(28.05.2026) – Vor 60 Jahren, am Nachmittag des 28. Mai 1966, führte die Mannschaft des TSV München von 1860 am letzten Spieltag der Bundesliga im Heimspiel gegen den Hamburger SV 1:0 durch ein Tor von Rudi Brunnenmeier und griff nach der Meistschale. Doch der Abwehrspieler Manfred Wagner mochte noch nicht so recht daran glauben. Uwe Seeler hatte noch kein Tor geschossen, und der war immer für eins gut. Nach einem Zweikampf flehte Wagner seinen Gegenspieler an: „Uwe, mach' bloß koan Schmarrn“.
Mag sein, dass der Hamburger das münchnerische Bayrisch nicht verstand: eine Viertelstunde vor Spielschluss schoss Seeler das 1:1 und glich Rudi Brunnenmeiers frühen Führungstreffer aus. Schaden richtete er damit allerdings nicht an, denn zu diesem Zeitpunkt war 1860 schon Meister, weil Verfolger Borussia Dortmund zeitgleich von der Frankfurter Eintracht 4:1 abgewatscht wurde.
Manfred Wagner (1938-2015) stand Stunden später mit der Mannschaft auf dem Rathausbalkon und schaute hinunter auf die Menschenmenge auf dem Marienplatz. Von dort aus hatte er zwölf Jahre zuvor, am 6. Juli 1954, als Fünfzehnjähriger den deutschen Weltmeistern zugejubelt. Unter ihnen Helmut Rahn und Max Morlock, „es war das größte Erlebnis für mich, dass ich gegen die zehn Jahre später gespielt habe.“
Mit 364 Pflichtspielen zwischen 1958 und 1971 ist Wagner immer noch Rekordhalter bei 1860.
Dass just zum Jubiläum offenbar wurde, dass die Sechziger wieder einmal pleite sind und drauf und dran, die Lizenz für die Dritte Liga zu verlieren, passt zur Historie der Sechziger. Manfred Wagner hat das nicht mehr erleben müs-sen; er starb 1915.
(16.05.2026) - Zum 24. Mal schreibt die Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung des Presse Club Hannover Stipendien für junge Journalist:innen unter 35 Jahren aus. Die Gesamtfördersumme beträgt 18.000 Euro. Die Bewerbungsfrist läuft bis 31. August.
Ronald Reng erzählt in seinem neuen Buch über die Fußball-WM 2006 von der wundersamen Stimmung, die das Land erfasste, von Stars und eher unbekannten Mitmenschen, die das „Sommermärchen“ prägten, dazu und jede Menge Anekdotisches. Vor allem aber stellt er gesellschaftspolitische Zusammenhänge her und fragt, ob die spontane und meist unbefangene Identifikation mit nationalen Symbolen auch negative Auswirkungen haben könnte. Buchbesprechung
(28.04.2026) - Bereits im zweiten Jahr bin ich, als Nachfolgerin unseres Münch-ner Kollegen Hans Eiberle, Mitglied im Landessportbeirat des Bayerischen Landtags und im Einsatz, um die Bayerische Sport-presse zu vertreten. 29 Vertreterinnen und Vertreter aus der Landespolitik, aber auch aus den Sport-organisatinen wie Para-Sport, Jugendring, Schützen-bund, BLSV befassen sich mit den unterschiedlichen Belangen des Sports unter dem Vorsitz von Thorsten Freudenberger (CSU).
Seit dem Start der Legislaturperiode vor eineinhalb Jahren sind sportlich weg-
weisende Beschlüsse auf den Weg gebracht worden. Das
Gremium, dem eigene Ausschüsse wie Finanzen, Vereine, Bildung und Wissenschaft, Leistungssport zuarbeiten, hat auch 2026 drei Sitzungen hinter sich. In diesen ging es zum einen um die großen
öffentlich diskutierten Themen wie die deutsche Olympiabewerbung und das Deutsches Sportfördergesetz, aber auch um die weniger publikumswirksamen, dabei umso wichtigeren Themen wie Fördermittel und
verkrustete Verwaltungsstrukturen in den Sportvereinen.
Wie erfolgreich die Bemühungen um die Olympischen Spiele verliefen, zeigte sich im erfolgreichen Bürgerentscheid in München, der auch im Gremium für viel Freude gesorgt hat. Der aber für alle
zugleich auch ein Arbeitsauftrag ist, sich nach diesem positiven Votum nicht auszuruhen, sondern weiterzuarbeiten, damit am Ende vielleicht auch der Zuschlag als Olympia-Standort folgt. Die
Entscheidung wird am 26. September 2026 erwartet.
Zudem informierte sich der Sportbeirat zum Thema Olympische Spiele auch direkt vor Ort mit Besuchen und Sitzungen, beispielsweise in der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück und im
Wintersport-Leistungszentrum in Oberstdorf.
In Garching-Hochbrück zeigte sich eindrucksvoll, wie man sich dort über die Jahre bemüht hat, die Schießanlagen auf modernstem Niveau zu halten, so dass mit Blick auf die Spiele in der Zukunft relativ übersichtliche Investitionen notwendig wären, um dort alle olympischen Schießsportdisziplinen abzubilden. In Oberstdorf standen ein Besuch der Schanzenanlage und des Sportinternats auf dem Programm. Anders als in Garching sind dort immer umfangreichere Investitionen notwendig, um dem Spitzensport weiter optimale Bedingungen zu bieten. Die Probleme rund um die Finanzierung des Spitzensports samt hoch-klassiger Trainer und teurer Anlagen durch die betroffene Kommune und die Gewährleistung des Niveaus für die Zukunft sind Themen, die das Gremium weiter beschäftigen werden.
Das bayerische Sportgesetz, an dem der Landessportbeirat im Vorfeld kräftig mitgewirkt und auch eigene Vorschläge mit eingebracht hat, ist mit dem 23. Dezember 2025 in Kraft getreten. Es handelt sich um ein neu gestaltetes Regelwerk, das alle Facetten des Sports umfasst und das die rechtliche Grund-lage für alle Arten (Kinder-, Jugend-, Breiten-, Para-, Gesundheits, Leistungs- und Spitzenspors) bildet. Da so ein Gesetz bisher fehlte, war die Beschluss-fassung ein wichtiger Schritt. So sind die Bedeutung und Wichtigkeit der sport-lichen Betätigung für alle Bürgerinnen und Bürger künftig auch gesetzlich im gesellschaftlichen Leben verankert.
Ein weiteres Thema, mit dem sich der Sportbeirat in den nächsten Monaten intensiv befassen will und wird, ist der Sport in der schulischen Ganztags-betreuung. Ab dem Schuljahr 2026/27 soll ein Rechtsanspruch auf Ganztags-betreuuung für Grundschulkinder gelten und hier werden verstärkt Koopera-tionen zwischen Schulen und Sportvereinen angestrebt. Die noch offenen Fragen, wie solche Angebote aussehen können, wie Trainer gefunden werden und wie alles finanziert werden soll, werden regelmäßig im Gremium diskutiert. In den nächsten Sitzungen werden auch weitere Experten eingeladen, die hier neue Denkansätze und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
Im Juni, September und Dezember stehen die nächsten drei Sitzungstermine des Bayerischen Landessportbeirats an. Außerdem ist geplant, dass ich als Vertreterin der Sportpresse voraussichtlich in einer Herbst-Sitzung über meine Arbeit als journalistische Berichterstatterin bei sportlichen Ereignissen berichte und Informationen darüber gebe, wie sich die journalistische Landschaft durch Internet und Soziale Medien sowie die damit einhergehenden Transformations-prozesse verändert hat. Danach werde ich gern wieder einen Bericht abgeben.
(Andrea Bogenreuther ist Vorsitzende des Vereins Augsburg-Allgäuer Sport-presse).
Wien/München 22.04.2026 – Michael Schuen bleibt
Präsident von Sports Media Austria, der Vereinigung der österreichischen Sportjour-nalistinnen und Sportjour-nalisten. Der 54-jährige Steirer wurde bei der SMA-Generalversammlung in Wien einstimmig für eine zweite, vierjährige Amtszeit gewählt. Als Vizepräsidenten fungieren unverändert Stefan Grüneis (APA) und Michael Smejkal (Salzburger Nachrichten). Neu im Vorstand ist unter anderem ORF-Sportchefin Veronika Dragon-Berger. Mit im Team – in wichtigen Funktionen sind neben Schatzmeisterin Barbara Gindl vor allem auch Generalsekretär Josef „Joe“ Langer, der zusammen mit seinem Kollegen Ronni Gollatz die Tagung in bewährt vorbildlicher Weise organisierte und managte. Daran nahm für den VMS als Abgesandte Margit Conrad teil. Zwar hatte sie nach zehnjähriger Amtszeit als VMS-Stellvertreterin ihren Posten abgegeben, da aber zeitgleich in Berlin die Jahresversammlung des VDS im Vorfeld der 100-Jahr-Feier 2027 stattfand, konnten Vorsitzender Thomas Walz und Geschäftsführer Diethelm Straube nicht in Wien sein.
Süßes gab es mit besten Grüßen vom VMS von Margit Conrad (2.v.l.) für die SMA-Spitze mit Präsident Michael Schuen (l.) und Generalsekretär Joe Langer (2.v.r.) Sinisa Urosevic‘. Foto: Hofer/SMA
Die SMA-Tagung fand, in Seestadt, ganz im Osten der österreichischen Metropole in der Nähe des neu geschaffenen ÖFB-Campus, dessen Dimension – ob innen oder außen – eine Klasse für sich ist, statt. Österreich, das nach 1998 wieder für eine WM qualifiziert ist, scheint also bestens gerüstet. Das zeigte sich auch bei der amüsanten Podiumsdiskussion mit dem damaligen Teamchef Herbert Prohaska, Toni Pfeffer, Ivica Vastic und dem einstigen ORF-Kommentator Hans Huber. Moderiert wurde alles von Rainer Pariasek (ORF).
Dass Wien sich als fortschrittliche Sportstadt präsentiert, das zeigte erneut Anatol Richter als Verantwortlicher auf, der schon 2019 (damals war die Tagung im Hotel „Ananas“, nähe Naschmarkt) das Sportkonzept der Stadt Wien präsentierte. Dazu gehört auch die Sport-Arena Wien, die auf mehreren Etagen sportlich gleichzeitig genutzt werden kann, ob es nun Ballsportarten sind, Turnen oder Leichtathletik ist. Äußerst imposant und nachahmenswert. Und der österreichische Sport ist offen für alles, ob für Football – dort sind im Männerteam auch Frauen aktiv – oder die Vorfreude auf die Special Olympics, die Nationalen Sommerspiele, die 2026 in Wien stattfinden werden. Ja, der SMA kann stolz sein, was er anlässlich seiner Tagung wieder auf die Beine gestellt hat – und da ist auch die 2:6-Niederlage im Länderspiel gegen eine Crew aus Ungarn als letzten Programmpunkt zum Abschluss der Tagung zu verkraften. Eine Revanche in Budapest ist anvisiert. Margit Conrad.
(22. April 2026) - VMS-Mitglied Ronald Reng hat schon wieder ein Buch geschrieben, rechtzeitig zur Fußball-WM: "Der deutsche Sommer", über die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Er präsentiert es derzeit quer durch Deutschland: Am Dienstag, dem 21. April, in der Fußballkneipe "Stadion" in der Schleißheimer Straße 82. Mit dabei: Florian "Flo" Weber, Schlagzeuger der Band "Sportfreunde Stiller, Autor des Textes von "54, 74, 90, 2010, ja, so stimmen wir stimmen alle ein..." Am Mittwoch in Hamburg, am Donnerstag in Karlsruhe.
Ronald Reng erzählt aus dem Innern der 2006er Nationalmannschaft, aus dem Bundeskanzleramt, aus Flo Webers WG und sogar aus dem Weltall, um das Gefühl jenes Sommers zurückzuholen, aber auch um ernsthaft zu analysieren: War die Welt damals wirklich so viel unbeschwerter oder bilden wir uns das heute nur ein? Buchbesprechung demnächst hier.
(06.02.2026) - Bürgermeisterin Verena Dietl ehrte im Rathaus Hans Eiberle mit der Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Silber. Sie sagte, Eiberle habe sich "in herausragender Weise um den Sport-journalismus in München und Bayern verdient gemacht". Er war 25 Jahre lang ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins Münchner Sportjournalisten, von 1989 bis 2025 Mitglied des Münchner Sportbeirats und zeitweise Interes-senvertreter der bayerischen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten im Lan-dessport-
beirat. Unter seiner Führung wurden unter anderem ein Stipendium zur Unter-stützung junger Talente im Sportjournalismus sowie der Helmut Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis ins Leben gerufen, der bis jährlich an junge Jour-
nalist*innen für regionale und lokale Sportberichterstattung verliehen wird, in diesem Jahr zum 25. Mal.https://ru.muenchen.de/2026/25/Medaille-Muenchen-leuchtet-fuer-Hans-Eiberle-122762
(10. Dezember 2025) – Uli Digmayer (Nürnberger Zeitung), seit 2013 Vor-sitzender des Vereins Nordbayerischer Sportjournalisten (VNBS), wurde bei der Jahreshauptversammlung in Nürnberg ohne Gegenstimme für zwei Jahre wiedergewählt. Ebenfalls bestätigt wurde der 2. Vorsitzende Wolfgang Zink (Freier Fotograf) und Geschäftsführer Harald Büttner (Freier Journalist), seit 1988 im Amt. Das Gremium der Beisitzer, das bis dato von Birgit Pinzer, David Bernreuther, Heiko Becker und Daniell Westgate gebildet wurde, besteht nunmehr aus fünf Personen. Dazugekommen ist Heinz Gläser, langjähriger Sportchef der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, jetzt Ruhestand.
(30. November 2025) – Matthias Schrader, Anna Szilágyi und Alexander Hassenstein, Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), sind beim Wettbewerb „Bayernfoto“ der Bayerischen Journalisten-Verbandes (BJV) mit Preisen bedacht worden – und alle ausnahmsweise mit Bildern, die keine Sportmotive zeigen. 2024 hatte Schrader in der Kategorie Sport gewonnen,
Matthias Schrader wurde Gesamtsieger mit dem Foto „Lichtblick“. Darauf ist ein Dampfzug zu sehen, der Ende Oktober 2024 durch den vom Borkenkäfer befallenen Harz auf dem Brocken bei Schierke fuhr. Schrader ist im Harz geboren, er lebt seit 30 Jahren in Bayern und fotografiert für Associated Press.
Anna Szilágyi wurde in der Kategorie Serie ausgezeichnet. Sie fotografierte Marion F., bei der Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert wurde, während einer Trainingseinheit des MS-Kletterkurses in der Kletterhalle Heavens Gate in München. Szilágyi (27) arbeitet seit 2023 für die European Pressphoto Agency (EPA) in München. Vorher war sie für Associated Press (AP) in ihrer Heimat-stadt Budapest tätig. Die Fotografin war viermal Finalistin bei den World Sports Photography Awards 2022.
Alexander Hassenstein siegte in der Kategorie Kultur. Er fotografierte den Ballerino Osiel Gouneo während der Ballettaufführung „Black Romeo“ im Theaterhaus Stuttgart. Der 1990 in Kuba geborene Gouneo lebt und tanzt mit seiner Frau in München. Hassenstein hat 2024 den Sven-Simon-Preis für Sportfotografie gewonnen. Er arbeitet für die Agentur Getty Images.
https://www.bjv.de/pressefoto/katalog-pressefoto-bayern-2025/
(26. November 2025) - Der FC Mainaustraße aus München ist einer der drei Preisträger beim Julius-Hirsch-Preis 2025 der Kulturstiftung des Deutschen Fußballbunds (DFB). Der Verein, der 2016 aus einem Fußballprojekt in einer Flüchtlingsunterkunft hervorging und mittlerweile in der A-Klassa am offiziellen Spielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) teilnimmt, bekommt den mit 7.000 Euro dotierten Preis für sein herausragendes soziales und gesell-schaftliches Engagement. https://www.fcmainaustrasse.com/
Feierstunde des Bezirks München-Stadt im Bayerischen Fußballverband (BLSV): Mittwoch, 3. Dezember 2025, 18:30 Uhr, Event Arena des Bayerischen Fußball-Verbands, Briennerstraße 50, zweiter Innenhof (Lift bis ganz nach oben). U-Bahn: Stiglmaierplatz. Bitte teilen Sie uns per E-Mail mit, ob Sie teilnehmen können. silke.rimbach@blsv.de
(11/2025) Es war ein Moment, der sich tief in mein Gedächtnis eingegraben hat. Der Geruch von Natronlauge und Entwicklerflüssigkeit, das gedämmte rote Licht der Dunkelkammer, und mein Vater Klaus, der hochkonzentriert ein Foto in einem Wasserbecken hin- und herbewegte. Davor hatte er das Blatt genommen, auf einen speziellen Tisch gelegt, es kurz belichtet und danach in die dafür vorbereiteten Chemikalienbäder getaucht. Es dauerte bis zu zwei (Foto privat: v.l. Zeitler, Heirler H. Walz)
Minuten, bis aus dem weißen Blatt das Bild entstand und es dann endlich zum Trocknen aufgehängt werden konnte.
Ich war sieben Jahre alt und durfte zum ersten Mal mit in diese geheimnisvolle Kammer, in der Bilder zum Leben erweckt wurden. Neben mir stand mein Bruder Florian, der wie ich staunend zusah, wie auf
einem leeren Blatt langsam Konturen eines Schwarz-Weiß-Bildes entstanden. Mein Vater lächelte, während er uns erklärte, wie wichtig es ist, dabei geduldig zu bleiben, um das perfekte Bild zu
entwickeln. Diese Momente waren selten, aber sie waren magisch.
Unser Vater war kein gewöhnlicher Mann. Klaus war einer der ersten Fotografen bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa). In München1950 kurz nach dem zweiten Weltkrieg.
Er war sehr gut in seinem Job. Aufgrund seiner Leistungen wurde er 1960 gebeten die Niederlassung in Hannover aufzubauen.
Er reiste wegen seines Berufs viel um die ganze Welt. Olympische Spiele, Fußball-Weltmeisterschaften, Ski-Weltcups – Tokio, Sapporo, Mexiko, Jordanien - mein Vater war überall dabei und brachte
unglaubliche Geschichten und Bilder mit nach Hause. Für Florian und mich war er ein großes Idol. Wir lauschten seinen Erlebnissen mit leuchtenden Augen, auch wenn wir gleichzeitig traurig waren, dass
er so oft weg war. Unsere Mutter Marianne, ebenfalls Fotografin, hielt die Familie zusammen. Sie vermittelte uns schon früh, wie viel Arbeit und Leidenschaft in einem guten Foto stecken. Doch es war
Klaus, der uns durch seine Abenteuer die Faszination für die Welt außerhalb unserer Stadt zeigte.
Eine der prägendsten Erinnerungen stammt aus dem Jahr 1979. Damals durfte ich meinen Vater zum Finale des Europapokals der Landesmeister in München begleiten. Nottingham Forest gegen Malmö. Ich war
16 Jahre alt. Dieses Erlebnis hat mich geprägt wie kaum ein anderes. Der Lärm der Fans, die blitzenden Kameras der Journalisten und die Rufe der Stadiondurchsagen – es war wie eine andere Welt. Ich
durfte mit ins Stadion und bei meinem Vater neben dem Tor sitzen, während er konzentriert die Kamera auf die Spieler richtete. „Halt den Moment fest, Andy. Das ist alles, was zählt“, sagte er und
drückte den Auslöser. Ich erinnere mich noch daran, wie stolz ich war, als er mir erlaubte, seine zweite Kamera zu halten. Ich habe an dem Abend zwar keine Fotos gemacht, aber allein das Gefühl, ein
Teil seiner Welt zu sein, war unbeschreiblich.
In den folgenden Jahren durfte ich sogar selbst Fotos mit ihm zusammen schießen. Oft saß er hinter dem Tor neben dem linken Pfosten und ich neben dem rechten.
Die Arbeit meines Vaters war beeindruckend, doch sie forderte auch ihren Tribut. Seine ständige Abwesenheit war eine Belastung für unsere Familie. Wenn er nach Wochen oder manchmal sogar Monaten von
seinen Reisen zurückkehrte, gab es oft lange Gespräche zwischen ihm und unserer Mutter. Florian und ich hörten ihre Stimmen durch die Wand, während wir in unseren Betten lagen. Wir wussten, dass es
nicht leicht war, eine Ehe und eine Familie zu führen, wenn einer der Partner so viel unterwegs war. Trotzdem hatten wir das Gefühl, dass unsere Eltern uns liebten und das Beste für uns wollten. Die
Abwesenheit unseres Vaters lehrte uns, früh selbstständig zu werden. Florian entwickelte eine unglaubliche Zielstrebigkeit, wurde später Chefarzt und forschte an mehreren Projekten. Ich selbst
entschied mich für ein unabhängiges Leben und wurde Geschäftsführer meiner eigenen Firma. Wir beide wussten, dass wir viel von unserem Vater gelernt hatten – auch, wenn wir uns oft mehr Zeit mit ihm
gewünscht hätten.
Doch nicht alle Geschichten, die mein Vater erzählte, drehten sich um den Sport. Klaus durfte zum Fotografieren immer häufiger die Top-Politiker des Landes begleiten. So auch Franz-Joseph Strauß,
Bayerns Ministerpräsidenten.
„Er hat nur Journalisten an sich herangelassen, die bereit waren, ein paar Gläser Weißbier mit ihm zu trinken. Erst nach dem dritten oder vierten Glas fing er an, sich zu öffnen.“ Mein Vater lachte,
als er daran dachte, wie er selbst nach einem langen Abend noch mit der Kamera hantierte und sich Notizen machte und Strauß dabei in einer ungewohnten Offenheit einfing. „Es gab ein ungeschriebenes
Gesetz: Nur das, was abgesegnet war, durfte auch gedruckt werden. Aber genau das hat mir geholfen, sein Vertrauen zu gewinnen.“
Eines Abends, im Juni 1984, erzählte er uns von einem besonderen Erlebnis mit Franz Josef Strauß.
Klaus war Teil der Journalisten-Delegation, die Strauß auf seiner Reise durch Jugoslawien begleiten, fotografieren und interviewen durfte. Der Ministerpräsident bekam auf einmal einen Anruf. Er
erfuhr am Telefon, das soeben seine Frau verstorben war. Die Reise wurde abgebrochen und natürlich aus Gründen der Pietät keine Fotos gemacht.
Es war offensichtlich, dass mein Vater in seiner Arbeit aufging. Er war nicht nur ein brillanter Fotograf, sondern auch ein Mann, der Geschichten einfangen und sie lebendig machen konnte. Doch hinter
seinem Erfolg lag auch eine dunklere Seite. Klaus war ein Kriegskind, verlor im 2.Weltkrieg seinen Vater und drei Tage später auch seinen Opa. Diese Schicksalsschläge und alle Kriegserfahrungen
prägten ihn, auch wenn er selten darüber sprach. Ich hatte den Eindruck, dass vor allem die vielen Reisen ein Weg für ihn waren, diese Erinnerung zu verarbeiten. Trotzdem fand er in unserer Familie
sein großes Glück. Meine Mutter Marianne, Florian und ich gaben ihm Halt, auch wenn er manchmal wie ein Mann wirkte, der zwischen zwei Welten lebte.
Noch während seiner aktiven Zeit als Fotograf erhielt mein Vater das Bundesverdienstkreuz für seine zeitlosen Bilder. Wir waren unglaublich stolz auf ihn. Doch in meinen Gedanken bleibt vor allem der
Mensch Klaus. Der Vater, der uns zeigte, wie wichtig es ist, den Moment zu schätzen, und der uns trotz seiner Abwesenheit unendlich viel mit auf den Weg gegeben hat. Wenn ich heute an ihn denke, sehe
ich ihn in der Dunkelkammer vor mir, wie er mit einem zufriedenen Lächeln ein Bild aus dem Wasser holt. Genau das war er: ein Mann, der Momente festhalten konnte, die anderen sonst für immer
verborgen geblieben wären.
(24. Mai 2025) - Ronald Reng, Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten seit 1994, hat zum ersten Mal einen Roman geschrieben, in dem nicht der Sport im Mittelpunkt der Handlung steht. Mal abgesehen von der Erwähnung früher Auto- und Radrennen sowie einem Barren, an dem sich Gottlieb Daimler körperlich ertüchtigte, und dass dem Autor die Idee zum Buch während einem seiner regelmäßigen Dauerläufe reifte. Sondern die Rivalität der Automobil-pioniere Gottlieb Daimler und Carl Benz. Der Titel „Er kenne Herrn Benz nicht, sagt Herr Daimler“, verweist auf die kuriose Situation, dass sich die beiden Rivalen bei der Entwicklung des Kraftfahrzeug im richtigen Leben nicht kennengelernt haben.
Statt einer Besprechung: Ich habe das Buch vormittags gekauft (22 Euro), nachmittags angefangen zu lesen, legte es nur zum Abendessen aus der Hand und war um 23.36 Uhr durch. Kurz vor dem Ende, auf Seite 263, hatten sich die Konkurrenten um Ruhm, Ehre und Patente endlich getroffen - auf Wunsch des Autors während eines Plagiatsprozesses auf der Toilette des Gerichtsgebäudes in Mannheim. Aus dem Buch: Der erste Impuls war zu fliehen. aber dadurch, dass Doemlér (Daimler) geradewegs auf ihn zukam, versperrte er Binz (Benz) den Fluchtweg. Der beißende Geruch von Urin drängte sich auf. Er musste etwas sagen, erkannte Binz. Er sagte: "Ich habe hier nicht auf Sie gewartet, falls Sie das denken."
"Ich habe den Gang auf die Toilette aber auch nicht angetreten, weil ich Sie treffen wollte, falls Sie das denken."
Leseprobe:
Der Autor über den Erfolg seines Buches: „Ich war anfangs überrascht, mittlerweile bin ich nur noch sehr erfreut, wie viele Buchhändler das Buch vorrätig haben. 7000 Vorbestellungen gab es schon vor Erscheinen.“
Ronald Rengs Biografie über Robert Enke stand zehn Wochen unter den Top 5 der Spiegel-Bestsellerliste, sein Buch „Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga“ erhielt den „NDR Kultur Sachbuchpreis“ und wurde als „Fußballbuch des Jahres 2013“ ausgezeichnet,ebenso wie 2016 „Mroskos Talente. Das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts“. Zuletzt erschien von ihm „Der große Traum“, eine neunjährige Langzeitstudie über drei Fußballtalente und „Fußballbuch des Jahres“ 2022 und 2024, sowie 2024 „1974 – eine deutsche Begegnung“, über das WM-Spiel Bundesrepublik Deutschland – DDR.
(14. Mai 2025) – Zwei Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) wurden vom Weltverband der
Sportjournalisten AIPS bei den Sport Media Awards 2024 in der marokkanischen Hauptstadt Rabat ausgezeichnet: Anna Szilágyi und Christoph Nahr. Der VMS gratuliert!
Anna Szilágyi (27), die beim kicker/VDS-Wettbewerb „Sportfoto des Jahres“ in der Kategorie „Portfolio und Sportreportage“ gewonnen hat, siegte mit ihrem Olympia-Foto „Champion“ in der
Kategorie Young Reporters Photography.
Sie
hatte bei den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024 den US-amerikani-schen Sprinter Noah Lyles nach dem Gewinn der Goldmedaille über 100 Meter fotografiert. Szilágyi arbeitet für die European
Pressphoto Agency (EPA).
https://www.instagram.com/szilagyi_anna_/
Christoph Nahr (54) gewann in der Video-Kategorie „Athlete profile“. Er arbeitet beim Bayerischen Rundfunk.
Bei den AIPS
Sport Media Awards 2024 gab es einen neuen Teilnahmerekord mit 2065 Einreichungen aus 137 Ländern und in 44 Sprachen. Angola, Somalia und Turkmenistan waren erstmals vertreten. Zum Wettbewerb zählen
alle Bereiche des Sportjournalismus, beispielsweise Audio, Foto, Text und Video. Zugelassen waren Beiträge, die zwischen dem 5. November 2023 und dem 4. November 2024 erschienen
sind.
Die Ergebnisse der Wahl:
https://www.aipsmedia.com/aips/pages/articles/2025/36634.html
Hendrik Rampe (Jahrgang 1996), Redakteur der "Zeit" in München, hat nach dem Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für regionale und lokale Sportberichterstattung, ausgeschrieben vom Verein Münchner Sportjournalisten (VMS), auch den Axel Springer Preis für jungen Journalismus in der Kate-gorie Unterhaltung gewonnen. Jeweils wurde "Die Süßkurve" ausgezeichnet, erschienen im Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Der Autor beobachtete Kinder an der Schwelle zur Pubertät, die beim VfR Garching Fußballspieler an-feuern und "die so sein wollen wie die Ultras von Borussia Dortmund und Bayern München" (Rampe).
Der Text steht steht als Pdf-Datei "Stegmann-Preis 2025" auf der linken Spalte.
(8. Mai 2025) - Samstag, 17.30 Uhr, Allianz Arena: Meisterfeier des FC Bayern, Abschiedsfeier für Heidemarie und Fred Joch. Das Fotografen-Ehepaar verabschiedet sich in den Ruhestand, nach einem Berufsleben, in dem die Jochs vor allem den FC Bayern begleiteten.
VMS-Mitglied Jupp Suttner hat Fred Joch gefragt: Wie kamst Du überhaupt zum Fotografieren? Joch: "Ich bin mit 17 und 18 oft zu den Sandbahnrennen auf dem Münchner Oberwiesenfeld gegangen, habe mich immer irgendwie reingeschwindelt, um Fotos machen zu können. Die zeigte ich meinem Nach-barn Max Mühlberger und der meinte, ich solle doch mal auf den Fußballplatz mitkommen. Das war am 22. April 1967 – und Fußball hat mich überhaupt nicht interessiert. Völlig egal, wer da spielte. Wichtig war für mich nur das Fotogra-fieren. Die Bilder von damals besitze ich heute noch. Bald darauf habe ich den berühmten Hammer als Zimmerer an den Nagel gehängt. Und jetzt hänge ich, gemeinsam mit meiner Frau, die Kamera an den Nagel."
Fred Joch hat sich auch berufsständisch engagiert, war lange Schatzmeister des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), dem er seit 1969 angehört.
Das ganze Interview:
(2. Mai 2025) - Jupp Suttner (Jupp Suttner - Chefredakteur, Reise-Stories.de), 1948 in München geboren, seit 1970 Mitglied des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), ist ein vielfach preisgekrönter Sport– und Reisejournalist sowie Buchautor. Er ist vor zwei Jahren von Weyarn, wo er in der Nähe von Golfplatz und Skipisten lebte, wieder in seine Heimatstadt München zurückgekehrt. Suttner schrieb und schreibt auch Kolumnen, seit einem Jahr den JUPPSLETTER "an einen kleinen feinen, exklusiven Kreis von hauptsächlich MeinungsbildnerInnen, Entschei-dungsträgerInnen, Medien-ExpertInnen und MacherInnen." Dafür steht Suttner auf vms-sportjournalisten.de eine eigene Rubrik zur Verfügung.
Der JUPPSLETTER beschäftigt sich diesmal mit der vom Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) veranstalteten Jahreshauptversammlung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS), dem der VMS als Regionalverein angehört. Und ganz besonders mit der Verleihung des Goldenen Bands an Felix Neureuther für sein Engagement, über seine Stiftung Kinder in Bewegung zu bringen. Aber auch, weil Neureuther den Sportjournalisten ins Gewissen redet. Lesenswert!
Das Präsidium des VDS, v.l.: Kevin Vogt (2. Vizepräsident), Elisabeth Schlammerl (1. Vizepräsidentin, André Keil (Präsident), Wolfram Köhli (Schatzmeister), Dr. Claudia Pauli (Beisitzerin), Martin Volkmar (Beisitzer). Es fehlt: Alexander Hassenstein (Beisitzer/Fotografensprecher).
FOTO: MARTIN HANGEN für VDS.
(1. Mai 2025) – Bei der Jahreshauptversammlung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) wurde André Keil (Schwerin) für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Präsident bestätigt. Wiedergewählt wurden auch Elisabeth Schlammerl (München) als 1. Vizepräsidentin, Wolfram Köhli (Lahr) als Schatzmeister und Martin Volkmar (München) als Beisitzer. Neu im Präsidium: Der Fotograf Kevin Vogt als 2. Vizepräsident sowie Alexander Hassenstein (München), als Beisitzer Interessenvertreter der Fotografierenden im VDS, und Dr. Claudia Pauli (Beisitzerin).
Damit ist Verein Münchner Sportjournalisten (VMS), nach dem Verband Westdeutscher Sportjournalisten mit 393 Mitgliedern der zweitgrößte Regional- verein des VDS, gleich dreimal im Präsidium vertreten.
Alle Fotos: Martin Hangen für VDS
1. Preis für Korbinian Eisenberger (Mitte), mit ihm freuen sich sein SZ-Ressortleiter Claudio Catuogno (li.) und der 1. VMS-Vorsitzende Thomas Walz.
(29. April 2025) – Vier Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) waren bei den Berufswettbewerben des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) erfolgreich. Beim vom VMS veranstalteten Gala-Abend im SAP Garden wurden Korbinian Eisenberger (Süddeutsche Zeitung), Jochen Tittmar (Spox), Christopher Meltzer (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Nico Seepe (Sky) ausgezeichnet.
MULTIMEDIA-PREIS
1. Preis (2000 Euro) : Korbinian Eisenberger „Auf der Piste mit Linus Straßer – Spiel mit dem Eis“, veröffentlicht am 18. Januar 2024 in der Süddeutschen Zeitung. https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/sport/linus-strasser-kamerafahrt-slalom-kitzbuehel-e709966/
Jury-Vorsitzender Martin Volkmar (Chef vom Dienst bei ran.de): „Korbinian Eisenbergers Beitrag überzeugt auf ganzer Linie und ist ein herausragendes Beispiel für Multimedia-Storytelling.“
2. Preis (1500 Euro): Jochen Tittmar „Ich habe nicht eine Minute gezögert – Ex-Bayern-Profi Dennis Grassow hat im Altenheim sein Glück gefunden“, veröffentlicht am 10. Dezember 2024 bei Spox. https://www.spox.com/fussball/listen/ich-habe-nicht-eine-minute-gezoegert-hausmeister-in-kurzen-hosen-ex-bayern-profi-dennis-grassow-hat-im-altenheim-sein-glueck-gefunden/6858038
GROSSER VDS-PREIS (Kategorie: „Reportage“)
3. Preis (1000 Euro): Christopher Meltzer „Fairness im Sport mit Folgen – Die schwerste Entscheidung seines Lebens“, erschienen am 24. Dezember 2024 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Text siehe linke Spalte, pdf Stegmann-Preis 2025.
NACHWUCHSPREIS3. Preis (1000 Euro)
Niklas Korzendorfer und Nico Seepe „Taliso Engel“, Film-Beitrag, gesendet im Juli 2024 bei Sky Deutschland.
Sie erzählen einfühlsam die beeindruckende Geschichte des Para-Schwimmers Taliso Engel, der nach einem gesundheitlichen Rückschlag seinen Weg zu den Paralympics in Paris findet. Besonders die Verknüpfung von Engels persönlichem Schicksal mit seinen sportlichen Erfolgen überzeugte die Jury.
Der Wettbewerb stand diesmal unter dem Motto „Der Sportsommer der Superlative“ und widmete sich den großen Sportereignissen des Jahres – der Fußball-EM in Deutschland sowie den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris. Teilnahmeberechtigt waren Nachwuchsjournalisten der Jahrgänge 1997 oder jünger. Beiträge konnten in allen medialen Formaten eingereicht werden, von Print über Online bis hin zu Hörfunk und TV.
VMS-Vorsitzender Thomas Walz: "Wir freuen uns, dass Mitglieder des VMS auch in diesem Jahr wieder so erfolgreich waren und gratulieren den Gewinnern für die Anerkennung Ihrer beruflichen Leistungen."
Ehrung Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis 2024/25, v.r.: Thomas Walz (1. Vorsitzender VMS), Adrian Kühnel (3. Platz), Henrik Rampe (1. Platz), Bürgermeisterin Verena Dietl (Mitglied der Jury), Hans Eiberle (Vorsitz Jury).
FOTO: FRED JOCH
(19. März 2025) – Henrik Rampe hat den 24. Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis für regionale und lokale Sportberichterstattung des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) gewonnen. Die fünfköpfige Jury bewertete seine Titelgeschichte "Die Süßkurve" des SZ-Magazins über einen Besuch in der Kinder-Fankurve des VfR Garching mit 19 von 30 mögli-chen Punkten. Rampe (Jahrgang 1996) ist inzwischen Redakteur bei ZEIT online mit Sitz in München.
Den zweiten Platz belegte der Vorjahrssieger Christopher Meltzer (16 Punkte) mit seinem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienenen Text "Die Ent-scheidung". Meltzer schrieb über den SV Aschau am Inn, der im entscheidenen Spiel der Saison ein streibares Tor schoss, das sich für den stellvertretenden Kapitän "falsch" anfühlte. Er setzte sich gegen seine Mitspieler durch, die Mannschaft stieg nicht auf, zerbrach aber auch nicht. Im Gegenteil. Meltzer (Jahrgang 1996) ist Münchner Sportkorrespondent der FAZ.
Auf Platz drei gesetzt wurde Adrian Kühnel mit "Das etwas andere Kopfball-ungeheuer", erschienen in der Süddeutschen Zeitung. Er berichtete vom Kriegsflüchtling Josip Hrgovic, der als Amatuerfußballtrainer beim TuS Gerets-ried im Rollstuhl arbeitet. Kühnel (Jahrgang 1999) gehört seit März 2024 zu Absolut Fußball von IPPEN.MEDIA.
Die Preise überreichte Bürgermeisterin Verena Dietl, Mitglied der Jury, gemeinsam mit dem VMS-Vorsitzenden Thomas Walz und Hans Eiberle, Vorsitzender der Jury, im Münchner Ratskeller. Der VMS war Gast des Referats für Bildung und Sport.
Der VMS-Vorsitzende Thomas Walz bedankte sich für die Einladung bei der Bürgermeisterin Verena Dietl und dem Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München. Er begrüßte die Gäste, unter ihnen Sven Szalewa, den stellvertretenden Geschäftsführer der Deutschen Journalistenschule, die der Sieger Henrik Rampe besucht hat, Martin Schneider, stellvertretender Ressortleiter Sport der Süddeutschen Zeitung, der 2011 beim Stegmann-Preis ausgezeichnet worden war, und Hans Stegmann, den Bruder der Namensgeber Helmut Stegmann, bei dem er sich namens des VMS für die Unterstützung des Wettbewerb bedankte.
Bürgermeisterin Verena Dietl sagte, die Stadt München dem Sportjournalismus seit vielen Jahren verbunden, und dem Helmut-Stegmann-Preis seit schon seit 2002. Der Wettbewerb sei "eine schöne Tradition geworden, die ich sehr gene unterstütze. Ich habe mich ermeut über die interessante Aufgabe in der Jury gefreut - als Sportbürgermeisterin und als Leserin." Sie erinnerte daran, dass Christina Warta, Pressesprecherin der Stadt München, zuerst im Referat für Bildung und Sport, jetzt im Mobilitätsreferat, vor 20 Jahren den Preis zweimal gewonnen hat.
Dietl gratulierte den Preisträgern und ermunterte sie: "Machen Sie bitte weiter so und erfreuen Sie uns mit invormativen, gut recherchierten Artikeln. Denn eine neutrale, korrekte, gern auch kritische ber vor allem ausgewogene Presse-berichtzerstattung ist heute in Zeiten von Social-Media-Content und Fake-News wichtiger denn je."
Hans Eiberle, Initiator den Stegmann-Preises und seit 2002 Vorsitzender der Jury, merkte scherzhaft an, er habe diesmal noch darauf verzichtet, von den Teilnehmern eine eidesstattliche Versicherung zu verlangen, dass sie ihre Texte, ohne Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt haben. Er sprach über die immer schneller voranschreitende Entwicklung im Journalismus. Was aber stets das Ziel bleiben müsse: "Einen Text zu schreiben, der das Interesse der Leser weckt, sie gut informiert, unterhält und im besten Fall fesselt."
Zur Teilnahme berechtigt waren Journalistinnen und Journalisten, die nicht älter als 32 Jahre sind, noch studieren oder schon im Berufsleben stehen. Der Preis ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert.
Die prämierten Texte stehen als Pdf-Datei auf der linken Spalte.
Ehrung 2025 im Münchner Ratskeller, 1, Reihe, v.r.: Bürgermeisterin Verena Dietl (Jury), Henrik Rampe (1. Platz), Hans Eiberle (Vorsitzender Jury), Adrian Kühnel (3. Platz), Thomas Walz (1. Vorsitzender VMS). 2. Reihe, v.r.: Sven Szalewa (stellv. Geschäftsführer Deutsche Journalistenschule), Corinna Kreiler (Pressesprecherin Referat Bildung und Sport), Wolfgang Uhrig (Jury), Michael Röhrig (Leiter Kommunikation Sport1). Letzte Reihe, v..r.: Martin Schneider (stellv. Ressortleiter Sport Süddeutsche Zeitung), Tobias Mair (Referat Bildung und Sport), Hans Stegmann, Joachim Walz (Schatzmeister VMS), Florian Graßl (Referat Bildung und Sport). FOTO: FRED JOCH
(14. Februar 2025) – Anna Szilagyi (Jahrgang 1998) siegte beim Berufswettbewerb „Sportfoto des Jahres“ 2024 von kicker und Verband Deutscher Sportjournalisten in der Kategorie 5 „Portfolio und Sportreportage“.
https://www.facebook.com/photo/?fbid=638573075196231
Sie arbeitet für die Agentur European Pressphoto Agency, EPA Images.
Adam Pretty, der für Getty Images fotografiert, belegte den zweiten Platz.
https://www.paralympic.org/paris-2024/feature/three-moments-wheelchair-basketball
Matthias Schrader (Associated Press Germany) gewann die Kategorie 2 - Sport allgemein mit seinem Foto Nachtflug
Alle sind Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS)
Herzlichen Glückwunsch!
(30. November 2024) – Lennart Preis (41), freier Fotograf, und Matthias Schrader (52), Associated Press, beide Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS), haben beim 25. Wettbewerb „Pressefoto Bayern“ des Bayerischen Journalisten-Verband (BJV) Preise gewonnen. Der VMS gratuliert zur herausragenden Leistung. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.
Sieger Kategorie Bayern Land & Leute: Lennart Preiss (41), München, freier Sportfotograf: „Pfiat Di Kaiser!“ In der Hofkapelle der Münchner Residenz lag im Januar 2024 ein Kondolenzbuch aus, in dem sich Menschen mit ein paar Zeilen von Franz Beckenbauer verabschieden konnten. Auch Uli Hoeneß, jahrzehntelanger Wegbegleiter, trug sich ein, nachdem er minutenlang mit gesenktem Haupt vor dem Porträt des Freundes gestanden hatte.
Sieger Kategorie Sport: Matthias Schrader (52), Associated Press: „Das war’s.“ Sein Foto zeigt Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann, wie er seinen Spieler Joshua Kimmich tröstet, nachdem die deutsche Mannschaft im Viertelfianle der EM 2024 1:2 gegen Spanien verloren hatte und ausgeschieden war.
Die Ausstellung „Pressefoto Bayern 2024“ wird im Kreuzgang des Maximilianeums vom 29. November 2024 bis zum 06. Januar 2025 gezeigt und geht anschließend auf Tour durch bayerische Städte.
https://www.bjv.de/pressefoto/
(1. November 2024) - Alexander Hassenstein, Mitglied des Vereins Münchner Sportjour-nalisten (VMS), wurde mit dem Prix Armando Trovati für das „beste Ski-Alpin-Foto“ der Saison 2023/2024 ausgezeichnet. Hassenstein, der für Getty Images arbeitete, hatte vor einem Jahr die US-amerikanische Skifahrerin Mikaela Shiffrin in Sölden fotografiert. Dort bekam er von ihr auch den Prix Armando Trovati überreicht. Das Foto ist Titelbild von VMS INFO 2024 (Pdf-Datei linke Spalte).
VON BENJAMIN MARKTHALER
(16. Oktober 2024) - Ich war mein ganzes Leben lang schon eher ein Mannschaftssportler. Der Fußball war mir heilig, es gab Zeiten in meiner Jugend, da war ich jeden Tag auf dem Sportplatz. Ich habe selbst trainiert, Jugendmannschaften geleitet und als Schiedsrichter am Wochenende Spiele gepfiffen. Als ich nach München zog, trat der Fußball in den Hintergrund. Keine Zeit, keine Muße in eine komplett neue Mannschaft zu gehen. Und ich habe mich gewundert, wieso ich es gar nicht so sehr vermisse. Bis ich gemerkt habe: Der Journalismus ist mein neuer Fußball, die Deutsche Journalistenschule mein neuer Verein und meine Klasse meine neue Mann-schaft.
Wie im Nachwuchssport geht es an der DJS darum, die Grundlagen zu erlernen und sich ständig weiterzuentwickeln. Uns werden die „Techniken“ beigebracht: saubere Recherche, präzises Fragenstellen, das Finden der besten Kamerawinkel. Es geht an die „Ausdauer“: Ein Projekt jagt das nächste, und es wird erwartet, dass wir uns voll auf die Inhalte konzentrieren. Das fordert, genauso wie ein intensives Training, Kondition und Durch-haltevermögen. Wir müssen gut koordinieren: Was wird mein Einstieg in den Text? Wie strukturiere ich meine Geschichte? Wie baue ich Spannung auf, um das Interesse der Leser/Zuschauer zu wecken? All das lernen wir an der DJS von wirklich guten “Trainern”. Von Redakteuren aus allen möglichen Medien, die uns all diese Grundlagen, dieses journalistische Handwerk vermitteln und beibringen und die wir in Übungen und Projekten dann direkt umsetzen können.
Ich mochte am Fußball natürlich immer die persönliche Weiterentwicklung, die Technik und Ausdauer, die mit jedem Training besser wurde. Aber was mir am wichtigsten war, war immer, dass es ein Mannschaftssport ist. Und das habe ich an der DJS am meisten schätzen gelernt. Wie im Fußball übernimmt jeder verschiedene Rollen. Mal bist du der „Trainer“, der die Verantwortung übernimmt und das Projekt steuert. Mal spielst du die Hauptrolle im „Angriff“, indem du recherchierst, Interviews führst oder vor der Kamera stehst. Und manchmal bist du auf der “Ersatzbank”, übernimmst kleinere Aufgaben, sorgst aber dafür, dass das Team gut zusammenarbeitet. So eine Flexibilität hatte ich selbst in meiner Zeit im Fußball nicht.
Mein “Vetrag” läuft jetzt noch ein Jahr, in dem nochmal andere Herausforderungen auf mich zukommen: Zwei Praktika und eine Masterarbeit. Ich würde aber sagen, mit meiner Mannschaft bin ich dafür gut gewappnet.
Benjamin Markthaler wird vom VMS ein Jahr lang mit 250 Euro monatlich unterstützt.
(16.09.2024) - „Gesegnet mit Zeit, kramt der Hamburger Rentner hie und da in seinen Archivkisten“, schreibt mir VMS-Mitglied Peter Bizer (Jahrgang 1942). „Und findet heute dieses Bild, das Sie in erlauchter Gesellschaft und mit Hut auf der Pressetribüne von Leon zeigt (obere Reihe, Vierter von rechts). Vor 54 Jahre! Man mags nicht glauben. When we were young..Aber leider auch erschreckend, wie viele aus der damals noch sehr über-sichtlichen und sehr erlesenen Schreiberzunft nicht mehr unter uns sind.“
WM Mexiko 14. Juni 1970 . Auf den Holzbänken der Pressetribüne von Leon erwarten recht entspannt Kollegen aus der deutschen Schreiber-Zunft das Viertelfinal-Spiel gegen England, das der unvergleichliche Uwe Seeler mit seinem Kopfball zum 3:2 entschied. Man beachte, dass lediglich der famose Hans-Josef Justen sein Arbeitsgerät parat hatte. Das Zeitalter der Clicks and Bytes hatte noch längst nicht begonnen und der Redaktionsschluss war dank des Zeitunterschieds längst vorbei.
Wir erkennen auf dem Foto von Axel Springer jr.†, Chef der Münchner Agentur Sven Simon, diese Kollegen, von denen leider so viele nicht mehr unter uns sind.
4.Reihe (von links): Mit Hüten Hans Schiefele† und Hans Eiberle, (beide Süddeutsche Zeitung), Hans Blickensdörfer† (Stuttgarter Zeitung), Paul Allmendinger† (Stuttgarter Nachrichten), Hans-Josef Justen† (WAZ).
3. Reihe (von rechts): Rolf Gonther† und Günther Wolfbauer† (beide Abendzeitung München).
2. Reihe (von links): Jo Viellvoye† (Sport Illustrierte) , Peter Bizer (Sven Simon Text) und mit Fotoapparat Günter Schiefelbein (Hamburger Morgenpost)
1. Reihe (von links): Hans-Joachim Nesslinger† (Spiegel) , Gerhard Krug† (Die Welt), Steffen Haffner (FAZ).
Der Münchner Sportbeirat hat die Aufgabe, die Landeshauptstadt in Fragen des Sports zu beraten und zu unterstützen und dabei die Belange der Vereine und der sporttreibenden Bevölkerung im Interesse der Sportpflege zu fördern. Seine beratende Tätigkeit erstreckt sich insbesondere auf die Planung, den Bau, den Unterhalt und die Nutzung der städtischen Sportanlagen (Stadien, Spiel- und Sportplätze, Bäder, Sporthallen und sonstige dem Sport dienenden städtische Einrichtungen),
die Verwendung der für den Sport im Rahmen des städtischen Haushalts zur Verfügung stehenden Mittel,
die Aufklärung und Werbefähigkeit zur Förderung des Sports, z.B. bei Veranstaltungen und Veröffentlichungen.
Der Sportbeirat besteht hat 21 stimmberechtigten Mitgliedern:
Die*der Vorsitzende des Kreises München im Bayerischen Landes-Sportverband;
19 weitere Mitglieder, die vom Stadtrat auf Vorschlag berufen werden.
Vorschlagsberechtigt sind:
Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV), Kreis München, für 15 Mitglieder, davon ein*e Vertreter*in der Kreisjugendleitung der Münchener Sportjugend und 14 Personen, die der Vorstandschaft eines Münchner Sportvereins angehören müssen.
Von den 14 Vereinsvertreter*innen müssen zwei aus Kleinvereinen, vier aus Mittel-vereinen und acht aus Großvereinen kommen. Mindestens vier der 14 stimmberech-tigten Mitglieder aus dem Kreis der Vereinsvertreter*innen müssen Frauen sein.
Weitere stimmberechtigte Mitglieder entsendet der Bayerische Sport-Schützenbund, Bezirk München, der Deutsche Alpenverein (Münchner Sektion), der Verein Münchner Sportjournalisten e.V., vertreten durch den ehemaligen Vorsitzenden Hans Eiberle, das Sportzentrum der technischen Universität München und die Olympiapark München GmbH.
Beratend ohne Stimmrecht gehören dem Sportbeirat an:
Die Mitglieder des Sportausschusses des Stadtrats der Landeshauptstadt München oder deren Stellvertreter*innen;
Die*der Stadtschulrätin*rat oder deren*dessen Stellvertreter*in, die Leitung des Geschäftsbereichs Sport oder deren*dessen Stellvertreter*in;
Die Städtische Gesundheitsbehörde mit 1 Vertreter*in bzw. Stellvertreter*in;
Die Städtische Bäderverwaltung mit 1 Vertreter*in bzw. Stellvertreter*in.
Fachreferent*innen und Sachverständige können beratend an den Sitzungen des Sportbeirats teilnehmen, soweit sie von der*dem Vorsitzenden eingeladen sind.
Vorsitzender ist Christian Hanf (TSV Milbertshofen).
(30.04.2024) – Beim AIPS Sport Media Award 2023 siegte bei den Fotografen VMS-Mitglied Adam Pretty in der Kategorie Portfolio.
Pretty hat mit „Unexplored Underwater (World Swimming Championships 2023)“ beim kicker/VDS-Berufswettbwerb „Sportfoto des Jahres“ 2023 mit Motiven aus dieser Serie in zwei Kategorien gewonnen.
(16. April 2024) – Bei den Berufswettbewerben des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) sind sechs Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) ausgezeich-net worden. Während der Jahresversammlung des Verbands Deutscher Sportjournalisten in Hamburg wurden geehrt:
Online-Preis
1. Nino Duit (Spox, Goal) mit „Mia san mia beim FC Bayern München“. Der Text wurde beim Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis des VMS mit dem 2. Preis ausgezeichnet.
https://www.spox.com/story/das-mia-san-mia-beim-fc-bayern-muenchen/
Begründung des Jury-Vorsitzenden Martin Volkmar (Beisitzer im
VDS-Präsodium):
„Die Jury hat sich einmütig für Nino Duit als Sieger entschieden, dessen Beitrag auf Spox.com die Mitglieder kollektiv überzeugt hat. In seiner Multimedia-Story „Das Mia san Mia des FC Bayern’
erzählt Duit informativ und unterhaltend über Historie und Hinter-
gründe des bekannten Mottos des deutschen Rekordmeisters. Gerade weil der Sinn hinter dem Leitspruch für viele Nicht-Bayern nur bedingt verständlich ist, bringt die detaillierte Schilderung einen großen Mehrwert über die DNA des FC Bayern – intere-ssanterweise maßgeblich vorangetrieben durch einen Norddeutschen. Neben der guten Recherche sind auch der sinnvolle Einbau multimedialer Elemente und die heraus-ragende Grafik für die Jury preiswürdig.“
3. Jochen Tittmar (Spox) mit „Bundesliga-Reserverunde: Die Geschichte eines vergessenen Wettbewerbs“
Nachwuchs-Preis
3. Nico-Marius Schmitz (Münchner Merkur) mit „Rausgeboxt.“ DerText wurde auch beim Helmut Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis des VMS mit dem 3. Preis ausgezeichnet.
(Text siehe linke Spalte, Stegmann-Preis 2024).
Fotowettbewerbe
Kategorie 1 – „Sport allgemein: Action“
1. Adam Pretty (VMS/Getty Images) – „Synchronised precision“
3. Matthias Schrader (VMS/Associated Press) – „Doppel-Doppel-Gold“
Kategorie 4 – „Fußball allgemein“
3. Alexander Hassenstein (VMS/Getty Images) – „Inter vs. Man City (CL-Finale)“
Kategorie 5 – „Portfolio/Sportreportage“
1. Adam Pretty (VMS/Getty Images) – „Fukuoka 2023“
Kategorie 6 – „Nachwuchspreis“
2. Anna Szilagyi (VMS/European Pressphoto Agency EPA) – „Fall“
Alexander Hassenstein (Getty Images), Mitglied im Verein Münchner Sportjournalisten, gewann den Sven-Simon-Preis 2023 mit seinem Foto "Sunny Shiffrin", dass die US-Amerikanerin Mikael Shiffrin beim Rennen in Sölden zeigt. Der 1. Platz ist mit 10.000 Euro dotiert. Hassenstein hatte den Preis schon einmal 2018 gewonnen.
Adam Pretty (Getty Images), ebenfalls VMS-Mitglied belegte den zweiten Platz. Er foto-
grafierte eine Synchronschwimmerin bei den Weltmeisterschaften 2023 in Fukuoka.
Pretty war zuvor schon Sieger 2013 und 2019. Weiteren VMS-Mitglieder, die den Preis gewannen: Hans Rauchensteiner (2009) und Sebastian Widmann (2012).
Benannt ist der Preis nach Axel Springer jr. (1941–1980), Sohn des Verlegers Axel Springer, der als Fotograf internationale Anerkennung gefunden hat. Axel Springer jr. begann 1966 in München im Verlag Kindler & Schirmeier für die Illustrierte Quick unter dem Pseudonym SVEN SIMON zu publizieren. Sein erster Mitarbeiter war Fred Joch, der dabei seine nachmalige Frau Heidemarie kennenlernte. 1970 war Springer Trauzeuge der Jochs, die sich 1968 selbständig gemacht hatten. Jochs Nachfolger bei Sven Simon wurde Günter R. Müller. Die Fotoagentur Sven Simon beschäftigte zeitweise bis zu zwölf Mitar-beiter, darunter Rainer Martini und Walter Schmitz, der später zum Stern wechselte. 1971 kehrte Axel Springer jr. nach Hamburg In den Verlag seines Vaters zurück und wurde Chefredakteur der Welt am Sonntag.
Axel Springer starb 1980 im Alter von 38 an Suizid. Zu seinem Andenken stiftete die Welt am Sonntag den Sven-Simon-Preis, der 20 Jahre lang an Jugendliche verliehen wurde, die sich im Naturschutz engagierten. Seit 1999 wird die mit insgesamt 14.000 Euro dotierte Auszeichnung für die besten Sportfotos des Jahres vergeben. Der Jury unter Vorsitz von Axel Sven Springer, dem Sohn von Axel Springer jr., gehören Sportler an, darunter Boris Becker, Birgit Fischer, Bernhard Langer, Heiner Brand, Heike Drechsler, Franziska van Almsick und Katarina Witt.
(5. November 2023) – Zwei Reisebusse fuhren am Montag, dem 5. November 1973, auf der Autobahn von München Richtung Grenzübergang Rudolphstein zur DDR. Sie waren unterwegs zum Rückspiel im Achtelfinale des Fußball-Europacups der Landesmeister Dynamo Dresden. An Bord des einen Fahrzeugs: Die Fußballmannschaft des FC Bayern, samt Tross. Im anderen: 14 Münchner Journalisten; einer von ihnen war ich.
Stopp an der Raststätte Nürnberg-Feucht, zum späten Mittagessen. Was als Nachspeise serviert wurde, weiß ich nicht mehr. Nur noch, dass sie mir im Hals stecken blieb. Denn Wilhelm Neudecker, der Klubpräsident, trat an den Journalistentisch und erklärte, die Mannschaft werde nicht nach Dresden weiterfahren, sondern in Hof übernachten. Zuvor hatten Neudecker und Manager Robert Schwan in einer Ecke des Lokals den Mann-schaftskapitän Franz Beckenbauer und dessen Stellvertreter Gerd Müller über die Ände-rung des Zeitplans informiert. Weiter: Archiv
Vor einem halben Jahrhundert lasen Fußballspieler (links Gerd Müller) und Trainer (Udo Lattek) im Mannschaftsbus noch Zeitungen.
(14. August 2023) - Am 15. August 1973 wurde im Münchner Olympiastadion Kata-strophenalarm ausgelöst. Statt der zum Regionalligespiel 1860 München gegen den FC Augsburg erwarteten 40.000 bis 50.000 Zuschauer versuchten noch einmal so viele Fans, zum Teil ohne Eintrittskarten, sich Zutritt zu verschaffen. Sie kletterten über die Zäune, es gab 147 Verletzte. Archiv
(18. Februar 2023) - Doris Henkel (Jahrgang 1953) hat nach 117 Grand-Slam-Turnieren Abschied vom Tennis-Zirkus genommen, über den sie seit 1992 berichtete. Weil es sich nicht mehr lohnt, sagte sie Katrin Freiburghaus, von der sie für sportjournalist.de interviewt wurde. https://www.sportjournalist.de/news/interviews/ich-kann-den-mut-der-jungen-kollegen-nur-bewundern-fb-2858/
Henkel, Jahrgang 53, volontierte bei der WAZ, war dort Redakteurin, danach bei der Süddeutschen Zeitung und machte sich 1992 mit den Schwerpunkten Tennis und Eiskunstlauf selbständig. Nach 117 Grand-Slam-Turnieren ging sie im vergangenen Jahr in Ruhestand.
Doris Henkel und Katrin Freiburghaus sind Mitglieder im Verein Münchner Sportjournalisten (VMS).
Olympia bei Olympia. Unentbehrlich: Die mechanische Schreibmaschine.
(29. November 2022) – Für die Olympischen Sommerspiele 1972 in München entstand unweit des Olympiastadion im Nordosten des Stadtteils Moosach ein Wohnkomplex. Er erhielt den Namen Pressestadt, weil dort während der Spiele rund 4.000 Journalistinnen und Journalisten wohnten. Dort war auch das Hauptpressezentrum
In der Riesstraße befand sich ein Fernmeldezentrum mit 110 fest installierten Telefon-apparaten, denn in den Wohnungen gab es weder Fernsprech- noch Fernsehanschlüsse. Die Statistik nennt 26.723 Gespräche und 9.837 Telegramme (!) mit insgesamt 6.377.718 Worten. Die Lobby im Erdgeschoss bot 120 Sitzplätze und eine Wand mit Monitoren, auf denen zeitgleich alle gerade stattfindenden olympischen Wettkämpfe zu sehen waren.
Das Zentrum der Pressestadt war die Riesstraße 50. Dort entstand , wo sich heute das Berufsschulzentrum befindet. Im Gebäude Riesstraße 36, der Berufsschule für Informa-tionstechnik, gibt es derzeit eine Ausstellung mit dem Thema „PRESSE 72 - Sport- und Fotojournalismus bei den XX. Olympischen Spielen in München“. Gezeigt werden Memo-rabilien wie die originale olympische Fackel, eine damals benutzte Schreibmaschine, Ein-trittskarten sowie ein fast kompletter Satz der berühmten Werbeplakate von Otl Aicher. Zu einigen hat der 1974 tödlich verunglückte Münchner Sportfotograf Max Mühlberger die fotografischen Vorlagen geliefert.
Zur Ausstellungseröffnung war Thomas Walz (1.Vorsitzender VMS) eingeladen sowie Hans Eiberle, Fred und Heide Joch, die davon erzählten, wie Wort- und Bildjournalisten damals arbeiteten.
Olympia-Pressechef Hans "Johnny" Klein (mit Fliege) vor den Mitarbeiterinnen und Mit-arbeitern der Pressestelle. In der letzten Reihe (3. v.r. mit dunkler Brille): Bruno Schmidt-Hildebrand, ehemaliger Ressortleiter Sport des Münchner Merkur. Klein und Schmidt-Hildebrand waren Mitglieder des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS). Klein (1931-
1996) trat 1972 in die CSU ein, gewann den Wahlkreis München-Mitte und war bis zu seinem Tod am 7. November 1996 (Herzinfarkt) Mitglied des Deutschen Bundestags, als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (1987-89), Bundesminister für beson-dere Aufgaben als Chef des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung unter Helmut Kohl, ab 1990 Bundestags-Vizepräsident. 1990 kandidierte Klein erfolglos gegen Georg Kronawitter um den Münchner OB-Posten. In München-Sendling gibt es die Hans-Klein-Straße.
Thomas Walz, 1. Vorsitzender VMS, Fred und Heide Joch (v.r.)
Das Olympia-Attentat - Tag des Erinnern
(6. September 2022) - Bei der Gedenkveran-staltung in Fürstenfeldbruck aus Anlass des 50. Jahrestags des Olympia-Attentats entschuldig-ten sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Namen Deutschlands für das Versagen der Behörden. Die Innenministerin versprach weitere Aufarbeitung und Aufklärung.
Am 5. September 1972 hatten palästinensische Terroristen bei den Olympischen Spielen in Mün-chen die israelische Mannschaft überfallen. Elf Mitglieder des Teams und ein Polizist wurden getötet.
https://www.sueddeutsche.de/politik/olympia-attentat-1972-gedenkfeier-1.5651055
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/jahrestag-oympia-attentat-72-2082112
Blick zurück
Der Filmproduzent und Moderator Joachim Day, Mitglied des Vereins Münchner Sport-journalisten (VMS) hat im Auftrag des Landratsamts Fürstenfeldbruck Zeitzeugen des Attentats befragt. Die Videos mit den Interviews:
https://www.erinnerungsort-fuerstenfeldbruck1972.de/looking-back
Der Verein Münchner Sportjournalisten erinnert in seinem Jahresheft VMS INFO an die Spiele und das Attentat. (Linke Spalte, VMS INFO 2022 Vers. 8 pdf).
Am 26. August 1972 begannen in München die Spiele zur Feier der XX. Olympiade neuer Zeitrechnung. Der Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) erinnert in seinem Jahresheft VMS INFO an das Ereignis, das München auch 50 Jahre danach noch prägt. Die Pdf-Datei finden Sie auf der linken Spalte. Als freiwillliger Helfer (Volunteer) mit dabei war David Ewell aus Kalifornien. Er ist der Cousin von Thomas Walz, dem VMS-Vorsitzenden, und Joachim Walz, dem VMS-Schatzmeister. Die 2. VMS-Vorsitzende Margit Conrad sprach mit Ewell, der dem siebenfachen Schwimm-Olympiasieger Mark Spitz in der Sauna gratulierte und Jesse Owens die Hand schüttelte.
(San Francisco/München, 24. August 2022) – 17 Jahre war er, als er sich als Volunteer für die Olympischen Spiele 1972 beworben hat. 50 Jahre später ist er zurückgekehrt an die damalige Einsatzstätte: David Ewell. Weniger aus sportlichen Ambitionen, sondern viel-mehr um nach zehn Jahren in Kalifornien „Zeit mit seiner Familie und der Verwandtschaft“ zu verbringen, seiner mittlerweile 92-jährigen Mutter Gudrun und auch seinen Cousins Thomas und Joachim Walz (ihres Zeichens Vorsitzender und Schatzmeister des Vereins Münchner Sportjournalisten).
Anfang August traf David Ewell, der Architekt, nunmehr im Ruhestand, in München ein, wohnt bei seiner Mutter und genießt die Treffen mit seiner Verwandtschaft. Und er genoss auch den Biergartenbesuch im „Hirschgarten“, der den noch 67-Jährigen (am 2. Septem-ber hat er Geburtstag) an das Ende der heiteren Spiele von 1972 zurückerinnerte. Denn David Ewell „feierte“ dort mit seinen Kolleginnen und Kollegen, nachdem sein Einsatz als Volunteer bei den Schwimmwettbewerben – sie fanden in der ersten Woche der Olympi-schen Spiele 1972 statt – eigentlich beendet war. Er habe sich sogar überlegt das Ange-bot anzunehmen, in anderen Sportarten auszuhelfen, doch dann sei diese schreckliche Nachricht „von diesem Attentat und dem Massaker an die israelischen Sportler bekannt geworden. Wir alle haben uns gefragt, wie es noch weiter geht und auch, ob die Spiele noch weitergehen dürfen oder sollen. Denn auf einmal bekamen die Spiele, die bis auf winzige Ausnahmen makellos gelaufen sind, einen schrecklichen Beigeschmack“. Wie man weiß: sie gingen weiter, auch um nicht Terroristen das Spielfeld und den Fortbestand der Olympischen Spiele zu überlassen, denn Avery Brundage der damalige IOC-Präsident verkündete kurz darauf: „The games must go on!“
Dass Rassismus auch im Sport an der Tagesordnung gewesen ist, das wurde ja schon bei der Siegerehrung von Olympia 1968 – bekannt als „Black Power Salute“ – offenbar. Dennoch war das für David Ewell kein Grund, sich nicht als Volunteer für die Spiele in München zu bewerben, denn wer konnte mit so einer „abscheulichen Tat rechnen“? In einer amerikanischen Zeitung „ist uns das Inserat aufgefallen, dass sie Volontäre suchen, die deutschsprachig sind“, sagt seine Mutter Gudrun. Und da David Ewell damals die vierte Deutschklasse in der dortigen High School besucht hat, hat er sich mit entspre-chendem Lebenslauf beworben. Er bekam auch eine positive Antwort. „Den Flug haben wir selbst zahlen müssen“, erinnert sich Gudrun Ewell, die sehr stolz darauf ist, dass ihr Sohn vor 50 Jahren den Weg über den Teich ins bayerische München geschafft hat.
Die Entlohnung selbst war nach heutigen Gesichtspunkten mit sieben Deutschen Mark pro Tag nicht gerade der Hit, allerdings waren Essen und Schlafstelle – damals in einer Turnhalle in der Knappertsbuschstraße – frei. „Und ich konnte, wenn es noch freie Plätze gegeben hat, auch andere Wettbewerbe besuchen.“ Das nachhaltigste Erlebnis ist für ihn das Basketballfinale und vor allem das umstrittenste aller Zeiten zwischen den USA und der damaligen UdSSR in der Rudi-Sedlmayer-Halle. Eigentlich hatten die Spieler der Vereinigten Staaten mit 50:49 gewonnen, doch dann kam Einspruch wegen einer nicht gegebenen „angeblichen“ Auszeit. Drei Sekunden reichte dem UdSSR-Team, um doch noch zu gewinnen und Olympiasieger zu werden.
Sein Einsatz bei Olympia 1972 war dennoch ein ganz besonderer. Denn als Volunteer „war ich sozusagen Kartenabzwicker für die Besucher“, erinnert er sich. Aber er durfte die sieben Goldmedaillen von Mark Spitz hautnah miterleben. Schon vier Jahre zuvor hatte Spitz dies großspurig angekündigt, schaffte allerdings nur vier. Bei Olympia in München sahnte Mark Spitz alle Siege und damit alle Medaillen auf allen Wettbewerben ab. „Ich kannte Mark Spitz, er war ja Clubschwimmer bei Santa Clara, allerdings nicht persönlich.“ Aber er hat den siebenfachen Goldmedaillengewinner in der Tat persönlich kennenlernen dürfen. „Im Schwimmstadion gab es eine Sauna, da war ich, und als ich nach draußen kam, stand da Mark Spitz und föhnte sich die Haare. Ich habe ihm gratuliert und ,good luck‘ gewünscht. Er war sehr, sehr nett und hat sich für meine Glückwünsche bedankt. Damals hatte er bereits fünf Mal Gold gewonnen.
Und dann darf man nicht ganz unter den Tisch wischen: „Ich durfte Jesse Owens die Hand schütteln und dem Finale der kubanischen Boxlegende Teófilo Stevenson (er war dreimaliger Olympiasieger im Schwergewicht) beiwohnen.“ Was will man noch mehr?
Margit Conrad
Christina Pahnke. FOTO: STEFAN MATZKE
(13. Dezember 2021) - Christina Pahnke fotografiert Spiele des FC Bayern München geauso wie Partien vom TSV Ottobrunn II - und sucht auch in der Sportfotografie immer die Geschichte hinter der Geschichte. Mit Erfolg. So beschreibt Christoph Leischwitz in der Süddeutschen Zeitung die Arbeit der Münchner Sportfotografin, die gemeinsam mit ihrem Mann die Agentur sampics betreibt. Das Ehepaar wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Matzke ist, zusammen mit Wolfgang Rattay, einer der beiden Sprecher, der im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) organisierten Fotografen. Pahnke, Matzke und Rattay gehören dem Verein Münchner Sportjournalisten (VMS) an.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-sz-serie-christina-pahnke-sportfotografin-1.5485612
(6. Dezember 2018) - Ein interessanter Text im Wirtschaftsmagazin brand eins, der auch Sportjournalisten und ihren Umgang mit Spielern, Trainers und Vereins-Oberen betrifft.
(10. Mai 2018) - Mit einer beispiellosen Erfolgsserie hatte der FC Bayern München vor einem halben Jahrhundert innerhalb von zwei Jahren auch international Aufsehen erregt: Aufstieg in die Fußball-Bundesliga (1965), DFB-Pokalsieger (1966,1967), Sieger im Europacup der Pokalsieger (1967).
Doch die Erfolgsserie hatte ihren Preis. Ein Jahr später, im Mai vor 50 Jahren, waren die Bayern so gut wie pleite. Diese Einschätzung lag nahe angesichts der Verzweiflungstat des Klubpräsidenten. „Ich habe unterschrieben, ich kann nicht mehr zurück“, gestand Wilhelm Neudecker zwei Tage vor dem Rückspiel im Semifinale des Europacups der Pokalsieger gegen den AC Mailand, der das erste Spiel 2:0 gewonnen hatte. Neudecker hatte das Recht auf einen neutralen Austragungsort eines mögliches Entscheidungsspiel an den Gegner verkauft und dem so ein Heimspiel verschafft. Weiter