verwies noch einmal darauf, wie man 2017 die Staffelung für die Geschenke beschlossen habe:

Zum 60. Geburtstag Geschenk im Wert von 15 Euro.

Zum 70. Geburtstag Geschenk im Wert von 25 Euro.

Zum 80. Geburtstag Geschenk im Wert von 35 Euro.

Zum 90. Geburtstag gibt es ein individuelles Geschenk.

Wir haben bewusst die Zehner-Schritte gewählt, erklärt Joachim Walz noch einmal.

Wie sein Bruder Thomas schon erwähnte, werde es weiterhin die Ostergeschenke für den Damenkreis geben. Da, der Pandemie geschuldet, weder 2020 noch 2021 eine Jahresabschlussfeier abgehalten worden sei und es wegen Online-Meetings nahezu keine Reisekosten gegeben habe, verzeichnet man laut Joachim Walz ein positives Ergebnis — und das trotz Stipendium, Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis, Spende an die Hochwasserhilfe (Wiederaufbau von Sportstätten in Berchtesgaden) 2021 und zuletzt eine Spende für die Ukraine-Hilfe an den SZ-Adventskalender mit jeweils 500 Euro. Mangels Veranstaltungen könne er von einem Überschuss von knapp über 8.000 Euro berichten. Allerdings werde in 2022 ein leicht negatives Ergebnis erwartet, denn die Einnahmen deckten nicht die Ausgaben (Faktoren sind: Stegmann-Preis und Stipendium). Die Einnahmen belaufen sich nach Ausführungen von Joachim Walz auf ca. 40.500 Euro aus Beiträgen und Aufnahmegebühren. Die Ausgaben demgegenüber werden beziffert mit ca. 41.500 Euro. Die größten Posten sind dabei die Abgaben an die Dachorganisation VDS in Höhe von 21.500 Euro sowie 6.200 Euro für die Versicherung. Dazu kommen eben noch 2.000 Euro Helmut-Stegmann-Nachwuchsförderpreis, 3.000 Euro für die/den Stipendiatin/en, 3.000 Euro für die Jahresabschlussfeier, die man in 2022 hoffentlich wieder durchführen werde können, 300 Euro für Jubilare, 2.800 Euro für Büro/Porto, VMS-Info/Internet und darüber hinaus 2.200 Euro für Sonstiges und Beratung.

Top 10: Kassenprüferin Elisabeth Schlammerl erklärt bei der Versammlung, dass sie 2019 die Kasse noch mit ihrem 2018 gewählten Mitstreiter Wilfried Jendreizik geprüft habe, in den beiden vergangenen Jahren alleine. Und sie versichert: „Mir sind keine Unstimmigkeiten aufgefallen, und ich habe alles für in Ordnung befunden.“

Top 11: Aussprache zu den Berichten: Da nach Rückfrage von Geschäftsführer Diethelm Straube diesbezüglich nichts kommt, geben Fotografensprecher Martin Hangen (in Präsenz) und Online-Vertreter Martin Volkmar (zugeschaltet) jeweils kurz einen Bericht ab. Martin Hangen erzählt noch einmal rückblickend die Pandemie-bedingten Probleme der Fotografen und speziell deren Zulassung bzw. Akkreditierung in verschiedenen Stadien.

Die zweite Corona-Krise hat nach seinen Worten vielen Fotografinnen und Fotografen sehr weh getan – vor allem finanziell/existenziell. In Absprache mit dem VDS sei aber ein Pool gebildet worden — es betraf in erster Linie die Akkreditierung beim FC Bayern: Das bedeutet im Klartext: Diejenigen, die ins Stadion durften, haben anderen Kolleginnen und Kollegen die Bilder kostenfrei zur Verfügung gestellt, damit sie diese veröffentlichen konnten.

Martin Hangen erinnert aber auch an einen Kollegen, der einer Spielerin vom FCB Avancen und diese vor allem online öffentlich gemacht habe. „Der Kollege war eine Zeitlang gesperrt, es betraf nur eine Spielerin des FCB-Teams.“ Thomas Walz: Wir haben das geprüft und haben Pro-Bayern entschieden. Wir haben den Kollegen dahingehend angeschrieben, und ihn darauf hingewiesen, wenn das noch einmal passiere, ihm ein Ausschluss aus dem Verband drohe. „Wenn es nur Avancen gewesen wären“, schiebt 1. VDS-Vizepräsidentin Elli Schlammerl nach. „Ja“, sagt Thomas Walz, „war schlimm genug, dass wir so reagieren mussten“.

Martin Volkmar, bei der VDS-Versammlung im Oktober in Dortmund zum Beisitzer ,Online‘ gewählt: „Coronabedingt werden auch die Onliner wieder lernen müssen, sich persönlich zu treffen und auszutauschen“, und verweist auf die Online-Kompetenz der Landeshautstadt München. Ein Anliegen von Martin Volkmar ist, wie er es formuliert, die Neuausrichtung der Medienarbeit‘ der Bundesligisten. Aus seiner Sicht ist es kontrovers, alle Fans reinzulassen, aber keine Journalisten an Spieler ranzulassen. (Stichwort: Mixed-Zone). Nach dem Motto „Wer kommt wann, wo und überhaupt ins Stadion“, ärgert ihn auch im Sinne seiner Kolleginnen und Kollegen total. Und er hofft, dass in Zusammenarbeit mit der DFL eine pragmatische Lösung gefunden werden kann.

Top 12 - Wahl des Wahlleiters

Diethelm Straube betont: Der Vorstand schlägt Fritz Häring (BR) vor. Es gibt keine Gegenstimme und keine/n Gegenkandidatin/en.

Top 13: Wahlleiter Fritz Häring fragt in die Runde, ob alle mit der Entlastung des bisherigen Vorstands per Handaufhebung einverstanden sind. Es gibt keinen Widerspruch.

Top 14: Bericht des Aufnahmeausschusses: Weil keiner der drei Mitglieder – weder Alexander Hassenstein, Julian Meißner und Joachim Mölter (er ist wegen Ressortwechsel ins SZ-Lokale auch aus dem VMS ausgeschieden) konnten persönlich anwesend sein noch online teilnehmen, nahm Vorsitzender Thomas Walz kurz Stellung: Laut seiner Information hat es keine Fälle im Aufnahmeausschuss gegeben, die „wir jetzt behandeln müssen“, betont er.

Top 15/16 Wahlen: Fritz Häring fragt als Wahlleiter in die Runde, ob en bloc gewählt werden könne, und ob es zu den bisherigen Vorstandsmitgliedern weitere Vorschläge bzw. Gegenkandidaten gebe. Da das nicht der Fall ist, schlägt Fritz Häring folgende künftige Besetzung der VMS-Vorstandschaft vor:

1. Vorsitzender (wie bisher) Thomas Walz

2. Vorsitzende (wie bisher) Margit Conrad

Schatzmeister (wie bisher) Joachim Walz

Geschäftsführer (wie bisher) Diethelm Straube

Beisitzer: Martin Volkmar (wie bisher)

Beisitzer: Martin Hangen (wie bisher)

Kassenprüfer: Elisabeth Schlammerl und Eckhard Gmeiner (neu).
Ersatzkassenprüfer: Alexander Hassenstein (neu).

 

Alle Mitglieder sprechen sich uneingeschränkt für diese Vorschläge/Personen aus.
Alle Gewählten nehmen die Wahl an.

 

Zum Aufnahmeausschuss werden Alexander Hassenstein und Julian Meißner bestimmt.
Beide nehmen dies an.

Top 17: Jahreshauptversammlung des VDS am 25./26.10. 2021 in Dortmund.

Thomas Walz hat daran teilgenommen. Der langjährige Präsident Erich Laaser hat sich — wie bereits 2017 als auch 2019 angekündigt – nicht mehr zur Wahl gestellt. Als neuer VDS-Präsident gewählt wurde André Keil, VMS-Mitglied Elisabeth Schlammerl ist nunmehr 1. Vizepräsidentin. Zudem ist VMS-Mitglied Martin Volkmar Beisitzer „Online“. Das habe man, so Walz, bereits bei der JHV 2019 vorgeschlagen, und es sei erfreulich, dass es nun geklappt habe. Zusammen mit dem Fotografensprecher Wolfgang Rattay (er wohnt zwar in NRW, ist aber noch im VMS) besetzen VMS-Mitglieder nunmehr drei der insgesamt sieben VDS-Vorstandsposten.

Die Neuorganisation und Umstellung des früher gedruckten Beitrags „sportjournalist“ auf digital bzw. Überlieferung per Newsletter, habe er, so Walz, ja schon erwähnt. Elli Schlammerl und Martin Volkmar berichten kurz darüber, dass wohl zwei von drei Online-Preisen, die im Mai überreicht werden, an VMS-Mitglieder gehen werden. Die Platzierung ist ebenso wenig bekannt wie jene beim Großen VDS-Preis, der für Print-Journalisten ausgelobt wird, auch hier wird ein VMS-Mitglied ausgezeichnet werden.

Top 18: Festsetzung der Beitrags- und Aufnahmegebühr.
Geschäftsführer Straube stellt fest, dass sowohl die Aufnahmegebühr (50 Euro) als auch die Beiträge (110 Euro ordentliches Mitglied etc.) nicht verändert werden.

Top 19: VMS im Internet (vms.sportjournalisten.de, facebook, twitter)
Thomas Walz: Der Internetauftritt vms-sportjournalisten.de weise seit seiner Installierung Mitte 2012 mehr als 627.435 Besucher aus. Tendenz steigend. In den vergangenen drei Jahren seien es weitere 250.000 Besucher gewesen. Im Vergleich: 2019 waren es „nur“ 367.642 Besucher!!!

Top 20: Der Helmut-Stegmann-Nachwuchsförderpreise werde weiterhin durchgeführt und dessen Bruder Hans unterstütze diesen jährlich finanziell. Mit ihm, so Thomas Walz sei er anlässlich des 25. Todestags von Helmut Stegmann am 29. März an dessen Grab gewesen und habe im Namen des VMS eine Schale niedergelegt. Der Helmut-Stegmann-Nachwuchsförderpreis sei 2020 zum 19. Mal und 2021 zum 20. Mal verliehen worden. Am 8. April 2022 könne er wohl, endlich wieder, mit der neuen Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl in Präsenz stattfinden.

Top 21: VMS-Stipendium – Geschäftsführer Diethelm Straube erklärt, warum man sich am Ende für Vinzent Tschirpke, der in seiner Schulzeit für die Westfälischen Nachrichten und nach dem Abitur im Lokalbereich der „tz“ geschrieben hat, entschieden hat. „Dabei ist es mir immer wichtig, dem klassischen Sportjournalismus eine neue Perspektive zu bieten“, schreibt dieser unter anderem in seiner Bewerbung. Seit Oktober befindet sich Tschirpke an der Deutschen Journalistenschule. Er betont, er sehe auch als Sportjournalist „besonders den Fokus auf neue Medien“. Das Erstellen eines eigenen Podcast, Führen eines themenbegleitenden Tiktok-Kanals und Bewerben eigener Artikel auf Instagram sind für ihn Möglichkeiten, den Journalismus der Zukunft aktiv mitzugestalten.

Top 22: Geschäftsführer Diethelm Straube schlägt für die Jahresabschlussfeier wieder das bewährte Lokal Da Fausto – „mit hoffentlich vergnüglichem Quiz“ vor.

Top 23: Gast Joe Langer von der Vereinigung österreichischen Sportjournalisten, der zuvor die beiden Damen der Veranstaltung – Elli Schlammerl und Margit Conrad – mit Manner-Schokoherzen bedacht hatte, und dem Vorsitzenden Thomas Walz eine Auslese von kleinen Sacher-Törtchen überreicht hatte, stellte kurz die Situation der AIPS (ob Olympia, ob Fußball-WM und derzeit vor allem der Ukraine-Krieg) dar. Josef Langer ist derzeit der einzige deutschsprachige Vertreter in der AIPS.

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

c/o Plazamedia / Sicherheit

Münchener Straße 101

85737 Ismaning

T 0170 2268029 

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

Besucher seit 19. Juni 2013

Aktuelles

Der neue Juppsletter: DING, DANG, DONG

Presseausweis-Antrag 2023
bitte als pdf gescannt schicken per Mail an presseausweis(at)vms-sportjournalisten.de
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VMS INFO 2022
Das Jahresheft des Vereins Münchner Sportjournalisten
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Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis 2022 - Die prämierten Texte
Stegmann 2022 16 S. pdf.pdf
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Ansichtssache

Gedenktage

Geburtstage

Gerhard M. Gmelch

Sportjournalist statt Jurist

Peter Bizer 80

"Mit Sparwasser gekocht"

Vinko Bicanic 60

Durch seine Augen

Oskar Brunnthaler 75

Zwei Knie-OPs gleichzeitig

Maria Mühlberger 85

Die Kamera mit dem

Golfschläger getauscht

Edgar Endres 60

BR-Hörfunkreporter

statt Papstnachfolger

2 x 60

Thomas + Joachim Walz

Neue Bücher                           

Besprechungen

Von Wolfgang Uhrig

Der eigentliche Text ist Pause

Ratgeber für Redner:

Ein Leitfaden von

Diethelm Straube

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www.droemer-knaur.de

Die Süddeutsche Zeitung schrieb, Hartmut Scherzer sei „der verrück-teste deutsche Sportreporter“. Er berichtete über 15 Fußball-Weltmei-sterschaften, 21 Olympische Spiele und 33-mal von der Tour de France. Und hat alle großen Boxkämpfe live gesehen; „Rumble in the Jungle“ in Kinshasa, wo George Forman von Muhammad Ali eine Tracht Prügel bezog, und den „Thrilla in Manila“, als Joe Frazier von Ali vermöbelt wurde.

Ein ereignisreiches Reporterleben – kein Wunder, dass Scherzer 735 Seiten benötigte, um unter dem Titel „Welt Sport“ aus 50 Jahren Sportgeschichte aufzuschreiben, was ihm wichtig ist. Legendäre Boxkämpfe natürlich - er war als Student zweimal deutscher Hochschulmeister und trainiert auch mit 83 Jahren noch den Faustkampf.

Aber Hartmut Scherzer will auch vermitteln, dass der Sport jenseits seiner Grenzen etwas bewegen kann, weil allem mit allem zusam-menhängt: Mit Rassismus, Terror, Black Power, siehe Muhammad Alis Protest gegen den Vietnamkrieg. Mit Doping und Hooligans. Ich sehe ihn noch, wie er sich vor dem Länder-spiel gegen die Niederlande in Rotterdam mit blutiger Glatze vor dem Mob in einen Juwelierladen rettete, in den wir Reporter geflüchtet waren. Hinter ihm fiel das Türgitter.

Dreieinhalb Jahre hat Scherzer ge-schrieben und Fotos sortiert („ich bin ein Sammler“). Entstanden ist ein prall gefülltes Zeitdokument eines Sportreporters, wie es ihn in der neuen digitalen Welt vermutlich bald nicht mehr geben wird. H.E.

 

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Nur eines unterscheidet Fotios, Marius und Niko von ihren Freunden in der nordbayerischen Provinz: Sie spielen alle drei un-widerstehlich gut Fußball. Noch bevor sie 14 werden, nehmen die Profiklubs 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth sie in ihre Lei-stungszentren auf. Von da an führen ihre Leben in neue, un-

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Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

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