Verein Münchner Sportjournalisten
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VMS intern

Aus Alt mach' Neu

Vorstand des VMS wiedergewählt

                                                 VON MARGIT CONRAD

 

München (20. März 2018) – War es dem Mega-Stau am Holledauer Dreieck geschuldet, den Auswirkungen der Grippewelle, die ja auch Bayern schon seit vielen Tagen erreicht hat oder einfach nur der Tatsache, dass der „bislang als unabsteigbar geltende, aber derzeit alles andere als attraktiv spielende HSV“ an diesem Samstag, dem 10. März 2018, bei souveränen FCB zu Gast in der Allianz-Arena war?

  Die Frage konnte nicht endgültig beantwortet werden, warum von 41 angemeldeten Mit-gliedern des Vereins Münchner Sportjournalisten (VMS) lediglich 32 zum verzögerten Be-

ginn an der VMS-Jahreshauptversammlung teilnahmen. Dabei hat niemand – außer es hätte Ambitionen gegeben, schließlich hatte die Vorstandschaft in ihrem Jahresrückblick Interessenten ausdrücklich zur Mitarbeit ermuntert – Angst haben müssen, mit irgendeinem Posten belastet, die Rückfahrt anzutreten. Hatten sich im Vorfeld doch uneingeschränkt alle Mitglieder der Vorstandschaft dazu bereit erklärt, auch in den kommenden zwei Jahren den Verein Münchner Sportjournalisten mit seinen derzeit 379 Mitgliedern, davon acht Volon-täre, mit besten Wissen und Gewissen zu vertreten.

  Die Wahl der amtierenden und auch wieder vorgeschlagenen Kandidaten, die unisono das einstimmige Votum der Versammlung erhielten, zog Wahlleiter Werner Rabe in souveräner Manier und Rekordtempo durch. Somit bringen sich für den VMS und seine Mitglieder wieder ein:

Thomas Walz als Erster Vorsitzender,

Margit Conrad als seine Stellvertreterin,

Diethelm Straube als Geschäftsführer,

Joachim Walz als Schatzmeisters-

Außerdem fungieren als Beisitzer weiterhin

Martin Volkmar (Bereich Online) und

Martin Hangen (Fotografensprecher und Koordinator für die Allianz-Arena).

  Weiter machen als Revisoren werden auch Elisabeth Schlammerl und Wilfried Jendreizik, lediglich im Trio des Aufnahmeausschusses ergab sich eine Änderung: Für Haruka Gruber arbeitet nun Julian Meißner (im Onlinebereich und für Social Media bei der perform group tätig) im Aufnahmeausschuss mit Alexander Hassenstein und Joachim Mölter zusammen.  

 

Problem Presseausweis

 

  Und das bisherige Trio, dessen Bericht stellvertretend Vorsitzender Thomas Walz abgab, musste sich bei den neun Neuaufnahmen auch nicht mit Problemfällen rumschlagen. Das ist umso erfreulicher, wenn man bedenkt, dass die hauptberufliche sportjournalistische Tätigkeit einen vorrangigen Stellenwert einnimmt – sowohl wenn es um die Mitgliedschaft geht, für die nur jene bürgen können, die mindestens fünf Jahre selbst nachgewiesener-

maßen ihr Einkommen zum Großteil durch ihre Funktion als Sportjournalisten beziehen – als auch die tatsächlichen Antragsteller, die ihre Tätigkeit als Sportjournalist ebenfalls (fast auf Herz und Nieren geprüft) darlegen müssen. Vor allem dann, wenn man einen Presse-ausweis haben will, der ja nur noch für jene ausgestellt wird, die auch den vollen Beitrag (derzeit 110 Euro jährlich) zahlen. Die Diskussion, die schon seit dem VDS-Wahlkongress in Hannover, alles andere als auf Sparflamme läuft – d. h. ob auch jene, die eigentlich offiziell aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, einen Presseausweis bekommen, ob-

wohl sie nicht mehr den vollen Beitrag zahlen – flammte auch bei der Mitgliederversamm-lung des VMS am Samstag, 10. März, wieder neu auf.

 

"Rentner" müssen mehr Beitrag zahlen

 

  Den Ausdruck „Rentner“, bittet Geschäftsführer Diethelm Straube, den vielmehr die Sorge trägt, dass unter den derzeit 279 Mitgliedern lediglich nur 47 Frauen sind, bei seinem Rück-kblick, zu entschuldigen, „denn anscheinend wird es von so manchem als Beleidigung an-gesehen“. Konnte allerdings die überwiegende Mehrheit, die der Versammlung am Sams-tag, 10. März, beiwohnten, nicht nachvollziehen, und bis auf wenige (vier Gegenstimmen) wurde dem Vorschlag von Schatzmeister Joachim Walz – den Beitrag der über 65-Jährigen von derzeit 30 auf 50 Euro pro Jahr zu erhöhen – uneingeschränkt stattgegeben.

  Der Hintergrund: Bislang waren diejenigen, die die Altersgrenze von 65 erreicht hatten, im VMS mehr oder weniger beitragsfrei, weil der VMS die „Versicherungsgebühr“ von 30 Euro – 1:1 – an den VDS weitergeleitet hat. „Wir haben nichts davon, sondern vielmehr einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand“, sagte Joachim Walz. Zwar wurden Stimmen laut, dass man durch die Erhöhung eigentlich die sozial Schwächeren (Markus Hörwick) belasten würde und es vielleicht gerechter wäre, wenn die Vollzahler statt 110 nun 120 Euro be-rappen würden (Karsten Klein), doch abgestimmt, war abgestimmt – und zwar mehrheitlich. Die stellvertretende Vorsitzende Margit Conrad erinnerte noch einmal an die Aussagen des VDS-Präsidenten Erich Laaser, der bei der VDS-Verbandsratssitzung im Oktober 2017 bei der DFL in Frankfurt betont hatte „Wer im Sportjournalismus tätig ist, hat in der Regel Einkünfte“, was bedeutet, diese Person könne auch den vollen Beitrag zahlen, sofern er einen ordentlichen, mittlerweile auch wieder von der Innenministerkonferenz unterzeich-neten Presseausweis haben will.

  Und schließlich sollte man, wenn man von den sozial schwächeren Kollegen spricht, nicht jene unter den Tisch fallen lassen, die nicht in der glücklichen Lage einer Festanstellung sind, sondern – meist als Freie ihr Dasein fristen oder wenn überhaupt, nur befristet ange-stellt, was ja mittlerweile die Regel ist, nicht über das Jahr hinaus planen können. Auch für solche Kollegen, das sollte man sich vor Augen führen, sind zehn Euro im Jahr durchaus eine Belastung.

 

VMS modern und multemedial

 

  Es ist klar, die älteren Mitglieder, die immer noch den Presseausweis ein bisschen als Rabattkarte gesehen habe, dürften über die stringente Neuerung nicht glücklich sein. Andererseits sollten auch diese einsehen, dass den Jungen die Zukunft gilt und offen sein muss, auch wenn man es vielleicht nicht immer wahrhaben will. Freilich ist der VMS in den vergangenen zwei Jahren jünger geworden, doch das ist erst der Anfang, denn die mediale Arbeit, von dem die Generation 60 plus geschwärmt hat, hat ausgedient, der VMS muss den Jungen und das ist die Generation Social Media die geeigneten Plattform bieten. Und da gibt es genügend gute Leute, die Richtschnur sein können. Und nur wenn sich der VMS auch diesen neuen Herausforderungen stellt – und das tut er auch – wird er weiterhin neue Mitglieder gewinnen, kreative Leute, die sich dem Zeitgeist gemäß aufstellen.

  Und genau in diesem Kontext stehen auch der Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förder-preis, dessen Gewinner erst am 13. März bekanntgegeben werden (Nachrichten), aber auch das Stipendium – diesmal geht es mit Zita Zengerling – eine Journalistin aus Mün-chen.

  Wie wichtig es ist für den VMS, sich modern und multimedial zu orientieren, zeigen die Aussagen des ehemaligen Vorsitzenden Hans Eberle (79), der die Homepage www.vms-sportjournalisten.de unterhält und pflegt. „Ich bin der denkbar Ungeeignete, über Internet und Homepage zu sprechen“, sagte Eiberle bei der Jahreshauptversammlung und bekla-gte, dass er leider nicht einschätzen könne, ob das, war er mache, was auf der Homepage erschiene gut sei, ankomme oder verbesserungswürdig sie. Um den Facebook-Auftritt kümmert sich Thomas Walz.

  Carlos Vogel, der von 2002 bis 2009 Teem- und Eventmanager des  Eishockey-National-

mannschaft war, stellte eine gemeinsame Veranstaltung von VMS und DEB für den Herbst in Aussicht stellte.

Ordentliche Jahreshauptversammlung am
Samstag, den 10.März 2018 in der Allianz-Arena (Pressebereich).


Tagesordnung:
 
TOP 01                      Begrüßung
TOP 02                      Feststellung der Beschlussfähigkeit
TOP 03                      Wahl des Versammlungsleiters/der Wahlleiterin 
TOP 04                      Bestimmung des Protokollführers/der Protokollführerin
TOP 05                      Bestätigung der Tagesordnung
TOP 06                      Genehmigung des Protokolls der HV 2017
TOP 07                      Bericht der 1. + 2.Vorsitzenden
TOP 08                      Bericht des Geschäftsführers
TOP 09                      Bericht des Schatzmeisters
TOP 10                      Bericht der Kassenprüfer
TOP 11                      Aussprache
TOP 12                      Entlastung des Vorstands
TOP 13                      Bericht des Aufnahme-Ausschusses
TOP 14                      Wahl des Wahlleiters/der Wahlleiterin
TOP 15                      Wahlen
                                  a) 1. Vorsitzende(r)
                                  b) 2. Vorsitzende(r)     
                                  c) Geschäftsführer(in)
                                  d) Schatzmeister(in  
                                  e) Beisitzer(in)
                                  f)  Beisitzer(in)
                                  g) 2 Kassenprüfer(innen)
                                  f)  1 Ersatzkassenprüfer(in)
TOP 16                      Bestellen des Aufnahme-Ausschusses
TOP 17                      Jahresversammlung des Verbands Deutscher Sportjournalisten

                                  (VDS) am 19. März 2018 in Augsburg
TOP 18                      Bericht Elisabeth Schlammerl, 2. Vorsitzende VDS
TOP 19                      Festsetzung der Beitrags- und Aufnahmegebühr
TOP 20                      VMS im Internet
TOP 21                      Helmut-Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis
TOP 22                      VMS-Stipendium
TOP 23                      Jahresabschluss-Veranstaltung (Nikolaus)
TOP 24                      Anträge
TOP 25                      Verschiedenes

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Geschäftsstelle:

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c/o Plazamedia / Sicherheit

Münchener Straße 101

85737 Ismaning

T 0170 2268029 

1. Vorsitzender

Thomas Walz

T 0170 2268043

Besucher seit 19. Juni 2013

Aktuelles

VMS INFO 2022                                         Das Jahresheft des Vereins Münchner  Sportjournalisten

VMS INFO 2022 neu3.pdf
PDF-Dokument [28.6 MB]

Stegmann-Nachwuchs-Förderpreis 2022 -   Die prämierten Texte

Stegmann 2022 16 S. pdf.pdf
PDF-Dokument [3.6 MB]
Presseausweis-Antrag 2022
Antragsformular_Presseausweis_2022.pdf
PDF-Dokument [248.7 KB]
VMS INFO 2021 Final.pdf
PDF-Dokument [11.4 MB]

Ansichtssache

Gedenktage

Geburtstage

Maria Mühlberger 85

Die Kamera mit dem

Golfschläger getauscht

Edgar Endres 60

BR-Hörfunkreporter

statt Papstnachfolger

2 x 60

Thomas + Joachim Walz

Peter M. Lill 75

Vom Bauingenieursstudium über 1860 und Vettel zum Kochbuch-Autor

Christian Wechslinger 70

In 35 Sportarten daheim

Neue Bücher                           

Die Süddeutsche Zeitung schrieb, Hartmut Scherzer sei „der verrück-teste deutsche Sportreporter“. Er berichtete über 15 Fußball-Weltmei-sterschaften, 21 Olympische Spiele und 33-mal von der Tour de France. Und hat alle großen Boxkämpfe live gesehen; „Rumble in the Jungle“ in Kinshasa, wo George Forman von Muhammad Ali eine Tracht Prügel bezog, und den „Thrilla in Manila“, als Joe Frazier von Ali vermöbelt wurde.

Ein ereignisreiches Reporterleben – kein Wunder, dass Scherzer 735 Seiten benötigte, um unter dem Titel „Welt Sport“ aus 50 Jahren Sportgeschichte aufzuschreiben, was ihm wichtig ist. Legendäre Boxkämpfe natürlich - er war als Student zweimal deutscher Hochschulmeister und trainiert auch mit 83 Jahren noch den Faustkampf.

Aber Hartmut Scherzer will auch vermitteln, dass der Sport jenseits seiner Grenzen etwas bewegen kann, weil allem mit allem zusam-menhängt: Mit Rassismus, Terror, Black Power, siehe Muhammad Alis Protest gegen den Vietnamkrieg. Mit Doping und Hooligans. Ich sehe ihn noch, wie er sich vor dem Länder-spiel gegen die Niederlande in Rotterdam mit blutiger Glatze vor dem Mob in einen Juwelierladen rettete, in den wir Reporter geflüchtet waren. Hinter ihm fiel das Türgitter.

Dreieinhalb Jahre hat Scherzer ge-schrieben und Fotos sortiert („ich bin ein Sammler“). Entstanden ist ein prall gefülltes Zeitdokument eines Sportreporters, wie es ihn in der neuen digitalen Welt vermutlich bald nicht mehr geben wird. H.E.

 

Societäts-Verlag. 736 Seiten, ISBN 978-3-95542-384-1. Format Hardcover, 25 Euro

Nur eines unterscheidet Fotios, Marius und Niko von ihren Freunden in der nordbayerischen Provinz: Sie spielen alle drei un-widerstehlich gut Fußball. Noch bevor sie 14 werden, nehmen die Profiklubs 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth sie in ihre Lei-stungszentren auf. Von da an führen ihre Leben in neue, un-

vermutete Richtungen.

  Ein Buch über drei fantastische Jungs, die dribbeln wie Messi und von großen Karrieren träumen.

  Ronald Reng hat die drei be-gleitet, hat neun Jahre lang Dra-matik und Glück, Einsichten und schwere Entscheidungen miter-

lebt, das Scheitern und Gelingen eines großen Traums. (Verlagstext, Bespechung folgt).

13,8 x 22,0 cm / ca. 432 S.

Hardcover mit Schutzumschlag

22,- Euro

ISBN 978-3-492-07099-7

Anno dazumal

Als Gerd Müller zurücktrat        Als Beckenbauer nachtrat

Wenn Ronny mit                         dem Kopf abstaubt

Fußballsprache oder ganz schlechtes Deutsch?

 

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