Verein Münchner Sportjournalisten
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VMS intern

VDS weiter auf Sparkurs

Eigentlich hätte die Zusammenkunft in Bitburg stattfinden sollen, wo der VDS das 200-jäh-

rige Jubiläum der Brauerei zusammen mit dem 90. Geburtstag des Sportjournalistenver-

bands feiern wollte. Doch statt im Braukeller fanden sich die Vertreter der 20 Regionalver-

eine in schwindelnder Höhe, im fünften Stock in Frankfurt wieder, bei der DFL, die übrigens ein ausgezeichneter Gastgeber war.

  Wie gesagt: Sponsoring war gestern. Und weil sich der VDS, wie Präsident Erich Laaser auch bei der Herbst-Zusammenkunft betonte, nicht mehr von Sponsorengeldern abhängig machen will und damit angreifbar ist, wird niemand mehr „sich die Hacken ablaufen und zum Betteln gehen“, sondern man muss die Finanzen innerhalb des Verbands so regeln, was machbar ist.

 

Tagungsort ein Modellversuch

 

  Die Sitzung im Hochhauses an der Guiollettstraße in Frankfurt historisch, weil erstmals überhaupt zu einer eintägigen Arbeitstagung mit Imbiss eingeladen worden war statt zu einer Abendveranstaltung, die für den ausrichtenden Regionalverein mit oftmals nicht kal-

kulierbaren Kosten verbunden gewesen war. Als „einen Modellversuch“ bezeichnete es Präsident Erich Laaser, und angesichts der flotten und konstruktiven Arbeit könnte dieses Modell bei Herbsttagungen, gut erreichbar jeweils in einem Ort in der Mitte Deutschlands, nicht nur ein Versuch bleiben.

  Es war aber nicht das einzige Neue: Gewohnt, dass der bisherige Vize Hans-Jochen Zwingmann jede Veranstaltung oder jeden Kongress sozusagen moderiert hatte, war Erich Laaser auf sich allein gestellt. Er hat die Aufgabe exzellent gemeistert, wohl auch deshalb, weil er die jeweiligen Parts, die nicht direkt in seinen Aufgabenbereich gefallen sind, schon vorab an seine Stellvertreter delegiert hatte.

 

Relaunch des Verbandsmagazins sportjournalist

 

  Und da sind ja auch zwei Neue! Darunter erstmals eine Frau: Elisabeth Schlammerl vom Verein Münchner Sportjournalisten. Die 55-Jährige hatte das Print-Produkt „sportjournalist“ von ihrem Vorgänger Dr. Christoph Fischer übernommen. Sie kündigte den Vertretern der Regionalverbände ein Relaunch des Magazins an. Durch die um die Hälfte reduzierten Ausgaben gebe es Engpässe bei den regionalen Nachrichten. Natürlich wolle man Ge-

burtstage oder Nachrufe nicht unter den Tisch fallen lassen, dennoch werde man künftig in der Druckausgabe ohne eine standardisierte Zeilenvorgabe nicht umhin kommen, um mög-

lichst viele abbilden zu können, erläuterte Schlammerl. Die VDS-Vize wollte es nicht als Zensur wissen und betonte, dass man selbstverständlich Online nachschieben könne, und da seien Länge und Ausführlichkeit kein Thema. Wie lang Berichte künftig werden sollen, erfahren die Mitgliedsvereine in Kürze.

  Nicht glücklich dagegen dürfte der 2. Vizepräsident André Keil bei seinem Vortrag gewe-

sen sein. Zum hochkarätigen Doping-Symposium in Schwerin am Donnerstagabend, 26. Oktober, hatte er bis zum Montag gerade einmal fünf Anmeldungen (Mitglieder aus dem Verband, einer davon Präsident Erich Laaser). Für Südlichter ist es – so interessant der Vortrag sicherlich sein mag – ohne Übernachtung unmöglich, folglich kostenintensiv und aufwändig. Besser wäre bei solchen Angeboten die Mitte Deutschlands.

 

Alles dreht sich ums liebe Geld

 

  Apropos Veranstaltungen: Bei den Berichten der Regionalverbände zeigte sich, dass eini-

ges unternommen wird, um auch junge Mitglieder dafür zu interessieren oder zu binden. Dennoch sickerte oftmals auch der Frust durch, dass bei nicht wenigen Veranstaltungen der Rücklauf bzw. die Resonanz eher ernüchternd gewesen war. Kein Zweifel, wie bei allen Verbänden ist es schwierig, den geeigneten Zeitpunkt bei der Vielbeschäftigung der Mitglie-

der zu finden, die oft – vor allem wegen der Einkünfte - einen beruflichen Termin dem viel-

leicht absolut informativen Angebot aus dem Verband vorziehen müssen.

  Letztlich endete wieder alles beim Geld, doch diesmal waren sich alle Vertreter der 20 Regionalvereine einig, wie bei der Ausstellung des Presseausweises zu verfahren ist. Nicht zuletzt, weil der Ausweis durch die Unterzeichnung der Innenministerkonferenz wieder eine gewisse Aufwertung erfahren hat, dürfe kein Schindluder mit dessen Ausstellung betrieben werden, sondern es muss vielmehr ein ehernes Gesetz und eigentlich eine Handhabung ohne Wenn und Aber gelten, dass alle, die sich um einen Sportjournalistenausweis bemü-

hen, auf Herz und Nieren auf hauptamtliche journalistische Tätigkeit geprüft werden.

   Das gilt uneingeschränkt auch für Rentner: Wollen diese den Presseausweis, weil sie noch journalistisch tätig sind, dann müssen sie künftig den vollen Beitrag zahlen und wür-

den nicht mehr weiter privilegiert behandelt werden. „Wer im Sportjournalismus tätig ist, hat in der Regel Einkünfte“, begründet Präsident Laaser die Entscheidung und räumte allemal mit der Vorstellung von einigen Mitgliedern auf, der Presseausweis sei eine „Rabattkarte“.

Schließlich, darauf verwies Geschäftsführerin Ute Maag, gebe es ja seit 2007 den Mit-

gliedsausweis für Rentner – der ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Beantragt haben diesen bislang allerdings erst 15, wobei die meisten dem Verband Westdeutsche Sportpresse an-

gehören.

 

Ute Maag bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang

 

  Wolfgang Rattay zog danach deshalb seinen Antrag zurück. Der Fotografensprecher hatte gefordert, dass die jeweiligen Landesverbände ein dreiköpfiges Gremium zur Überprüfung hauptamtlich tätiger Fotografen kreieren sollten, wobei in diesem Dreiergremium ein Foto-

graf sein sollte. Arno Boes sah darin eine große Gefahr, weil man doch um die Konkurrenz-

situation der Fotografen wisse, in der jeder froh sei, den anderen aus dem Geschäft zu kicken. Sein Vorschlag einer Empfehlung durch den VDS-Vorstand kam deshalb nicht zu-

stande, weil Laaser der Meinung war, dass die Überprüfung Aufgabe der Regionalvereine sei und man dort bisher schon Sorgfalt walten lassen müsse.

  Um bei den Änderungen zu bleiben: Ute Maag wird zwar zu den Olympischen Winterspie-

len nach Pyeongchang als Ansprechpartnerin der akkreditierten Kollegen fahren. Einen ständigen Begleiter der Nationalmannschaft, wie es Hans-Joachim Zwingmann war, gibt es derzeit nicht. Elisabeth Schlammerl ist jedoch anlässlich eines der jüngsten Länderspiele mit dem DFB in Kontakt getreten und hat einige Fragen erläutert. Sie bot den Regional-

vereinen an, sich bei Problemen persönlich an sie zu wenden.

  Übrigens: Gastgeber für die nächste Mitgliederversammlung des Verbands deutscher Sportjournalisten ist höchstwahrscheinlich am 12. März oder am 9. April Augsburg und der dortige Regionalverein.

  Nicht zu vergessen: Der VDS-Online-Preis ist gesichert, da die Commerzbank als Spon-

sor auftritt, vakant ist lediglich der VDS-Fernsehpreis.                                  

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Weltmeisterlicher Treffer zum 2:1-Sieg über die Niederlande, 1974 im Münchner Olympiastadion.

Gerd Müller 72 (3.11.2017) Unerreicht, unvergessen. Danke Gerd, alles Gute!

Rolf Hofmann 90                    Mit dem Fußball                     um die ganze Welt

Diethelm "Didi" Straube 60    Von Darmstadt in die Welt hinaus - bis nach Afrika

Gerhard M. Gmelch 75        Jura, Fußball und eine              Kreuzfahrt ins Glück

Wolfgang Gärner 70               Einer der letzten Allrounder

Heinrich Lemer 65        Journalist statt Arzt - Hallbergmoos statt Berlin

Kurt Reich 90               Schlesier, Berliner, Allgäuer, Journalist + Funktionär

Werner-Johannes Müller 65   Der Mann, der den kicker-Stammtisch erfand

Robert Lübenoff 60               Power-Krebs

Corinna Halke-Teichmann    Vom Eis vor die Kamera

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