Verein Münchner Sportjournalisten
Verein Münchner Sportjournalisten

Aktuelles

Schiedsrichter schulen Sportjournalisten

(19. Januar 2023) - Die Veranstaltung „Schiedsrichter schulen Sportjournalisten“ des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS), in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), ist hochkarätig besetzt. Weiter

Von Jupp Suttner

Nachruf auf Rosi Mittermaier

(11. Januar 2023) - Jupp Suttner schrieb ein Buch über Rosi Mittermaier, das ihr nicht gefiel. Sie mochte es nicht mal signieren. Später kamen der Journalist und die Skikönigin gut miteinander aus. Nachruf

Ludger Schulze

(27. Dezember 2022) – Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) trauert um sein langjähriges Mitglied Ludger Schulze. Er starb, trotz langer Krankheit unerwartet, am 26. Dezember im Alter von 72 Jahren.

Schulze war 17 Jahre lang, als Nachfolger von Michael Gernandt, Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung. Dort hatte er nach dem Studium (Germanistik, Geschichte, Sozialkunde) volontiert. 1993 wurde er stellvertretender Ressortleiter Sport. Schulze berichtete von zahlreichen Fußball-Welt- und Europameister-

schaften sowie von Olympischen Sommer- und Winterspielen. 1993 war er „Sportjournalist des Jahres“, 2017 wurde Schulze vom Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er lebte in Laufen an der Salzach im Berchtesgadener Land. Nachruf

Prof. Dr. Ansgar Schwirtz führte den Bayerischen Landessportbeirat durch den neuen Sportcampus der Technischen Universität München (TUM). Rechts neben ihm: Beirats-Vorsitzender Berthold Rüth, links seine Stellvertreterin, Diana Stachowitz.

                                                                                                                FOTO: FELIX ZINßER

Bayerische Bewerbung für Olympische Spiele?

Landessportbeirat will IOC-Präsident Bach nach den Chancen fragen

(1. Dezember 2022) – Der Landessportbeirat beschloss bei seiner Sitzung auf dem Cam-pus der Technischen Universität München (TUM) im Olympiapark, bei der Jahrestagung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am Wochenende in Baden-Baden Kon-takt mit Thomas Bach, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), aufzunehmen, um zu erfahren, ob eine Bewerbung für Olympischen Sommer-/Winterspiele in Bayern erfolgversprechend sein könnte.

  Doch erstens kommt es anders...Am Donnerstag wurde bekannt, dass Bach nicht nach Baden-Baden reist; er ist an Corona erkrankt. Und auch das noch: Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), fiel als Kandidat bei der Wahl zum Präsidium durch.

  Der Vorschlag zum Treffen mit Bach kam von Prof. Ansgar Schwirtz von der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften an der TUM, zugleich Vorsitender des Arbeits-kreise für Sportwissenschaft und Sport der Universitäten in Bayern. Einige Mitglieder des Landessportauschschusses hatten schon die Hand gehoben, um Schwirtz das Mandat zu erteilen, mit Bach zu reden, als sich Jörg Ammon meldete und bat darum, auch ihn zu beauftragen. Ammon ist Präsident des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) und kandidierte in Baden-Baden für das DOSB-Präsidium (siehe auch SZ vom 1.12.2022: https://www.sueddeutsche.de/sport/vorwuerfe-gegen-blsv-schweigen-am-matterhorn-1.5706797. Der Sportbeirat stimmte mehrheitlich zu (zwei grüne Gegenstimmen, drei Enthaltungen).

  Vorausgegangen war ein Beschluss des Ausschusses für Leistungssport sowie eine Pressekonferenz zum Thema „Erneute Bewerbung für Olympische Spiele in Bayern“. Der Vorstoß kam nicht überall gut an. „Mit großer Verwunderung“ habe er die Ankündigung zur Kenntnis genommen, schrieb Max Deisenhofer (Bündnis '90/Die Grünen), Mitglied des Beirats, an den Vorsitzenden Berthold Rüth (CSU). „Abgesehen vom überraschenden Zeitpunkt dieser Pressekonferenz, suggeriert der Einladungstext eine Beschlussfassung und/oder Einmütigkeit zu diesem Thema im Landessportbeirat.“ Die gab es nicht.

  Auch bei der Sitzung im TUM-Sportcampus hielt sich die Begeisterung bei einigen Mitgliedern des Landesportbeirats in Grenzen. Schon die Jahreszahl 2036 sei schwierig. Schließlich könne niemand eine Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Olympische Spiele in Berlin wollen.

  Und eine Diskussion gerade jetzt? Deisenhofer bezweifelte die Behauptung, es sei der richtige Zeitpunkt für eine Bewerbung: „Wir haben ganz andere Probleme. Unsere Vereine kämpfen ums Überleben“: Energiekrise, Pandemie, steigende Zinsen. Helmut Radlmeier (CSU) hat indes „den Eindruck, dass es in den Vereinen großes Interesse gibt für Olympi-sche Spiele; aber in Bayern, nicht nur in München“.

  Die Befürworter einer Bewerbung wollen den Schwung der European Championships im August mit neun Sportarten und die „positive Ausstrahlung“ nützen. Man brauche die Akzeptanz der Bevölkerung, die 2013 in vier Bürgerentscheiden gegen die Bewerbung für Winterspiele 2022 votiert hatte.

  Die European Championships hätten gezeigt, „dass es auch anders geht“, sagte die stellvertretende Landessportbeirats-Vorsitzende, Diana Stachowitz (SPD), mit weniger Aufwand und Kosten. Dem hielt Gabriele Triebel das Defizit der Veranstaltung entgegen: „100 Millionen Miese. Die muss jemand übernehmen.“ Die Veranstaltung habe in etwa den Spielen von 1972 entsprochen, jetzt sei das „viermal so groß“.

  Weiterer Einwand: Der Zustand des IOC. Diana Stachowitz: „Solange sich das IOC nicht verändert“: Eher keine Bewerbung. Auch Deisenhofer sieht „das IOC eher kritisch, was den Veränderungswillen angeht“. Andere wollen Anzeichen für eine Kursänderung erkannt haben: Das IOC habe den Schuss gehört, es bewege sich. Bernd Kränzle, BLSV-Vizepräsident, langjähriger CSU-Landtagsabgordneter, teilt diese Ansicht nicht: „Ich sehe beim IOC keine deutliche Bewegung.“ Trotzdem: „Ja, es ist der richtige Zeitpunkt.“

  Die Zeit drängt. Die DOSB-Mitglieder haben sich für Samstag einen Grundsatzbeschluss zur Olympiawerbung vorgenommen. 2023 soll ein Kandidat gekürt werden, 2024 die Be-

völkerung befragt werden.

  Die Region Rhein plant schon länger, sich für die Spiele zu bewerben; ihre Bewerbung für 2032 ist gescheitert. Günther Felbinger, Präsident des Landesverbands Bayern im Deutschen Sportlehrerverband, fordert: „Nicht als Bayern sich die Blöße geben und kuschen.“ Und: „Ja zur Machbarkeitsstudie“.

  Die kostet. Das Gremium sagte erst mal nein. Es wollte abwarten, ob Schwirtz und Ammon dem IOC-Vorsitzenden Bach eine Aussage zu den Chancen einer bayerischen Bewerbung entlocken können. Die bleibt nun fürs Erste aus.                           Hans Eiberle

 

  Der Landessportbeirat steht (laut Satzung) dem Bayerischen Landtag, der Bayerischen Staatsregierung sowie allen mit Sportangelegenheiten befassten Stellen und Einrichtun-

gen im Freistaat Bayern in grundsätzlichen Fragen beratend zur Seite. Er nimmt zu allen ihm aus dem Landtag, von der Staatsregierung und den Staatsministerien vorgelegten Anfragen Stellung.

  Das Gremium zählt 30 Mitglieder: 15 Landtagsabgeordnete (CSU 6, Bündnis '90/Die Grünen 2, Freie Wähler 2, AfD 1, SPD 1, FDP 1, Landtagspräsidentin Ilse Aigner), sowie 15 Vertreter von Verbänden, darunter Hans Eiberle (Verein Münchner Sportjournalisten) für die drei bayerischen Sportjournalistenverbände.

VMS-Mitglied Gerhard Waldherr, Herausgeber von "Die WM und ich", - mit Elisabeth Schlammerl, der 1. Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), auf dem Podium im "Stadion" an der Schleißheimer Straße. Schlammerl ist im Buch mit dem

Beitrag "Allein unter Männern" vertreten.

Die WM und ich

VMS-Mitglied Gerhard Waldherr las im "Stadion" aus seinem Buch

(20. November 2022) - Weltmeisterschaften sind mehr als Fußballturniere. Was beim größten globalen Sportevent passiert, prägt und bleibt. Manchmal für immer. Das wird in Katar nicht anders sein, auch wenn die FIFA 2022 den Fußball in die Wüste schickt.

  Die Geschichten dazu erzählten Lucas Vogelsang und Gerhard Waldherr am Samstag (19.11.) in der Münchner Kultfußballkneipe Stadion an der Schleißheimer Straße. Vogel-sang las aus seinem Bestseller "Zeitlupen - Denn der Fußball schreibt die besten Ge-schichten", Waldherr aus "DIE WM UND ICH - Reporter erzählen. Von Bern bis Katar, Momenten für die Ewigkeit und was aus dem Fußball geworden ist", für das er als Heraus-geber die persönlichen Erinnerungen von Deutschlands renommiertesten Fußballrepor-tern zusammengetragen hat.

  Mit auf dem Podium: Lucas Vogelsang, der gemeinsam mit  Maik Nöcker und Micky Beisenherz den wöchentlichen Podcast Fussball MM produziert. Außerdem Elisabeth Schlammerl, 1. Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), und Hans Eiberle, ehemaliger Vorsitzender des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), die an Waldherrs Buch mitgeschrieben haben.

 

Buchbesprechung von Wolfgang Uhrig.

Gerhard Waldherr (l.) im Gespräch mit Hans Eiberle, der im Buch die WM 1970 Revue passieren lässt.

Olympia bei Olympia. Unentbehrlich: Die mechanische Schreibmaschine.

Olympischer Medienservice anno '72

Ausstellung in der ehemaligen Pressestadt an der Riesstraße

(29. November 2022) – Für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München entstand unweit des Olympiastadion im Nordosten des Stadtteils Moosach ein Wohnkomplex. Er erhielt den Namen Pressestadt, weil dort während der Spiele rund 4.000 Journalistinnen und Journalisten wohnten. Dort war auch das Hauptpressezentrum

  In der Riesstraße befand sich ein Fernmeldezentrum mit 110 fest installierten Telefon-apparaten, denn in den Wohnungen gab es weder Fernsprech- noch Fernsehanschlüsse. Die Statistik nennt 26.723 Gespräche und 9.837 Telegramme (!) mit insgesamt 6.377.718 Worten. Die Lobby im Erdgeschoss bot 120 Sitzplätze und eine Wand mit Monitoren, auf denen zeitgleich alle gerade stattfindenden olympischen Wettkämpfe zu sehen waren.

  Das Zentrum der Pressestadt war die Riesstraße 50. Dort entstand , wo sich heute das Berufsschulzentrum befindet. Im Gebäude Riesstraße 36, der Berufsschule für Informa-tionstechnik, gibt es derzeit eine Ausstellung mit dem Thema „PRESSE 72 - Sport- und Fotojournalismus bei den XX. Olympischen Spielen in München“. Gezeigt werden Memo-rabilien wie die originale olympische Fackel, eine damals benutzte Schreibmaschine, Ein-trittskarten sowie ein fast kompletter Satz der berühmten Werbeplakate von Otl Aicher. Zu einigen hat der 1974 tödlich verunglückte Münchner Sportfotograf Max Mühlberger die fotografischen Vorlagen geliefert.

  Zur Ausstellungseröffnung war Thomas Walz (1.Vorsitzender VMS) eingeladen sowie Hans Eiberle, Fred und Heide Joch, die davon erzählten, wie Wort- und Bildjournalisten damals arbeiteten.

Hans "Johnny" Klein: Olympia-Pressechef, Politiker, VMS-Mitglied

Olympia-Pressechef Hans "Johnny" Klein (mit Fliege) vor den Mitarbeiterinnen und Mit-arbeitern der Pressestelle. In der letzten Reihe (3. v.r. mit dunkler Brille): Bruno Schmidt-Hildebrand, ehemaliger Ressortleiter Sport des Münchner Merkur. Klein und Schmidt-Hildebrand waren Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Klein (1931-

1996) trat 1972 in die CSU ein, gewann den Wahlkreis München-Mitte und war bis zu seinem Tod am 7. November 1996 (Herzinfarkt) Mitglied des Deutschen Bundestags, als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (1987-89), Bundesminister für beson-dere Aufgaben als Chef des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung unter Helmut Kohl, ab 1990 Bundestags-Vizepräsident. 1990 kandidierte Klein erfolglos gegen Georg Kronawitter um den Münchner OB-Posten. In München-Sendling gibt es die Hans-Klein-Straße.

Auf der Website der Schule (https://www.bsinfo.eu/index.php/ser/ter/35-akt.html) steht: „Die Organisatoren um Thomas Zölch-Werthmüller haben es geschafft mit Hans Eiberle (SZ Redakteur bei der Olympiade 72) und Fred Joch (Sportfotograf bei der Olympiade 72) Journalisten zu gewinnen, die über ihre Arbeit bei den Spielen berichteten. Mit Frau Dr. Meissner (Kuratorin des Architektur-Museums der TUM), Thomas Walz (Voritzender des Vereins Münchner Sportjournalisten) und Prof. Ritz Ritzer (Architekt, Partner von Werner Wirsing bei der Neugestaltung der Bungalows im Olympiadorf) waren Experten geladen, die den Besuchern die Einmaligkeit der Spiele auch aus heutiger Sicht veranschaulichen konnten. Für einen sehr gelungenen Abend möchten wir uns bei Christian Übelhack, Stefan Krabatsch und Thomas Zölch herzlich bedanken, die die Ausstellung mit der Ausleihe von zahlreichen privaten Gegenständen ermöglichten und organisierten.“

 Ausstellung „PRESSE 72 - Sport- und Fotojournalismus bei den XX. Olympischen Spielen in München“, Riesstraße 36, 1. Stock, 80902 München. Geöffnet vormittags bis 17. Februar 2023, während der Weihnachtsferien (23.12.2022-8.01.2023) geschlossen.

Thomas Walz, 1. Vorsitzender VMS, Fred und Heide Joch (v.r.)

Katharina Seßler führt den Sportkreis München

Erste Frau an der Spitze der größten Organisation im BLSV

(14. November 2022) - Katharina Seßler, 39, ist neue Kreisvorsitzende des Sportkreises München-Stadt im Bayerischen Landessportverband (BLSV). Die 130 Delegierten wählten auf ihrem ordentlichen Kreistag im Kulturzentrum Trudering damit erstmals in der Ge-schichte des größten bayerischen BLSV-Kreises eine Frau zur Vorsitzenden. Seßler ver-tritt die Interessen der 630 Mitgliedsvereine mit ihren knapp 600.000 Mitgliedern. Sie ge-hört dem ESV München an, dem größten Münchner Breitensportverein.

  Seßler wurde einstimmig gewählt. Sie folgt Stadtrat Beppo Brem (Bündnis '90/Die Grü-nen) nach, der nicht mehr kandidiert hatte. Brem wird aber dem Vorstand als 1. Stellver-treter angehören.

  Gewählt wurden außerdem Michael Franke (FT Gern) und Elisabeth Rupprecht (SC Prinz Eugen) zu weiteren stellvertretenden Vorsitzenden. Marianne Schuber (ESV Freimann) ist neue Schatzmeisterin, Florian Sachs, Andreas Mekidiche und Richard Salvermoser sind, wie bisher, weitere Vorstandsmitglieder.

Ronald Reng: Sportbuch des Jahres 2022

"Der große Traum - drei Jungs wollen in die Bundesliga"

(1.November 2022) – Ronald Reng (52) wurde am 28. Oktober in Nürnberg für sein Buch „Der große Traum – drei Jungs wollen in die Bundesliga“ ausgezeichnet.

  Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur wählte die Ge-schichte der jugendlichen Fußballer zum Fußballbuch des Jah-res 2022.

  Der Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), dem Reng seit 1994 angehört, gratuliert seinen erfolgreichen Mitglied zum er-neuten großen Erfolg.

  Reng erhielt diese Auszeichnung schon 2013 für „Spieltage – die andere Geschichte der Bundesliga“ (2013) und „Mroskos Talente – das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts“ (2016). Seine Biografie „Robert Enke – ein allzu kurzes Leben“ war 2012 in England Sportbuch des Jahres“.

  Zwischen 2001 und 2010 wurde Reng vom Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) siebenmal für die besten Reportage prämiert. Er ist Mitglied der Jury des Helmut-Steg-mann-Nachwuchs-Förderpreises, den der VMS seit 2001 jährlich ausschreibt. Reng ge-hört dem VMS seit 1994 an. Er lebt mit seiner Familie in Frankfurt und Bozen.

Video Preisverleihung: https://www.youtube.com/watch?v=cxFjSyP4RCU - (ab 1:09 Stunden)

https://www.sportjournalist.de/

https://www.fussball-kultur.org/fussball-kulturpreis/archiv/2022/fussballbuch/preistraeger

 

     Reporter erzählen.

Von Bern bis Katar,

Momenten für die Ewigkeit

und was aus dem Fußball

geworden ist.

 

 

(29. September 2022) - Welt-meisterschaften sind mehr als Fuß-ballturniere. Was beim größten glo-balen Sportevent passiert, prägt und bleibt. Manchmal für immer. Das wird in Katar nicht anders sein, auch wenn die FIFA 2022 den Fußball in die Wüste schickt.

  In „DIE WM UND ICH“ erzählen Deutschlands führende Fußballreporter von ihren Erlebnissen – vom Wunder von Bern 1954 über das Wembleytor 1966, das Jahrhundertspiel Deutschland – Italien 1970 bis zu den deutschen WM-Triumphen 1974, 1990 und 2014 und dem Sommermärchen 2006. Erzählt wird aber auch von weniger glorreichen Momen-ten wie der Schmach von Córdoba 1978, der Schande von Gijón 1982, den Debakeln der DFB-Auswahl 1994 in den USA, 1998 in Frankreich oder 2018 in Russland.

  „DIE WM UND ICH“ wirft aber auch einen Blick auf die WM in Katar, die aus unterschied-lichen Perspektiven beleuchtet wird. Die Politik der FIFA, die Kommerzialisierung und der Ausverkauf von Werten steht ebenso zur Debatte wie die weltweite Wahrnehmung des Events sowie die Zukunft des Fußballs und seiner größten Bühne. Gleichzeitig werden Ikonen des Sports von Sepp Herberger über Franz Beckenbauer bis Zinédine Zidane und Lionel Messi beleuchtet, begleitet von Pressestimmen aus über sechs Jahrzehnten.

  64 Jahre WM, 38 Autoren, 320 Seiten inklusive Fotos, Abbildungen von Memorabilia, deutschen und internationalen Printpublikationen. Zu den Autoren zählen u.a. Ronald Reng, Hartmut Scherzer, Lucas Vogelsang, Kai Feldhaus, Ronny Blaschke, Dietrich Schulze-Marmeling, Elisabeth Autoren zählen u.a. Ronald Reng, Hartmut Scherzer, Lucas Vogelsang, Kai Feldhaus, Ronny Blaschke, Dietrich Schulze-Marmeling, Elisabeth Schlammerl, Hans Eiberle, Peter Bizer, Kurt Röttgen, Oskar Beck, Michael Streck, Hanns-Bruno Kammertöns, Christian Eichler, Stefan Hermanns, Karlheinz Wild und Stefan Frommann; auch TV-Moderator und Podcaster Micky Beisenherz und Roger Willemsen sind mit Texten vertreten.

  Herausgegeben wird die Sammlung von Gerhard Waldherr, der als Sportredakteur bei der Süddeutschen Zeitung angefangen hat, später Reporter beim Stern war sowie freier USA-Korrespondent und Chefreporter des Wirtschaftsmagazins brand eins. Verlegt wird das Buch von Maik Nöcker, Mitgründer und des Podcasts Fußball MML.

 

Gerhard Waldherr (Hrsg.)

DIE WM UND ICH – Reporter erzählen.

Von Bern bis Katar, Momenten für die Ewigkeit

und was aus dem Fußball geworden ist.

320 S., Hardcover; 28 Euro

Verlegt von M/ELEVEN

ISBN 978-3-96233-356-0

ET: 18. Oktober 2022

Herausgegeben wird die Sammlung von Gerhard Waldherr, der als Sportredakteur bei der Süddeutschen Zeitung angefangen hat, später Reporter beim Stern war sowie freier USA-Korres-pondent und Chefreporter des Wirtschaftsmagazins brand eins. Verlegt wird das Buch von Maik Nöcker, Mitgründer und des Podcasts Fußball MML.

Gerhard Waldherr (Hrsg.)

 

DIE WM UND ICH – Reporter erzählen. Von Bern bis Katar, Momenten für die Ewigkeit. und was aus dem Fußball geworden ist.

320 S., Hardcover; 28 Euro. Verlegt von M/ELEVEN. ISBN 978-3-96233-356-0. ET: 18. Oktober 2022

Unter den Autoren zehn Mitglieder des VMS

(29. September 2022) – Unter den Autoren von Gerhard Wald-herrs Buch „Die WM und wir“ sind, neben dem Herausgeber, weitere neun Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS).

  Dass Gerd Raithel (Foto) unter ihnen ist, liegt daran, dass der 91-Jährige mutmaßlich der einzige noch lebende deutsche Journalist ist, der über die WM 1954 berichtet hat – damals 23 Jahre alt. Er erzählte Waldherr, weshalb er vor dem Endspiel heim ins Fränkische gereist ist. Raithel arbeitete später für Bild und war stellv. Ressortleiter Sport der Abendzeitung, ehe er Pressechef des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) wurde. Weiter

Nachwuchspreis des VDS

(10. September 2022) - „Deutschland in Bewegung bringen“ so lautet das Thema des vom Deutschen Olympischen Sportbund geförderten Nachwuchspreises des Verbandes Deutscher Sportjournalisten. Einsendeschluss ist der 10. Januar 2023.

  Der VDS-Nachwuchspreis wird vom DOSB mit insgesamt 4500 Euro unterstützt. Der Sieger oder die Siegerin erhält 2000 Euro, der/die Zweitplatzierte 1500 Euro und der/die Drittplatzierte 1000 Euro.

  Für den VDS-Nachwuchspreis 2022 eingereicht werden können Beiträge in allen Dar-stellungsformen und aus allen Kanälen. Sowohl Zeitungs-, TV- und Videobeiträge oder Online-Veröffentlichungen wie Blog-Beiträge und Hörfunkberichterstattung sind möglich. Der Wettbewerb ist offen für alle Nachwuchsjournalist*innen bis zum Jahrgang 1995 oder jünger, auch für (Noch-)Nicht-VDS-Mitglieder. Mitmachen können sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen.
  Der Beitrag muss zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2022 veröffentlicht worden sein.

 

Ausschreibung:

 

https://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Meldungen/;4796-VDS-Nachwuchspreis_2022

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Ankie Spitzer, Witwe des ermordeten Andrei Spitzer.

Das Olympia-Attentat - Tag des Erinnern

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München.

(6. September 2022) - Bei der Gedenkveran-staltung in Fürstenfeldbruck aus Anlass des 50. Jahrestags des Olympia-Attentats entschuldig-ten sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Namen Deutschlands für das Versagen der Behörden. Die Innenministerin versprach weitere Aufarbeitung und Aufklärung.

  Am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen bei den Olympischen Spielen in Mün-chen die israelische Mannschaft überfallen. Elf Mitglieder des Teams und ein Poli-zist wurden getötet.

https://www.sueddeutsche.de/politik/olympia-attentat-1972-gedenkfeier-1.5651055

https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2022/09/220905-Gedenken-Olympia-Attentat.html

https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/jahrestag-oympia-attentat-72-2082112

 

Blick zurück

 

  Der Filmproduzent und Moderator Joachim Day, Mitglied des Vereins Münchner Sport-journalisten (VMS) hat im Auftrag des Landratsamts Fürstenfeldbruck Zeitzeugen des Attentats befragt. Die Videos mit den Interviews:

 

https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/looking-back

 

Der Verein Münchner Sportjournalisten erinnert in seinem Jahresheft VMS INFO an die Spiele und das Attentat. (Linke Spalte, VMS INFO 2022 Vers. 8 pdf).

Edgar Fuchs †

(2. September 2022) - Edgar Fuchs ist tot.  Der Sport­journalist starb am 12. August 2022 in Zabori (Sabor) bei Budweis (Tschechien), der Heimat seiner Frau Irina. Fuchs, geboren 1941 in Weiden, wo er bei den Ober-pfälzer Nachrichten volontierte, war Sportchef der Müncher Abendzeitung sowie Chefredakteur von Sport-Bild und Gala. Bei Bunte war er Sportchef, Textchef, Geschäftsführender Redakteur. Er verfasste zahlreiche Autbiografien (Franz Beckenbauer, Katarina Witt). Edgar Fuchs war seit 1971 Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Nachruf von Wolfgang Uhrig.

David Ewell auf Erinnerungstour im Olympiapark. FOTO: PRIVAT.

Handschlag mit Mark Spitz und Jesse Owens

David Ewell, Cousin von Thomas und Joachim Walz, erinnert sich

Am 26. August 1972 begannen in München die Spiele zur Feier der XX. Olympiade neuer Zeitrechnung. Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) erinnert in seinem Jahres-heft VMS INFO an das Ereignis, das München auch 50 Jahre danach noch prägt. Die Pdf-Datei finden Sie auf der linken Spalte. Als freiwillliger Helfer (Volunteer) mit dabei war David Ewell aus Kalifornien. Er ist der Cousin von Thomas Walz, dem VMS-Vorsitzenden, und Joachim Walz, dem VMS-Schatzmeister. Die 2. VMS-Vorsitzende Margit Conrad sprach mit Ewell, der dem siebenfachen Schwimm-Olympiasieger Mark Spitz in der Sauna gratulierte und Jesse Owens die Hand schüttelte.

 

(San Francisco/München, 24. August 2022) – 17 Jahre war er, als er sich als Volunteer für die Olympischen Spiele 1972 beworben hat. 50 Jahre später ist er zurückgekehrt an die damalige Einsatzstätte: David Ewell. Weniger aus sportlichen Ambitionen, sondern viel-mehr um nach zehn Jahren in Kalifornien „Zeit mit seiner Familie und der Verwandtschaft“ zu verbringen, seiner mittlerweile 92-jährigen Mutter Gudrun und auch seinen Cousins Thomas und Joachim Walz (ihres Zeichens Vorsitzender und Schatzmeister des Vereins Münchner Sportjournalisten).

  Anfang August traf David Ewell, der Architekt, nunmehr im Ruhestand, in München ein, wohnt bei seiner Mutter und genießt die Treffen mit seiner Verwandtschaft. Und er genoss auch den Biergartenbesuch im „Hirschgarten“, der den noch 67-Jährigen (am 2. Septem-ber hat er Geburtstag) an das Ende der heiteren Spiele von 1972 zurückerinnerte. Denn David Ewell „feierte“ dort mit seinen Kolleginnen und Kollegen, nachdem sein Einsatz als Volunteer bei den Schwimmwettbewerben – sie fanden in der ersten Woche der Olympi-schen Spiele 1972 statt – eigentlich beendet war. Er habe sich sogar überlegt das Ange-bot anzunehmen, in anderen Sportarten auszuhelfen, doch dann sei diese schreckliche Nachricht „von diesem Attentat und dem Massaker an die israelischen Sportler bekannt geworden. Wir alle haben uns gefragt, wie es noch weiter geht und auch, ob die Spiele noch weitergehen dürfen oder sollen. Denn auf einmal bekamen die Spiele, die bis auf winzige Ausnahmen makellos gelaufen sind, einen schrecklichen Beigeschmack“. Wie man weiß: sie gingen weiter, auch um nicht Terroristen das Spielfeld und den Fortbestand der Olympischen Spiele zu überlassen, denn Avery Brundage der damalige IOC-Präsident verkündete kurz darauf: „The games must go on!“

  Dass Rassismus auch im Sport an der Tagesordnung gewesen ist, das wurde ja schon bei der Siegerehrung von Olympia 1968 – bekannt als „Black Power Salute“ – offenbar. Dennoch war das für David Ewell kein Grund, sich nicht als Volunteer für die Spiele in München zu bewerben, denn wer konnte mit so einer „abscheulichen Tat rechnen“? In einer amerikanischen Zeitung „ist uns das Inserat aufgefallen, dass sie Volontäre suchen, die deutschsprachig sind“, sagt seine Mutter Gudrun. Und da David Ewell damals die vierte Deutschklasse in der dortigen High School besucht hat, hat er sich mit entspre-chendem Lebenslauf beworben. Er bekam auch eine positive Antwort. „Den Flug haben wir selbst zahlen müssen“, erinnert sich Gudrun Ewell, die sehr stolz darauf ist, dass ihr Sohn vor 50 Jahren den Weg über den Teich ins bayerische München geschafft hat.

  Die Entlohnung selbst war nach heutigen Gesichtspunkten mit sieben Deutschen Mark pro Tag nicht gerade der Hit, allerdings waren Essen und Schlafstelle – damals in einer Turnhalle in der Knappertsbuschstraße – frei. „Und ich konnte, wenn es noch freie Plätze gegeben hat, auch andere Wettbewerbe besuchen.“ Das nachhaltigste Erlebnis ist für ihn das Basketballfinale und vor allem das umstrittenste aller Zeiten zwischen den USA und der damaligen UdSSR in der Rudi-Sedlmayer-Halle. Eigentlich hatten die Spieler der Vereinigten Staaten mit 50:49 gewonnen, doch dann kam Einspruch wegen einer nicht gegebenen „angeblichen“ Auszeit. Drei Sekunden reichte dem UdSSR-Team, um doch noch zu gewinnen und Olympiasieger zu werden.

  Sein Einsatz bei Olympia 1972 war dennoch ein ganz besonderer. Denn als Volunteer „war ich sozusagen Kartenabzwicker für die Besucher“, erinnert er sich. Aber er durfte die sieben Goldmedaillen von Mark Spitz hautnah miterleben. Schon vier Jahre zuvor hatte Spitz dies großspurig angekündigt, schaffte allerdings nur vier. Bei Olympia in München sahnte Mark Spitz alle Siege und damit alle Medaillen auf allen Wettbewerben ab. „Ich kannte Mark Spitz, er war ja Clubschwimmer bei Santa Clara, allerdings nicht persönlich.“ Aber er hat den siebenfachen Goldmedaillengewinner in der Tat persönlich kennenlernen dürfen. „Im Schwimmstadion gab es eine Sauna, da war ich, und als ich nach draußen kam, stand da Mark Spitz und föhnte sich die Haare. Ich habe ihm gratuliert und ,good luck‘ gewünscht. Er war sehr, sehr nett und hat sich für meine Glückwünsche bedankt. Damals hatte er bereits fünf Mal Gold gewonnen.

  Und dann darf man nicht ganz unter den Tisch wischen: „Ich durfte Jesse Owens die Hand schütteln und dem Finale der kubanischen Boxlegende Teófilo Stevenson (er war dreimaliger Olympiasieger im Schwergewicht) beiwohnen.“ Was will man noch mehr? 

                                                                                                                     Margit Conrad

Von links: David Ewell, Gudrun Ewell, Thomas Walz, Lisa Walz, Maxi Walz, Joachim Walz. FOTO: PRIVAT.

Ausgezeichnete VMS-Mitglieder

AIPS-Preis für Christoph Nahr

(12. Juli 2022) - Christoph Nahr (Bayerischer Rundfunk), Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), ist in der Kategorie „Video Documentary“ bei den Sport Media Awards 2021 des Weltverband der Sportjournalisten (AIPS) ausgezeichnet worden. Herzlichen Glückwunsch!

  Mit dem Video-Beitrag („Unified for gold: The German Biathlon Association“/ „Gemeinsam zu Gold – Die Biathlon Vereinigung“), der in der ARD gezeigt wurde, belegte er den dritten Platz. Thema ist die Männerstaffel, die bei den Olympischen Spielen 1992 in Grenoble gegen alle Widerstände Gold geholt hat, sowie Antje Misersky, die mit dem Langlaufsport aufhörte, weil sie in der DDR nicht dopen wollte und als Biathletin die erste deutsche Goldmedaillengewinnerin wurde.

Berufswettbewerbe des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS)

Gruppenfoto, v.li n. re:  Martin Volkmar, Sebastian Widmann, Alexander Hassenstein, Thomas Walz, Elisabeth Schlammerl, Christopher Meltzer, Margit Conrad, Hans von Brockhausen

(24. Mai 2022) – Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ehrte im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Gewinner in sechs Kategorien der Berufswettbewerbe 2021. Dabei wurden fünf Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) ausge-zeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

 

Großer VDS-Preis, Kategorie: Reportage.
1. Preis (2000 Euro):

Christopher Meltzer (München/VMS): „Das Auge der Athleten“, eine kritische Bilanz der Olympischen Sommerspiele in Japan. Erschienen am 8. August 2021 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung).

 

VDS-Fernsehpreis (Förderer: Reservix GmbH)
1. Preis (2000 Euro):

Alexander Kobs (Geesthacht/VHS) und Hans von Brockhausen (München/VMS): „Journeymen im Boxen“. Gesendet am 31. Oktober 2021 im NDR-Sportclub.

 

Großer Online-Preis (Förderer: Commerzbank AG)
1. Preis (2000 Euro):

Jochen Tittmar (Dachau/VMS): „Einen ganzen Monat lang Boxing Day“, ein Rückblick auf die große Zeit der Hallenfußballturniere. Erschienen am 28. Januar 2021 auf spox.com.
2. Preis (1500 Euro):

Dennis Melzer (München/VMS), Kerry Hau (Unterföhring/VMS): „Ilkay Gündogan – der Musterschüler“. Erschienen am 15. Juni 2021 auf goal.com.

https://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Meldungen/;4623-VDS-Berufswettbewerbe_2021

Fair Play Preis des Deutschen Sports

(8. Juni 2022) - Auch 2022 loben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) den Fair Play Preis des Deutschen Sports aus. Einreichungen sind bis 31. Dezember möglich.
  Der Preis wird in zwei Kategorien verliehen. Das auszuzeichnende Ereignis in der Kategorie „Sport“ muss als besondere Fair Play Geste in Deutschland wahrgenommen werden und einen Bezug zum sportlichen Wettkampf im Spitzen- oder Breitensport haben. Das umfasst nicht nur aktive Athletinnen und Athleten, sondern auch Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie alle weiteren am Wettkampfge-schehen beteiligten Personen.

 

https://www.sportjournalist.de/VDS-Nachrichten/Termine/;4607-Fair_Play_Preis_des_Deutschen_Sports_2022_%E2%80%93_Einreichungsfrist

         Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis

Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) ehrte die Sieger im 21. Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für regionale und Sportberichterstattung. Im Bacchuskeller des Ratskellers überreichte Bürgermeisterin Verena Dietl, Mitglied der fünfköpfigen Jury, die Urkunden. Im Bild (von rechts): Gerhard Waldherr (Jury), Vinzent Tschirpke (Stipendiat 2022-2023), Melina Maria Kutsch (Stipendiatin 2021-22), Hans Stegmann, Bürgermeisterin Verena Dietl, Hans Eiberle (Jury Vorsitzender), Johanna Feckl, Thomas Walz (1. Vorsitzender VMS), Christopher Meltzer, Wolfgang Uhrig (Jury).      

                                                                                                FOTO: ALEXANDER HASSENSTEIN

Stegmannpreis-Sieger sitzt in Quarantäne

Zwei gleichauf: Johanna Feckl + Max Ferstl

V.r.: Melina Maria Kutsch, Christopher Meltzer, Bürgermeisterin Verena Dietl, Vinzent Tschirpke, Elisabeth Schlammerl, Claudio Catuogno, Johanna Feckl.

                                                                                                                                  FOTO: ALEXANDER HASSENSTEIN

„2021 ist Jubiläum: 20 Jahre Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises für lokale und regionale Sportberichterstattung. Hoffentlich ist bis dahin wieder alles gut.“ So endete der  Bericht über den Wettbewerb 2020, dem ersten Jahr der Pandemie.

  Nichts war gut. Auch im vergangenen Jahr fiel die festliche Verleihung des vom Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) seit 2001 alljährlich ausgeschriebenen  Preises Coro-na zum Opfer. 

  Die (Sport)Bürgermeisterinnen Dr. Gertraud Burkert (2002-2005) und Christine Strobl (2006-2019) hatten seit 2002 Preisträger, Jury, Ressortleiter der Münchner Tages-zeitungen, städtische Mandatsträger, Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie den VMS-Vorstand in den Ratskeller eingeladen und die Urkunden überreicht.

  Am 8. April 2022 war es endlich auch für ihre Nachfolgerin so weit: Bürgermeisterin Verena Dietl gratulierte im Bacchuskeller des Münchner Ratskellers vor dem erlesenen Dreigänge-Menü Johanna Feckl und Vorjahressieger Christopher Meltzer, der diesmal auf Platz drei gereiht worden war.  Ebenso dem Stipendiaten Vinzent Tschirpke und der scheidenden Stipendiatin Melina Maria Kutsch.

"Immer mit einem Lachen" und "Dauerkarte im vierten Stock"

Johanna Feckl wurde ausgezeichnet für „Immer mit einem Lachen“. Sie beschreibt, wie ein Mukoviszidose-Patient als Marathonläufer seine Krankheit in Schach hält. Der Text erschien in der Süddeutschen Zeitung für die Feckl als Pauschalistin vor allem in der Redaktion Ebersberg arbeitet. 

  Max Ferstl hatte sich mit „Dauerkarte im vierten Stock“ beworben, einem Protokoll über den Besuch bei Melinda, die von ihrer Wohnung in der Grünwalder Straße aus Einblick ins Städtische Stadion hat und den Sechzigern bei der Arbeit zuschauen kann. Der Text erschien in der Süddeutschen Zeitung.

Christopher Meltzer hatte über die aus dem Ruder gelaufene Jahreshauptversammlung („Ein totaler Kontrollverlust“)  des FC Bayern München berichtet. Er ist Sportkorres-pondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in München. Als Nachfolger übrigens von Christian Eichler, der bis 2019 der Jury des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises angehört hatte.

  Thomas Walz (Foto li.) , der 1. Vorsitz-ende des Vereins Münchner Sportjour-nalisten, bedankte sich bei der Bürger-meisterin Verena Dietl sowie den Damen und Herren des Referats für Bildung und Sport dafür, „dass der VMS auf Einladung des Rathauses die Preisverleihung, die in den beiden ver-gangenen Jahren ausfallen musste, zum 19. Mal im Ratskeller durchführen darf. Das sei nicht nur eine schöne Tradition, "sondern auch zugleich ein besonderer Ausdruck der Bedeutung des Helmut-Stegmann Nachwuchspreises.“ Sportler und Sportvereine seien mittlerweile „ihr eigenes Medium und verbreiten News. Journalisten müssen das alles einordnen und kritisch hinterfragen: Ist das die Wahrheit?“ Er sagte auch bei seinem Amtsvorgänger Hans Eiberle (Foto, r.) Dank. „Er ist der Gründer von Stegmann-Preis und Stipendium und nach wie vor Organisator des Wettbewerbs.“  

Stegmann-Nachwuchspreis 2022, Fotos: VMS / Alexander Hassenstein

Die Hoffnung auf gut recherchierte, einfallsreiche und berührende Texte

  Fünf Journalisten und zwei Journalistinnen hatten sich mit insgesamt neun Texten beworben. Die Zahl der Teilnehmenden ist seit einigen Jahren rückläufig, so wenige waren es noch nie.

  Was den journalistischen Nachwuchs zögern lässt, sich einer Jury zu stellen, obwohl Universitäten, Redaktionen und die Deutsche Journalistenschule (DJS) über den VMS-Wettbewerb informieren, bleibt rätselhaft. Es mag sein, dass die Pandemie auch diesmal wieder mit dazu beigetragen hat.

  Oder sind wir vom Verein Münchner Sportjournalisten aus der Zeit gefallen, weil wir  mit dem Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis sowie mit einem Jahresstipendium junge Journalistinnen und Journalisten unterstützen und damit auch unsere Hoffnung am Leben erhalten, die gut recherchierte, einfallsreiche und auch mal den Leser berührende Schreibe möge eine Zukunft haben in Zeiten des digitalen Schnell-Schnell-Schnell-Schreibens und -Lesens?

 

Claudio Catuogno: "Auch mal was besonders machen"

 

  Claudio Catuogno (Jahrgang 1978), Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung, äußert sich zur geringen Beteiligung eher pessimistisch. „Das ist sehr bedauerlich, sehr, sehr schade und auch eine Mahnung!“ Catuogno, 2008 beim Stegmann-Preis aus-gezeichnet, vermisst beim journalistischen Nachwuchs Kreativität: „Die  SZ-Sportredaktion war immer auch eine Nachwuchsschmiede“, auch er habe das unterstützt. „Aber es gibt immer weniger Talente - und wenn, dann sind die digital-affin und kommen gar nicht auf die Idee, auch mal was Besonderes zu machen!“ Diese Entwicklung nennt er „alles in allem besorgniserregend und ein bisschen traurig!“

  In den Gründerjahren war an Teilnehmenden kein Mangel. Beim Start des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises 2001/2 bewarben sich zwölf Journalistinnen und Journalisten mit insgesamt 26 Texten. Das Ergebnis: 1. Marc Widmann, 2. Gerald Kleff-mann, 3. Christina Warta. Alle drei hatten in der Süddeutschen Zeitung publiziert.

 In den folgenden Jahren wuchs die Beteiligung so stark an, dass das Höchstalter für die Teilnahme von 35 auf 32 Jahre und die Anzahl der Texte pro Teilnehmenden von drei auf zwei reduziert werden musste. Trotzdem gab es 2013/14 einen Rekord von 20 Teilnehmenden. 2017/18 waren es deren 16 mit 20 Texten, 2016/17 16 mit 23 Texten, 2013/14 14 mit 34 Texten.

  Dass die Mehrzahl der prämierten Artikel in der Süddeutschen Zeitung gedruckt wurden, liegt auch daran, dass die Deutsche Journalistenschule (DJS) sich im selben Gebäude wie die SZ befindet. Die kurzen Wege nutzend, versuchten und versuchen die Schülerinnen und Schüler, ihre Texte in der SZ unterzubringen. Aber auch im Münchner Merkur, der Abendzeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, ZEIT, tz und Playboy sind in den vergan-genen zwei Jahrzehnten beim Stegmann-Preis ausgezeichnete Beiträge erschienen. 

Thomas Walz: "VMS hält am Stegmann-Preis fest"

  „Udo Ludwig, Sportchef des „Spiegel“, hat gerade eben im Interview mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) festgestellt, er sehe nur, dass sehr viele Medien ihre Investitionen in die Ressourcen der Redaktionen sehr stark zurückgefahren haben – und das gehe automatisch auf die Qualität. Kolleginnen und Kollegen werden nicht mehr so gut bezahlt, der Beruf wird unattraktiver. Das führt auch dazu, dass die Berufsanfänger nicht mehr so gut ausgebildet in den Job reingehen. Im Moment ist das Angebot an guten jungen Journalistinnen und Journalisten noch riesig, aber für die Zukunft werde das sehr, sehr schwierig werden..

  Genau aus diesem Grunde ist der Stegmann-Nachwuchspreis so wichtig. Deshalb hält der VMS nach wie vor auch an seinem Stipendium fest, dass er in diesem Jahr an Vinzent Tschirpke vergibt, der an der Deutschen Journalistenschuld (DJS) ausgebildet wird.

  Der Verein Münchner Sportjournalisten hat, mit Zustimmung seiner Mitglieder, seit 2002 63.000 Euro an Preisgeldern und 32.000 Euro für Stipendiatinnen und Stipendiaten aufgewendet, dabei unterstützt von Hans Stegmann, dem Bruder des Namensgebers Helmut Stegmann.

 

Die prämierten Texte hier

Sportressorts als Trainingslager für höhere Aufgaben?

 

Zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger sind beruflich flott und weit vorangekommen, wenngleich längst nicht alle in den Sportressorts.

  Marc Widmann, 2002 der erste Stegmann-Preisträger, ist Leiter des Ressorts Hamburg der  ZEIT.

  Martin Machowecz, 2011 mit einem Porträt über Katharina Witt, das Gesicht der Münchner Olympiabewerbung, erfolgreich, ist Leiter der Leipziger Büros der ZEIT.

  Dr. Daniel Pontzen, Zweiter 2007 mit einem Porträt des Fußballspieler Philipp Lahm, ist Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio und Modorator  täglich auf dem Bildschirm zu sehen.

  Christina Warta, die 2006 und 2007 gewann Christina Warta, damals freie Mitarbeiterin in der Sportredaktion der Süddeutschen Zeitung, ist seit 2014 für die Landeshauptstadt München tätig. 2021 wechselte sie als Pressesprecherin vom Referat für Bildung der Stadt München ins Mobilitätsreferat.

  Michael Neudecker, Seriensieger (2005, 2008, 2009, 2010), damals Redakteur im Sportressort der Süddeutschen Zeitung, war bei der SZ einer von zwei Ressortleitern des Panorama-Ressorts Print, Digital und Online; er ist seit 2021 Korrespondent in London.

  Benedikt Warmbrunn, 2011 erster Stipendiat des VMS und Stegmann-Preis-Rekordsie-ger (2016, 2017, 2019, 2020),  ist 2021 aus der Sportredaktion ins Ressort Buch zwei der Süddeutschen Zeitung gewechselt.

  Und der heuer siegreiche Max Ferstl übersiedelt demnächst als Korrespondent der SZ in die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart.

  Die Sportredaktionen bleiben also eine Art Ausbildungsstätte für andere Ressorts, ähnlich wie die kleinen Fußballvereine für die großen. Nicht das Schlechteste, was man über die Qualität der Sportressorts sagen kann.

  Allerdings gibt es dafür keine Ausbildungsentschädigung wie im Fußball.     Hans Eiberle

 

TeilnehmerInnen: Tom Bieber (Büro Bürgermeisterin Dietl), Claudio Catuogno (Ressortleiter Sport Süddeutsche Zeitung), Margit Conrad (2. Vorsitzende Verein Münchner Sportjournalisten), Bürgermeisterin Verena Dietl, Hans Eiberle (Vorsitzender Jury), Florian Graßl (Sportamt), Alexander Haas (Presse und Kommunikation Referat Bildung und Sport), Alexander Hassenstein (Verein Münchner Sportjournalisten - VMS), Melina Maria Kutsch (Stipendiatin 2021-2022), Susanne Oel-schläger (Sportamt), Elisabeth Schlammerl (1. Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Sportjour-nalisten), Hans Stegmann, Sven Szalewa (Stellv. Leiter Deutsche Journalistenschule), Vinzent Tschirpke (Stipendiat 2022-23), Wolfgang Uhrig, Gerhard Waldherr (beide Jury), Thomas Walz (1. Vorsitzender VMS).

VMS-Vorstand mit Thomas Walz wiedergewählt

Erste hybride Jahreshauptversammlung beim Gastgeber BLSV

(5. April 2022) – Der bisherige VMS-Vorstand ist auch der neue. Für weitere zwei Jahre an der Spitze des Vereins Münchner Sportjournalisten wurden in der ersten hybriden Jahres-hauptversammlung der Geschichte die Vorstandsmitglieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Wahlleiter Fritz Häring hatte dabei eine leichte und angenehme Aufgabe, denn alle Kan-didatinnen und Kandidaten wurden en bloc gewählt.

  Als 1. Vorsitzender fungiert weiterhin Thomas Walz, seine Stellvertreterin bleibt Margit Conrad, Schatzmeister ist in bewährter Weise Joachim Walz, und auch Geschäftsführer Diethelm Straube bekam uneingeschränkte Zustimmung – ebenso wie die beiden Beisitzer – Martin Volkmar „Online“ und Martin Hangen „Fotografensprecher“.

  Den Aufnahmeausschuss bilden nach dem Ausscheiden von Joachim Mölter (Ressort-wechsel) Julian Meißner und Alexander Hassenstein. Ebenfalls steht Wilfried Jendreizik nicht mehr als Kassenprüfer zur Verfügung. Das neue Team der Kassenprüfung bilden wie bisher Elisabeth Schlammerl, 1. Vizepräsidentin im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS), und neu Eckhard Gmeiner. Als Ersatzkassenprüfer stellte sich Alexander Hassen-stein zur Verfügung.

  Möglich geworden war die Zusammenkunft durch das großzügige Entgegenkommen des Bayerischen Landessportsverbands (BLSV) mit Geschäftsführer Thomas Kern, der vorab zusammen mit Thomas Reiner (Leiter der Stabsstelle Verbandskommunikation) zur Ent-wicklung der Sportvereine zu Corona-Zeiten, aber erneut nach 2015 zur Integration von Flüchtlingen in den Sportvereinen Rede und Antwort stand.                        Margit Conrad

Gast bei der HV des VMS: Josef Langer, Generalsekretär von Sports Media Austria, der Vereinigung Österreichischer Sportjournalisten (links). Neben ihm Diethelm Straube (VMS-GeschäftsführerI, Elisabeth Schlammerl (1. Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Sportjournalisten), Thomas Walz (1. Vorsitzender VMS), Margit Conrad (2. Vorsitzende VMS.                                                                          FOTO: MARTIN HANGEN

Herzlichen Glückwunsch!

2 x 60: Joachim + Thomas Walz

Schatzmeister und 1. Vorsitzender des VMS

(17. Februar 2022) - Einen Sechziger im Doppelpack gibt es nicht alle Tage. Auch beim Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) ist das Ereignis historisch. Thomas und Joachim Walz, die sportlich-journalistischen Zwillinge, feierten an diesem Tag ihren 60. Ge-burtstag.

  Thomas (Foto links), seit 1996 bei Sport1 (früher DSF) als produ-zierender Journalist tätig, führt seit 2014 als Nachfolger des lang-jährigen Vorsitzenden Hans Eiberle den VMS. Ein wesentlich län-geres Engagement in dieser regionalen Vereinigung von Sport-

journalistinnen und Sportjournalisten innerhalb des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) kann sein Zwillingsbruder Joachim vorweisen.

Sage und schreibe seit Juli 1997, fast 25 Jahre, übt der freibe-rufliche Journalist Joachim Walz (Foto links) als Nachfolger von Fred Joch das Amt des VMS-Schatzmeisters aus.

  Zum Fernsehen kamen die Zwillingsbrüder früh, dank ihres Vaters Hermann Walz, der ab 1962 beim ZDF in München tätig war. Nur die Wege waren unterschiedlich. Thomas wurde Ver-lagskaufmann, Joachim lernte zunächst Werkzeugmacher, sat-telte dann um und machte einen IHK-Abschluss für Marketing.

  Aber die sportlichen und journalistischen Gene, die sie von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen haben, flammten bald auf, und mit ihren Tä-tigkeiten, Engagements und Einsätzen, vor allem im Hörfunkbereich, erregten sie Auf-merksamkeit in der damaligen Medienwelt. Beiden kam zugute, dass sie als Sportler viel-seitig waren: Thomas im Feldhockey, Basketball, Tennis, Tischtennis, Fußball und Ski, sein Zwillingsbruder Joachim ebenfalls im Feldhockey beim MSC München (als Torwart auch in der Bundesliga), Fußball-Bezirksliga, zudem als Skilehrer in der Skischule Ha-chinger Tal. Er gewann Skirennen auf Vereinsebene und Vergleichsrennen im Chiemgau und war er auf Vereinsebene erfolgreich im Tischtennis, Basketball und Eishockey.

  Vor der beruflichen Laufbahn gab es zwei einschneidende Erlebnisse, als die beiden damals zehnjährigen Knirpse 1972 Ballbuben beim olympischen Feldhockeyturnier sein durften. Beim Münchner SC im Schülerteam als Feldhockeyspieler dabei, bekamen sie aufgrund der Vermittlung ihres Vaters eine Akkreditierung. Und eine Einladung zu „Das aktuelle Sportstudio“, moderiert von Harry Valérien (Mitbegründer und langjähriger Mode-rator dieser Sportsendung und VMS-Mitglied).

  Valérien suchte Volunteers, also Leuten, die ehrenamtlich bei den Olympischen Spielen aktiv sein würden. Hermann Walz, der Vater der seit kurzem „Sechziger“, empfahl seine beiden Söhne an. „Ehe wir uns versahen, saßen wir im Flugzeug und hatten einen Auftritt im Aktuellen Sportstudio“, erinnert sich Thomas Walz. Als Valérien sie in der Sendung fragte, ob die sie als Ballbuben ehrenamtlich dabei seien oder Geld bekommen würden, kam zweistimmig: „Ja, zwei Dollar am Tag, genau 6 Mark 50.“

  Aber der Clou, so Thomas Walz, sei gewesen: Auf die Frage von Valérien, ob „wir Sport-ler kennen, sollten wir als Erhard Keller, den Eisschnell-Läufer nennen, den Überra-schungsgast im Sportstudio“. Doch seinem Bruder Joachim sei vor lauter Nervosität nur der Hockeyspieler Carsten Keller eingefallen. Der tauchte nicht auf, aber die Walz-Zwillin-ge lernten Carsten Keller kennen, der mit der Feldhockey-Nationalmannschaft Gold ge-wonnen hatte. Noch heute zieren die damals gesammelten Unterschriften, die ihre Mutter fein säuberlich nachgestickt hat, weil sie befürchtete, dass die Farben auswaschen würden, die Kaappis ihhrer Söhne.

  Thomas entschied sich, nach seinem kurzen Schreibausflug im Sportressort der Süd-deutschen Zeitung, früh fürs Mikrofon bei Radio und Fernsehen. Er wechselte freiberuflich zu Radio Charivari München und baute dort die Sportredaktion mit auf, war für private Radiostationen bei internationalen sportlichen Großveranstaltungen u.a. Olympia Barce-lona im Einsatz. Sein Zwillingsbruder Joachim kümmerte sich ums „Organisatorische und arbeitete lieber im Background“, weshalb er die Produktionsseite wählte. Seit Mai 2005 ist Joachim Walz Produktions- und Studioleiter auf Projektbasis für alle Studioproduktionen der redspider networks GmbH und Sendeformate wie „Die Anstalt“ (ZDF), „Mama Bavaria“ (BR), „Neues aus der Anstalt“ (ZDF) oder „Pelzig hält sich“ (ZDF). Darüber hinaus gab es von 2015 bis 2019 Highlights und Zusammenfassungen der WRC Rally Championship oder die tägliche Livesendung für Premiere Win die E8-Pferderennen „The race is on“.

  Der Weg des VMS-Vorsitzenden Thomas Walz war ein anderer. 1990 holte ihn Christof Lang zu RTL aktuell als Sportredakteur ins Landesstudio Bayern, 1993 wechselte er bis 1996 als Freelance in die HR Sport des ZDF ins Landesstudio München. Hier erlebte er als Redakteur für Rodeln und Kommentator für Shorttrack sowie Ski-Freestyle 1994 die Olympischen Spiele in Lillehammer. Zugleich arbeitete Thomas auf Wunsch von Harry Valérien als Kommentator, Assistent und Redakteur vor Ort bei den Premiere- (heute Sky) Übertragungen der Major-Golfturniere von 1992 bis 1996.

  Bei den Golfturnieren war Franz Beckenbauer dabei, den auch schon Vater Hermann Walz gut kannte. „Daraus entwickelte sich eine sehr gute Bekanntschaft“, erinnert sich Thomas Walz. Von August 1996 an arbeitete er als festangestellter Redakteur im Ressort „Fußball“ des DSF, war anfangs Kommentator für Golf und Tennis und als Reporter für den FC Bayern und für die SpVgg Unterhaching zuständig. Seit 1999 ist er Leiter fast aller Fußballformate und verantwortlich seit Beginn für die Sendung „Bundesliga Pur“.

  Zum DSF holte ihn der damalige Chefredakteur Rudi Brückner. (Im April 1996 noch zur Vorbesichtigung für die olympischen Spiele in Atlanta weilend, kam ihm das Angebot zum 1. August zunächst nicht sehr gelegen. „Aber als angehender Familienvater konnte ich es nicht ausschlagen“, sagt er rückblickend, auch dankbar darüber, sich richtig entschieden zu haben. Und ein großes Dankeschön möchte der VMS-Vorsitzende noch an seine erste direkte Chefin (jetzt BR) loswerden: Ulla Holthoff (Mutter von Mats und Jonas Hummels), damalige Fußballchefin im DSF: „Ihr habe ich, was Sendungsgestaltung und inhaltlicher Bau von Sportsendungen angeht, sehr viel zu verdanken.“

  Der VMS gratuliert seinem 1. Vorsitzenden Thomas Walz und dessen Zwillingsbruder, dem Schatzmeister JoachimWalz, herzlich!                                                    Margit Conrad

Thomas (links) und Joachim Walz 1972 im olympischen Hockeystadion.

Christina Pahnke.                                                                         FOTO: STEFAN MATZKE

SZ über Christina Pahnke

Feuilletonistin unter den Sportfotografen

(13. Dezember 2021) - Christina Pahnke fotografiert Spiele des FC Bayern München geauso wie Partien vom TSV Ottobrunn II - und sucht auch in der Sportfotografie immer die Geschichte hinter der Geschichte. Mit Erfolg. So beschreibt Christoph Leischwitz in der Süddeutschen Zeitung die Arbeit der Münchner Sportfotografin, die gemeinsam mit ihrem Mann die Agentur sampics betreibt. Das Ehepaar wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Matzke ist, zusammen mit Wolfgang Rattay, einer der beiden Sprecher, der im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) organisierten Fotografen. Pahnke, Matzke und Rattay gehören dem Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) an.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-sz-serie-christina-pahnke-sportfotografin-1.5485612

VMS-Stipendiation Melina Maria Kutsch berichtet

Volontariat und Studium

(8. November 2021 - Ein aufregender und prall gefüllter Sport-Sommer liegt hinter mir. Das Ende meines Volontariats naht und der Uni-Alltag nimmt zu. Sowohl meine Fähigkeiten hinter der Kamera als VJ, aber auch die in der Regie während Live-Sen-dungen konnte ich während dieser Zeit enorm ausbauen. Mein erstes eigenes Format zur EM ging an den Start und ich durfte nach eineinhalb Jahren wieder Stadionluft schnuppern.

  Außerdem habe ich den 1. FSV Mainz 05 sowie den VfB Stutt-gart im Trainingslager in Österreich besucht. Das Interview mit dem Youngster Leandro Barreiro aus Mainz gibt es hier zum nachlesen: https://go.sport1.de/Ijr5Dd.

Im Folgenden eine weitere Auswahl meiner vergangen Monate während meines Volon-tariats. Weiter

Mit langem Atem zum großen Traum

Ronald Reng recherchierte neun Jahre lang für sein neues Buch

(27. Juli 2021) - Ronald Reng (50) war in seiner Jugend Leicht-athlet - er lief die Mittelstrecken. Vor einigen Jahren entdeckte er für sich das Laufen neu. Darüber schrieb er das Buch Warum wir laufen. Reng ist wieder in Form. Für sein Buch Der große Traum brauchte er einen langen Atem. Neun Jahre lang begleitete Reng die drei Fußballspieler Fotios "Foti" Katidis (Jahrgang 1996), Marius Wolf (1995) und Niko Reislöhner (1997) auf ihrem Weg, der sie in den Profifußball führen sollte. Das Trio stammt aus der nordbayerischen Provinz (Stopfenheim!)

  Dabei entdeckte der Autor für seine Leser eine Welt, die sich die meisten ganz anders vorgestellt hatten. In den Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Profivereine werden dem Kickernachwuchs zwar gute bis besten Voraussetzungen geboten, sich vom Talent zum professionellen Spieler zu entwickeln und gleichzeitig Schule oder Berufsausbildung zu bewältigen. Die Art der Förderung gibt es auch In anderen Sportarten. In Skigymnasien, und Eliteschulen des Sports werden Training und Unterricht koordiniert.

  Aber nur im Fußball scheint die Auslese gnadenlos. Die NLZ-Plätze sind begrenzt. Von den 26.000 Talenten, die in einem Jahrzehnt die deutschen NLZs bevölkerten, waren bis zur U15 rund 10.000 wieder verabschiedet worden, hat Reng herausgefunden.

  Sie spielen in der U-Bundesligen 15, 17, 19. Auch in der kommenden Saison noch? All-jährlich beginnt kurz vor Saisonschluss das große Zittern: Darf ich bleiben, kriege ich einen Ausbildungsvertrag für kleines Geld, schaffe ich die Schule, brauche ich einen Be-rater?

  Reng schildert einfühlsam, wie die jungen Fußballer im Zeitraffer erwachsen werden müssen. Und irgendwann eine Entscheidung treffen: Reicht mein Talent für die ganz große Karriere oder zumindest, um als Fußballspieler den Lebensunterhalt bestreiten zu können? Schwierig, sich selbst aus einem Traum wecken zu müssen. Aber in anderen Sportarten ist das noch schwerer. Foti und Niko können kicken, solange sie Bock drauf haben; Foti hat vorest keinen mehr. Aber Skispringen als Freizeitbeschäftigung gibt es nicht.

  Foti hat sich nach seiner Ausbildung in der vierten Liga verdingt: Wacker Nordhausen, SV Seeligenporten; er ist jetzt Versicherungskaufmann. Niko spielt für die DJK Stopfen-heim, Kreisklasse Neumarkt/Jura West, neunte Liga, und er verlegt Fliesen. "So, wie er Fußball gespielt hat", schreibt Reng. "Ohne Hast, fast bedächtig, versucht er zunächst, die Situation zu überblicken, um die beste Lösung zu erkennen, und handelt dann über-legt."

  Nur einer kam durch: Marius Wolf, jetzt 26. Der vom Rechtsaußen zum Außenverteidiger umgeschulte Fußballer spielte für 1860 München, Hannover 96, Eintracht Frankfurt, Her-tha BSC Berlin, 1.FC Köln, er steht bei Borussia Dortmund unter Vertrag.

  "Marius' Weg ist wirklich einmalig", lässt Reng den Jugendtrainer Wolfgang Schellenberg sagen, der alle drei Jungs gekannt hat. "Mit 16 aus sportlichen Gründen weggeschickt, mit 24 in der Champions League, da fällt mir wirklich kein anderer ein." Dabei spielten Zufälle und Schicksalsmomente eine Rolle, aber entscheidend war das Plus an Talent. Und Fleiß, eine Eigenschaft, die der flüchtige Betrachter nicht vermutet hätte, sondern Wolf eher unter den Stichworten Wandervogel, Fahren ohne Führerschein, Tätowierungen, extra-vagante Kleidung und Frisur abgespeichert hatte.

  Den Marius sieht Foti manchmal im Fernsehen. Fußball fehle ihm schon, sagt er: "Was soll man sonntagnachmittags sonst machen außer Fußball schauen?" Er selber spielt nicht mehr. Beim SV Pullach hatte er von jetzt auf gleich keine Lust mehr. Er war mit einem jungen Ersatzspieler aneinandergeraten, der motzte ihn an.

  Ronald Reng hat in seinem Buch auch mit der Vermutung aufgeräumt, es werde im Fuß-

ball schon früh mit Geld um sich geworfen. Er hat das Engagement der Eltern gewürdigt, ohne deren Fahrdienste den Kindern verwehrt geblieben wäre, den großen Traum zu leben. Und er entlässt den Leser mit der optimistischen Einschätzung dessen, was die Zukunft für das Trio bringt: "Eigentlich haben alle drei schon wieder dasselbe Gefühl wie zu Beginn des Buchs: Jetzt geht das Leben los."                                          Hans Eiberle

 

Ronald Reng, vielfach prämierter Autor, ist Mitglied des Vereins Münchner Sportjournali-sten  (VMS) und gehört der Jury des Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreises für regionale und lokale Sportberichterstattung an, den der VMS seit 2001 alljährlich aus-

schreibt.

Der Landessportbeirat, vorne, v.l.: Stellv. Vorsitzende Diana Stachowitz (MdL SPD), Präsi-dentin Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern (BVS); stellv. Vorsitzender Jörg Ammon, Präsident Bayerischer Landes-Sportverbands (BLSV); Vorsitzender Berthold Rüth (MdL CSU); stellv. Vorsitzender Wolfgang Kink, Erster Landesschützenmeister  Baye-

rischer Sportschützenbund (BSSB); Barbara Roth, Präsidentin Landesverbands Bayern des Deutschen Sportlehrerverbands (DSLV), dahinter Hans Eiberle, Verein Münchner Sportjournalisten (VMS), der die bayerischen Sportjournalisten vertritt.

                                                                                                   FOTO: ISABELLA LANKES

Siezen Sie noch, oder duzt du schon?

Über die Vor- und Nachteile des Suchens nach Nähe

(6. Dezember 2018) - Ein interessanter Text im Wirtschaftsmagazin brand eins, der auch Sportjournalisten und ihren Umgang mit Spielern, Trainers und Vereins-Oberen betrifft.

https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/naehe-und-distanz/siezen-sie-noch-oder-duzt-du-schon

Vor 50 Jahren

Als der FC Bayern sich arm gesiegt hatte

(10. Mai 2018) - Mit einer beispiellosen Erfolgsserie hatte der FC Bayern München vor einem halben Jahrhundert innerhalb von zwei Jahren auch international Aufsehen erregt: Aufstieg in die Fußball-Bundesliga (1965), DFB-Pokalsieger (1966,1967), Sieger im Europacup der Pokalsieger (1967).

  Doch die Erfolgsserie hatte ihren Preis. Ein Jahr später, im Mai vor 50 Jahren, waren die Bayern so gut wie pleite. Diese Einschätzung lag nahe angesichts der Verzweiflungstat des Klubpräsidenten. „Ich habe unterschrieben, ich kann nicht mehr zurück“, gestand Wilhelm Neudecker zwei Tage vor dem Rückspiel im Semifinale des Europacups der Pokalsieger gegen den AC Mailand, der das erste Spiel 2:0 gewonnen hatte. Neudecker hatte das Recht auf einen neutralen Austragungsort eines mögliches Entscheidungsspiel an den Gegner verkauft und dem so ein Heimspiel verschafft. Weiter

Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße

In luftiger Höhe: Die Reporterkanzel überlebte den Umbau.

Geschäftsstelle:

Verein Münchner Sportjournalisten (VMS)

Geschäftsführer:

Diethelm Straube

c/o Plazamedia / Sicherheit

Münchener Straße 101

85737 Ismaning

T 0170 2268029 

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

Besucher seit 19. Juni 2013

Aktuelles

Der neue Juppsletter: DING, DANG, DONG

Presseausweis-Antrag 2023
bitte als pdf gescannt schicken per Mail an presseausweis(at)vms-sportjournalisten.de
Antragsformular_Presseausweis_2023.pdf
PDF-Dokument [289.0 KB]

VMS INFO                                             Das Jahresheft des Vereins Münchner  Sportjournalisten

VMS INFO 2022
Das Jahresheft des Vereins Münchner Sportjournalisten
VMS Info 2022 Vers 8.pdf
PDF-Dokument [30.2 MB]
Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis 2022 - Die prämierten Texte
Stegmann 2022 16 S. pdf.pdf
PDF-Dokument [3.6 MB]

Ansichtssache

Gedenktage

Geburtstage

Franz Muxeneder 80

"Passt scho!"

Gerhard M. Gmelch 80

Sportjournalist statt Jurist

Peter Bizer 80

"Mit Sparwasser gekocht"

Neue Bücher                           

Besprechungen

Von Wolfgang Uhrig

"Thailand unter der Haut"

Bernd Linnhoff, geboren 1948 in Hamm/Westfalen, arbeitete als Chefreporter Fußball beim Sportinformationsdienst (SID) und bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 1988 machte er sich als freier Journalist, Kom-munikationsberater und Reden-schreiber selbstständig. Linnhoff wanderte 2008 nach Thailand aus. Er lebte vier Jahre in Bankok und wohnt seit 2012 in Chiang Mai

Linnhoff über sein Buch: „In „Thailand unter der Haut“ erzähle ich in 31 Nahaufnahmen von Thailands Ess-Klasse, der Fuß-ball-Community der German All Stars, von Männern in Bangkoks Nächten, von Frauen auch und davon, wie ich schlank wurde auf dem Rücksitz eines Motorrad-taxis. Es geht um Geister, den Zusammenprall zweier Kulturen in meiner Ehe mit Toey, um thailän-dische Spitznamen („Gestatten, mein Name ist Frankfurt“) und vieles mehr. Ich verschweige nicht einmal, dass ich hier lung genannt werde, alter Onkel.“

„Thailand unter der Haut“ ist 240 Seiten stark und kostet 14,90 Euro plus Versandkosten. Es ist im Onlineshop meines Verlegers Oliver Wurm unter folgendem Link erhältlich: www.fussballgold.de

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Ratgeber für Redner:

Ein Leitfaden von

Diethelm Straube

304 Seiten, gebunden mi Schutzumschlag,

ISBN 978-3-426-27886-4,

20,00 Euro / E-book 14,99 Euro.

Droemer-Verlag,

www.droemer-knaur.de

Die Süddeutsche Zeitung schrieb, Hartmut Scherzer sei „der verrück-teste deutsche Sportreporter“. Er berichtete über 15 Fußball-Weltmei-sterschaften, 21 Olympische Spiele und 33-mal von der Tour de France. Und hat alle großen Boxkämpfe live gesehen; „Rumble in the Jungle“ in Kinshasa, wo George Forman von Muhammad Ali eine Tracht Prügel bezog, und den „Thrilla in Manila“, als Joe Frazier von Ali vermöbelt wurde.

Ein ereignisreiches Reporterleben – kein Wunder, dass Scherzer 735 Seiten benötigte, um unter dem Titel „Welt Sport“ aus 50 Jahren Sportgeschichte aufzuschreiben, was ihm wichtig ist. Legendäre Boxkämpfe natürlich - er war als Student zweimal deutscher Hochschulmeister und trainiert auch mit 83 Jahren noch den Faustkampf.

Aber Hartmut Scherzer will auch vermitteln, dass der Sport jenseits seiner Grenzen etwas bewegen kann, weil allem mit allem zusam-menhängt: Mit Rassismus, Terror, Black Power, siehe Muhammad Alis Protest gegen den Vietnamkrieg. Mit Doping und Hooligans. Ich sehe ihn noch, wie er sich vor dem Länder-spiel gegen die Niederlande in Rotterdam mit blutiger Glatze vor dem Mob in einen Juwelierladen rettete, in den wir Reporter geflüchtet waren. Hinter ihm fiel das Türgitter.

Dreieinhalb Jahre hat Scherzer ge-schrieben und Fotos sortiert („ich bin ein Sammler“). Entstanden ist ein prall gefülltes Zeitdokument eines Sportreporters, wie es ihn in der neuen digitalen Welt vermutlich bald nicht mehr geben wird. H.E.

 

Societäts-Verlag. 736 Seiten, ISBN 978-3-95542-384-1. Format Hardcover, 25 Euro

Nur eines unterscheidet Fotios, Marius und Niko von ihren Freunden in der nordbayerischen Provinz: Sie spielen alle drei un-widerstehlich gut Fußball. Noch bevor sie 14 werden, nehmen die Profiklubs 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth sie in ihre Lei-stungszentren auf. Von da an führen ihre Leben in neue, un-

vermutete Richtungen.

  Ein Buch über drei fantastische Jungs, die dribbeln wie Messi und von großen Karrieren träumen.

  Ronald Reng hat die drei be-gleitet, hat neun Jahre lang Dra-matik und Glück, Einsichten und schwere Entscheidungen miter-

lebt, das Scheitern und Gelingen eines großen Traums. (Verlagstext, Bespechung folgt).

13,8 x 22,0 cm / ca. 432 S.

Hardcover mit Schutzumschlag

22,- Euro

ISBN 978-3-492-07099-7

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

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