Verein Münchner Sportjournalisten
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VMS-Mitglied Haruka Gruber schreibt zur Berichterstattung über Online-Journalismus im Sportjournalist, Ausgabe 6/2013, in der August-Ausgabe:

 

Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte Angela Merkel kürzlich bei der Pressekonfe-

renz mit US-Präsident Barack Obama. Ob die Formulierung unglücklich gewählt war oder tatsächlich ihre Distanz zur digitalen Welt ausdrückt – man weiß es nicht. Was hingegen nach der Lektüre der „sportjournalist“-Ausgabe 6/2013 zu erahnen ist: Die nach wie vor übertriebene, oberflächlich klischeehafte Ablehnung vieler Sportjournalisten in Deutschland gegenüber dem Internet. Nicht anders kann ich es mir erklären, wenn im Gespräch mit Jörg Sadrozinski, dem Leiter der Deutschen Journalistenschule, die Interviewerin (!) statt zu fragen folgende Feststellung tätigt: „Im Internet kommt es vor allem darauf an, schnell zu sein. Ein guter Stil und eine gute Schreibe sind da nicht so wichtig und für eine fundierte Recherche ist ohnehin keine Zeit.“ Sadrozinski stimmt selbstredend zu: „Für die reine Er-

gebnisberichterstattung genügt das Internet. In der Zeitung erwarte ich nach wie vor eine gute Hintergrundberichterstattung, eine klare Analyse. Und dafür muss man dann schon ein Fachmann oder eine Fachfrau sein.“

 

Was demnach heißt: Alle Internet-Journalisten arbeiten schnell und können ein 0:0 ver-

melden – doch vom Fach sind sie nicht. In der gleichen Ausgabe des „sportjournalist“ findet sich ebenfalls ein Interview mit dem ehemaligen dpa-Sportchef Günter Deister: „Print wird abnehmen und Digital weiter wachsen. Ich glaube an eine friedliche Koexistenz zwischen dem Hintergründigen, sinnlich erfassbaren Gedruckten, und dem oberflächlichen Schnellen.“

 

Dabei ist es grober Unfug, was als vermeintlich unumstößlicher Fakt dargestellt wird. Es gibt nicht DAS Internet, genauso wenig, wie sich die deutsche Zeitungs- und Zeitschriften-

landschaft als DER Print zusammenfassen lässt.

 

Der Sportjournalismus ist genreübergreifend vielfältig: Mal ist eine Story toll geschrieben und hintergründig recherchiert, mal ist eine Story boulevardesk und stark überspitzt. Mal wird eine exklusive Nachricht vermeldet, mal wird ungeprüft eine Falschmeldung verbreitet. Selbst innerhalb einer Zeitung oder eines Sportportal variieren Qualität und Anspruch (wie immer man sie definiert) teils massiv. Umso unverständlicher ist es, wie in einem Journa-

listen-Fachmagazin mehrmals versucht wird, eine derartige Komplexität auf wenige Klischees herunterzubrechen.

 

Haruka Gruber, Head of Content PERFORM Deutschland und Chefredakteur SPOX.com

Hans Eiberle, 1. Vorsitzender des VMS, schrieb im Forum des VDS-Magazins zum Thema Jahresversammlung 2013 in Mainz.

 

Ein VDS-Mitglied hat mir schriftlich „schier unglaubliches Verhalten“ bei der Wahl des Präsidiums vorgeworfen. Was habe ich getan? Ich habe das Abstimmungsverhalten des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) mit dem Hinweis auf einen Beschluss der Jahresversammlung 2013 erläutert. Und ich habe per Antrag die erneut kandidierenden Mitglieder des Präsidiums aufgefordert, ihr Aktionsprogramm für ihre zweijährige Amtszeit vorzustellen. Das wurde mit Mehrheit (alle gegen einen) abgelehnt, kein anderer Versamm-

lungsteilnehmer interessierte sich dafür.

 

Die HV des VMS hatte seine Delegierten mit Mehrheitsbeschluss verpflichtet, vier VDS-

Präsidiumsmitglieder nicht zu wählen. Die Aufforderung dazu kam nicht vom Vorstand, sondern aus der Versammlung.

 

Es hat wenig mit Demokratie zu tun, eine HV zu fragen, wie man abstimmen soll“, schrieb mir dazu das VDS-Mitglied. Ich hoffe, dass das eine Einzelmeinung ist. Es erscheint mir dringend geboten, im VDS eine Diskussion darüber in Gang zu setzen, wie die Mitglieder der Regionalvereine an Entscheidungen im VDS beteiligt werden können/sollen, wenn sie vorher zu befragen als „wenig demokratisch“ angesehen wird.

 

Denn: Ein Mitglied hat zwar bei der HV des VDS Rederecht, darf aber nicht abstimmen. Darauf hat der Justitiar des VDS in Mainz hingewiesen. Bisher war das satzungswidrig erlaubt.

 

Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie viele der Delegierten der Regionalvereine ihre Mit-

glieder vor der HV des VDS nach deren Meinung gefragt haben und wie viele über ihr Stimmenpaket nach Gutdünken verfügten.

 

Die Vermutung, die Mitglieder würden sich nicht für das interessieren, wie im VDS gear-

beitet und was dort beschlossen wird, mag zum Teil zutreffen. Gerade deshalb ist es wich-

tig, dass die Vorsitzenden der Regionalvereine mit ihren Mitgliedern vor der HV des VDS auf der Tagesordnung stehende Themen diskutieren und sich ein Votum geben lassen. Interesse an berufsständischer Arbeit im Regionalverein und Dachverband können wir nur wecken, wenn wir den Mitgliedern das Gefühl geben, dass sie gehört und ernst genommen werden.

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