Verein Münchner Sportjournalisten
Verein Münchner Sportjournalisten

Aktuelles

Blut und Stollen

Im größten Doping-Strafprozess in Deutschland legt der angeklagte Arzt ein Geständnis ab. Über aufgespritzte Sportler und die „Rein-raus-Methode“ des Doktor Schmidt.

VON CLAUDIO CATUOGNO

 

An einem der letzten Dezembertage des Jahres 2018, Weihnachten war gerade gefeiert, setzte sich die Krankenschwester Diana S. in der Erfurter Radegundenstraße ans Steuer eines VW Passat. Der Autoschlüssel war wie immer am Kellereingang eines Hauses unter der Fußmatte deponiert. Das Blut lagerte im Kofferraum. Doch diesmal hatte Diana S. noch etwas anderes im Gepäck.

  Acht Stunden braucht man von Erfurt nach Toblach im Pustertal. Was dort, im Schatten von Südtirols Dolomitengipfeln, mit dem Blut geschah, das hat der Münchner Oberstaats-

anwalt Kai Gräber zu Prozessbeginn aus seiner Anklage vorgelesen: „Auf Bitten des Angeschuldigten Mark Schmidt“ habe S. mit dem Blut „Rückführungen/Entnahmen“ durch-geführt, „in einem Hotel in Bahnhofsnähe“. Und zwar an drei Langläufern, die in Toblach an der wichtigsten Weltcup-Serie teilnahmen, der Tour de Ski: dem Österreicher Dominik Baldauf, dem Esten Karel Tammjärv und dem Kasachen Alexei Poltaranin.

  „Rückführungen/Entnahmen“, das klingt nach Schublade auf, Schublade zu. Tatsächlich musste Diana S. aber schon eine spitze Nadel hernehmen und sie den Langläufern in die Armbeuge stechen, sie musste die Blutbeutel erwärmen und an Schläuche anschließen, damit es fließt. Blutkonzentrat rein vor dem Wettkampf, Blut wieder raus nach dem Wett-

kampf. Die „Rein-raus-Methode“, so nannten sie das, der Angeschuldigte Schmidt und seine Helfer, und es klingt kein bisschen anzüglich, wenn davon im Gerichtssaal jetzt ständig die Rede ist. Eher wie die unappetitliche Begleiterscheinung eines ins Perverse abdriftenden Hochleistungssports.

 

Weihnachtspäckchen

 

  Was aber in den Päckchen drin war, die Diana S. im Dezember 2018 zusammen mit dem Blut nach Südtirol fuhr, das ist im Gerichtssaal nun auch zur Sprache gekommen. Für jeden Kunden hatte Schmidt der Krankenschwester, weil ja Weihnachten war, „auch was Süßes“ mitgegeben.

  Diana S. sagt, sie wisse bis heute nichts mit den Klarnamen der behandelten Athleten anzufangen. Wenn die Sportler an der improvisierten Bluttankstelle lagen, nannten sie sich „Moritz“ oder „Einstein“, „Pierre“ oder „P. C.“; so stand es auch auf den Blutbeuteln. Diana S. traf die Athleten in Hotelzimmern oder auf Parkplätzen, oder sie musste im Schritttempo eine Straße entlangfahren, dann sprangen sie hinter einem Busch oder einer Häuserecke hervor. Sie legten sich aufs Hotelbett oder auf den Rücksitz, sie macht-en die Vene frei und ließen sich die Flexüle legen, Blut rein, Blut raus, angeklagt als un-erlaubte Dopingmethode gemäß § 2 Abs. 2 Ziffer 2 Anti-Doping-Gesetz (AntiDopG).

  Aber am Ende sind halt auch Doper nur Menschen, denen man zum Fest eine kleine Freude macht. „Die standen ja so auf Thüringer Weihnachtsstollen“, sagt Diana S. und muss, was in diesen Tagen selten vorkommt, selbst lachen dabei.

  Das also ist die berühmte Rundumversorgung des Doktor Schmidt, die nun vor dem Landgericht München II verhandelt wird, im größten Doping-Strafprozess, den es in Deutschland bisher gegeben hat. Wobei naheliegenderweise das Blut, nicht das Advents-gebäck, dem Verfahren seinen Namen gegeben hat: „Operation Aderlass“. So haben deutsche und österreichische Ermittler den Fall getauft, als sie im Februar 2019 mit 80 Beamten den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Tirol einen explosiven Besuch ab-statteten, Diana S. und Schmidts Vater Ansgard gleich in Seefeld festsetzten, Sohn Mark und zwei weitere Helfer des Netzwerks in Erfurt, und dazu noch fünf der Rein-raus-Athle-ten, den österreichischen Langläufer Max Hauke alias „Moritz“ zum Beispiel. Er hatte beim Zugriff in der Seefelder Villa „Edeltraud zum See“ noch die Nadel im Arm.

  Der Hauptangeklagte Mark Schmidt, 42, sitzt nun schon den fünften Verhandlungstag im Münchner Gerichtssaal und dreht konzentriert den Filzstift zwischen den Fingern, als werde er damit gleich ein Privatrezept unterschreiben. Zunächst muss ihm ein Justizbeamter im Saal immer die Handschellen abnehmen. Dann schreitet Doktor Schmidt so aufrecht zu seinem Tisch wie einst wohl durch das Behandlungszimmer der Erfurter Praxis, die er zusammen mit seiner Mutter führte. Helle Hose, gebügeltes Hemd. Wo tut’s denn heute weh? Doktor Schmidt, daran besteht kein Zweifel, ist hier der Arzt im Saal.

  Allerdings ist er womöglich die längste Zeit Arzt gewesen. Ihm droht nicht nur Gefängnis, sondern auch der Entzug seiner Approbation. Ärzte sollen kranke Menschen wieder gesund machen. Ihre „Gesamtpersönlichkeit“, so steht es in der Bundesärzteordnung, muss „ausreichende Gewähr für eine ordnungsgemäße Berufsausübung“ bieten. Der Arzt Mark Schmidt aber hat junge, gesunde Sportler an die Nadel gelegt. Er hat mit einer Zen-trifuge ihre roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, vom Blutplasma getrennt, abgefüllt und mit Glycerol haltbar gemacht, er hat die Beutel mit Codenamen versehen, für den Transport auf Trockeneis gelegt und dann in einem Hochleistungskühlschrank, den er in einer vom Vater angemieteten Garage versteckte, bei minus 84 Grad tiefgefroren, als Blutvorrat für eine spätere Dopingbehandlung. 45 Beutel wurden bei der Razzia im Feb-ruar 2019 sichergestellt und zehn verschiedenen Athleten zugeordnet. All das mag man ziemlich eklig finden, aber, darauf weisen Schmidts Anwälte beharrlich hin: Strafbar ist es noch nicht.

 

Strafbar

 

  Strafbar wird es erst, wenn das Blut vor dem Start in die Loipe oder auf die Radstrecke in die Venen zurückgeführt wird, weil rote Blutkörperchen Sauerstoff transportieren und mehr transportierter Sauerstoff dann mehr Leistung bedeutet. Das verbieten das Anti-Doping-Gesetz und die internationalen Übereinkommen gegen Sportbetrug. „Gewerbsmäßig“, zum Teil „bandenmäßig“, sagt Oberstaatsanwalt Gräber, habe Schmidt dieses Geschäft betrieben, in 115 Fällen. Eine Blutspur, die sich von Erfurt aus in den Leistungssport zieht, zu konspirativen Treffpunkten und weiter zu ein paar der größten Wettkämpfe der Welt.

  Eine kleine Auswahl dessen, was der Oberstaatsanwalt gesammelt hat: Februar 2014, Rückführung beim Langläufer Johannes Dürr, Österreich, im Hotel Ramada Innsbruck, für die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Mai 2015, Rückführung beim Radprofi Stefan Denifl, Österreich, in einem Pkw in der Nähe des Posthotels Donaustauf, für die Tour de Suisse. Juni 2017, Rückführung bei der Mountainbike-Fahrerin Christina Kollmann-Forst-ner, Österreich, in einem Appartement nahe dem Stadtgarten von Engen, Württemberg, für die Mountainbike-Marathon-WM in Singen (Hohentwiel). Dezember 2017, Rückführung bei den Langläufern Max Hauke und Dominik Baldauf, Österreich, sowie Andreas Veerpa-lu und Karel Tammjärv, Estland, im Hotel Bündnerhof in Davos, für ein Weltcuprennen. April 2018, Rückführung beim Radprofi Georg Preidler, Österreich, in dessen Wohnung in Graz, und beim Radprofi Kristijan Đurasek, Kroatien, auf einem Burger-King-Parkplatz, jeweils für die Tour of the Alps. Und so weiter und so weiter. Ozapft is.

  Dazu noch jene Fälle, in denen Schmidt seine Helfer losgeschickt hat: die Kranken-schwester S., den Notfallsanitäter Sven M., der offenbar gut stechen konnte, den Bau-unternehmer Dirk Q., der offenbar nicht so gut stechen konnte, aber als wichtigster Kom-plize angeklagt ist, und am Ende sogar seinen Vater Ansgard Schmidt, Beruf: Rechtsanwalt.

  Einigen Langläufern soll Schmidt vor der Abreise zu den Winterspielen 2018 in Südkorea den eingelagerten Blutvorrat noch im Flughafenhotel zurück in den Körper gespritzt ha-ben, weil man das Zeug ja schlecht am Gepäckschalter einchecken kann, dazu ein Blut-verdünnungsmittel zur Thromboseprophylaxe. Dann: raus nach der Landung, rein vor dem ersten Wettkampf, danach wieder raus, rein vor dem zweiten – und am Ende mit dem zusätzlichen Liter zurück in den Flieger. Die Sportler als Lebendblutbeutel im Unterdruck über den Wolken.

 

Blutdoping made in Germany

 

  Macht ein verantwortungsvoller Arzt so etwas? Nun, im Leistungssport offenbar schon. Blutdoping made in Germany.

  Und was die Gesamtpersönlichkeit angeht, um die sich die Bundesärzteordnung sorgt, ist Mark Schmidt jedenfalls kein Unbekannter. Als das deutsche Gerolsteiner-Radteam nach der Tour de France 2008 im Dopingsumpf versank, war Schmidt dort der Teamarzt. Er wurde beschuldigt und verhört, er bestritt Doping und bestreitet es bis heute – das Verfahren wurde eingestellt. Beweise gab es nicht.

  Das ist diesmal anders. Auch deshalb, weil Schmidt nach seiner Verhaftung offenbar viele seiner Kunden preisgegeben hat – ehe er dann die Anwälte und die Strategie wech-selte, weil sich die Kooperation mit dem Oberstaatsanwalt so gar nicht zu lohnen schien. Seit bald 19 Monaten sitzt Schmidt nun in Untersuchungshaft – zweimal hat er deshalb schon vergeblich das Bundesverfassungsgericht angerufen. Und jetzt ist also die Frage, wie Schmidt sich in dem Prozess verhält, auf den er so lange warten musste.

  Es ist Dienstagmorgen, die Kammer des Landgerichts ist für einen Tag aus dem

Sitzungssaal A 101 im Strafjustizzentrum, wo auch der NSU-Prozess stattfand, in den Ju-stizpalast am Stachus gezogen. Elf Umzugskisten mit beschlagnahmtem Equipment und eine weiße Maschine stehen vor dem Richterinnentisch. Eine Erklärung seiner Anwälte ist angekündigt, und die erfolgt dann auch. Mark Schmidt, der jetzt damit leben muss, dass er die Formulierung „Dopingarzt“ wie einen zweiten Vornamen trägt, legt ein umfassendes Geständnis ab.

  Geboren am 17. März 1978, „ich besuchte Kinderkrippe und Kindergarten“, so geht es los. Sportgymnasium im Alter von 13, Abitur 1996. Begeisterter Sportler, das vor allem. Als junger Alpinskifahrer war er 1998 beim Olympischen Jugendlager in Nagano mit dabei. „Mein Freundeskreis besteht zu 80 Prozent aus Sportlern“, liest sein Anwalt in Schmidts Namen vor. Studium in Gießen, Promotion in Leipzig, verschiedene Pflichtstationen an Kliniken, schließlich Facharzt für Allgemeinmedizin in der Praxis der Mutter. Dann Team-arzt bei Gerolsteiner und Milram, leider „mit Dopingvorwürfen in der Presse, obwohl meine Unschuld zu einhundert Prozent nachweisbar war“. Tja, und dann?

  „Warum ich mich dann entschlossen habe, Eigenblutdoping für Sportler anzubieten, kann ich nicht mehr genau sagen“, hat Schmidt in seiner Erklärung formuliert. „Wahr-scheinlich war meine Antriebsquelle meine Liebe zum Sport.“ Zu einem Sport allerdings, wie er ihn kannte: „in dem Doping auf der Tagesordnung ist, aus meiner Sicht sogar un-verzichtbar, wenn man auf Dauer erfolgreich sein will“.

 

Abenteuerliche Praktiken

 

  Von „abenteuerlichen Praktiken des Eigendopings“ habe er schon „gehört“, lässt Schmidt vorlesen. Von Sportlern also, die sich irgendwas im Internet bestellen und es sich irgendwie selbst verabreichen. Ohne Arzt. Dem habe er ein „Angebot von hoher Qualität“ gegenüberstellen wollen. Um damit Geld zu verdienen, wie es ihm der Oberstaatsanwalt vorwirft? Nein, ganz sicher nicht. 11 000 bis 13 000 Euro netto pro Monat habe er doch allein in der Praxis verdient, damit „habe ich meinen Lebensunterhalt bestritten“. Die 5000 Euro Pauschalhonorar pro Saison, die er von jedem Sportler bekam: „Die deckten die Unkosten.“ Allein das Verbrauchsmaterial – Beutel, Nadeln, Zusätze – habe 3000 Euro pro Kunde verschlungen. Dann Flüge, Hotels, Honorar für die Helfer. „Und die teuren Maschi-nen“, mit denen er in Erfurt das Blut für die Einsätze vorbereitete, „die sollten sich auch amortisieren.“

  Die Maschinen, alle behördlich beschlagnahmt, werden dann im Gerichtssaal auf mehre-re Tische gestellt, die Vorsitzende Richterin Marion Tischler, die Beisitzer, die Schöffen, sie alle beugen sich fasziniert über ihr Richterpult, während Schmidt die Deckel aufklappt. „Soll ich die Schläuche einspannen?“, fragt er. „Ich würd’s schon gerne sehen“, sagt Tischler. „Mit Strom? Ohne Strom?“ – „Gerne mit.“

  Ein Brummen und Piepsen hebt an, und jetzt ist Doktor Schmidt wieder ganz in seinem Element. Mit geübter Hand reißt er die Beutelsets auf – „kostet alleine 90 Euro, so ein Teil!“ –, fährt Teleskopstangen aus, hängt Fläschchen auf. Führt vor, wie man Schläuche durchtrennt und steril wieder zusammenschweißt und was man drücken muss, um Zu-ckerlösung und Glycerol wieder aus den Erythrozyten zu spülen. „Wunderbar“, sagt die Richterin. Nur die MCS+, ein weißer Kasten, der wie eine Mikrowelle mit aufgesetztem DJ-Mischpult aussieht und den Tischler gerade als „krönenden Höhepunkt“ angekündigt hat, macht leider nicht mit. „Fehler 372“, liest Schmidt vom Display ab. „Na ja, die war ja auch lange nicht beim Service.“

  Alles ganz sicher, alles ganz steril, fast könnte man vergessen, dass es hier nicht um eine Fortbildung für den Thüringer Blutspendedienst geht. Sondern um Manipulation, und zwar in vielerlei Hinsicht.

  In der Reihe hinter Schmidt sitzen Diana S., die Krankenschwester, und Sven M., der Notfallsanitäter. Sie haben ihre Aussagen schon hinter sich gebracht, stotternd, schluch-zend, zwei vom Verbrechen gebrochene Menschen. Jedenfalls ist es so rübergekommen. Und wenn man ihnen eine Weile zugehört hat, dann entfaltete sich ein ganz anderer Ein-druck als bei der fast fröhlichen Maschinenpräsentation am Dienstag: der Eindruck näm-lich, dass Doktor Schmidt vielleicht weit mehr als nur Blutsysteme manipuliert hat.

  Diana S. schilderte ihren ersten Blutausflug im Dezember 2017: Schmidts goldener Audi – es war noch nicht der Passat – stand gepackt vor dem Haus, der Schlüssel unter der Fußmatte. Erst als sie schon auf der Autobahn war, habe Schmidt sie angerufen und vor-geschlagen, dass sie doch „auch gleich stechen“ könne. „Ich habe gedacht, ich liefere da was ab und fahr’ wieder zurück.“ Aber dann habe sie sich „überreden lassen“. Sie hatte 900 Euro Schulden bei ihm, zum Mofa für den Sohn hatte er etwas beigesteuert, und bei einem Umzug hatte er ihr auch geholfen. Sie habe sich in seiner Schuld gefühlt. „Ich schäme mich dafür und würde es gerne rückgängig machen“, sagte Diana S.

  Sven M. erzählte, wie Schmidt ihn über Wochen um Hilfe gebeten habe, ehe man sich schließlich bei McDonald’s in Jena traf. Wie er lange gezögert habe: keine Zeit. Die Arbeit, die Tochter. Aber Sportereignisse in anderen Ländern, das klang schon interessant. „Meiner Meinung nach wollte Doktor Schmidt mich damit locken“, sagte M. – und der erste Einsatz ging dann tatsächlich gleich über Helsinki nach Otepäa in Estland. Langlauf-Weltcup. Welcher normale Mensch kommt da schon mal hin?

 

Nichts gewusst

 

  Sven M. sagte aus, dass er bis zuletzt nicht gewusst habe, dass das Spritzen von Eigenblut strafbar ist. Wie er sich beim dritten und letzten Einsatz, in Italien, mal vor dem Hotel in einen Blumenkübel übergeben habe, so sehr habe er sich geschämt. Wie er nach seiner Festnahme einen Totalzusammenbruch hatte, psychisch und physisch, wochenlang Intensivstation, vier Monate lang konnte er nicht mehr laufen.

  Mark Schmidt sagt dazu am Dienstag, dass er niemanden unter Druck gesetzt habe. An-sonsten räumt er fast alles ein. Hier ein paar kleine Korrekturen der Anklage – da eine längere Ausführung zum Vorwurf der Körperverletzung bei einer Mountainbikerin, der er probeweise ein nicht zugelassenes Blutplättchen-Präparat verabreicht hatte. Nachfragen ließ Schmidt vorerst nicht zu. Dabei gäbe es noch so viele.

  Es ist ein großer Prozess, es ist eine große deutsche Dopingaffäre. Aber bisher bleibt doch eine auffällige Leerstelle. Denn letztlich, auch das betonen die Anwälte, war das doch ein schräger Haufen aus Mittelklassefahrern und Hinterherlangläufern, die sich bei Schmidt an die Schläuche legten. Was ist eigentlich mit den Hunderten, Tausenden Athleten, die tatsächlich mal was Großes gewonnen haben? Wer versorgt die? Wer liefert ihnen den Treibstoff?

  Man hat am Dienstag nicht nur viel über Zentrifugen und Schweißpistolen, über Vollblut und Erythrozytenkonzentrate gelernt, sondern auch über den Sport. Wie steht es im Geständnis des Doktor Mark Schmidt, Dopingarzt aus Erfurt, von dem seine Anwälte für alle, die eine wollten, gleich eine Kopie angefertigt hatten? „Die Nachfrage schaffte das Angebot. Definitiv nicht andersrum.“

Adam Pretty auch beim World Press Foto siegreich

15.04.2021 -  (Foto: Adam Pretty/Getty)

Bei den wichtigsten Fotowettbewerben eilt Adam Pretty von Sieg zu Sieg. Das Münchner VDS-Mitglied entschied nach dem Sportfoto des Jahres („Sport allgemein: Action“) und den AIPS Sport Media Awards („Photography Portfolio“) auch das World Press Photo („Sports single pictures“) für sich.

Beim diesjährigen Wettbewerb „World Press Photo“ hatten gut 4300 Teilnehmer*innen aus 130 Ländern Beiträge eingereicht. Veranstalter ist die „World Press Photo Foundation“, eine gemeinnützige Organisation, die 1955 in den Niederlanden gegründet worden war. Eine Übersicht der Sieger*innen aller Kategorien finden Sie hier.

Adam Pretty siegte in der Kategorie „Sports single pictures“ mit „Log Pile Bouldering“. Für dieses Motiv hatte das Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten schon beim von kicker und VDS veranstalteten Wettbewerb „Sportfoto des Jahres“ in der Kategorie „Sport allgemein: Action“ den ersten Preis erhalten .

„Georg Filser-Mayerhofer kenne ich aus meinem Coffeeshop um die Ecke. Er ist ein guter Kletterer und mag das Bouldern, Klettern ohne Seil“, sagt Pretty über sein Siegermotiv, „er nutzt statt Felsen einen Holzstoß zum Trainieren. Mit einem Weitwinkel-Objektiv verfolge ich, wie er, einem Gecko gleich, den Stapel erklimmt.“

Der 43 Jahre alte Pretty hatte unlängst mit „Climbings Olympic debut“ bei den AIPS Sport Media Awards 2020 in der Kategorie „Photography Portfolio“ gewonnen. Beim Sven Simon Preis war er dieses Jahr Zweiter hinter seinem Getty-Kollegen Matthias Hangst (Verein Sportpresse Württemberg) geworden.

cleg/wpa

Meisterfotograf Adam Pretty gewinnt AIPS-Trophäe

In der Kategorie Portfolio mit seinen eindrucksbollen Kletterbildern

(23. März 2021) - Bei den AIPS Sport Media Awards 2020 gewann Adam Pretty (Getty Images) die Kategorie „Photo-graphy Portfolio“ mit „Climbings Olympic debut“. Pretty (43), Mitglie des Vereins Münchner Sportjournalisten, hatte schon den ersten Wettbewerb des Weltverbands der Sportjournalisten gewonnen und war 2019 Zweiter.

  Mit einem Foto aus seinem Portfolio hat Pretty 2019 den Sven-Simon-Preis gewonnen. Es ziert die Titelseite von VMS INFO (PDF-Datei, linke Spalte, Aktuelles).

  Zu den AIPS Sport Media Awards zählen alle Bereiche des Sportjournalismus, beispielsweise Audio, Foto, Text und Video. Die oder der Erste der jeweiligen Wettbe-werbskategorie erhält 8000 US-Dollar Preisgeld. Der zweite Platz bringt 3000, der dritte Platz 2000 Dollar.
  Alle Preisträger: https://www.aipsawards.com/index

 

  Alexander Hassenstein (Getty Images) wurde in der SpezialkategorieCovid 19 – Special Recognicion, category Photography - Sport Action” ausgezeichnet, eine Würdigung von Arbeiten mit dem Schwerpunkt Corona-Pandemie im Sport. Dazu gehört die stimmungs

volle Aufnahme von einem Gewitter über dem Münchern Stadion an der Grünwalder Straße. Auch Hasssenstein ist Mitglied des VMS.

Julian Meißner kehrt zu SPORT1 zurück

Ab April 2021 Director News und Mitglied der Chefredaktion

(10. Februar 2021) - Julian Meißner (42) wird zum 1. April 2021 Director News und Mitglied der Chefredaktion von SPORT1. Er wechselt vom Sporttechnologie-Unternehmen Stats Perform zurück zur Sport1 GmbH, wo er von 2006 bis 2017 in der Online-Redaktion tätig war, zuletzt als Leiter Sports. Meißner wird in seiner neuen Funktion direkt an Chefredakteur Pit Gottschalk berichten. Er folgt als Director News und Mitglied der Chefredaktion auf Matthias Becker, der das Unternehmen Ende 2020 auf eigenen Wunsch verlassen hat. Personalien

BTV fordert Öffnung der Tennisanlagen

Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder

(5. Februar 2021) - In einem Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder fordert der Bayerische Tennis-Verband (BTV) die schrittweise Öffnung der Tennishallen und Tennis-anlagen. Der BTV spricht sich für das Tennisspielen auf Freiplätzen ab 1. März 2021 aus.

BTV-Präsident Helmut Schmidbauer: „Erneut und vehement fordern wir von der Baye-rischen Staatsregierung die umgehende Öffnung des kontaktfreien und im Verein organi-sierten Individualsports, somit insbesondere auch des Tennissports. Sport an der frischen Luft, ganz im Sinne der Gesundheit und somit auch der Pandemiebekämpfung!"

  Der Verband sieht in der Öffnung der Tennisanlagen unter Einhaltung der strengen Hygienemaßnahmen, die seit Mai letzten Jahres auf den Anlagen praktiziert werden, keine Gefahr für die Gesundheit der Spieler respektive der Gesamtbevölkerung. Er schlägt folgendes Szenario vor:
• Öffnung der Tennishallen (Indoor-Sport) zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Basis der Bestimmungen der 8. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Individualsportarten nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes).
• Öffnung der Freiplätze (Outdoor-Sport) für den Trainingsbetrieb mit maximal vier Perso-nen plus Trainer pro Platz und unter Einhaltung der erweiterten Hygienebestimmungen (verpflichtende Nutzung von FFP2-Masken außerhalb der aktiven Sportausübung) ab dem 1. März 2021.

Öffnung des Wettkampftennis bei weiterem Rückgang des Infektionsgeschehens ab dem 1. April 2021 mit den erweiterten Hygienekonzepten aus dem Frühjahr 2020 (verpflichten-de Nutzung von FFP2-Masken außerhalb der aktiven Sportausübung).
  „Für eine reibungslose Saisonvorbereitung und die Platzinstandsetzung brauchen unse-re Tennisvereine verbindliche Termine und Planungssicherheit. Daher rufen wir die Baye-rische Staatsregierung auf, frühzeitig und transparent entsprechende Vorgaben zu kom-munizieren", so Präsident Schmidbauer.
  Die speziell für den Tennissport auf Basis der Infektionsschutzverordnung und des Rah-menhygieneplans Sport ausgearbeiteten Hygienekonzepte ermöglichen es, jederzeit den Mindestabstand einzuhalten und Ansammlungen von mehreren Personen auf der Anlage auszuschließen.

VMS-Mitglied Wolfgang Rattay: Sportbild des Jahres

Auch Adam Pretty ausgezeichnet: 1. Platz Sport allgemein Action

(2. Februar 2020) – Der Chef ist der Beste! Wolfgang Rattay (60), seit 2017 Sprecher der im Verband Deutscher Sportjourna-listen (VDS) organisierten Fotografen, beschäftigt bei der Nach-richtenagentur Reuters, gelang das „Sportfoto des Jahres“ 2020. Beim 51. Wettbewerb des kicker, an dem sich 85 Teilnehmerin-nen und Teilnehmer mit rund 1000 Motiven beteiligten, wurde von der zehnköpfigen Jury Rattays Foto des Torhüters Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach) prämiert, der sich nach dem Spiel gegen Hertha BSC Berlin am 27. Juni, dem letzten Spieltag der Fußball-Bundesligasaison 2019/20, mit einem gelie-henen Handy vor einer Wand mit Zuschauerfotos selbst ablichtete.

  Rattay, der hinter dem Schutznetz für Zuschauer, wo die Fotografen ihren Standplatz haben, gerade seine Utensilien im Koffer verstaut hatte, sah das. „Ich warf meinen Roll-koffer hin und holte meine Kamera heraus.“ Deckel ab, auch vom 24-70-mm-Objektiv,

ins Bajonett montiert, Kamera ein - „das hat so sieben, acht Sekunden gedauert“. Zu lan-ge, als der Fotograf schussbereit war, „da stand Yann gerade wieder auf und ging“.

  Wie das preisgekrönte Foto dennoch entstand? „Reiner Zufall“, räumt Rattey ein. Als er enttäuscht seine Kamera wieder einpackte, kam der Torwort zurück und machte noch ein Selfie. Wie sich später herausstellte, "weil er mit den Fotos auf dem vom Vereinsfoto-grafen Christian Verheyen geliehenen Handy nicht zufrieden war. Zeit genug für Wolfgang Rattay: „Ich machte mit der noch eingestellten automatischen Belichtung vier Bilder.“ Glück gehabt, aber auch schnell reagiert. „Es war mit sofort klar, dass mir ein Top-Foto gelungen war.“

  Wolfgang Rattay, seit 38 Jahren Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS).

  Ebenfalls VMS-Mitglied ist Adam Pretty (43). Der in Padding-ton, einem Vorort von Sydney geborene Australier siegte in der Kategorie Sport allgemein Action. Pretty fotografierte während eines Ausflugs nach Kochel am See seinen Kumpel beim Klet-tern an einem Holzstoß („wie ein Gecko“). 2019 hatte Pretty mit dem Foto vom Klettern in China den Sven-Simon-Preis gewon-nen.

  In der Kategorie Fußball allgemein belegte Adam Pretty außer-dem den 3. Platz.

 

https://www.kicker.de/das-sportfoto-des-jahres-2020-795936/artikel

Matthias Becker von Sport1 zu muenchen.de

Als stellvertretender Chefredakteur unter Gunnar Jans

(27. Januar 2021) – Matthias Becker (40) ist neuer stellvertretender Chefredakteur bei Portal München GmbH. Die Firma betreibt u. a. muenchen.de, die Netzseite der Landes-hauptstadt München. Chefredakteur von muenchen.de ist Gunnar Jans (52), der Ressort-leiter Sport der Münchner Abendzeitung war (2001-2014), danach Leiter Digitaler Sport am Wochenende der Süddeutschen Zeitung, Chefredakteur bei „The Digitale“ und ISPO.com.

  Matthias Becker arbeitete 13 Jahre lang für Sport1, ab 2018 als stellvertretender Chef-redakteur Digital, seit 2019 als Mitglied einer dreiköpfingen Chefredaktion unter der Lei-

tung von Pit Gottschalk.

  Becker und Jans sind Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS).

Wechsel in der Leitung des Sportressorts der Süddeutschen Zeitung

Claudio Catuogno folgt Klaus Hoeltzenbein nach

KLAUS HOELTZENBEIN

(22. Januar 2021) – Klaus Hoeltzenbein (Jahrgang 1959) verlässt die Süddeutsche Zeitung. Der Ressortleiter Sport (seit 2010) hat laut Branchendienst Kress ein Abfindungsangebot angenommen. Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter Claudio Catuogno (Jahrgang 1978). Catuogno ist, nach Ludwig Koppenwallner, Michael Gernandt, Ludger Schulze und Klaus Hoeltzenbein, der fünfte SZ-Sportchef seit 1946.

  Hoeltzenbein, geboren in Münster/Westfalen, aufgewachsen in Neuss, kam nach einem Volontariat beim Sport-Informations-Dienst (sid) 1985 zur SZ. 2002 wurde er stellv. Ressortleiter Sport.

CLAUDIO CATUOGNO

Claudio Catuogno , geboren in Karlsruher, arbeitet seit 2005 in der Sportredaktion der SZ. Ab 2007 berichtete er als sportpoliti-scher Korrespondent aus Berlin, 2010 wechselte er als stellv. Res-sortleiter zurück nach München. Er studierte Politikwissenschaften, Journalistik und Öffentliches Recht in München und wurde an der Deutschen Journalisten-schule zum Redakteur ausgebildet. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Filmemacher für das TV-Magazin quer des Bayerischen Rundfunks.

VMS-Stipendiat Laurenz Schreiner berichtet

Auf guten Sportjournalismus aufmerksam machen

(20. Januar 2021) - Von Oktober bis Dezember 2020 habe ich mein erstes Praktikum im Rahmen der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule (DJS) gemacht. Dafür bin ich nach Hamburg gezogen, denn für drei Monate durfte ich beim Spiegel in der Ent-wicklungsredaktion mitarbeiten. Es war eine sehr interessante Er-fahrung und ich habe das Haus auch als sehr offen erlebt. Das hatte ich zuvor nicht unbedingt erwartet. Aber jederzeit konnte man Kolleginnen und Kollegen im Haus anschreiben und fragen, ob sie Lust auf einen Kaffee hätten. Virtueller Kaffee – denn schon nach vier Wochen im Praktikum ging es wegen Corona ins Home Office. 

  Von dort arbeitete ich in der Entwicklungsredaktion mit, wurde Teil eines Projektteams mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Verlagsbereichen, schrieb nebenbei Texte für andere Ressorts und bekam auch von zu Hause ein bisschen was vom Spiegel-Gefühl mit. Die Entwicklungsredaktion ist ja so etwas wie eine Schnittstelle zwischen Verlag und Redaktion und ich fand es sehr spannend, zu sehen, wie Veränderungen im Arbeitsalltag, in Apps, in Redaktionsstrukturen hier diskutiert wurden. Das Team der Entwicklungs-redaktion war ohnehin super, wir hatten jeden Tag einen Call am Morgen und einen am Abend.

  Außerdem habe ich während des Praktikums ein kleines eigenes Projekt gestartet: TROPS – einen Newsletter mit den besten Geschichten aus dem Sport für alle, die sich nicht für Sport interessieren. Denn der Sportteil hat es ja oft schwer. Es gibt zwar die einen, die ihn als erstes lesen oder online direkt zur Rubrik „Sport“ klicken – aber es gibt auch die vielen anderen, die gar kein Interesse daran haben und eher auf den Sportjour-nalismus herabblicken. Genau die will ich erreichen.

  Denn es gibt viele interessante Geschichten, die über den Sport hinaus von Bedeutung für die Gesellschaft sind: Geschichten über (fehlende) Gleichberechtigung, über Rechts-extremismus, über Homosexualität, über politische Sportler*innen, über Doping, über Reli-gion, über Fankultur oder über Gerechtigkeit. Beim Trops-Newsletter möchte ich sie sam-meln – und den Einstieg in die Artikel oder Videos einfacher machen. Denn manchmal verstehen Außenstehende vielleicht gar nicht, wer eigentlich jetzt dieser Weston McKen-nie ist und warum seine Erinnerung an George Floyd so relevant für den ganzen Fußball in Deutschland ist oder warum Homosexualität in vielen Sportarten noch immer ein großes Tabu ist.

  Mein Ziel ist also, mehr Menschen auf den guten Sportjournalismus aufmerksam zu ma-chen, den es ja schon gibt. Nun schreibe ich alle zwei Wochen den Newsletter und es macht mir großen Spaß, ich bekomme immer wieder positives Feedback und es ist ganz schön, sich etwas ausprobieren und lernen zu können. Zum Newsletter geht es hier: https://trops.substack.com

  Im Februar beginne ich mein nächstes und letztes Praktikum im Rahmen der DJS, dieses Mal in Berlin. Dort werde ich bei BuzzfeedNews mitarbeiten, die vor allem größere Investigativrecherchen machen. Darüber werde ich im nächsten Bericht schreiben.

Statt Fußball preisgekrönte "Anrüchige Malerei"

VMS-Mitglied Peter Schatz gewinnt BJV-Preis

(17. Dezember 2020) – Coro-na ist auch für frei schaffende Fotografen eine schwierige Zeit. Vor allem für Sportfoto-grafen wie Peter Schatz (56), der zwar in Marktoberdorf wohnt, aber seit 1998 Mitglied des Vereins Münchner Sport-journalisten (VMS) ist.

  In normalen Zeiten fotogra-fiert Schatz vor allem Fußball, ist Stammgast beim FC Bayern in der Arena und bei der Na-tionalmannschaft. Die Coro-nazeit hat ihm Freiraum für andere Motive und neue Blickwinkel eröffnet. Aber darauf, einen Maler zu fotografieren, wie er mit einem Kanister in der Hand darauf wartet, bis eine Kuh den Schwanz hebt und er die Kuhscheiße auffangen kann, muss man erst mal kommen.

  Mit seinen Fotos vom Kunstschaffen mit den Exkrementen oberbayerischer Kühe gewann Peter Schatz beim 21. Fotowettbewerb des Bayerischen Journalistenverbands (BJV) den 1. Preis in der Kategorie Serie. Der VMS gratuliert seinem erfolgreichen Mitglied. Das Video mit den Siegerbildern und einem Interview mit Schatz gibt es hier: https://www.bjv.de/pressefoto

  Schatz nannte seine Serie „Anrüchige Malerei“. Er begleitet den Künstler Werner Härtl aus Reichersbeuern, östlich von Bad Tölz, einen Tag lang. „Hört sich hart an, ist aber halb so wild', sagt der Fotograf. Die Kuhscheiße trockne und stinke dann nicht mehr. „Die Bilder schauen toll aus.“

  Aufmerksam wurde Schatz auf den Künstler durch einen Bericht im Bayerischen Fern-sehen. Einen Tag lang dokumentierte der Fotograf dessen Arbeit. Härtl, damals land-wirtschaftlicher Betriebshelfer, hatte 2012 damit begonnen, mit Odel mit allem darin ent-haltenem Material wie Sand, Erdkörnern, Streu und Insektenüberbleibsel zu malen. Inte-ressante und nur schwer zu beeinflussende Strukturen seien das Resultat gewesen, sagt Härtl, aber inzwischen fange er die Exkremente direkt hinter den Erzeugerinnen auf, denn so erhalte er reineres Material. https://weeh78.de/kuhmistkunst/

  Schon 2018 war Peter Schatz im BJV-Wettbewerb erfolgreich gewesen. Er gewann mit einem Foto von der Fußball-Weltmeisterschaft in der Kategorie „Sport“ den ersten Preis.
  Diesmal gab es die Rekordzahl von 1230 Einreichungen von Fotografinnen und Foto-grafen aus allen Medienbereichen und Regionen Bayerns. Gesamtsieger des BJV-Wett-bewerbs wurde Florian Bachmeier mit „Der Covid-19-Patient“. Es gab sieben weitere Ka-tegorien, darunter auch Sport (Sieger Matthias Hoch mit „Einfach mal Dampf ablassen“).

  Davon, dass Bachmeier das Siegerfotos mit dem Handy aufgenommen hat, zeigte sich der vielfach prämierte Sportfotograf Alexander Hassenstein „überrascht“. Braucht es für die professionelle Fotografie keine teure Kamera mehr? Schatz verweist auf die stark verbesserte Qualität von Handyfotos und hält sie für Schnappschüsse für geeignet; er nutzt es auch.

  Peter Schatz rät seinen Kollegen Sportfotografen in der Coronazeit: „Dran bleiben, Augen auf andere Bereiche richten, das Maximale aus der Situation rausholen.“

https://peterschatz.spratshop.com/

Forum Nordicum: Neue Homepage

Nordische Interessengemeinschaft verstärk online

(6. Dezember 2020) - Nach der Corona-bedingten Absage des 41.Forum Nordicum An-fang November in Oberstdorf ging die Interessengemeinschaft der nordischen Fachjour-nalisten verstärkt online. Auf Facebook, Twitter, YouTube und einer neuen Homepage www.forum-nordicum.info  werden Neuigkeiten, Informationen und Hintergründe auf digi-talem Wege rund um Biathlon und den Nordischer Skisport abrufbereit eingestellt. In loser Folge informieren Gespräche, Filme und Video-Clips auch über die geplanten Themen des ausgefallenen Forums, das für 2021 nach Bodenmais vergeben worden ist.

  Zum IBU-Talk trat Pressechef Christian Winkler mit Viktoria Franke an, FIS-Marketing-Direktor Jürg Capol und der neue Weltcup-Direktor Skispringen Sandro Pertile beantwor-teten Fragen von Thorsten vom Wege, auf Initiative von  FN-Partner MANNER sprachen Stefan Kraft und Karl Geiger über ihre Saisonziele, die Vorbereitung auf den Skiwinter und über die Corona-Auswirkungen.
  Für viel Wirbel hat die Ankündigung gesorgt, künftig das Präparieren der Ski mit fluor-haltigen Wachsen zu verbieten. Ohne die Corona-Problematik wäre dieses Thema sicher-lich der Aufreger des Sommers gewesen. Im FN-Gespräch äußert sich Thomas Burmann, ein Experte der Firma HOLMENKOL über die Entwicklung und mögliche Auswirkungen. Videos und Clips der WM-Gastgeber Oberstdorf, Planica und Pokljuka, aus Val di Fiem-me, Dresden und den anderen Weltcup-Orten runden das Angebot ab. Auch die digitale Forum-Broschüre soll im Netz für winterliche Stimmung sorgen. Auch während des kom-menden Winters sind Infos und Beiträge abrufbereit.Lorenz Beringer von Lobeco wird seine Informationen zu den Vorbetreitungen von Peking 2022 geben.

  Die Fachjournalisten werden traditionell auch ihre Pokale für den vergangenen Winter vergeben: Skikönig 2020 wurde Skispringer Dawid Kubacki aus Polen, Biathlet/in des Jahres Dorothea Wierer aus Italien und Rookie oft he Year der Oberstdorfer Vinzenz Geiger.                                                                                                         Werner Rabe

Klaus Brinkbäumer soll MDR-Programmchef werden

(2. Dezember 2020) - Klaus Brinkbäumer, 53, soll Programmchef des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Leipzig werden. der Rundfunkrat ihn am 7. De-zember 2020 wählen. Sein Arbeitsbeginn wäre dann der 21. Januar 2020. Brinkbäumer war vom 13. Januar 2015 bis zum 22. August 2018 Chefredakteur des „Spiegel“. Beim Hamburger Magazin hatte er 1993 als Sportredakteur angefangen.

  Zu Beginn seiner beruflichen Tätigkeit war Brinkbäumer Sportredakteur der Münchner „Abendzeitung“, danach Chefreporter des „Berliner Kurier“. Anschließend studierte er in München und an der University of California in Santa Barbara (USA) Psychologie und Politikwissenschaft.

  Für 1860 München spielte der Junioren-Nationalspieler Klaus Brinkbäumer in der Vol-leyball-Bundesliga                                           .https://mail.aol.com/webmail-std/de-de/suite

Preisverleihung 2019. Sitzend, v.r.: 1. Benedikt Warmbrunn (Süddeutsche Zeitung), 2. Christopher Meltzer (Münchner Merkur), 3. Johannes Knuth (Süddeutsche Zeitung), Stehend, v.r.: Wolfgang Uhrig, Christian Eichler, Bürgermeisterin Christine Strobl (alle Jury), Thomas Walz, 1. Vorsitzender VMS, Johannes Holbein (Stipendiat), Hans Eiberle (Jury-Vorsitzender). Die Preisverleihung 2020 fiel wegen Corona aus.                                                                                                                                              FOTO: MARTIN HANGEN

Neuer Münchner FAZ-Sportkorrespondent

Christopher Meltzer folgt Christian Eichler nach

(1. Dezember 2020) - Christopher Meltzer (27) ist neuer Münchner Sportkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Er trat im September 2020 die Nachfolge von Christian Eichler (61) an, dessen passive Altersteilzeit beginnt.

  Meltzer belegte beim Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises des Vereins Münch-ner Sportjournalisten (VMS) 2019 und 2020 jeweils den 2. Platz.                    Personalien

Wieder mehr Tageszeitungen verkauft

(28. November 2020) – Nach dem Corona-Lockdown werden in Deutschland wieder mehr Zeitungen und Zeitschriften verkauft. Im 3. Quartal 2020 wurden laut Informationsgemein-

schaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) pro Erscheinungstag 14,19 Mio. Exemplare abgesetzt. Das sind zwar 5,33 Prozent weniger als im Vorjahr (3/2019: 14,99 Mio.), aber 0,72 Prozent mehr als im 2. Quartal 2020. Die Anzahl der ver-kauften ePaper stieg erneut an. Im Vergleich zu 2019 um rund 20 Prozent, von 1,57 auf 1,88 Mio.

  Die Süddeutsche Zeitung verkaufte in 3/2020 306.553 Exemplare (-1420), davon 88.730 ePaper (+5.175),

  Münchner Merkur/Rosenheimer Volksblatt: 243.488 (-2.875), ePaper 13.397 (+522). - tz: 96.041 (-1930) - Bild: 61.524 (+6.202) - Abendzeitung: 39.744 (+1590).

BTV fordert "differenzierte Vorgehensweise"

Tennisverband gegen "Mithaftung" durch die Staatsregierung

(14.11.2020) - Helmut Schmidbauer, Präsident des Bayerischen Tennis-Verbandes, hat sich zur Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung geäußert, sämtliche Indoor-

Sportstätten zu schließen. Er fordert, „dass nicht alle Sportarten wegen eines Einzelnen in Mithaftung genommen werden, sondern in der Beurteilung eine differenzierte Vorgehens-weise nach den Kriterien des Infektionsschutzes erfolgt.“                  https://www.btv.de/de

VMS-Stipendiat Laurenz Schreiner berichtet

(21. Oktober 2020) - Laurenz Schreiner, Schüler an der Deut-schen Journalistenschule (DJS) in München, ist seit März 2020 Stipendiat des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Er berichtet über seine Ausbildung.

  "Nochmals herzlichen Dank für das Stipendium, es ist eine gro-ße Ehre für mich! Ich gebe einen Überblick über meine Highlights an der Journalistenschule (und in München), natürlich mit beson-derem Fokus auf dem Sport.

  Begonnen hat die Zeit an der DJS im Oktober des vergangenen Jahres. Davor habe ich in Berlin, Hannover und Istanbul Politi-sche Kommunikation und Medienmanagement stu-diert und beim Tagesspiegel in der Sportredaktion gearbeitet. Thematisch habe ich mich dort unter anderem mit Rechtsex-tremismus in den Fanszenen und der Nachwuchsarbeit im Fußball beschäftigt und durfte von der Frauen-WM in Frankreich berichten. 

  Die Ausbildung an der DJS ist in drei Bereiche gegliedert: Print/Online, TV und Hörfunk, wobei sich das natürlich mittlerweile auch immer wieder überschneidet. Weiter

Das doppelte Comeback

(08.09.2020 - Gut Häusern) Viele Jahre mussten die Bayerischen Golfjournalisten auf diesen tollen Platz verzichten. Nun war es endlich soweit, der Bayerische Golfverband lud zum Finale seiner jährlichen Journalistenrunde, nach langer Abstinenz, in den Golfpark Gut Häusern ein. Die Vorfreude auf den Platz und den begehrten Eberhard Stanjek Pokal war allen Teilnehmern von Beginn an anzumerken und die Stimmung war spitze.

Begrüßt wurden die Kollegen vom neuen Pressesprecher des Bayerischen Golfverbands Tobias Hennecke. Die Rückkehr nach Gut Häusern sollte aber nicht das einzige Comeback des Tages bleiben. VMS-Mitglied Simon Wäschle war nach drei Jahren krankheitsbedingt erzwungener Pause erstmals wieder an den Start gegangen und war bei seinem Comeback-Turnier nicht zu stoppen. Er sicherte sich sowohl den Brutto Sieg (33 Punkte), als auch die Netto Wertung (38 Punkte) und damit den Eberhard-Stanjek-Gedächtnis-Pokal. Dieser Pokal wurde von keinem Geringeren als der Golflegende Bernhard Langer zu Ehren des ehemaligen BR-Sportchefs gestiftet. Ein weiteres Highlight der Siegerehrung war die Verlosung eines, von Langer handsignierten Golfballes mit dem Originallogo des Rydercups von 1993 in The Belfry. gestiftet von Thomas Walz. Der VMS war an diesem Tag unter den 30 Teilnehmer/innen mit 6 Mitgliedern vertreten.

Sportlehrerverband fordert nutzbare Turnhallen

Regulärer Schulsport spätestens im neuen Schuljahr notwendig

(21. Juni 2020) - Der Deutsche Sportlehrer-Verband (DSLV) begrüßt in einer Pressemit-teilung die Entscheidung des Kultusministers, Schulsport ab sofort wieder zu ermöglichen. In der Sitzung des Bayerischen Landessportbeirates am 00 Juni 2020 hatte DSLV-Prä-sident Günther Felbinger darauf gedrungen, dass das Kultusministerium Möglichkeiten aufzeige, dass der Schulsport schnellstmöglich wieder eine Perspektive bekomme. „Nach Monaten des sprichwörtlichen Bewegungs-Stillstandes in den Schulen, war es überfällig dass das einzige Bewegungsfach in der Schule endlich wieder grünes Licht erhält“, so Felbinger, Schüler bräuchten gerade in Corona-Zeiten Bewegung dringender denn je, außerdem fördere Bewegung das Lernen. Per KM- Bekanntmachung war es den Lehrern bisher verboten Sport- und Bewegungsangebote in den Schulen durchzuführen.

  Die neuen Hygiene-Richtlinien geben dem Schulsport endlich wieder Freiraum und trotz größtenteils noch belegter Turnhallen eine Vielfalt an Möglichkeiten die Schülerinnen und Schüler auch ohne Körperkontakt in Bewegung zu bringen. „Sport- und Bewegungsange-bote im Freien, auf dem Pausenhof, der Laufbahn oder im Park sind auch auf einge-schränktem Raum möglich, da ist Kreativität und Innovation an den Schulen und bei den Sportlehrkräfte gefordert, aber das können unsere Sportlehrer“, so Felbinger. Vor allem für Bewegungsangebote im Klassenzimmer ist der Rückgriff auf die zahlreichen digitalen Sport-Angebote im Netz ein guter Anreiz alternative Bewegungsmöglichkeiten zu kreieren.

  Indes sieht der Sportlehrer-Verband noch Raum zum Nacharbeiten, denn vielerorts sind die Turnhallen derzeit als Klassen- oder Lehrerzimmer zweckentfremdet. „Bei allem Ver-ständnis für die Raumnot an viele Schulen wegen der Einhaltung der Abstandsgebotes muss die Staatsregierung jetzt Farbe bekennen und die Turnhallen wieder für den Sport nutzbar machen“, so Felbinger, „spätestens zum neuen Schuljahr muss der reguläre Schulsport wieder das Normale sein!“

Philipp Kohlschreiber, erfolgreichster Profi der TennisBase Oberhaching (l.) und BTV-Präsident Helmut Schmidbauer auf dem neuen Center Court. Im Hintergrund das innovative Verwaltungsgebäude mit der Geschäftsstelle des BTV im Erdgeschoß.

                                                                                              FOTO: JÜRGEN HASENKOPF

Zentrum der bayerischen Tenniswelt

Neubau des BTV in Oberhaching fertiggestellt

(15. Juni 2020) – Gut zwei Jahre sind seit dem ersten Spatenstich am 10. April 2018 in der TennisBase Oberhaching vergangen. Nach dem Ausbau der Sportinfrastruktur des DTB-Bundesstützpunktes wurde nun auch das 1.304 qm Bruttogeschossfläche umfassende Verwaltungsgebäude fertig gestellt.

  Anfang Juni 2020 hat die Geschäftsstelle des Bayerischen Tennis-Verbandes ihre Büros im Erdgeschoss in Betrieb genommen, ein Stockwerk darüber sind die Nachbarn einge-zogen: die Tennis Deutschland Service GmbH (TDS), eine große Praxis für Physiotherapie (physio & performance base) und eine Zweigstelle des Münchner Zentrums für Orthopä-die und Sportmedizin (ZFOS) mit Davis-Cup-Arzt Dr. Tim Kinateder.

https://www.btv.de/de/spielbetrieb/news/neues-zentrum-der-bayerischen-tenniswelt.html

Anpassungen des medizinisch-organisatorischen Konzepts von DFB und DFL

(10.06.2020) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga DFL nehmen punktuelle Anpassungen am gemeinsamen medizinisch-organisatorischen Konzept für den aktuellen Sonderspielbetrieb in der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga vor.

 

Die Änderungen treten in der Bundesliga und 2. Bundesliga bereits bei den Spieltagen am bevorstehenden Wochenende in Kraft, Gleiches soll ab Freitag für die 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga gelten sowie zunächst auch für die Endspiele im DFB-Pokal der Männer und Frauen.
Die Anpassungen wurden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Benehmen mit der zuständigen Berufsgenossenschaft anhand des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards geprüft und akzeptiert. Sie sollen bis zum Ende der laufenden Saison gelten.

 

Das Klubpersonal in der technischen Zone (Spieler, Trainer, Betreuerstab) sowie die Delegationsteilnehmer*innen der Klubs auf der Tribüne müssen während des Spiels nun keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, sobald sie ihren Sitzplatz im Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person eingenommen haben. Gleiches gilt für den 4. Offiziellen im Schiedsrichterteam, der sich zwischen den Trainerbänken bewegt und genauso wie Spieler*innen, Trainer*innen und Betreuerstab regelmäßig auf Covid-19 getestet wird.

 

Verdoppelung der Medienvertreter/innen


Die Anzahl der im Stadion arbeitenden Personen wird leicht erhöht. Dabei verdoppelt sich unter anderem die Zahl der Medienvertreter*innen, die neben den Rechteinhabern aus dem Stadion berichten, von 13 auf 26.
Außer Frage steht, dass für den DFB und die DFL weiterhin die Gesundheit aller Beteiligten und der gesamten Bevölkerung sowie die Eindämmung des Virus’ höchste Priorität genießen. Die im medizinisch-organisatorischen Konzept verankerten grundsätzlichen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen bleiben dabei die Basis.


DFB Direktion Öffentlichkeit und Fans

Aus dem Bayerischen Landessportbeirat

(2. Juni 2020) - Der Bayerische Landessportbeirat hat sich in seiner Sitzung am 25. Mai 2020 mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Sport beschäftigt. Das Gremium unterstrich „die hohe Bedeutung des Sportunterrichts an Schulen“ und bat in einem Schrei-ben den zuständigen Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo um eine Stellungnahme, „wie und wann die Wiederaufnahme des Sportunterrichts an Schulen geplant ist“. Der Landes-sportbeirat sprach sich einstimmig dafür aus, „dass im Hinblick auf erhebliche gesundheit-liche Konsequenzen auf physischer und psychosozialer Ebene schnellstmöglich Lösungen anzustreben sind“.

  Über die Unterstützung der bayerischen Sport- und Schützenvereine in der Corona-Kriese durch die Bayerische Staatsregierung referierte Ministerialrat Matthias Prinzler vom Staats-ministerium des Innern, für Sport und Integration. Es sei „ein Ding der Unmöglichkeit, das alles auszugleichen“, sagte Prinzler zu den finanziellen Ausfällen der Vereine. Immerhin wurde die sogenannte Vereinspauschale, ein Zuschuss pro Mitglied von 29 Cent, verdop-pelt.

  Aus dem Gremium kam die Forderung nach einem Zeitplan für die weiteren Zurücknah-men der Einschränkungen im Sportbetrieb. Harald Güller (SPD): „Was umsetzen, was aus-setzen, Zeitpläne, vorbereiten.“ Das brachte Prinzler in Bedrängnis, denn offenbar war alles schon beschlossen, er aber zum Stillschweigen verpflichtet. Zum Beispiel beim Thema Fitness und den noch immer geschlossenen Studios. „Das ist Teil des Konzepts, das mor-gen im Ministerrat beschlossen wird. Wir haben das auf dem Radar.“ Dr. Martin Runge (Bündnis '90/Die Grünen), Vorsitzender des Landtagsausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport, sagte, es wäre „schön, wenn man so was vorher diskutiert“.

  Verkündigungen froher Botschaften sind aber offenbar dem Ministerpräsidenten Markus Söder vorbehalten. Er gab am Tag danach die Öffnung von Fitnessstudios am 8. Juni 2020 bekannt.

  Der Landessportbeirat steht dem Bayerischen Landtag, der Bayerischen Staatsregierung sowie allen mit Sportangelegenheiten befassten Stellen und Einrichtungen im Freistaat Bayern in grundsätzlichen Fragen beratend zur Seite.

  Der Landessportbeirat hat die Aufgabe, den Bayerischen Landtag, die Staatsregierung sowie alle mit Sportangelegenheiten befassten Stellen und Einrichtungen im Freistaat Bayern in grundsätzlichen Fragen zu beraten. Insbesondere hat der Landessportbeirat zu allen ihm aus dem Landtag, von der Staatsregierung und den Staatsministerien vorgeleg-ten Anfragen Stellung zu nehmen und gegebenenfalls Gutachten zu erstellen, dem Land-tag, der Staatsregierung und den Staatsministerien Vorschläge zu Verbesserungen und zur Abstellung von Mängeln sowie Vorschläge für neue Maßnahmen auf dem Gebiet des Sports zu unterbreiten und eine Zusammenarbeit aller auf dem Gebiet des Sports tätigen Kräfte zu fördern.

  Der Landessportbeirat hat 29 Mitglieder. 14 Mitglieder werden von den Fraktionen der Parteien nominiert, die im Landtag vertreten sind. Sie werden entsprechend ihrem Stärke-verhältnis für die Dauer der jeweiligen Legislaturperiode berufen. Weitere 15 Mitglieder werden von Verbänden und Vereinen vorgeschlagen und vom Landtag bestätigt.

  Vorsitzender ist Berthold Rüth (CSU). Die bayerischen Sportjournalisten werden von Hans Eiberle (Verein Münchner Sportjournalisten) vertreten.

 

https://www.stmi.bayern.de/sug/sport/sportinbayern/landessportbeirat/index.php

München bleibt Gastgeber der Fußball-EM

(29. April 2020) - München ist auch 2021 Gastgeber der UEFA EURO 2020. Der Stadtrat hat der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft in der Landeshauptstadt um ein Jahr zugestimmt.

https://www.muenchen.de/uefaeuro2020/aktuelles/uefa-euro-2020-bleibt-in-muenchen.html?fbclid=IwAR30F7DCO1Z170a8MxDUBCYAs2tckILwgdbPDKeHSH-ed8tJoxw6rmLzD-g

Welt und Bild stürzen ab

Münchner Zeitungsmarkt relativ stabil

(22. April 2020 – DIE ZEIT legte im ersten Quartel 2020 gegen den Trend um 1,2 Prozent auf an Auflage zu. Der Auflagen-Gewinner des ersten Quartals heißt laut IVW bei den Wochenzeitungen mal wieder Zeit: Um 1,2% steigerte sich das Blatt bei den Abos und Einzelverkäufen - vor allem wegen ePaper-Abos. Massive Verluste sind hingegen bei der Tageszeitung Welt zu beobachten: Nach dem Aus der Welt kompakt verlor sie 23,7% bei den Abos und Einzelverkäufen.

  Auflagen-Gewinner ist laut IVW bei den Wochenzeitungen DIE ZEIT, vor allem wegen ePaper-Abos. Massive Verluste erlitt die Tageszeitung Welt. Nach dem Aus für die Welt kompakt verlor sie 23,7% bei den Abos und Einzelverkäufen und verkaufte nur noch 53.478 Exemplare.

  Auch die Verkäufe des Marktführers Bild schrumpfen weiter ungebremst: Minus 9,1% der Abonnenten und Einzelkäufer.

  Relativ glimpflich davon gekommen sind Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung.

https://meedia.de/2020/04/22/ivw-blitz-analyse-tages-und-wochenzeitungen-zeit-gewinnt-erneut-auflage-welt-bricht-voellig-ein/

 

  Auf dem Münchner Zeitungsmarkt dominiert nach wie vor die Süddeutsche Zeitung mit im 1. Quartal 2020 327.178 täglich verkauften Exemplaren, davon 78.050 e-papers, meldete allerdings ein Minus von 3.044 Exemplaren im Vergleich zum 4. Quartal 2019.

  Der Münchner Merkur blieb mit 226.975 Exemplaren stabil (-297). Die zur selben Medien-gruppe gehörende Boulevardzeitung tz legt 3.547 auf 101.663 Exemplare zu.

  Bild verkaufte 62.732 Exemplare (-495), die Abendzeitung 40.786 (+230). (Quelle:IVW).

Kostenlose Rechtsberatung für VMS-Mitglieder

(28. April 2020) - Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) bietet seinen Mitgliedern eine kostenlose Rechtsberatung an. Dirk Feldmann, Partner der Kanzlei Unverzagt von Have in Hamburg, ist auf Arbeits- und Medienrecht spezialisiert und berät Journalist*innen. Er berät die Mitglieder der VDS-Regionalvereine in allen Fragen, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit stehen. Kontakt:

https://www.sportjournalist.de/Service/Rechtsanwalt_fuer_VDS-Mitglieder/

Jonas Nohe gewinnt „Großen Online-Preis“ des VDS

Multimedia-Story über märchenhaften Aufstieg von Racing Straßburg

Ismaning, 8. April 2020 – Hohe Auszeichnung für Jonas Nohe – und weiterer Erfolg für die preisgekrönte SPORT1 Redaktion: Der 30-Jährige hat bei den Berufswettbewerben des Verbandes Deut-scher Sportjournalisten (VDS) den 1. Preis in der Kategorie „Gro-ßer Online-Preis“ gewonnen. Jonas Nohe überzeugte die Jury mit der am 29. August 2019 auf SPORT1.de veröffentlichten Multi-media-Story „Aus Liga 5 nach Europa: Das Racing-Märchen“ – anlässlich der Europapokal-Rückkehr von Racing Straßburg und den Spielen gegen Eintracht Frankfurt in den Playoffs zur UEFA Europa League 2019/20. Mit viel Detailkenntnis skizziert der in Kehl am Rhein an der deutsch-französischen Grenze aufgewachsene SPORT1 Redakteur darin die Cinderella-Story von Racing Straßburg.

  Seinen Beitrag über den acht Jahre dauernden Aufstieg des Traditionsklubs aus dem Elsass aus der 5. Liga zurück auf die europäische Fußballbühne – der ohne Mäzen oder Großsponsor gelang – bereicherte er mit zahlreichen, selbst vor Ort produzierten Videos und exklusiven Interviews, unter anderem mit Racing-Trainer Thierry Laurey. Neben dieser umfangreichen Aufbereitung hob die Jury in ihrer Begründung auch die stringente Erzähl-struktur hervor.

 

SPORT1 Chefredakteur Pit Gottschalk: „Herzlichen Glückwunsch an Jonas Nohe! Die Berufswettbewerbe des VDS sind eine der bedeutendsten Auszeichnungen im deutschen Sportjournalismus. Seine preisgekrönte Story zeigt auch den hohen kreativen und multime-dialen Anspruch an unsere Berichterstattung, den wir als führende 360°-Sportredaktion in Deutschland täglich aufs Neue leben. Dazu gehört auch die Recherche zu Themen, die nicht unbedingt in den Mainstream-News stattfinden – denen wir aber mit viel Liebe zum Detail den Raum geben, den sie verdienen: unterhaltsam präsentiert und mit großer inhalt-licher Tiefe.“

  Die Preisträger wurden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht auf einer Gala geehrt, sondern vom VDS über ihren Erfolg persönlich informiert. Hinter Jonas Nohe belegten beim VDS-Berufswettbewerb in der Kategorie „Großer Online-Preis“ Jochen Tittmar und Nino Duit von spox.com die Plätze zwei und drei. Dotiert sind der 1. Preis mit 2.000 Euro, der 2. Preis mit 1.500 Euro und der 3. Preis mit 1.000 Euro.

  Über die Vergabe der Preise hat eine Fachjury entschieden, die sich in diesem Jahr wie folgt zusammensetzt: Martin Volkmar (DAZN Media, Vorsitz), Matthias Becker (SPORT1), Martin Bendrich (Commerzbank AG), Clemens Gerlach (freier Journalist), Prof. Dr. Thomas Horky (Macromedia University of Applied Sciences Hamburg), Ute Maag (VDS-Geschäfts-

führerin), Alexander Wagner (kicker-sportmagazin).

 

Über den Preisträger Jonas Nohe
Jonas Nohe wurde in Offenburg geboren und wuchs in Kehl am Rhein an der deutsch-französischen Grenze auf. 2009 begann er sein Studium der Kommunikations- und Politik-wissenschaften in München und schloss dieses mit dem Bachelor ab. Von 2012 bis 2014 war er freier Mitarbeiter bei bundesliga.de und hospitierte währenddessen beim Bayeri-schen Rundfunk im Radio- und Fernsehsport. Seit August 2013 ist der 30-Jährige für SPORT1 tätig, seit 2018 als Verantwortlicher Redakteur. Er berichtete für SPORT1 unter anderem von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang sowie von den U21-Fußball-Europameisterschaften 2015, 2017 und 2019.

Über den „Großen Online-Preis“ des VDS


  Für die Teilnahme gelten folgende Bedingungen: Der Beitrag muss originär für das Inter-net produziert worden sein. Es sind alle Darstellungsformen des Mediums zulässig (Bilder-galerien, Liveticker, Blogs etc.). Es ist zudem auch möglich, Themen-Pakete einzureichen, etwa die Bearbeitung eines Ereignisses mit den verschiedenen Stilmitteln des Internets. Serien können nicht angenommen werden, wohl aber Einzelbeiträge aus einer Serie. Die Gesamtkomposition der Homepage, in deren Umfeld der Beitrag stand bzw. steht, spielt keine Rolle.

 

Bild von Jonas Nohe (Copyright: SPORT1).

Ansprechpartner für weitere Informationen und Rückfragen:

Michael Röhrig | Mathias Frohnapfel
Kommunikation

Sport1 GmbH
Münchener Straße 101g
85737 Ismaning
E-Mail presse@at)sport1.de
www.sport1.de

IVW-Zahlen im März: Verluste beim Sport

(9. April 2020) - Der Beginn der Corona-Krise hat die Zugriffszahlen auf deutsche Online-Angebote im März massiv beeinflusst. So gewann die Top 20 in der IVW-Kategorie "Nachrichten" durchgehend zwischen 30% und 195% an Visits hinzu, in der Kategorie "Wirtschaft/Finanzen/Job/Karriere" ging es zum Teil sogar noch deutlicher nach oben. Visits-Verluste gab es hingegen bei den Themen Wetter und Sport.

Die IVW-Zahlen der Kategorie “Nachrichten” gingen im März wenig überraschend massiv nach oben. So gewann hier kein Top-20-Angebot weniger als 30,3% dazu. Sieben Marken steigerten sich sogar um mehr als 100%: ntv, Merkur.de, upday, Süddeutsche Zeitung, Tag24, Tagesspiegel und wa.de.

Besonders das Plus von ntv ist dabei bemerkenswert, das Angebot steigerte sich von 155,8 Mio. auf sagenhafte 352,8 Mio. Kategorie-Visits. Vergleichsweise wenig hinzu gewannen mit 30,3% bis 38,6% der stern, Focus Online und T-Online.

https://meedia.de/2020/04/08/ivw-zahlen-im-maerz-massive-zuwaechse-bei-den-themen-wirtschaft-und-finanzen-verluste-bei-sport-und-wetter/

Vor 50 Jahren: Milbertshofens Handballer erstklassig

(21. März 2020) - Vor 50 Jahren, am 22. März 1970, stieg der TSV Milbertshofen in die Handball-Bundesliga auf. Die Mannschaft, die zehn Jahre zuvor noch in der A-Klasse gespielt hatte, gewann das entscheidende Aufstiegsspiel gegen die SG Dietzenbach 18:13. Spielertrainer Hans Moser, mit der rumänischen Nationalmannschaft zweimal Weltmeister gewesen, im Aufstiegsjahr 33 Jahre alt, erzielte sieben Tore. Berichte: Archiv

  Torhüter der SG Dietzenbach war Ulrich Backeshof. Der wurde 17 Jahre später Präsident des TSV Milbertshofen. Während seiner Amtszeit (bis 1994) gewann die Mannschaft den Europacup der Pokalsieger. Das kostete. Der TSV Milbertshofen häufte sieben Millionen Mark Schulden an und musste durch die Stadt München finanziell gerettet werden. In der Saison 2019/20 spielt die Männermannschaft in der Bezirksliga.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/sport/tsv-milbertshofen-der-knueppelharte-kern-1.4853579

Stimmungsvolle Sportlerehrung

Die Landeshauptstadt München ehrte im Alten Rathaussaal ihre erfolgreichen Sportlerin-nen und Sportler des Jahres 2019 in stimmungsvoller Atmosphäre.

                                                                                                     FOTO: MARTIN HANGEN

(22. Februar 2020) - Über 200 Sportlerinnen und Sportler hatte die Stadt München in den Saal des Alten Rathauses gebeten. Sie wurden von Verena Dietl (SPD), in Vertretung von Bürgermeisterin Christine Strobl, für ihre Erfolge im Jahr 2019 geehrt. Die Vielfalt des Sports in München zeigte sich, vom Unterwasserhockey über den vietnamesischen Kampf-sport Vovinam Viet Vo Dao bis zu den deutschen Basketball- und Fußballmeistern vom FC Bayern. 

Faszination Sportfotografie

Adam Pretty (VMS) gewinnt zum zweitenmal den Sven-Simon-Preis

(18. Februar 2020) - Der in München lebende Australier Adam Pretty (42), Fotograf bei Getty , wurde am Montag in Hamburg mit Sven-Simon-Preis für das „Sportfoto des Jahres 2019“, das die WELT AM SONNTAG verleiht. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Pretty (Foto) ist Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten, der herzlich gratuliert.

  Sein Foto „Fokus“ zeigt die Kletterin Amy Dunlop an einer Felswand in China. Pretty schoss es um fünf Uhr früh, mit den ersten Sonnenstrahlen. Die spürbare Gefahr am Rande des Abgrundes, die Kraft der Athletin, die Schönheit der Land-schaft, das Spiel der Farben, macht dieses Foto für die Jury unter Vorsitz von Axel Sven Springer so besonders. Springer: „Ich bin sehr stolz darauf, welchen Stellenwert dieser Preis in der Fotografenszene hat. Dass die Jury mit einer so großen Begeisterung bei der Sache ist, ist ein Beleg für die hohe Qualität des Sven-Simon-Preises.“

  Matthias Hangst (Karlsruhe) belegte mit „Emotionen“, einem Foto vom Tennis, den zwei-ten Platz. Dritter wurde Robert Michael (Dresden) mit „Im Wasser“, das Kanu-Olympiasie-ger Tom Liebscher beim Training auf der Elbe zeigt. 5. Alexander Hassenstein mit "Welt-trainer" Jürgen Klopp. 6. Adam Pretty "Eisbach", Surfer in München.

  Für Adam Pretty ist es der zweite Sieg nach 2013. Im Vorjahr gewann Alexander Hassen-stein, auch er Mitglied im VMS.

  Der Sven-Simon-Preis wird jährlich zum Gedenken an Axel Springer jr., den ältesten Sohn des Verlegers Axel Springer, verliehen. Er war unter dem Pseudonym Sven Simon profes-sioneller Fotograf, gründete seine Agentur in München und gewann viele renommierte Prei-se und errang internationale Anerkennung. Im Januar 1980 starb der ehemalige Chefre-dakteur der WELT AM SONNTAG im Alter von 38 Jahren durch Freitod.

  Zu den Juroren zählten Persönlichkeiten aus dem Sport, u.a. Dirk Nowitzki, Nico Rosberg, Franziska van Almsick, Martin Kaymer, Katarina Witt, Heiner Brand, Birgit Fischer, Franz Beckenbauer, Maria Höfl-Riesch, Stefan Blöcher, Bernhard Langer und Rosi Mittermaier.

https://www.welt.de/sport/article205890345/Sven-Simon-Preis-Sportfoto-des-Jahres-Gefahr-Kraft-und-grenzenlose-Schoenheit.html

Von rechts: Ronald Reng, Autor der Biografie von Robert Enke, Martin Amedick, ehema-liger Fußball-Bundesligaspieler, Stadion-Wirt Holger Britzius, Teresa, Witwe von Robert Enke, Dr. med Tobias Freyer, Chefarzt der Parkklinik Wiesbaden, Stadion-Wirt Michael Jachan.                                                                                         FOTO: THOMAS WALZ

"Was passiert, wenn das rauskommt?"

Die Angst des depressiven Fußballprofis vor der Öffentlichkeit

(13. Februar 2020) – Pelé leidet darunter, Michael Phelps, der als Schwimmer 23 Goldme-daillen sammelte, und Sebastian Deisler, einst als Fußballspieler als Jahrhunderttalent ge-priesen.

  Auch Martin Amedick (37), der für Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt in der Bun-desliga spielte, durchlitt eine Depression. Amedick sitzt auf dem Podium im „Stadion“ in der Münchner Schleissheimer Straße, das 2019 von der Deutschen Akademie für Fußballkultur als Fußballkneipe des Jahres 2019 ausgezeichnet wurde. Er spricht über „die große Angst vor dem Tag, Antriebslosigkeit, Leere, Gefühlslosigkeit, Ohnmacht, innere Zerrissenheit“. Er sagt: „Meine Frau hat die Sporttasche gepackt, ich konnte es nicht.“ Amedick, Innenver-teidiger und Manschaftskapitän: „Mir war egal, ob wir gewonnen oder verloren haben.“

  Neben ihm sitzt Teresa, die Witwe von Robert Enke, der sich 2009 durch Schienensuizid das Leben nahm, zwei Tage, nachdem er im Spiel gegen den Hamburger SV zum letzten Mal im Tor von Hannover 96 gestanden hatte. Auch sie hat diesen Verlust von Empathie beobachtet: „Es war Robert egal, ob er das Spiel gewinnt oder verliert. Das hat mich er-schreckt.“

  Außerdem bei der Diskussion dabei: Dr. med. Tobias Freyer, Chefarzt der Parkklinik Wiesbaden, einer der profiliertesten Fachärzte Deutschlands in der psychiatrischen Be-handlung von Leistungssportlern. Und als Moderator Ronald Reng, Autor der preisgekrön-ten Biographie von Robert Enke. Reng ist Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS).

  Sie engagieren sich für die Robert-Enke-Stiftung robert-enke-stiftung.de, eine gemein-same Gründung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), des Ligaverbands (DFL) und Han-nover 96. Deren Ziele sind die Förderung von Maßnahmen und Einrichtungen, die der Aufklärung über die Krankheit Depression beziehungsweise Kinder-Herzkrankheiten und der Erforschung oder Behandlung dieser Krankheiten dienen. Vorstandsvorsitzende ist Teresa Enke. Über die Social Media Plattform Facebook betreibt die Stiftung Aufklärungs-arbeit, um die Krankheit Depression zu enttabuisieren. 73 Sportpsychologen sind über das Netzwerk der Enke-Stiftung erreichbar.

 

Die Depression kann jeden treffen

 

  Die Depression, mutmaßlich eine Stoffwechselerkrankung, kann jeden treffen. Laut Freyer erkranken daran jährlich vier Millionen Deutsche. Sport schütze vor Depressionen, aber die Anzahl der Erkrankten sei im Leistungssport genau so hoch wie bei der Allgemeinheit. Man müsse eine Depression nicht zwingend behandeln, mehr als 50 Prozent würden nach sechs Monaten abklingen.

  Und wie verhält sich die andere Hälfte? Wer in der Öffentlichkeit steht, hat ein zusätzli-ches Problem. Amedick: „Man fragt sich: Was passiert mit meiner Karriere, wenn das raus-kommt? Es hat ein Jahr gedauert, bis ich Hilfe in Anspruch genommen habe.“ Ein halbes Jahr war er weg. „Von Mitspielern wurde ich nicht darauf angesprochen.“ Ausnahme Stefan Aigner, „der war in seinem Umfeld selbst betroffen“.

  Dr. Freyer und der SV Wehen-Wiesbaden (2. Bundesliga) haben einen Weg gefunden, um Spielern die Angst zu nehmen. Sie können sich bei dem Arzt Rat holen, ohne dass das ihr Arbeitgeber erfährt. Der bezahlt die Honorare, auf den Rechnungen steht kein Name..

  Martin Amedick studiert Psychologie an der Unversität Bielefeld, er will Sportpsychologe werden. Er besucht für die Stiftungsarbeit Profivereine, bei denen er über die Krankheit Depression spricht.                                                                                            Hans Eiberle

Zwei Preise für Alexander Hassenstein

2. Platz für Adam Pretty in der Kategorie Portfolio/Sportreportage

(1. Februar 2020) - Alexander Hassenstein (Jahrgang 1971) aus Erding, der für Getty

Images fotografiert, reiht Erfolg an Erfolg. Der Sportfotograf gewann beim "Sportfoto des Jahres", veranstaltet vom Kicker in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sportjour-nalisten (VDS), belegte er mit dem Foto „Alles in der Hand: Weltmeister ganz oben“ (Foto oben), den 2. Platz und gewann in der Kategorie "Portfolio" mit einer Schwarzweiß-Kollek-tion. Der Verein Münchner Sportjouralisten (VMS) gratuliert seinem erfolgreichen Mitglied.

  Im Vorjahr hatte Hassenstein den Sven-Simon-Preis gewonnen, den am höchsten dotier-ten deutschen Sportfoto-Wettbewerb.

  VMS-Mitglied Adam Pretty wurde Zweiter in der Kategorie "Portfolio" mit Fotos vom Sport-klettern.

  Das „Sportbild des Jahres“ gelang dem Berliner Sebastian Wells (23). Über sein Foto „Der Schrei“ sagt er:"Am 2. November kommt es zum ersten Bundesliga-Derby zwischen den Berliner Klubs Union und Hertha. Sebastian Polter hat per Foulelfmeter zum entscheiden-den 1:0 getroffen und rennt zum Fanblock. Zwischen der Torauslinie und den Zuschauer-rängen fange ich den emotionalen Jubel von Trimmel, Polter, Ujah und Subotic ein. Dieses Motiv lebt von der seltenen Nähe zu den Spielern und diesem kurzen Moment des unkon-trollierten Schreies."

 Adam Pretty: Klettern in China. "

 Amy Dunlop of Australia chalks up while climbing "Moon Walker 5.12d" on Moon Hill in Yangshuo China. Chalk is used to give a climbers hands grip and friction, and to stop them slipping off holds when sweating. This route is really long and "pumpy" (steep) and requires lots of power and stamina as well as overcoming the  "fear factor" as it is often pretty exposed and high off the ground which helps build mental strength.

 Yangshuo ist ein Kreis mit einem gleichnamigen Urlaubsort in der südchinesischen Region Guangxi.

Kategorie 1
„Sport Allgemein: Action“
1. Preis: Marijan Murat – „Beat it!“ (VSW)
2. Preis: Alexander Hassenstein – „Alles in der Hand: Weltmeister ganz oben“ (VMS)
3. Preis: Alexander Keppler – „Wurfgespenst“ (VSW)
Kategorie 2
„Sport Allgemein: Feature / Impressionen / Emotionen“
1. Preis: Matthias Hangst – „Schaulaufen“ (VSW)
2. Preis: Matthias Hangst – „Emotionen“ (VSW)
3. Preis: Lukas Schulze – „Nightlife“ (VWS)
Kategorie 3
„Unsere Amateure. Echte Profis“ / „Amateur- und Jugendfußball“
1. Preis: Robert Michael – „Mit Bauchgefühl“ (SSV)
2. Preis: Markus Ulmer – „Ballfischen“ (VSW)
3. Preis: Robert Michael – „Ab unter die Dusche“ (SSV)
Kategorie 4
„Fußball allgemein“
1. Preis: Marvin Ibo Güngör – „Trophy Lift“ (VNS)
2. Preis: Robert Michael – „Augen zu und durch“ (SSV)
3. Preis: Anke Wälischmiller – „Feier“ (VWS)
Kategorie 5
„Portfolio / Sportreportage“
1. Preis: Alexander Hassenstein – „Die Krone im Zirkus“ (VMS)
2. Preis: Adam Pretty – „Klettern“ (VMS)
3. Preis: Moritz Müller – „Tanzkunst“ (VWS)
Preisgeld
– Gesamtwert: 30.000 Euro
– „Sportfoto des Jahres“: 5000 Euro
– jede der fünf Kategorien: 5000 Euro

Immer mehr ePaper der Tageszeitungen

Münchner Zeitungsmarkt: - SZ 337.732, MM 227.056 Exemplare

(1. Dezember 2019) – Die Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw), Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) ist ein Verein mit Sitz in Berlin. Dieser wird von den Medien-unternehmen, den Werbung treibenden sowie den Werbe- und Media-Agenturen in Deutschland unterhalten. Inhalt ihrer Tätigkeit ist das Sammeln und Prüfen von Daten und deren Bereitstellung für die Leistungskontrolle von Werbeträgern (Vergleichsdaten).

  Die Auflagenentwicklung am deutschen Pressemarkt verlief im 3. Quartal 2019 unein-heitlich. Die Tageszeitungen konnten den Rückgang der verkauften Auflage gegenüber dem Vorjahr erneut begrenzen.

  Bei den  Wochenzeitungen lagen die Gesamtverkäufe über dem Ergebnis des Vorquar-tals.

  Für die Publikumszeitschriften und die Titel der Fachpresse sind höhere Auflagenrück-gänge als in der ersten Jahreshälfte zu verzeichnen.

  Die Kundenzeitschriften konnten einen deutlichen Anstieg ihrer Gesamtverkäufe erzielen.

  Die ePaper-Verkäufe steigen kontinuierlich weiter an: Bei den Tageszeitungen ist jedes zehnte verkaufte Exemplar ein ePaper.

  Die Tageszeitungen einschließlich der Sonntagsausgaben und Sonntagszeitungen ver-kauften im 3. Quartal des laufenden Jahres durchschnittlich pro Erscheinungstag 14,99 Mio. Exemplare und damit 4,07 Prozent weniger als im Vorjahr (3/2018: 15,63 Mio. Stück). 

  Weiter deutlich im Plus liegt der Anteil von ePaper-Ausgaben an den Gesamtverkäufen der Tagespresse. Mit insgesamt rund 1,57 Mio. verkauften elektronischen Exemplaren wer-den aktuell gegenüber dem Vorjahr ein Sechstel mehr digitale Zeitungsausgaben vertrie-ben (3/2018: 1,34 Mio. täglich verkaufte ePaper).

  Auf dem Münchner Zeitungsmarkt verkaufte die Süddeutsche Zeitung im 3. Quartal täglich durchschnittlich 337.732 Exemplare, 3.494 weniger als im 2. Quartal. Abo: 238.113. Der Anteil der elektronischen Zeitungen (e-paper) stieg auf 76.406 Exemplare.

  Münchner Merkur: Verkauf 227.056 Exemplare (-1.539), davon 11.235 e-Paper. Abo 200.334.

  tz: Verkauf 100.090 (-1.744), Abo 29.512.

  Bild: Verkauf 64.311 (+67), Abo 841.

  AZ: Verkauf 41.641 (-93), Abo 18.024.

 

Auflagenentwicklung im 3. Quartal 2019:

 

http://www.ivw.de/sites/default/files/pm_auflagenstatistik_20193.pdf

Miroslav Klose (r.) und sein Biograf Ronald Reng.                           FOTO: PIPER VERLAG

MIRO

Ronald Reng präsentiert seine Biografie von Miroslav Klose

(21. November 2019) - Ronald Reng hat wieder ein Buch geschrieben: MIRO – die Bio-grafie des Fußballspielers Miroslav Klose. Es ist das Dreizehnte seit 2011. In der rappel-vollen Münchner Fußballkneipe „Stadion“ hat er sein Werk präsentiert, gemeinsam mit Klose.

  „Präzise recherchiert, informativ, spannend und zugleich literarisch erzählt, klug und nie langweilig.“ So hat die Jury über Rengs Arbeitsweise geurteilt, als sie ihm 2013 den NDR Kultur Sachbuchpreis zuerkannte für das Buch „Spieltage, die andere Geschichte der Bun-desliga“. Erzählt am Beispiel des Spielers und Trainers Heinz Höher; er ist vor drei Wochen gestorben.

  Diese Einschätzung gilt auch für die MIRO-Biografie, für die Reng sogar im Vatikan re-cherchierte und mit Georg Gänswein sprach, dem Kurienerzbischof der römisch-katholi-schen Kirche, Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI, als er über Kloses Engagement bei Lazio Rom schrieb.

  Miroslav Klose erwies sich im „Stadion“ als Gesprächspartner mit trockenem Humor. Wie er über seine Zeit mit Luca Toni und Frank Ribéry im Münchner Hotel Vier Jahreszeiten erzählte, löste Lachsalven aus. Klose sprach damals deutsch, polnisch und ein paar Worte englisch; vom Französischen, das er als Kind während seines Vaters Engagement als Fuß-ballprofi beim FC Auxerre gelernt hatte, war nichts geblieben. Toni sprach italienisch, pas-sabel englisch, Ribéry sprach nur französisch (Buch ab Seite 274).

Klose war von seinem neuen Arbeitgeber FC Bayern im Hotel einquartiert worden, weil sei-ner Frau Sylwia 4.000 Euro Monatsmiete für ein Haus abenteuerlich erschienen. Klose sagt, das seien die drei schönsten Monate seiner Zeit als Fußballer gewesen.

 

Der Arbeiter und das Model

 

  Miroslav Klose war beim FC Bayern gelandet, weil Manager Uli Hoeneß nach Abwägung, ob es sinnvoller sei, Luca Toni oder Miroslav Klose vom SV Werder Bremen zu verpflich-ten, laut Klose entschied: „Dann nehmen wir beide.“ Die Aufgabenverteilung sei dann so gewesen: „Ich war fürs Arbeiten da, der Andere war Model.“ Den Italiener wies er an: „Luca, bleib' bitte im Sechzehner, außerhalb kann man dir nicht zuschauen.“

  Eine Karriere wie die des Miroslav Klose ist heute undenkbar. Mit sieben Jahren als pol-nischer Spätaussiedler aus Opole (Oppeln) nach Deutschland gekommen. In der Schule mangels Sprachkenntnissen um zwei Klassen zurückgestuft. Lehre als Zimmermann, Hob-byfußballer, mit 20 noch für die SG Blaubach-Diedelkopf bei Kusel gespielt, am Rande des Saar-Nahe-Berglands, fernab vom großen Fußball: Bezirksliga Westpfalz (siebte Liga).  

  Danach FC 08 Homburg, zweiten Mannschaft, Verbandsliga (5.Liga) und Regionalliga-Mannschaft (3. Liga). Dann aber, so Klose, „ging's ratzfatz“: 1. FC Kaiserslautern, Amateur-mannschaft, im April das erste Spiel in der Bundesliga, als Einwechselspieler, kurz bevor er 22 Jahre alt wurde.

  Und trotzdem: Weltmeister 2014, Rekordtorschützen der Nationalmannschaft (71 Treffer) und der WM-Turniere (16). Er trug die Nummer 11 auf dem Trikot. Als die nach seinem Rücktritt Bellarabi zugewiesen wurde, habe er beim DFB angerufen: „Der nicht“. Die 11 bekam Reus, das passt.

  Klose spielte für den 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen, den FC Bayern München und Lazio Rom, war deutscher Meister und Pokalsieger, italienischer Pokalsieger. Reng hat den bemerkenswerten Lebensweg nachgezeichnet, gewürzt mit vielen Anekdoten und auch deshalb ohne Längen. Ein Lesevergnügen.

  Jetzt ist Miroslav Klose Trainer der U 17 des FC Bayern, da sei er „noch ein bisschen in der Lernphase“. Und hat so seine Probleme mit dem Nachwuchs - kein Wunder angesichts seiner Biografie. Er versuche, „Leidenschaft zu vermitteln“, musste aber feststellen: „Die wollen nur Spaß haben, sie sind ein bisschen materialistisch veranlagt. Was für ein Auto fährst du? Was für eine Uhr hast du? Wie teuer ist die? Und sie haben wenig Freizeit. Aber wenn man wie die Jugendlichen heute bis 16 Uhr Schule hat, killt das die Freude."

  Klose zweifelt noch. „Fußballlehrer – ich weiß nicht ob ich das schaffe.“ Uli Hoeneß zwei-felt nicht. Im Buch MIRO sagt der Ehrenpräsident des FC Bayern über Klose: „Ich traue ihm zu, dass er mal eine Bundesligamannschaft trainiert. Er hat absolutes Fachwissen, einen hohen Ehrgeiz und ist ein gutes Vorbild. Das, was er erzählt, lebt er.“            Hans Eiberle

Über den Autor

  Ronald Reng (geb. 1970 in Frankfurt) studierte Politik und Kommunikationswissenschaf-ten an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde an der Deutschen Journa-listenschule ausgebildet und schrieb u.a. für die Süddeutsche Zeitung. Von 1996 bis 2001 wohn-te und arbeitete Reng als Sportjournalist in England, danach lebte er in Barcelona, jetzt lebt er mit seiner Familie in Frankfurt und Bozen.

  2007 wurde er zum Klagenfurter Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis eingela-den. 2010 schrieb er in Zusammenarbeit mit Teresa Enke die Robert-Enke-Biografie "Ro-bert Enke. Ein allzu kurzes Leben."

  Zwischen 2001 und 2010 wurde Ronald Reng, Mitglied des Vereins Münchner Sportjour-nalisten (VMS), siebenmal mit dem Großen Preis des Verbandes Deutscher Sportjourna-listen (VDS) für die beste Sportreportage des Jahres geehrt. 2010 wurde er mit dem Diet-rich Oppenberg-Medienpreis „für herausragende journalistische Beiträge zum Thema Lese-kultur“ ausgezeichnet.

  Sein Buch "Der Traumhüter" wurde 2004 in englischer Übersetzung Keeper of Dreams bei den British Sports Books Awards als Best Biography ausgezeichnet. Im November 2011 erhielt er in London für seine Biographie über Robert Enke die Auszeichnung William Hill Sports Book of the Year, die als „ältester und bedeutendster Sportbuchpreis der Welt“ gilt.  Reng war in 23 Jahren der erste Autor, der nicht auf Englisch schreibt, der mit dem Preis prämiert wurde. Zudem wurde seine Enke-Biographie in Großbritannien auch zum Football Book of the Year 2012 gekürt. Auch in Polen wurde das Werk 2015 von einer Fachjury zum „Sportbuch des Jahres“ gewählt. Das Buch ist in weitere Sprachen (u. a. Spanisch, Portu-giesisch, Niederländisch, Dänisch, Chinesisch) übersetzt worden.

  2013 erhielt er von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur für sein Werk "Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga" die Auszeichnung als Fußballbuch des Jahres.

Eine Jury, der unter anderem der Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen ange-hörte, zeichnete das Werk mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2013 aus. Wie "Spieltage" wurde 2016 auch "Mroskos Talente" von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur als Fußballbuch des Jahres prämiert.

  Ronald Reng ist Mitglied der Jury des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises für regionale und lokale Sportberichterstattung, den der VMS seit 2001 alljährlich ausschreibt.

2015 VMS-Stipendiatin - 2019 Chefredakteurin

Marieke Reimann macht Karriere bei ze.tt der ZEIT

(7. Oktober 2019) - Marieke Reimann war am Sonntag, dem 6. Oktober 2019, Teilnehmerin an der Diskussion im Presseclub der ARD, Thema: Jugendkult statt Altenclub? Wie die Volksparteien ums Überleben kämpfen. 

Reimann (Jahrgang 1987), war während ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule (DJS) und dem Stu-dium an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München auch sportjournalistisch tätig und  2014/15 Stipendiatin des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Sie ist Chefredakteurin von ze.tt, dem Online-Magazin der ZEIT. Zielgruppe laut eigener Einschätzung: Generation Y, ze.tt richtet sich an "anspruchsvolle und gut ausgebildete junge Menschen zwischen Schulabschluss und erstem Job".

  Zeitgleich mit Reimann war Anna Dreher Stipendiatin, weil der VMS sich damals nicht zwi-schen zwei gleich qualifizierten Bewerberinnen entscheiden konnte und wollte.

  Von den bisher zehn VMS-StipendiatInnen sind sechs sportjournalistisch tätig. Anna Dreher ist Redakteurin im Ressort Sport der Süddeutschen Zeitung.

https://ze.tt/

https://mariekereimann.de/lebenslauf/

Verlage unterliegen Google

EuGH erklärt deutsches Leistungsschutzrecht für “nicht anwendbar”

(12. September 2019) - Deutsche Verlage haben im Streit mit Google um das Leistungs-schutzrecht eine Niederlage erlitten. Dem Europäischen Gerichtshof zufolge sei das 2013 eingeführte deutsche Leistungsschutzrecht rechtlich "nicht anwendbar". Die damalige Bun-desregierung habe versäumt, das Gesetz der EU-Kommission vorzulegen und notifizieren zu lassen.

https://meedia.de/2019/09/12/im-streit-der-verlage-gegen-google-eugh-erklaert-deutsches-leistungsschutzrecht-fuer-nicht-anwendbar/

Zum Schluss ein Interview mit Ottmar Hitzfeld

Die 72. Sendung von Joachim Days Dachau TV ist die letzte

(22. Juli 2019) - Die 72. und letzte Ausgabe der monatlichen Inter-netfernseh-Sendung „Dachau TV – Das Magazin nicht nur für Stadt und Landkreis“ ist online zu sehen unter www.dachau-tv.de .

  Zu sehen ist ein ausführliches Interview mit Ottmar Hitzfeld: Der 70-jährige Star-Trainer, der in Lörrach geboren wurde, heimste während seiner Laufbahn in 25 Jahren ebenso viele Vereinstitel ein. Er ge-wann, neben seinen Erfolgen in der Schweiz, zweimal die Cham-pions-League, den Weltpokal, 7-mal die deutsche Meisterschaft, 3-mal den deutschen Pokal und wurde u.a. 2-mal „Welttrainer des Jahres“. Der verheiratete Familienvater und Opa von drei Ekelkindern gibt beeindruckende Einblicke in viele Bereiche seines persönlichen Lebens (Kindheit, Familie, aktiver Fußbal-ler, Trainer und Gesundheit) und nimmt Stellung zu nationalen und internationalen The-men.

  Und weshalb ist Schluss mit Dachau TV? Joachim Day: „Nach sechs sehr spannenden Dachau TV-Jahren mit tollen Feedbacks und hohen Klickzahlen möchte ich mich wieder anderen filmischen Projekten widmen, die Hallen-Stadion-Sprecher-Tätigkeiten/Modera-tionen intensivieren und wieder vermehrt Kommunikations-Trainings geben.“

  VMS-Mitglied Joachim Day kennt Ottmar Hitzfeld schon lange; beide sind Lörrach gebo-ren.

Was ein echter Bayern Fan wissen muss

(10. Juli 2019) - Johannes Kirchmeier (28) hat ein Buch geschrieben: „101 Dinge, die ein echter FC Bayern Fan wissen muss.“ Klappentext: Rekorde, Unbekanntes, Extremes und Kurioses aus der Geschichte des FC Bayern. 101 Aha-Erlebnisse für (nahezu) jeden Fußball-Fan. Denn wer sagte: Zwei Chancen, ein Tor - das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung? Oder: Warum ist der 1. FC Kaiserslautern für die Bayern-Ge-schichte wichtig? Diesen und vielen anderen Fragen forscht das Handbuch nach. Es klärt über kuriose und interessante Fakten auf und beschreibt die wichtigsten Dinge, die ein Bayern-Fan (und jeder an-dere) wissen muss. 

  Johannes Kirchmeier studierte Journalistik in Ansbach und an der LMU München. Zudem  absolvierte er eine Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Seit 2014 arbeitet Kirchmeier in der bayerischen Landeshauptstadt als freier

Journalist, er schreibt vor allem für die Süddeutsche Zeitung. 2015 war er Stipendiat des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). 2016 belegte Kirchmeier beim Helmut-Steg-mann-Nachwuchs-Förderpreis des VMS den 3. Platz und 2017 den 2. Platz beim Nach-wuchspreis des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS).

  Johannes Kirchmeier: 101 Dinge, die ein echter FC-Bayern-Fan wissen muss. 192 Seiten, ca. 100 Abb., Format 12,0 x 18,5 cm. Klappenbroschur mit Fadenheftung. ISBN: 978-3-95613-082-3. € 14,99 (D), € 15,50 A. SFr sFr. 21,50. Erschienen im GeraMond Verlag.

DFB: Automatische generierte Spielberichte 

Wie stark ist der Lokalsportjournalismus betroffen?

(8. Juni 2019) – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird ab der Spielzeit 2019/20 auf seiner Amateurfußballplattform fussball.de automatisch generierte Spielberichte aus allen Ama-teurligen veröffentlichen. Die Texte werden automatisiert erstellt und basieren auf den ver-fügbaren, offiziellen Spieldaten aus dem DFBnet.

  Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) fordert, dass diese Entwicklung kritisch be-gleitet wird. Thomas Walz, 1. Vorsitzender: „DFB-Mediendirektor Ralf Köttker denkt hoffent-lich an den Lokalsportjournalismus, wenn er erklärt: ,Wir sehen in dem Angebot vor allem einen Mehrwert für die vielen kleinen Vereine und für jeden, der sich für die Spiele in den unteren Klassen interessiert. Die Texte sind in erster Linie eine Ergänzung zur vorhande-nen lokalen Berichterstattung und ein Beitrag, um die tolle Arbeit und die Leistungen im Amateurfußball weiter aufzuwerten'.”

 

Die DFB-Presseerklärung im Wortlaut:

 

  Fast 25.000 Vereine, 160.000 Mannschaften und drei Millionen aktive Spielerinnen und Spieler – sie alle bekommen ab Sommer eine noch größere Bühne. FUSSBALL.DE, die Amateurfußballplattform des DFB, geht den nächsten Schritt und bietet mit Beginn der Saison 2019/2020 automatisch generierte Vor- und Nachberichte zu den Ligaspielen im Männer-, Frauen- und älteren Jugendbereich – bundesweit bis in die untersten Spielklas-sen. Der DFB kommt damit dem Wunsch seiner Amateure nach regionaler Berichterstat-tung auf FUSSBALL.DE nach.

  Die Texte sind ein kostenloser Service für die Basis und sollen wenige Monate nach dem 3. Amateurfußball-Kongress des DFB das Interesse für den Amateurfußball in der Öffent-lichkeit weiter steigern. Geplant ist im nächsten Entwicklungsschritt, die editierbaren Texte den Vereinen auch für ihre eigenen Online-Auftritte direkt zur Verfügung zu stellen – eben-

falls kostenfrei.

  Ralf Köttker, Mediendirektor und stellvertretender Generalsekretär des DFB, erklärt: „Wir sehen in dem Angebot vor allem einen Mehrwert für die vielen kleinen Vereine und für je-den, der sich für die Spiele in den unteren Klassen interessiert. Die Texte sind in erster Linie eine Ergänzung zur vorhandenen lokalen Berichterstattung und ein Beitrag, um die tolle Arbeit und die Leistungen im Amateurfußball weiter aufzuwerten.”

  Frank Biendara, Geschäftsführer IT und Digital der DFB GmbH und damit für die Weiter-entwicklung von FUSSBALL.DE zuständig, sagt: “Ich freue mich, dass wir zur neuen Sai-son nach vielversprechenden Tests nun endlich live gehen können. Wenn wir im Laufe der Saison wöchentlich bis zu 75.000 qualitativ hochwertige Vor- und Nachberichte pro Spiel-tag anbieten können, ist das in Deutschland bislang einmalig.”

  Die Texte werden automatisiert erstellt und basieren auf den verfügbaren, offiziellen Spiel-daten aus dem DFBnet. Neben dem kompletten Ligabetrieb bei den Männern und Frauen werden im Nachwuchsbereich zunächst die Meisterschaftsspiele von der A- bis zur C-Ju-gend abgedeckt.

  Die Berichte werden auf FUSSBALL.DE und in der FUSSBALL.DE-App sowohl auf der Mannschaftsseite als auch auf der Spieldetailseite angezeigt. Alle User, die sich auf FUSS-BALL.DE angemeldet und eine personalisierte Startseite eingerichtet haben, können die Robotertexte außerdem auf den ersten Blick unter “Meine News” sehen.

  FUSSBALL.DE wird seit Juli 2014 vom DFB betrieben und ist die größte Amateurfußball-

lattform in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden mit 4,5 Milliarden Page Impressions und 337 Millionen Visits erneut Rekordwerte verzeichnet. Die FUSSBALL.DE-App ist 3,5 Millionen Mal heruntergeladen worden. Inhaltliche Kernaufgaben von FUSSBALL.DE sind, die Sichtbarkeit des Amateurfußballs zu erhöhen, die Vereine in ihrer öffentlichen Wahr-nehmung zu unterstützen, der Basis inhaltlichen Service zu bieten und das Geschehen auf den Amateursportplätzen online erlebbar zu machen.        Direktion Öffentlichkeit und Fans

Der Landessportbeirat, vorne, v.l.: Stellv. Vorsitzende Diana Stachowitz (MdL SPD), Präsi-dentin Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS); stellv. Vorsitzender Jörg Ammon, Präsident Bayerischer Landes-Sportverbands (BLSV); Vorsitzender Berthold Rüth (MdL CSU); stellv. Vorsitzender Wolfgang Kink, Erster Landesschützenmeister  Baye-

rischer Sportschützenbund (BSSB); Barbara Roth, Präsidentin Landesverbands Bayern des Deutschen Sportlehrerverbands (DSLV), dahinter Hans Eiberle, Verein Münchner Sportjournalisten (VMS), der die bayerischen Sportjournalisten vertritt.

                                                                                                   FOTO: ISABELLA LANKES

Ein mysteriöser Hausbesuch

(20. Mai 2019) – Wolfgang Kink ist Erster Landesschützenmeister des Bayerischen Sport-schützenbunds.

  Dr. Martin Runge (Bündnis 90/Die Grünen) ist Vorsitzenden des Ausschusses für Kom-munale Fragen, Innere Sicherheit und Sport im Bayerischen Landtag.

  Beide sind Mitglieder des Landessportbeirats, Wolfgang Kink als Stellvertretender Vor-sitzender des beim Staatsministerium des Innern, Sport und Integration angesiedelten Gre-miums.

  Ralf Husemann ist Vorsitzender des Vereins „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!", der er-reichen will, dass in Schützenvereinen nicht mehr mit halbautomatischen und anderen töd-lichen Waffen geschossen werden darf; er war SZ-Redakteur.

  Hans Holzhaider ist Journalist, als Gerichtsreporter der Süddeutschen Zeitung mehrfach mit Preisen bedacht.

  Was hat dieses Quartett miteinander zu tun?

  Holzhaider berichtete am 11. Mai 2019 in der Süddeutschen Zeitung über einen „myste-riösen Besuch“, den Husemann in seinem Haus in Pasing bekommen habe. Ein älterer Mann gab sich als Kripo-Beamter aus, verhielt sich seltsam und erkundigte sich nach dem Verein. Danach verschwand er wieder. Husemann glaubt, der Besucher sei Wolfgang Kink gewesen, der streitet das gegenüber Holzhaider ab.

  Bei der Sitzung des Landessportbeirats am 14. Mai 2019 wurde Kink von Runge um eine Stellungnahme gebeten. Er wolle wissen, so Kink, wie er sich zu verhalten habe, wenn er nach dieser Angelegenheit gefragt werde, denn Kink sei immerhin Stellvertretender Vorsit-zender des Gremiums.

  Der Polizei-Hauptkommissar a.D. Kink antwortete, man müsse „nicht alles glauben, was in der Süddeutschen steht. Was soll ich dazu sagen? Ich war nicht in Pasing.“ Kink vermutet: „Da soll Stimmung gegen den Schützensport gemacht werden“. Richtig seien im SZ-Bericht nur die letzten sechs Zeilen. „Mich hat dieser Berichteschreiber angerufen." Er habe ein Alibi, sagt Kink. Für welches Datum? Der besuchte Husemann weiß nur noch, dass es Anfang Juni 2018 war.

  Hans Eiberle (Verein Münchner Sportjournalisten), der im Landessportbeirat die bayeri-schen Sportjournalisten vertritt, fragte nach der Sitzung Kink, ob er daran denke, Hans Holzhaider, den Autor des SZ-Textes, zu verklagen. Kink verneinte, er warte erst mal ab. Er wisse ja noch nicht einmal, ob es zu einer Anklage komme.

  Holzhaider und Runge glauben das eher nicht. Trotzdem könnte Runge in der kommen-den Sitzung des Landessportbeirats noch einmal nachfragen; die Antwort schien ihm nicht zu genügen.                                                                                                                     H.E.

Neues EU-Urheberrecht stärkt Verlage

(14. Februar) – Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich am Mittwoch (13.02.2019) in Straßburg vorläufig auf eine Reform des EU-Urheberrechts inklu-sive Leistungsschutzrecht. Presseverlage in der EU sollen gegenüber Nachrichten-Such-maschinen wie Google News gestärkt, die großen Internetfirmen mehr in die Pflicht ge-nommen werden. Die Portale sollen für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten in ihren Suchergebnissen Geld an die Verlage zahlen.

  Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeit-schriftenverleger (VDZ) begrüßten die Einigung: „Dies ist ein guter Tag für die Meinungs- und Pressevielfalt in Europa und der Welt“, teilten die Verbände mit. Die Reform setze „ei-nen wichtigen globalen Standard für journalistische Vielfalt und unabhängige Berichterer-stattung.“

  Der Verhandlungsführer des Parlaments, Axel Voss (CDU), zeigte sich erleichtert. „Digita-ler Urheberrechtsschutz beendet endlich das Wildwest im Internet, bei dem die Rechtein-haber bisher oft untergebuttert werden“, sagte Voss. „Den neuen Realitäten und Geschäfts-modellen des digitalen Zeitalters können wir jetzt gerecht werden.“

  Die Einigung vom Mittwoch muss in den kommenden Wochen allerdings noch vom Parla-ment und den EU-Staaten bestätigt werden. In den allermeisten Fällen ist das eine Forma-lie – weil die Debatte jedoch so aufgeladen ist, könnte die Reform hier allerdings noch scheitern. Stimmen beide Seiten zu, haben die EU-Länder zwei Jahre Zeit, die neuen Re-geln in nationales Recht umzuwandeln. Weiter

https://www.tagesschau.de/ausland/eu-urheberrechtsreform-101.html

Sponsoren murren über CL im Privatfernsehen

Die Fernsehquoten sind viel niedriger als in ARD und ZDF

(13. Februar 2019) - Seit Beginn der Saison 2018/19 werden Spiele der Fußball-Champi-ons League nicht mehr im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. Das sorgte erwartungs-gemäß für einen erheblichen Zuschauerrückgang bei den Fernsehübertragungen und Pro-bleme mit den Sponsoren.

  Dem Wunsch der Pay-TV-Anbieter nach Exklusivität bei Sport-Rechten steht die Sorge der Verantwortlichen bei den Vereinen entgegen, durch die sinkenden Zuschauerzahlen Probleme mit den eigenen Sponsoren zu bekommen. Die geben viel Geld aus und wollen als Gegenleistung entsprechende Bildschirmpräsenz sehen. Dieses Spannungsfeld sorgte war der Grund, dass es in Deutschland keinen kompletten Wechsel ins Pay-TV gab, auch wenn das höhere Einnahmen aus den TV-Rechten versprach.

  Die UEFA entschied bei der Champions League erstmals anders. Seit Beginn der Saison 2018/19) gibt es auch in Deutschland keine Spiele mehr im frei empfangbaren Fernsehen - mit Ausnahme eines eventuellen Finales mit deutscher Beteiligung, das aufgrund rechtli-cher Vorgaben frei empfangbar ausgestrahlt werden müsste).

  Sky (ging 2014 durch  Übernahme des von dem Medienunternehmer Rupert Murdoch über den Konzern 21st Century Fox gehaltenen Anteilen an Sky Deutschland und Sky Italia zum britischen Bezahlsender British Sky Broadcasting) und DAZN (kostenpflichtiger Strea-mingdienst, der von der britischen Perform Group seit August 2016 betrieben wird und Sportübertragungen über Internet, derzeit in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Japan, Kanada, Italien und dem Vereinigten Königreich bietet) teilen sich die Rechte.

  Das führt zu den zu erwartenden Problemen mit den Sponsoren. In einem Interview mit "Sport-Bild" fordert Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern Mün-chen, jedenfalls eine Rückkehr der Champions League ins Free-TV. "Wir müssen bei der Uefa alles in die Waagschale legen, damit in Deutschland ab der nächsten Rechteperiode wieder mindestens ein Livespiel, idealerweise ein Topspiel, im Free-TV zu sehen ist", so Rummenigge, der davon ausgeht, dass man das in Dortmund, Schalke und Hoffenheim ähnlich sieht.

  Sky meldete zwar jüngst ein Reichweiten-Plus von 28 Prozent im Pay-TV, doch vergli-lichen mit früheren Zuschauerzahlen der ZDF-Übertragungen ist ein erheblicher Rückgang der Reichweiten eingetreten, wie nicht anders zu erwarten.

  Rummenigge sagt, er habe stets dafür plädiert, dass die Interessen der Fans stärker be-rücksichtigt werden müssten. "Wir sind nicht in England, wo die Spiele schon seit Jahr und Tag exklusiv im Pay-TV laufen, oder in Spanien. Wir haben eine andere Fußball-Kultur, und der sollte man Rechnung tragen."

  Vor allem aber sind es die Interessen der Sponsoren, die er aus wirtschaftlichen Gründen im Blick haben muss. Auch wenn der Pay-TV der größte Zahler der TV-Vermarktung sei, dürfe man nicht die gut dotierten Sponsoring-Verträge vergessen, die angesichts dieses starken Zuschauerrückgangs nicht mehr ausreichend bedient würden. "Der Mix aus Pay- und Free-TV muss stimmen, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Champions League mittelfristig selbst einen Schaden beim Sponsoring zufügt", so Rummenigge.

  Möglich wird ein Wechsel zurück ins Free-TV allerdings erst 2021 - bis dahin läuft nämlich die aktuelle Rechte-Periode noch und DAZN und Sky dürften angesichts der hohen Ausga-ben kaum bereit sein, auf ihre Exklusivität zu verzichten.

  In seinem SZ-Kommentar schlägt Martin Schneider eine naheliegende Lösung vor: "Der

Bayern-Boss möchte am liebsten alles auf einmal: maximale Fernseheinnahmen - und ein breites Publikum für die Sponsoren. Er schielt dabei auf das ZDF, also auf Gebührengelder. Deren Verwendungszweck ist es aber nun wirklich nicht, am Ende des Tages in die Tasche der Bayern zu wandern. Das muss aber auch nicht so sein, denn die Rechnung ist ganz einfach: Wenn die für den Wettbewerb verantwortliche Uefa die Meinung Rummenigges teilt, eine zu kleine Gruppe an Pay-TV-Abonenten schade dem Produkt, dann muss sie dem Privat-Fernsehen ja nur ein Angebot machen. Ein Sender wie RTL würde genau so viel für die Rechte zahlen, wie er durch Werbeerlöse einnehmen kann. Dann hätten alle was davon: der Fan, der Gebührenzahler, der Sponsor - und Rummenigge. Aber bis 2021 bleibt alles, wie es ist. Vielleicht überlegt sich der Fan bis dahin, ob er sich nicht doch noch melken lässt."

https://www.sueddeutsche.de/sport/champions-league-free-tv-rummenigge-1.4329230

 

https://www.google.com/search?q=dwdl&client=firefox-b-d&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=gq0zsq6u51n56M%253A%252CSmpYpgHzR5ZVqM%252C%252Fg%252F122qm6f9&usg=AI4_-kT59gYB3k6El71d17UalzN1PF7YeA&sa=X&ved=2ahUKEwjW6L6h57jgAhXGyqQKHQKBC14Q_B0wEnoECAYQEA#imgrc=gq0zsq6u51n56M: Er wurde bearbeitet und ergänzt.

 

DWDL.de ist ein Internetmagazin, das sich mit der deutschen Medienwirtschaft befasst und sich selbst als „TV-Branchendienst“ versteht. Chefredakteur und Geschäftsführer ist Tho-mas Lückerath. Sitz des Unternehmens ist Köln. Die Bedeutung der Bezeichnung DWDL ist nicht bekannt.

Siezen Sie noch, oder duzt du schon?

Über die Vor- und Nachteile des Suchens nach Nähe

(6. Dezember 2018) - Ein interessanter Text im Wirtschaftsmagazin brand eins, der auch Sportjournalisten und ihren Umgang mit Spielern, Trainers und Vereins-Oberen betrifft.

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/naehe-und-distanz/siezen-sie-noch-oder-duzt-du-schon

Vor 50 Jahren

Als der FC Bayern sich arm gesiegt hatte

(10. Mai 2018) - Mit einer beispiellosen Erfolgsserie hatte der FC Bayern München vor einem halben Jahrhundert innerhalb von zwei Jahren auch international Aufsehen erregt: Aufstieg in die Fußball-Bundesliga (1965), DFB-Pokalsieger (1966,1967), Sieger im Europacup der Pokalsieger (1967).

  Doch die Erfolgsserie hatte ihren Preis. Ein Jahr später, im Mai vor 50 Jahren, waren die Bayern so gut wie pleite. Diese Einschätzung lag nahe angesichts der Verzweiflungstat des Klubpräsidenten. „Ich habe unterschrieben, ich kann nicht mehr zurück“, gestand Wilhelm Neudecker zwei Tage vor dem Rückspiel im Semifinale des Europacups der Pokalsieger gegen den AC Mailand, der das erste Spiel 2:0 gewonnen hatte. Neudecker hatte das Recht auf einen neutralen Austragungsort eines mögliches Entscheidungsspiel an den Gegner verkauft und dem so ein Heimspiel verschafft. Weiter

DFB vergibt Medienrechte für den DFB-Pokal

2019/2020 - 2021/2022 Springer und Sport1 neu dabei

(20. April 2018) - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat die Medienrechte an den Spielen des DFB-Vereinspokals der Männer und Frauen für Deutschland, Öster-reich und die Schweiz für den Zeitraum 2019/2020 bis 2021/2022 vergeben. Nach einem offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsverfahren werden neben den bisherigen Partnern ARD und Sky auch SPORT1 und die Axel Springer SE Rechte-pakete erwerben.

 

Mit Sport1 und der Axel Springer SE zwei neue Partner


DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sagt: “Der DFB-Pokal ist der Premiumwettbewerb unseres Verbandes und ein erfolgreiches Beispiel für das Miteinander von Profis und Amateuren im deutschen Fußball. Wir freuen uns sehr, dass wir neben unseren langjährigen Partnern ARD und Sky mit SPORT1 und der Axel Springer SE zwei neue Partner gewinnen konnten. Es ist uns mit diesen Vertragsabschlüssen gelungen, erneut eine signifikante Steigerung der Gesamtlizenzsumme zu generieren. Diese soll letztlich auch durch die Antrittsgelder im DFB-Pokal an die Profivereine und die Amateurklubs zurückfließen. Über die genaue Verteilung wird das DFB-Präsidium voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 entscheiden.”
Die ARD erwirbt über ihre Rechteagentur Sport A neun Free-TV-Livespiele pro Saison (erste und zweite Runde jeweils ein Spiel, dritte Runde bis Halbfinale jeweils zwei Spiele und das Finale) und dazu ein umfangreiches Highlight-Paket im DFB-Pokal der Männer. Darüber hinaus wird der DFB-Pokal der Frauen in der ARD zu sehen sein.

Sky wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin alle 63 Partien des DFB-Pokals live als Einzelspiele und in der Konferenz im Pay-TV übertragen.

Als neuer Partner im Free-TV kann SPORT1 ab der Saison 2019/2020 vier Pokalspiele (jeweils ein Spiel der ersten Runde bis zum Viertelfinale) live übertragen. Auch die Nachverwertung aller DFB-Pokalspiele am Folgetag ist in diesem Paket enthalten.
Zudem wurde bei dieser Ausschreibung ein reines Clips-Paket, welches die Nachverwertung aller Pokalspiele auf digitalen Plattformen beinhaltet, von Sky, SPORT1 und der Axel Springer SE erworben.
Die Registrierungs- und Ausschreibungsperiode, für die sich 17 Unternehmen offiziell registriert hatten, lief vom 5. Februar 2018 bis einschließlich 15. März 2018.
DFB:  Direktion Öffentlichkeit und Fans

DFB definiert einheitliche Linie zum Thema E-Soccer

Statt E-Sport - heißt es E-Soccer

(20.04.2018) Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden auf einen einheitlichen Umgang mit dem Thema E-Sport verständigt. Konsens besteht darin, dass die unter dem allgemeinen Begriff E-Sport praktizierten Gewalt-, Kriegs- und Killerspiele nicht zu den satzungsgemäßen Werten passen, die der DFB sowie seine Mitgliedsverbände Kindern und Jugendlichen vermitteln wollen. Das Engagement der Verbände wird sich deshalb allein auf fußballbezogene Spiele und Formate beschränken. Um diese klare Abgrenzung und Ausrichtung auf die sportlich relevanten Computerspiele zu unterstreichen und missverständlichen Deutungen des Begriffs E-Sport vorzubeugen, sprechen die Fußballverbände in diesem Kontext von E-Soccer.

 

Nur fußballbezogene Spiele und Wettbewerbe


Voraussetzung für eine Mitgliedschaft von E-Sport-Vereinen im DFB ist zunächst die notwendige Anerkennung durch die jeweiligen Landessportbünde und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Daneben sind mit Blick auf die Satzungszwecke nur solche Vereine für die Aufnahme in die Fußballverbände geeignet, die sich mit fußballbezogenen Spielen und Wettbewerben befassen. Ob und wie stark sich die Regional- und Landesverbände künftig im Themenfeld E-Soccer engagieren, bleibt ihnen auf dieser Grundlage selbst überlassen.
Gemeinsam definiert werden soll ein für alle maßgeblicher, verantwortungsvoller Umgang mit Computerspielen, der den Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie die Prävention beim Thema Suchtgefahren berücksichtigt. Das übergeordnete gemeinsame Ziel bleibt für die Fußballverbände, E-Soccer als eine Ergänzung des bisherigen Vereinslebens zu betrachten, dem Freizeitverhalten gerecht zu werden und auch über die Begeisterung für digitale Spielformen am Ende mehr Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, selber aktiv auf dem Rasen Fußball zu spielen.

 

Gewaltspiele Ablehnen, nicht als Sport bezeichnen


DFB-Präsident Reinhard Grindel: “Mir war immer wichtig, auf die tatsächlichen Inhalte von E-Sport hinzuweisen und deutlich zu machen, dass wir als Verband die vor allem darunter zusammengefassten Gewaltspiele ablehnen. Wir wollen keine Spiele fördern, in denen Kinder auf andere schießen und das Ganze auch noch als Sport bezeichnet wird. Wenn dagegen fußballbezogene Spiele als Ergänzung zum Sport im Verein wirken und über diesen Weg vielleicht sogar der eine oder andere in den Verein kommt, findet das unsere Unterstützung. Bei allem ist und bleibt es mit Blick auf die Gesundheit und das soziale Miteinander unser erstes Ziel, die Kinder und Jugendlichen dazu zu bringen, selber aktiv Fußball zu spielen.”
Dr. Rainer Koch, 1. Vizepräsident Amateure: “Die Landesverbände stehen geschlossen hinter der Ablehnung von gewaltverherrlichenden Spielen auf der einen Seite und einem offenen Umgang mit digitalen Fußballformaten. Viele Jugendliche spielen vor oder nach dem Training auf dem Rasen an der Konsole Fußball, andere entdecken über diesen Weg ihre Leidenschaft für den Sport und wollen es selbst aktiv ausprobieren. Für all diese Jugendlichen sollen die Landesverbände und unsere Vereine die grundlegende Möglichkeit haben, Plattformen und Angebote zu schaffen.”

 

DFB: Direktion Öffentlichkeit und Fans

„Fettleibige bewegungsunwillige Jugendliche“

Landessportbeirat sieht "eSport" als Bedrohung statt Bereicherung

                                                   VON HANS EIBERLE

(11. April 2018) - „Ausnahmsweise“, so Wolfgang Zacher, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerum des Innern und für Integration, äußere er sich mal „tendenziös“. Und zwar zum Thema „eSport“ auf der Tagesordnung des Bayerischen Landessportbeirats. Der

Begriff eSport (elektronischer Sport) bezeichnet den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen. https://de.wikipedia.org/wiki/E-Sport - http://www.sueddeutsche.de/thema/E-Sport

  Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) habe Arbeitsgruppen gebildet. Beim eSport handle es sich um eine mitgliederstarke Bewegung, deshalb könne er sich vorstellen, dass sich der DOSB sich das nicht entgehen lässt. Den „gesundheitsfördenden Aspekt“ sehe er nicht. Die Frage sei: „Zum Sport erklären gleich fördern?“ Das möge der Sport entscheiden. Auf jeden Fall: „Eine interessante Diskussion, das rollt auf uns zu, ganz massiv.“

  Günter Lommer, Präsident des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), glaubt: „Das werden wir nicht mehr entscheiden. Es steht bereits im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD: eSport ist Sport.“ Der Text: „Wir erkennen die wachsende Bedeutung der eSport-Landschaft in Deutschland an. Da eSport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir eSport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.“

  Der Landessportbund Thüringen habe eSport schon aufgenommen, ebenso Schalke 04

und der VfL Wolfsburg, berichtete Lommer. „Wir hatten als erster Verband die Vertreter von eSport (http://www.esvd.de/) schon im Haus.“

  Bei seiner Gründung Ende 2017 hatte der eSport-Bund Deutschland (ESBD) die Absicht erklärt, eSports die Anerkennung als Sportart zu verschaffen. Diesem Ziel ist der Dachver-band ein großes Stück näher gekommen.

  Der Oberbürgermeister von Neuburg an der Donau, Bernhard Gmehling (CSU), empörte sich in der Sitzung des Landessportbeirats: „Computerspielende fettleibige Jugendliche, die sich nicht bewegen wollen, das lehne ich komplett, ab, rigoros.“ Sein Amtskollege aus Neu-Ulm, Gerold Noerenberg (CSU), warnte: „Wenn jedes Computerspiel zum eSport zählt, wird es absurd. Was ist mit Indoor-Golf? Da muss man sich Gedanken machen.“ Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, hatte jüngst beteuert: „eSport kann Vereinssport in keiner Weise ersetzen. Fußball gehört an die frische Luft und auf den Rasen.“

  Ob sich Positionen wie diese noch lange werden halten lassen? Wohl eher nicht. Die Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und VfL Wolfsburg haben eSport-Teams. Die neuen Abteilungen profitieren von der Bekanntheit und der jungen Zielgruppe. eSport ist in Südkorea oder Finnland als Sport anerkannt.

  Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC)zeigt Interesse. „Nicht, weil sie es als Sportart sehen“, sondern weil es wieder mal nur ums Geld geht“, sagt Lommer. „Da fallen alle Barrieren.“ Vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang fanden die „Intel Extreme Masters“ statt, ein großes eSports-Turnier. Die Organisatoren der Asienspiele 2022 in der chinesischen Stadt Hangzhou nahmen eSports als offizielle Sportart ins Programm.

  Wichtig sei, „dass wird die Regularien festlegen,“ fordert Lommer. Zum Beispiel, dass

der BLSV nur Vereine mit Jugendsportabteilungen aufnimmt, im eSportverband aber keine Jugendlichen unter 16 Jahren organisiert sind.

                                                                        *

  Der Landessportbeirat (29 Mitglieder) steht laut seiner Satzung dem Bayerischen Land-tag, der Bayerischen Staatsregierung sowie allen mit Sportangelegenheiten befassten Stellen und Einrichtungen im Freistaat Bayern seit 1965 in grundsätzlichen Fragen beratend zur Seite. Dem BLSB gehören 14 Landtagsabgeordnete sowie 15 Vertreter von Verbänden an. Hans Eiberle (VMS) vertritt im Landessportbeirat die in den Vereinen Nordbayerische Sportjournalisten, Augsburg-Allgäuer Sportpresse und Münchner Sport-journalisten (VMS) organisierten bayerischen Sportjournalisten.

Christian Hanf Sportbeirats-Vorsitzender

Der Präsident des TSV Milbertshofen folgt Hans-Ulrich Hesse nach

(13. Januar 2018) – Christian Hanf (50) wurde mehrheitlich zum neu-en Vorsitzenden des Sportbeirats der Landeshauptstadt München gewählt. Der Präsident des TSV Milbertshofen folgt Hans-Ulrich Hesse (TSV München-Ost) nach, der nach 25 Jahren im Amt nicht mehr kandidierte, aber Mitglied des Gremiums bleibt. 

  Stellvertretender Vorsitzender ist Horst Staimer (SV München von 1880). Die für den Sport zuständige Bürgermeisterin Christine Strobl dankte Hesse „für sein ehrenamtliches Engagement, Sach- und Fachverstand an die Politik zu transportieren“.

  Der Sportbeirat hat laut Satzung „die Aufgabe, die Landeshauptstadt München in allen grundsätzlichen Fragen des Sports zu beraten uns zu unterstützen, insbesondere die Be-lange der Vereine und der sporttreibenden Bevölkerung im Interesse der Sportpflege zu fördern“. Er berät die Stadt bei Planung, Bau, Unterhalt und Nutzung von städtischen Sport-anlagen, der Verwendung der für den Sport im städtischen Haushalt zur Verfügung stehen-den Mittel und bei der Aufklärung und Werbung zur Förderung des Sport, beispielsweise bei Veranstaltungen und Veröffentlichungen.

  Das Gremium hat 46 Mitglieder, von denen nur die 21 Vertreter der Vereine stimmberech-tigt sind. Das unterscheidet den Münchner Sportbeirat vom Bayerischen Landessportbeirat, in dem die Landtagsabgeordneten nicht nur Sitz, sondern auch Stimme haben.

  14 der Münchner Sportbeiräte werden beim Kreistag des Sportkreises München im Baye-rischen Landessportverband (BLSV) gewählt. Sie repräsentieren Groß- (8), mittlere (4) und kleine (2) Vereine. Zu den sieben weiteren Mitgliedern gehört Hans Eiberle als Vertreter des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS).

  21 beratende Mitglieder stellen die im Stadtrat vertretenen politischen Parteien: SPD (6), CSU (6), Die Grünen(RL (3), Bayernpartei (1), Die Linke (1), FDP-HUT (1), Liberal-konser-vative Reformer (1).

  Weitere Mitglieder: Stadtschulrätin Beatrix Zurek, Stadtdirektor Peter Scheifele, Sport-

amtsleiter Günter Schwarz und dessen Stellvertreter Jürgen Sonneck sowie jeweils ein(2) Vertreter(in) der städtischen Gesundheitsbehörde und der Stadtwerke/Bäder.

Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße

In luftiger Höhe: Die Reporterkanzel überlebte den Umbau.

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

Münchener Straße 101 (24.5 Süd/ EG)

85737 Ismaning

T 0170 2268029 

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

Besucher seit 19. Juni 2013

Aktuelles

VMS INFO 2020_Final3.pdf
PDF-Dokument [22.6 MB]

Ansichtssache

Gedenktage

Geburtstage

Fred Joch 80

Vom Zimmermann

zum Fotokünstler

Gerd Raithel 90

Mit 24 Chronist des

Wunders von Bern

Joachim Day 60

Liebenswertes

Multitalent

Conny Konzack 70 Journalistische und

soziale Ader

Ansichtssache

Neue Bücher                           

      Überlebensstrategien

           in Corona-Zeiten

Jahrzehntelang ging unser Kolle-ge Jupp Suttner, Journalist und Buchautor, zum Speisen in ein Café oder Restaurant. Bis Coro-na kam – und er plötzlich ge-zwungen war, sich selbst am Herd zu versuchen. Erstaunt stellte er fest, dass er „trotz zweier linker Hände“ und Nullkommanull Vorkenntnissen das spielend einfach erlernte.

Darüber hat er ein Buch verfasst mit dem Titel „Singles haben im-mer Hunger“ und dem Untertitel „12 superleichte Rezepte für Singles, die nicht kochen können – es jetzt aber müssen.“ Ein kleines Werk, was den Umfang betrifft (36 Seiten DIN A 4) – eine große Hilfe jedoch für alle Total-anfänger: eine wirklich leicht nachvollziehbare „Gebrauchsan-weisung“.

Sie kostet 7,90 Euro und ist als pdf und doc- oder docx-Datei verfügbar – oder ausgedruckt für 10,90 Euro. Erhältlich weder im Buchhandel noch als E-Book, sondern ausschließlich beim Au-tor via E-Mail: kochjupp@gmx.de

Unter dieser Mailadresse kann auch ein Rezensionsexemplar und ein Waschzettel angefordert werden.

Die erste Reise: Weil sie den Blick auf die Welt, das Leben und auf einen selbst verändert – wie die erste Liebe

  • Gebundene Ausgabe : 320 Seiten

  • Preis: Euro 19,50

  • ISBN: 978-3963480133

  • Herausgeber: Gerhard Waldherr

(2. Oktober 2020) – Seine erste Reise führte Gerhard Waldherr ins Land der Träume. Dort lag Gaißach, seine Heimatstadt. Sie lag am Meer. Darüber schrieb er einen Schulaufsatz. Der Autor war elf Jahre alt, verreist war er noch nie. Später hat sich Wald-herr seinen Traum erfüllt und ist als Reporter für Zeiungen und Magazine viel und weit durch die Welt gereist.

  Corona dämpft die Reiselust. Es ist die Zeit der Nostalgie. Irgend-wann stand Waldherr vor seinem Bücherregal, wo ihm Elias Canet-tis Erzählband „Die Stimmen von Mar-rakech“ in die Hände fiel. Das Buch war Inspiration für sei-ne erste Reise nach Marrakech. Das war 1978, er war 17.

  So entstand die Idee für das Buch „Die erste Reise“, Untertitel: „Weil sie den Blick auf die Welt, das Leben und auf einen selbst ver-ändert – wie die erste Liebe.“                                   .  Weiter

Der „Doppelpass“ als Lese-Spaß

Besprechung von Wolfgang Uhrig

Mehr als ein Spiel“

100 Seiten, 7.00 Euro.

Aus der Serie „Fußball-Gold“ von

Oliver Wurm (Herausgeber, Chefredakteur),

Udo Muras, Broder-Jürgen Trede (Red.),

Hein-Hoyer-Straße 36, 20359 Hamburg

                      FOTO: SEBASTIAN WELLS

Ronny Blaschke, Jahrgang 1981, beschäftigt sich als Journalist und Autor mit politi-schen Themen im Sport, u. a. für Deutschland-

funk, SZ und Deutsche Welle. Die Recherchen für seine Bücher lässt er in politische Bildung ein- fließen, in Vorträge, Moderationen und und Konferenzen. Zudem entwickelt er unterschiedliche Informationsreihen.

Blaschke wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

                     "Machtspiele"

Diktatoren bringen Spieler auf Linie und nutzen Stadien als Militärbasen. Ob einst in Jugoslawien, in der Ukraine und zuneh-mend in der arabischen Welt: Ultras kämpfen in Revolutionen an vorderster Front und ziehen sogar in den Krieg. Vereinsinvestoren aus China, Russland und den Golfstaaten sichern ihren Regie-rungen Einfluss in Europa. 

„Machtspieler“ verdichtet Recherchen in 15 Ländern und blickt durch das Vergrö-ßerungsglas Fußball auf Geschichte, Kul-tur und Religion.

Die Einleitung des Buches finden Sie auf meiner Homepage https://ronnyblaschke.de/machtspieler-fussball-in-propaganda-krieg-und-revolution/?mc_cid=fbf2aff28b&mc_eid=e09f0ee157#Einleitung

 

Wer das ganze Buch lesen möchte, kann es hier bestellen:

https://www.werkstatt-verlag.de/isbn/9783730704950?mc_cid=fbf2aff28b&mc_eid=e09f0ee157

 

256 Seiten, Format 13,5 × 21,5 cm, Paperback, ISBN 9783730704950,

1. Auflage 2020. Preis € 19,90, E-Book 14,99.

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

Journalismus

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Verein Münchner Sportjournalisten